Eismaschine mit Kompressor 250 Watt im Test: Die ultimative Anleitung für selbstgemachtes Eis

Eis selbst herzustellen hat viele Vorteile. Sie können die Zutaten selbst bestimmen und die wildesten Kreationen erfinden. Auf dem Markt gibt es verschiedene Methoden, um Eis herzustellen, wobei Eismaschinen mit Kompressor in Tests in der Regel besser abschneiden. Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile von Eismaschinen mit Kompressor und gibt Tipps zur Auswahl und Nutzung.

Warum eine Kompressor-Eismaschine kaufen?

Eismaschinen mit Kühlkompressoren können ohne Wartezeit in Betrieb genommen werden. Sie kühlen die Zutaten im Eisbehälter automatisch auf die optimale Temperatur herunter. Das Vorkühlen des Behälters oder der Eismasse entfällt. Das Gerät ist direkt einsatzbereit, was besonders für spontane Eisesser ideal ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass mehrere Eissorten unmittelbar nacheinander zubereitet werden können. Bei Modellen mit Kühlakku sind diese nach einem Durchgang "leer", und ohne vorgekühlte Ersatzakkus muss die Wartezeit bis zum Herunterkühlen überbrückt werden. Bei Kühlakku-Maschinen ist es ratsam, die Eismasse vor dem Einfüllen in das Gerät selbst sehr kühl zu halten, was bei einem Kompressormodell nicht unbedingt notwendig ist. Einige Modelle bieten mittlerweile enorme Fassungsvermögen von bis zu 2,5 Litern, was besonders für große Familien und Menschen, die ihre Eiskreationen gerne mit Freunden teilen, vorteilhaft ist.

Die Nachteile: Preis, Gewicht und Lautstärke

Der größte Nachteil einer Kompressor-Eismaschine sind die Anschaffungskosten. Während ein solides Akku-Gerät schon für 50 Euro und weniger zu haben ist, starten Kompressormaschinen im dreistelligen Bereich. Für ein zuverlässiges Mittelklassemodell werden gut und gern 200 bis 300 Euro fällig, während robuste und langlebige Maschinen der Oberklasse sogar noch deutlich darüber liegen. Die Anschaffung rechnet sich finanziell daher nur, wenn auch tatsächlich viel Eis konsumiert wird, beziehungsweise für Haushalte, in denen Experimente mit diversen Eiskreationen an der Tagesordnung sind. Das Kühlaggregat schlägt sich zudem im Gewicht nieder, unter 10 Kilogramm wiegt kein Gerät, oft sind die Modelle bis zu 20 Kilogramm schwer. Der Kompressor setzt außerdem ein Kühlelement ein, weswegen die Maschine - vergleichbar einem Kühlschrank - ein paar Stunden vor dem Start nicht bewegt werden darf. Damit jederzeit spontan Eis zubereitet werden kann und Sie sich die Schlepperei ersparen, empfiehlt es sich also, der Maschine einen festen Platz in der Küche oder, noch besser, in einem Hauswirtschaftsraum zu geben. Denn im Betrieb können einige Maschine sehr laut werden.

Tipps für die Ausstattung

Eismaschinen sind sehr einfach über wenige Einstellungen und Tasten zu bedienen, Unterschiede in der Grundfunktion gibt es zwischen den einzelnen Geräten kaum. Trotzdem ist es durchaus angebracht, auf ein paar Punkte zu achten. Etwa auf die Möglichkeit, die Kühl- und Rührfunktion getrennt voneinander einsetzen zu können. So lassen sich beispielsweise die Zutaten in der Maschine selbst verrühren. Außerdem löst sich das fertige Eis besser von der Behälterwand, wenn es ohne Kühlung noch ein paar Mal gerührt wird. Umstritten ist dagegen der Nutzen eines Timers zur Voreinstellung der Zubereitungszeit. Viele schwören darauf, die Zubereitung nach Augenschein abzubrechen - wofür das Gerät natürlich einen großen, transparenten Deckel besitzen sollte. Der Grund: Einige Timer blockieren für ein paar Minuten die Maschine, wenn nach dem Ablauf der eigentlichen Zubereitungszeit die Eismasse noch nicht fest genug ist und daher noch weiter verarbeitet werden sollte. Ein fest integrierter Eisbehälter wiederum erschwert die Entnahme des Eises sowie die anschließende Reinigung, entnehmbare Behälter sind daher komfortabler. Verfügt die Maschine über eine Vorkühlfunktion, verkürzt sich die Zubereitungszeit, und eine Nachkühlfunktion, die das Eis nach der Zubereitung bis zu drei Stunden kalt hält, ist eigentlich unverzichtbar. Andernfalls muss nämlich das Programmende peinlichst genau im Auge behalten werden. Beginnt das Eis zu schmelzen, drohen sich Bakterien zu vermehren.

