Tipps und Grundrezepte für das Kekse backen
Was gibt es Schöneres als den Duft von frisch gebackenen Keksen aus natürlichen Zutaten? Groß ist die Vorfreude - und noch größer die Enttäuschung, wenn diese verrinnen, trocken oder verkohlt aus dem Backrohr kommen. Bevor Sie mit dem Backen beginnen, sollten wir sicherstellen, dass wir uns richtig verstehen. Was ist Ihnen bei einem Keks am wichtigsten? Was macht ihn perfekt? Zunächst einmal sein reichhaltiger Geschmack. Das bedeutet, dass nur die feinsten Zutaten verwendet werden sollten. Gemeint sind damit hochwertige Butter, frische Eier und erstklassige Schokolade.
Die wichtigsten Grundregeln vor dem Backen
- Verwenden Sie frische, hochwertige Zutaten. Mit hochwertiger Butter und frischen Eiern, die Raumtemperatur haben, werden Ihre Kekse so lecker wie nie.
- Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben - nicht jedoch die Butter. Die Butter sollte hochwertig und kalt sein, der Teig anschließend gut gekühlt und beim Ausrollen möglichst wenig Mehl verwendet werden.
- Abwiegen ist wichtig. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Zutaten, inklusive der Eier, exakt abwiegen.
- Backofen vorheizen. Während das Vorheizen des Backrohrs beim Kuchenbacken oftmals überflüssig ist, wird es bei Keksen empfohlen. Um das gewünschte Backergebnis zu erzielen, benötigen sie eine bestimmte Starttemperatur.
- Backblech kalt halten. Kekse verändern auf einer heißen Unterlage ihre Eigenschaften. Daher sollten sie stets auf ein ausgekühltes Blech gelegt werden.
- Backpapier verwenden. Legen Sie Backpapier auf Ihr Backblech, um zu verhindern, dass Ihre Kekse anhaften.
Teigzubereitung: Mürbteig und Grundrezepte
Mit einem vielseitigen "Mürbteigkekse Grundrezept" lassen sich jederzeit ganz einfach knusprige Ausstech-Kekse zubereiten. Ein Kekseteig bzw. Mürbeteig besteht klassischerweise aus Mehl, Zucker oder Staubzucker und weicher Butter. Oft ist auch Ei enthalten. Zur Verfeinerung kann das Grundrezept ganz einfach mit verschiedenen Aromen variiert werden. Mit Kakao im Teig werden die Kekse schön schokoladig.
Für den Mürbteig werden alle Zutaten mit einem Handmixer mit Knethaken oder mit den Händen auf einer Arbeitsfläche zu einem Teig verknetet. Um den Mürbeteig optimal verarbeiten zu können, sollte er vor der Weiterverarbeitung ca. 40 Min. kalt gestellt werden. So wird das enthaltene Fett wieder fest und der Teig klebt nicht beim Ausrollen. Den Teig dazu in Frischhaltefolie wickeln oder in einen Gefrierbeutel geben und flach drücken. So kühlt er gut durch, lässt sich leichter portionieren und ausrollen.
In Frischhaltefolie oder einem Gefrierbeutel verpackt hält der Mürbeteig auch einige Tage im Kühlschrank frisch. Alternativ kann er eingefroren werden. Den gefrorenen Teig bei Raumtemperatur oder über Nacht im Kühlschrank in der Verpackung auftauen lassen und weiter verarbeiten.
Praktische Hinweise zum Ausrollen
- Die Arbeitsfläche vor dem Ausrollen des Mürbteigs dünn mit Mehl bestreuen.
- Vom kalt gestellten Mürbteig je nach Teigmenge eine Portion abnehmen und kurz mit den Händen durchkneten.
- Den Mürbeteig mit leichtem Druck des Teigrollers auf die gewünschte Dicke ausrollen.
- Alternativ zu der bemehlten Arbeitsfläche kann der Mürbeteig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder auf einer Backmatte ausgerollt werden.
- Sollte er während des Ausrollens an der Arbeitsfläche kleben, einfach mit einer langen Palette oder einem langen Messer von der Arbeitsfläche lösen und die Arbeitsfläche erneut dünn bemehlen.
Was tun, wenn der Mürbeteig nicht mitspielt?
Ist der Mürbeteig zu weich und dadurch klebrig, lässt er sich nicht optimal ausrollen und ausstechen. Den Mürbeteig dann in Frischhaltefolie oder einen Gefrierbeutel legen, flach drücken und ca. 30 Min. kalt stellen. Das enthaltene Fett wird wieder fest und der Teig somit besser zu verarbeiten. Ist zuviel Mehl im Mürbeteig enthalten, z. B. durch häufiges Ausstechen und erneutes Zusammenkneten, dann wird er trocken und brüchig und reißt beim Ausrollen. Am besten einige Tropfen Wasser oder Milch unterkneten, um wieder einen glatten Mürbteig zu bekommen.
