Vegane Dubai-Schokolade selber machen: Rezept, Tipps und Variationen

Dieser Trend ist wahrscheinlich an keinem vorbei gegangen: Pistaziecreme und Teigfäden umhüllt von Schokolade. Ich zeige dir, wie du eine vegane Dubai Schokolade selber machen kannst und zwar in der gesündesten Variante, ohne auf Geschmack zu verzichten. Es ist nicht unbedingt notwendig, die Haut der Pistazien zu entfernen, aber ich rate dir dazu. Die Haut hat eine leicht bittere Note, die den Geschmack der Pistaziencreme beeinträchtigen könnte. Außerdem sorgt das Entfernen der Haut dafür, dass die Creme für vegane Dubai Schokolade eine schöne grüne Farbe behält, was optisch ansprechender ist. Wenn die vegane Dubai Schokolade matt oder fleckig wird, liegt das wahrscheinlich daran, dass sie nicht richtig temperiert wurde. Achte darauf, dass die Schokolade bei einer konstanten Raumtemperatur (ca. 18-20 °C) aushärtet. Zu hohe Temperaturen oder Zugluft können die Oberfläche beeinträchtigen.

Die köstliche Dubai Schokolade vereint das orientalische Aroma gerösteter Teigfäden und cremiger Pistazien mit dunkler Schokolade zu einem verführerischen, knusprigen Genus. Wenn ihr die Dubai Schokolade selber zubereitet, könnt ihr auch einiges an Zucker sparen. Das Besondere an der Dubai Schokolade ist die Füllung bestehend aus Pistazienmus und Engelshaar (Kadayif), welches ihr in türkischen und orientalischen Supermärkten bekommt. Am besten danach fragen, wenn ihr diese Zutaten nicht findet. Da fertige Produkte oft viel Zucker, Schokolade und billige Fette zugesetzt haben, bereite ich meine Pistaziencreme selber zu. Die selbst gemachte Dubai Schokolade vereint nicht nur Schokoladengenuss mit etwas weniger Zucker als fertige Produkte, sondern bringt durch die nussige Pistaziencreme und den knusprigen Teigfäden eine exotische, orientalische Note mit.

Zutaten

  • 100 g Teigfäden Engelshaar / Kadayif
  • 10 g Margarine oder Butter
  • 200 g dunkle Schokolade (mind. 1. Schokolade schmelzen)
  • Optional 5 g Kokosfett (Nicht Kokosöl !!!)
  • Füllung Variante 1:
    • 150 g Pistazienkerne geröstet
    • 20 g neutrales Pflanzenöl
    • 50 g Zucker
    • 20 g Kakaobutter
    • 20 g Kokosfett
    • Optional etwas grüne fettlösliche Lebensmittelfarbe
  • Füllung Variante 2:
    • 250 g Pistazienkerne geröstet
    • 25 g neutrales Pflanzenöl
    • 50 g Zucker
    • 20 g Kakaobutter
    • 20 g Kokosfett
    • Optional etwas grüne fettlösliche Lebensmittelfarbe
  • Weitere Zutaten:
    • Pistazienmus (100% Pistazien) oder Tahin als Ergänzung
    • 14-20 g vegane Margarine (je nach Rezeptvariante)
    • 1 Prise Salz
    • Grüne Lebensmittelfarbe oder Naturgrün als Zusatz
  • Optionale Dekoration: gehackte Pistazien, Nüsse, Goldblättchen
  • Formen: Silikonform (ca. 200 g Hülle), alternativ Kastenform mit Backpapier

Zubereitung - Schritt für Schritt

  1. Schokolade schmelzen: Die dunkle und weiße Schokolade separat schmelzen, entweder im Wasserbad oder ca. 90 Sekunden bei 600 Watt in der Mikrowelle. Etwas weiße Schokolade in ein feines Zickzackmuster in die Mulden einer Silikonform füllen. Die Form für 10 Minuten ins Gefrierfach stellen.
  2. Erste Schicht: Die flüssige dunkle Schokolade über die weiße Schokolade in der Form gießen, sodass der Boden vollständig bedeckt ist. Die Form ca. 30 Minuten ins Gefrierfach stellen, damit die Schicht fest wird.
  3. Knusprige Füllung vorbereiten: In der Zwischenzeit die Teigfäden klein schneiden und in einer Pfanne mit der Margarine rösten, bis sie goldbraun sind. Die gerösteten Teigfäden in einer Schüssel mit der Pistaziencreme und dem Tahin (oder Mandelmus) gründlich vermengen, sodass eine gleichmäßige Füllung entsteht.
  4. Füllung verteilen: Die Kadayif-Fäden grob hacken, mit der Pistaziencreme-Masse vermengen und gleichmäßig auf der ausgekühlten Schokoladenbasis verteilen. Bei Bedarf etwas Salz hinzufügen. Die restliche Schokolade schmelzen und über die Füllung gießen. Die Oberseite glatt streichen und fest werden lassen.
  5. Kühlung und Aushärten: Die fertige Dubai Schokolade kalt stellen, bis sie vollständig ausgehärtet ist. Anschließend vorsichtig aus der Form lösen. Für eine glatte Oberfläche kann man auch eine zweite dünne Schicht geschmolzener Schokolade darüber geben und erneut kalt stellen.
  6. Optional: Für eine hellere grüne Optik eine Prise grüne Lebensmittelfarbe in die Pistaziencreme oder in die Füllung geben.