Eismaschine mit oder ohne Kompressor - welche ist die richtige für mich?

Bei dieser Frage kommt es vor allem auf eines an: Wie viel Zeit steht dir zur Verfügung? Möchtest du ein paar Tage vor einer Feier Eis zubereiten, ist die Zubereitung mit in einer Eismaschine ohne Kompressor möglich. Diese bestehen aus einem Kühl- und Mischbehälter, wobei der Mischbehälter vor der Benutzung mehrere Stunden lang eingefroren werden muss. Möchtest du aber schnell Eis essen, dann empfiehlt sich eine Zubereitung in einer teureren Eismaschine mit Kompressor. Dank dem integrierten, selbstkühlenden Kompressor kühlt das Gerät die Eismasse innerhalb weniger Minuten auf bis zu -37 Grad herunter. Die Zutaten werden, gemäß dem Rezept und der Anleitung der Eismaschine, in den Eisbehälter gegeben, der Netzstrecker an den Strom angeschlossen und das Programm auf dem Gerät angeschaltet. Je nach Modell wartest du dann 30 bis 60 Minuten, bis die Mischung eine cremige Konsistenz erreicht hat. Danach gibst du das Ganze in ein Aufbewahrungsbehältnis und kannst das selbstgemachte Eis entweder sofort genießen oder im Gefrierschrank aufbewahren.

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Wie reinige ich meine Eismaschine mit Kompressor?

Die meisten Eismaschinen besitzen integrierte Behälter zum Herausnehmen. Diese können je nach Herstellerangabe auch in die Spülmaschine. Teurere Modelle, die keinen integrierten Behälter haben, sollten behutsam mit einem weichen Schwamm, etwas warmem Wasser und mildem Spülmittel ausgewischt werden.

Mit oder ohne Ei - was ist besser?

Ein Vollei fungiert im Speiseeis als Emulgator: Es verhindert, dass sich bei Zutaten mit verschiedenen Fettgraden (Beispielsweise bei Milch und Sahne) Butterflöckchen aus dem Fett entwickeln. Der im Ei wirkende Stoff wird Lecithin genannt. Bist du allergisch gegen Eier oder möchte aus anderen Gründen darauf verzichten, kannst du das Eis auch ohne Ei zubereiten. Fruchteis, Sorbet und Joghurteis verzichten ohnehin auf Ei in der Masse. Als alternative Emulgatoren fungieren aber auch Maisstärke, gehärtetes Pflanzenfett (Palmöl), Lupinenmehl oder Verdickungsmittel (Xanthan).

Kann man mit einer Eismaschine mit Kompressor auch Sorbets oder Frozen Joghurt herstellen?

Ja, mit einer Eismaschine mit Kompressor lassen sich neben cremigen Eisspeisen auch Sorbets, Slush Eis, Parfaits und Frozen Joghurt herstellen. Für ein Sorbet ist es entscheidend, die Früchte vorab zu pürieren oder Fruchtsäfte zu verwenden. Frozen Joghurt ist vergleichsweise aufwendig zuzubereiten: Der Joghurt muss vorab in ein mit Küchenrolle ausgelegtes Sieb geschüttet und mit einem Teller beschwert werden, um die überschüssige Flüssigkeit aus dem Joghurt zu entfernen. Anschließend wird er für mindestens sechs Stunden im Kühlschrank gelagert, bevor er mit den anderen Zutaten vermischt werden kann.

Beliebte Modelle und Hersteller

Für eine Eismaschine mit Kompressor wie zum Beispiel die Graef IM 700 und die Medion 18387 kann man zwischen 200 und 600 Euro ausgeben. Viele Hersteller von Küchenprodukten haben auch eine Eismaschine im Sortiment. Die Hersteller mit der größten Auswahl sind wahrscheinlich Unold, Gino Gelati, Domo und Steba. Mit der IM 700 Eismaschine konnte sich das deutsche Familienunternehmen über den ersten Platz im Eismaschinen-Test freuen. Auch wenn es das günstigste Produkt im Eismaschinen-Test bei Stiftung Warentest ist, kann die Medion 18387 den ersten Platz erreichen. Testsieger bei Technik zu Hause ist WMF mit ihrer KüchenMinis Eismaschine. Überzeugen kann sie vor allem über einfache Inbetriebnahme und eine kurze Betriebszeit von nur 20 Minuten. Des Weiteren verfügt sie über einen frei wählbaren Timer und besitzt spülmaschinenfestes Zubehör. Im Vergleich zu anderen Eismaschinen ist die Steba IC 20 kompakt und mit 2,9 Kilogramm auch ziemlich leicht. Sie ist sehr preisgünstig. Die einzige Funktion ist ein einstellbarer Timer. Für das beste Eis sollte auf jeden Fall eine Maschine mit Kompressor gewählt werden. Die beste Eismaschine laut Eismaschinen-Test ist die Graef IM 700. Eismaschinen mit Kompressor gibt es zwischen 200 und 600 Euro. Geräte ohne Kompressor halten sich zwischen 40 und 70 Euro auf. Maschinen ohne Kompressor sind deutlich günstiger.