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Backen: Temperatur, Zeit und Blechmanagement
Die Backzeit der Kekse ist ein Richtwert. Wenn das Backen trotzdem schief geht, sollte man es sportlich nehmen und versuchen, aus den Resten dennoch etwas zu zaubern. Kekse daher gut beobachten und - kürzer backen ist auf alle Fälle besser. Erhitzt man sie stärker, kann sie schnell verbrennen und der Zucker granuliert. Die Backzeit hängt von vielen Faktoren ab: Hitze, Teigstärke, Backrohr …. Ich wähle immer Umluft und 170°C. Ich reduziere die Backtemperatur, wenn ich weiche Kekse backen möchte. Das heißt, wenn das Rezept 180 Grad verlangt, dann heize ich meinen Ofen auf 160 Grad vor. Auch habe ich mir angewöhnt, die Kekse nach etwas 10 bis 12 Minuten aus dem Ofen zu nehmen.
Für optimale Backergebnisse das Backblech bei Ober-/Unterhitze mittig in den Ofen schieben. Bei Heißluft 2-3 Bleche in den Ofen schieben und ggf. einmal die Einschubleisten tauschen, um eine gleichmäßige Bräunung aller Kekse zu erreichen. Kekse daher gut beobachten und - kürzer backen ist auf alle Fälle besser. Die Kekse sollten in der Mitte weich sein und an den Rändern etwas fester.
Textur und Geschmack gezielt beeinflussen
Seien Sie sich bewusst, was die Textur und den Geschmack Ihrer Kekse beeinflusst. Wussten Sie, dass brauner Zucker Ihre Kekse weich und saftig macht, während grober Zucker ihnen mehr Biss verleiht? Es stimmt, dass einige Zutaten den Geschmack und die Textur Ihrer Kekse stärker beeinflussen als andere. Aber wenn Sie wissen, welche Zutaten das sind, sind Sie dem perfekten Keks einen Schritt näher.
- Knusprig: Verwenden Sie groben Zucker und backen Sie sie etwas länger.
- Saftig: Zutaten wie brauner Zucker, Ahornsirup oder Honig sorgen für weiche, saftige Kekse.
- Krümelig: Ein höherer Fettanteil als Mehlanteil macht Kekse mürbe und bröselig.
- Weich: Weiche Butter, weicher brauner Zucker und Eier bringen zarte, weiche Kekse.
Praktische Tipps zu Zutaten und Verarbeitung
Beim Backen entscheidet die Qualität der Zutaten über Geschmack und Textur. Butter enthält neben dem Fett Wasser und wenn das beim Backen austritt, dann können Eure Kekse hart werden. Falls ihr Butter zum Kekse backen verwendet, dann am besten die Butter immer erst kurz vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und schnell verarbeitet. Es scheint, das Kekse die Form während des Backens besser halten.
Zum Kekse backen werden fast immer Eier verwendet. Sie sollten zimmerwarm sein, wenn man sie verarbeiten. Eier halten den Teig zusammen und sorgen für eine gute Bindung. Wird nur Eigelb verwendet, wird der Teig noch knuspriger. Beim Zucker: Wollt ihr knackige Kekse, dann nutzt raffinierten Zucker. Wenn ihr weiche Kekse backen wollt, dann rate ich Euch zu braunem Zucker.
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Backpulver oder Natron auswählen je nach gewünschter Konsistenz: Wenn ihr weiche Kekse backen möchtet empfehle ich Euch Backpulver. Fall es festere Kekse werden sollen, dann Natron. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass Backpulver oder Natron mit dem Mehl und anderen trockenen Zutaten vermischt werden, damit sie sich im ganzen Teig entfalten können.
Rezepte und Variationen
Mit hochwertigen Zutaten, guter Teigvorbereitung und der richtigen Backtechnik werden deine Kekse aromatisch, gleichmäßig und haltbar. Mit Kakao im Teig werden die Kekse schön schokoladig. Aus Mürbeteig lassen sich viele schöne und leckere Kekse kreieren. Ob Kekse mit Schokolade, Kekse mit Nüssen oder Kekse mit Früchten, wir haben Ihnen die schönsten Keks-Ideen zusammengestellt.
17 leckere Keksrezepte für zu Hause - und ja, Schokoladenkekse sind auch dabei. Lust auf saftige Chocolate Chip Cookies oder knusprige Baiser-Kekse? Egal, worauf Sie Appetit haben, probieren Sie eines dieser Rezepte aus. Ihre Freunde werden immer wieder begeistert sein. Heidesand: der Mürbeteig-Klassiker aus Norddeutschland. Butterkekse sind ein echter Keksklassiker - nicht nur zu Weihnachten. Haferkekse sind schnell zubereitet und schmecken das ganze Jahr über. Marzipanplätzchen dürfen auf dem Keksteller nicht fehlen!