Tipps und Variationen

  • Für weniger Süße: Verwende reines Pistazienmus statt Pistaziencreme und füge 1-2 EL Puderzucker hinzu.
  • Vegane Version: Verwende vegane Zartbitterschokolade und achte darauf, dass Pistazienmus frei von Milchbestandteilen ist.
  • Alternative Füllung: Tahin verleiht der Füllung eine feine bittere Note; je nach Geschmack mehr Tahin hinzufügen.
  • Texture-Variationen: Eine Mischung aus Pistazienmus und Mandelmus ist ebenfalls geeignet.
  • Winterliche Dekoration: Mit Blattgold oder weiteren dekorativen Toppings wie gehackten Pistazien gestalten.

Herkunft und Hintergrund

Dubai-Schokolade kommt ursprünglich aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vermutlich bereits 2021 von einer Unternehmerin in Dubai kreiert, kam der Trend durch die sozialen Medien so richtig in Fahrt. Die Mischung aus cremiger Pistazienfüllung gepaart mit knusprigen Kadayif-Teigfäden sorgt für den besonderen Genuss. Dubai-Schokolade schmeckt am besten, wenn sie leicht temperiert ist; dafür sollte man sie etwa 20 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank holen.

Praktische Hinweise

Wenn ihr keine Silikonformen habt, könnt ihr stattdessen eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform verwenden. Durch das Backpapier lässt sich die fertige Dubai Schokolade leicht aus der Form lösen. Wichtig ist eine gleichmäßige Verarbeitung, damit die Oberfläche glänzt und der Knusprige Crunch erhalten bleibt. Die Nährwertangaben beziehen sich auf 1 Stück, wenn die Schokolade in ca. 10 Stücke aufgeteilt wird.

Infografik: Ablaufschema der Dubai-Schokolade - Schmelzen, Füllen, Auskühlen
Bild: Teigfäden (Kadayif) vor dem Rösten

Wissenswertes rund um die Zutaten

Pistazien stammen ursprünglich aus Afghanistan und dem Iran und spielen daher in der orientalischen Küche eine wichtige Rolle. Tahin ist die Grundlage für Hummus, Baba Ghanoush und weitere köstliche Saucen. Kadayif-Teigfäden sind oft vegan. Künefe ist ein ähnliches Dessert, das Engelshaar mit Käse kombiniert, bietet hier aber eine andere Geschmacksrichtung. Die Dubai-Schokolade wird traditionell mit einer Pistazienfüllung zubereitet, doch Hajek-Variationen nutzen auch andere Nussmuse wie Mandel- oder Haselnussmus, um vegane Varianten zu ermöglichen.

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Wenn du mehr Vielfalt willst

Du kannst die Dubai-Schokolade auch als Bars oder Bruch herstellen, zum Beispiel in einer Auflaufform mit Backpapier. Für Mini-Pralinen bietet sich eine Silikonform für Minimuffins an. Die Menge ergibt ungefähr 10-12 Bites oder eine 20 x 30 cm große Auflaufform. Die Zubereitung ist total simpel und unkompliziert; Pistazienmus, Tahin, ggf. Dattelmus und Engelshaar sorgen für das charakteristische Aroma.

Video-Tutorial: Vegane Dubai-Schokolade selber machen - Schritt-für-Schritt-Anleitung

Varianten-Checkliste

  • Grundrezept: Dunkle vegane Schokolade, Pistaziencreme, Kadayif, Tahin
  • Alternative 1: Pistazienmus statt Pistaziencreme, weniger Zucker
  • Alternative 2: Mandel- oder Haselnussmus als Füllung
  • Dekorationen: Grün färben, Blattgold, gehackte Pistazien

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