Softeismaschinen: Cremiges Eis für zu Hause

Softeismaschinen machen cremiges Eis zu Hause möglich. Sie unterscheiden sich von klassischen Eismaschinen durch die Temperatur, bei der das Eis zubereitet wird. Während klassische Eismaschinen die Masse auf etwa -30 °C herunterkühlen, arbeiten Softeismaschinen mit Temperaturen von circa -6 °C. Es gibt aber auch „klassische“ Eismaschinen, die auch zur Herstellung von Softeis geeignet sind. Viele Modelle können außerdem Frozen Jogurt, Milchshakes, Sorbet oder Wassereis herstellen.

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Worauf man bei einer Softeismaschine achten sollte:

  • Konsistenz und Luftaufschlag: Softeismaschinen müssen eine besonders cremige, luftige Konsistenz erzeugen. Das gelingt durch kontinuierliches Rühren und das Einbringen von Luft während des Gefrierprozesses, was das Softeis deutlich weicher und schaumiger macht als klassisches Speiseeis
  • Leistung und Kapazität: Für Familien oder größere Gruppen sollte die Maschine mindestens 1-1,5 Liter Eis pro Durchgang herstellen können. Profi-Geräte schaffen bis zu 20 kg pro Stunde, für den Hausgebrauch reichen kleinere Modelle
  • Zubereitungszeit: Softeismaschinen mit Kompressor sind meist sehr leistungsstark und bereiten Softeis in weniger als 30 Minuten zu. Bei Geräten mit passiver Kühlung muss die Vorkühlzeit im Gefrierfach berücksichtigt werden, die mindestens 12 Stunden beträgt.
  • Reinigung: Softeis ist anfälliger für Keime, da es bei vergleichsweise hohen Temperaturen zubereitet wird. Daher empfiehlt sich eine Softeismaschine, die sich problemlos in ihre Einzelteile zerlegen und reinigen lässt. Besonders hygienisch sind spülmaschinenfeste Bestandteile.
  • Hygiene: Gründliche und regelmäßige Reinigung ist Pflicht, da Softeismaschinen besonders hohe Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit stellen. Alle Teile, die mit Eis in Berührung kommen, sollten aus rostfreiem Stahl bestehen und einfach zu reinigen sein
  • Sicherheit: Besonders sinnvoll ist ein integrierter Überhitzungsschutz.

Empfohlene Softeismaschinen:

  • Soft Ice Cream Machine RC-ICMD15 von Royal Catering: Vielseitige Maschine für Softeis, Sorbets und Frozen Yogurt mit 1,5 Litern Kapazität und 200 Watt Leistung.
  • Eismaschine „Pola Stella Model Chef“ von Musso: Mit eingebautem Kompressor, 1,5 Litern Fassungsvermögen und 250 Watt Leistung.
  • Slush- und Softeismaschine „48950“ von Unold: Vielseitiges Gerät mit fünf Programmen für Slushies, Softeis, Cocktails, Milchshakes und kalte Getränke, 2 Liter Fassungsvermögen und Kompressor.
  • Eismaschine & Joghurtbereiter 2-in-1 von KLAMER: Ermöglicht die Zubereitung von Sorbet, Frozen Yogurt und klassischem Speiseeis mit einem selbstkühlenden Kompressor, 2 Liter Behälter und 180 Watt Leistung.
  • Eismaschine „2-in-1“ von SEVERIN: 2-in-1 Eismaschine, die auch als Joghurtbereiter fungiert, schnelle Zubereitung dank integriertem Kompressor, 2 Liter Fassungsvermögen und 180 Watt Leistung.
  • Eismaschine „Emma 1,5 L“ von SPRINGLANE: Selbstkühlende Maschine mit 1,5 Litern Fassungsvermögen und 150 Watt Leistung.
  • Eismaschine „Cortina“ von UNOLD: Mit integriertem Kompressor, 1,5 Liter Fassungsvermögen und digitaler Timer-Funktion.
  • Eismaschine IM706 von GRAEF: Vielseitiger 2-in-1-Apparat zur Herstellung von Eiscreme und Joghurt, 2 Liter Kapazität und 180 Watt Leistung.
  • Eismaschine ICE48U von Cuisinart: Ermöglicht die Herstellung verschiedenster Eissorten in nur 20 Minuten, 1,4 Liter Kapazität.
  • Eismaschine „MD 10169“ von MEDION: Mit Kompressor, 1 Liter Eisbehälter und 100 Watt Leistung.

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