Rezeptbeispiel: butterweiche Schokokekse (Kurzfassung)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Butter | 50 g |
| Dunkle Schokolade (mind. 60 %) | 200 g |
| Süße Kondensmilch | 1 Dose |
| Gemahlene Mandeln | 25 g |
| Mehl Type 550 | 200 g |
| Backpulver | 1 TL |
| Backsoda (Natron) | 1 TL |
| Malteserkugeln | 100 g |
| Weiße Schokolade | 50 g |
| Orange (Abrieb + Saft) | Abrieb + Saft einer Orange |
| Salz | 1 Prise |
Butter und 150 g dunkle Schokolade in einem geeigneten Gefäß über Wasserbad schmelzen lassen. Dann von der Herdplatte nehmen und nacheinander die Kondensmilch und die gemahlenen Mandeln einrühren. Das Mehl und Salz hinzugeben und gut umrühren. Jetzt für 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit die Malteserkugeln und weiße Schokolade hacken, die Orangenschale abreiben und den Saft auspressen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und Malteserkugeln, weiße Schokolade, 2/4 des Orangenabriebs und Saft in die Masse geben und gut umrühren.
Ofen auf 160 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig in 24 gleichgroßen Teilen auf dem Backblech verteilen und etwas flach drücken. Dann für ca. 10 bis 12 Minuten backen. Die Kekse sollten in der Mitte weich sein und an den Rändern etwas fester. Dann aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten auf dem Backblech ruhen lassen. Vom Backblech auf ein Kuchengitter legen und auskühlen lassen. Die restlichen 50 g Schokolade über Wasserbad schmelzen und mit einem Löffel über die Kekse geben. Den restlichen Orangenabrieb über die Kekse geben und alsbald genießen oder aufbewahren.
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Aufbewahren, Auftauen und Vorrat
Fertig gebackene Plätzchen ohne Verzierung oder Glasur können alternativ bis zu 3 Monate eingefroren werden. Sie können dann entweder bei Raumtemperatur aufgetaut werden oder tiefgefroren in einem auf 180 Grad erhitzten Backofen 3-5 Minuten nochmals aufgebacken werden. Lagern sie die fertigen Kekse luftdicht verpackt mit Pergamentpapier zwischen jeder Keksschicht. So halten sie etwa 4 Wochen frisch. Weiche Kekse sollten in luftdichten Behältern aufbewahrt werden. Keksdosen, die Luft reinlassen sind ungeeignet.
Sind die Kekse zu hart geworden, können Sie einfach ein Stück angeschnittenen Apfel in die Keksdose mit hineinlegen. Denken Sie aber daran, diesen regelmäßig auszutauschen, damit er nicht schimmelt. Lebkuchen und Zimtsterne lieben es, wenn man ihnen fürs Weichbleiben ein paar Apfelschalen in die Dose legt.
Kekse backen mit Kindern - 8 praktische Tipps
- Vorbereitung ist das A und O: Ein gutes Mise en Place erspart Stress und spart Zeit.
- Kinder passend anziehen: Schürze umbinden, Haare zusammenbinden und Hände waschen.
- Ablenkungen wegräumen: Nur das auf den Tisch stellen, was wirklich gebraucht wird.
- Immer mit der Ruhe: Der Spaß steht an erster Stelle, Perfektion ist zweitrangig.
- Alle mitmachen lassen: Jedes Kind ein eigenes Brett und Nudelholz hilft.
- Eine kleine Auswahl an Ausstechern: Drei oder vier Förmchen reichen.
- Bunte Dekoration anbieten: Streusel, Zuckerperlen, Schokolade, Kokos oder Trockenfrüchte.
- Sicherheit geht vor: Heiße Bleche und scharfe Messer bleiben bei den Erwachsenen.
Verzieren und Glasuren
Der Guss kann gut mit dem Pinsel, der Spritztüte oder mit dem Löffel aufgetragen werden. Zuckerglasuren, die zur Verzierung dienen, immer auf das kalte Plätzchen streichen oder spritzen. Zuckerglasur wird härter, wenn du zu Wasser und Staubzucker etwas Eiweiß dazu gibst. Ich gieße die Glasur üppig darüber und lasse die überflüssige Masse aufs Papier abrinnen. Die gestockte, überschüssige Schokoglasur kann ich dann wieder schmelzen und neuerlich verwenden.
Noch ein paar Insidertipps
- Zu langes Kneten macht den Teig „brandig“: Fett und Wasser treten aus, der Teig wird bröselig.
- Das Ausrollen ist so eine Sache für sich: Der Teig soll nicht am Nudelwalker kleben und trotzdem schön gleichmäßig werden.
- Die Größe und Dicke: Je kleiner, umso schöner werden die Kekse. Der Teig sollte nie dicker als 5 mm sein.
- Kekse mit Schokolade, Nüssen oder Früchten lassen sich gut kombinieren und variieren.
- Wenn das Backen trotzdem schief geht, sollte man es sportlich nehmen und versuchen, aus den Resten dennoch etwas zu zaubern.
Kekse backen macht Freude - Kekse essen noch viel mehr. Viel Spaß beim Backen, Ausprobieren und Genießen!
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