Essbare Blüten für Torten: Sorten, Verwendung und Tipps

Essbare Blüten sind eine wunderschöne und vielseitige Möglichkeit, Torten und andere Backwaren zu dekorieren. Sie verleihen den Kreationen nicht nur eine optische Aufwertung, sondern können auch geschmackliche Akzente setzen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über essbare Blüten für Torten, von verschiedenen Sorten und deren Eigenschaften bis hin zu Tipps für die sichere Verwendung und Haltbarmachung.

Vielfalt essbarer Blüten

Die Auswahl an essbaren Blüten ist überwältigend und bietet Hobbybäckern unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Zwischen klassischen Gewächsen wie Rosen und Margeriten in verschiedenen Farben und Größen finden sich auch ausgefallenere Sorten wie Wasserlilien, Edelweiße oder Osterglocken. Fuchsia, Narzissen, Apfelblüten, Veilchen, Mohnblumen und Calla sind weitere Beispiele für die Vielfalt, die zur Verfügung steht.

Beliebte essbare Trockenblumen

  • Lila Malven: Verleihen eine romantische Optik.
  • Rosafarbene Rosenblätter mit gelbem Stempel: Für eine klassische und elegante Note.
  • Getrocknete Blütenmischung in Frühlingsfarben: Ringelblume (Calendula), Kornblume, Malve, Rose, Zitronengras, Tagetes, Rotundifolia-Minze, Monarda.
  • Essbare Sommerblumenmischung: Kornblume und Ringelblume.

Zuckerblumen

Unter dem Begriff „Zuckerblumen“ werden all jene Blumendekore gefasst, die aus irgendeiner Art von Zucker bestehen. Feinzuckerblumen sind besonders stabil und werden gerne als Streudeko auf Cake Pops oder Cupcakes eingesetzt. Blumen aus Blütenpaste begeistern vor allem durch ihre realistische Erscheinung, da Blütenpaste sehr elastisch ist und gut zu Blüten und Blättern geformt werden kann. Filigran gearbeitete Zuckerblumen aus Blütenpaste sind ihrem Original oft zum Verwechseln ähnlich.

Verwendung essbarer Blüten auf Torten

Essbare Blüten können auf vielfältige Weise in das Design einer Torte integriert werden. Sie können einzeln oder in Gruppen platziert, über die gesamte Torte verteilt oder als essbare Dekoration in Form von Borten und Bordüren verwendet werden.

Anlässe

Klassischerweise findet sich die essbare Tortendekoration im romantischen Stil auf Hochzeitstorten wieder. Aber auch auf dem Kuchen zum Geburtstag kann ein blumiges Topping gezielt als Highlight eingesetzt werden. Waren es lange vor allem festliche Torten, die mit den süßen Blüten aufwendig verziert wurden, erstrahlen heute auch andere Gebäcke in floralem Glanz: Muffins, Cupcakes, Naked Cakes oder Cake Pops, aber auch Desserts lassen sich mit Blüten und Rosen geschmackvoll dekorieren.

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Integration in das Tortendesign

  • Farbpalette: Die Auswahl der Blüten sollte die Farbpalette der Torte ergänzen und nicht überwältigen.
  • Stil: Die Blüten sollten zum Stil der Torte passen, sei es romantisch, verspielt oder modern.
  • Größe: Die Größe der Blüten sollte in Relation zur Größe der Torte stehen.

Sicherheit und Essbarkeit

Nicht jede Blume, die auf der Wiese steht, ist auch genießbar. Es ist wichtig, nur essbare Blüten aus sicherem Anbau zu verwenden, die nicht mit Pestiziden behandelt wurden. Im Zweifelsfall sollte man einen Experten konsultieren, um sicherzustellen, dass die Blüte essbar und genießbar ist.

Bezugsquellen

  • Eigener Garten oder Balkon: Hier kann man sicherstellen, dass die Pflanzen unbehandelt und sicher genießbar sind.
  • Spezialgeschäfte: Viele Online-Shops und Fachgeschäfte bieten eine große Auswahl an essbaren Blüten an, die speziell für den Verzehr angebaut wurden.
  • Supermarkt: Einige Supermärkte führen ebenfalls essbare Blüten, allerdings sind diese häufig preisintensiver.

Worauf man achten sollte

  • Unbehandelt: Die Blüten sollten nicht mit Pestiziden oder anderen schädlichen Substanzen behandelt worden sein.
  • Sauber: Die Blüten sollten sauber und hygienisch sein.
  • Frisch: Die Blüten sollten möglichst frisch sein, um den besten Geschmack und die beste Optik zu gewährleisten.

Vorbereitung essbarer Blüten

Bevor essbare Blüten auf einer Torte verwendet werden können, müssen sie korrekt vorbereitet werden.

Reinigung

Die Blüten sollten vorsichtig abgespült werden, um Pestizidrückstände und Schmutz zu entfernen. Anschließend sollten sie trocken getupft werden.

Entfernen von nicht essbaren Teilen

Stiele, Stempel und Kelchblätter sind in der Regel nicht essbar und sollten entfernt werden.

Zuschneiden

Die Stiele sollten auf die gewünschte Länge zugeschnitten werden.

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Haltbarkeit und Lagerung

Essbare Blüten sind empfindlich und halten sich nicht sehr lange. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, ihre Haltbarkeit zu verlängern.

Kurzfristige Lagerung

Um die Zeit zwischen dem Pflücken und Essen zu überbrücken, können die Blüten für einige Stunden in eine Schale mit kaltem Wasser gestellt werden.

Langfristige Lagerung

  • Trocknen: Die Blüten können an ihren Stängeln gebündelt kopfüber an einem gut durchlüfteten, warmen und dunklen Ort aufgehängt oder auf einem Gitter oder einem Gaze-Stoff ausgelegt und so getrocknet werden. Alternativ können sie auch im Backofen (oder einem Dörrautomat) bei maximal 35 °C getrocknet werden.
  • Einfrieren: Blütenblätter können eingefroren werden, indem sie auf einem flachen Teller verteilt und vorgefroren werden. Nach einiger Zeit können sie vorsichtig in einen Gefrierbeutel umgefüllt und wieder im TK-Fach gelagert werden. Alternativ können zauberhafte Blüteneiswürfel kreiert werden.
  • Kandieren: Hierbei wird den Blumen sehr langsam das Wasser entzogen und gleichzeitig der Zuckeranteil erhöht.
  • Einlegen in Essig oder Öl: Eine weitere Möglichkeit, essbare Blüten haltbar zu machen, ist das Einlegen in Essig oder Öl.

Tipps und Tricks

  • Erntezeitpunkt: Ernten Sie die essbaren Blumen am besten an einem sonnigen Vormittag, just nachdem der Tau abgetrocknet ist.
  • Vorsicht beim Pflücken: Pflücken Sie nicht zu viele Blüten, da es sich um überlebenswichtige Nahrung für Insekten handelt.
  • Geschmack: Zu Süßspeisen passen vor allem lieblich schmeckende Blüten, beispielsweise Stiefmütterchen, Rosen, Holunder und Veilchen. Die scharfen Blüten der Kapuzinerkresse sind ideal, um Quark und Brotaufstriche zu würzen und zu dekorieren. Schnittlauchblüten schmecken wie das Kraut zwiebelartig und sind wie die meisten Kräuterblüten eine Würzzutat.
  • Zuckerblumen befestigen: Kleine Zuckerblumen, wie Zuckerrosen oder Zuckermargeriten, klebt man am besten mit etwas Zuckerkleber auf Fondant, Marzipan, Zuckerguss oder einem härteren Schokoladenguss. Sollen die Blumen aus Zucker auf weichen Toppings wie Buttercreme oder Sahne erstrahlen, genügt das einfache Auflegen und leichte Andrücken. Es empfiehlt sich jedoch, die Zuckerblumen hier erst kurz vor dem Servieren aufzulegen.

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