Schokolade für den Chef: Drehorte, Handlung und Hintergründe zur charmanten TV-Komödie

„Schokolade für den Chef“ ist eine hochgelobte TV-Komödie, die durch ihren besonderen Mix aus Humor, gesellschaftlicher Kritik und liebevoll entworfenem Figurenensemble glänzt. Die Produktion zeichnet sich nicht nur durch eine herausragende Besetzung um Götz George, Karl Kranzkowski und Jule Böwe aus, sondern überzeugt auch mit sorgfältig ausgesuchten Drehorten, einer großartigen Geschichte und einer atmosphärischen Verbindung von Moderne und nostalgischer Tradition. Die Vielschichtigkeit des Films zeigt sich im gelungenen Zusammenspiel von Unterhaltung und nachdenklichen Tönen.

Filmset Schokoladenfabrik und ländliches Sauerland

Handlung: Rollentausch und Firmenrettung mit Herz

Der Film erzählt die Geschichte des schokoladenliebenden, kamerascheuen Workaholics und Chefs eines multinationalen Lebensmittelkonzerns, Ernst Schmitt (Götz George), der nach einer schweren Herzoperation aufgefordert wird, seine berufliche Karriere zu beenden. Ginge es nach dem Willen seiner Schwester Waltraud, dann hätte der vermögende Konzernchef Ernst Schmitt sich längst aus dem Geschäftsleben zurückgezogen. Doch der Ruhestand ist für Ernst keineswegs verlockend, zumal er erfährt, dass der designierte Nachfolger die Keimzelle seines Konzerns - eine traditionsreiche Schokoladenfabrik, in der er einst als Lehrling anfing - wegen Unrentabilität schließen will.

Sein machtgieriger Neffe Marc (Ludger Pistor), ein New-Economy-Würstchen, drängt den Lebensmittelkonzern-Chef, das marode Stammwerk abzustoßen. Auch sein umtriebiger Neffe Marc kann es kaum erwarten, dass der Onkel ihm die Firmenleitung überträgt - doch dem ist nicht wohl bei diesem Gedanken. Als Marc eine unrentabel gewordene Schokoladenfabrik im Sauerland schließen will, wird Ernst misstrauisch. Die Patrizia-Werke wurden schließlich von Vater Schmitt gegründet und bilden die Keimzelle des Weltkonzerns.

Drehort Sauerland: Industrieles Werk & malerische Landschaft

Unter dem Vorwand, zur Kur zu fahren, macht Ernst sich mit seinem Chauffeur Hubert auf, um im Sauerland nach dem Rechten zu sehen. Damit man ihm nichts vormachen kann, lässt er sich inkognito als Fahrer in seiner eigenen Fabrik anstellen. Während Hubert als vermeintlicher Millionär auf Kurzurlaub die Puppen tanzen lässt, muss Ernst für den Betriebschef Gräber Koffer schleppen. Dabei taucht der Beinahe-Rentner tief in die Welt seiner Jugend ein.

Doch er kommt auch einer Intrige auf die Spur: Gräber - von seinen Angestellten sarkastisch "Toten-Gräber" genannt - will den Betrieb wider besseren Wissens gegen die Wand fahren, denn für den Verkauf des Firmengrundstücks winkt ihm eine fette Provision. Doch die Firma ist noch nicht verloren. Die patente Personalchefin Patrizia Mattusch, Enkelin von Ernsts altem Meister Willi, wüsste einen Weg zur Rettung. Es wird Zeit, dass Ernst die Tarnung aufgibt und sich von seiner Schokoladenseite zeigt.

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Die Magie der Drehorte: Einblick in die Kulissen

Ein zentraler Ankerpunkt des Films ist die traditionsreiche Schokoladenfabrik im Sauerland, die einerseits symbolisch für Tradition und Familie steht, andererseits real zu den hochgelobten Drehorten zählt. Die Patrizia-Fabrik dient als Kulisse für viele emotionale und humorvolle Szenen - von der Begegnung im Warenlager bis zum Abend im rustikalen Sauerländer Hotel.

Drehhaus, Schokoladenproduktion, Sauerland-Panorama

Die idyllische Landschaft, verwachsene Ortsbilder und industrielle Architektur des Sauerlands bieten perfekte Gegensätze zu den modernen Vorstandsetagen des Weltkonzerns. Die filmische Inszenierung nutzt das Sauerland für authentische Milieustudien, in denen große Firmenpolitik auf bodenständige Realität trifft.

Starke Besetzung und biografische Parallelen

Götz George, Karl Kranzkowski, Jule Böwe, Irm Hermann und Pierre Besson spielen herausragend zusammen. In der Tat, diese Verfilmung liegt auf höchstem Niveau und legt ganz behutsam den Zeigefinger auf das Übel unserer heutigen Zeit. Ein wenig makaber muss es schon gewesen sein: Im April 2007 hatte sich Götz George einer Herzoperation unterziehen müssen, nicht mal ein halbes Jahr später spielte er einen Unternehmer, der das gleiche Schicksal erleidet; die gut sichtbare Narbe passte also perfekt.

Und noch eine biografische Parallele gibt es im fertigen Film: Wenn Schmitt mit einem Porträt seines Vaters, dem patriarchalischen Firmengründer, Zwiesprache hält, muss man unwillkürlich an Georges fast ehrfürchtige Bewunderung für seinen Vater Heinrich denken. Götz George überzeugt erneut mit seiner Fähigkeit, Menschlichkeit und Distanz, Rührung und Komik organisch miteinander zu verbinden.

Ausschnitte Schokolade für den Chef & Drehorte Sauerland

Humorvolle Gesellschaftskritik und charmante Komödie

Ein charmanter Beitrag zu einem ernsten Thema. Die TV-Komödie besticht durch ihre Mischung aus „Drei Männer im Schnee“ und „Undercover-Boss“. Laune macht’s allemal! Wie sich alles Böse zum Guten wendet, ist natürlich Märchenstunde pur. Köstlich; genau wie die vielen dezenten Wortspiele im Verwechslungsrausch.

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So setzt sich ja auch der - wie fast immer - wundervolle Götz George mit seiner belächelten und belästerten "old school" gegen die fiesen Gesellen durch. Einmal kein Millionär sein. Besonders schön ist schließlich das Finale, wenn die verschiedenen Schwindeleien aufgedeckt werden, zur allgemeinen Verblüffung auch andere Beteiligte ihre Maske fallen lassen und Schmitt mit seinem unversehens zu Wohlstand gekommenen früheren Chauffeur fachsimpelt, wie schwer es doch sei, gutes Personal zu finden. Das wirkt zwar alles etwas gestrig, aber wer’s mag, wird’s sympathisch altmodisch finden.

Man kann der Geschichte sogar eine gewisse aufklärerische Note attestieren: etwas Globalisierungskritik, ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit, und der Appell, nicht alles dem Kopf zu überlassen, sondern auch mal Herz zu zeigen. Gleichzeitig modern und - im besten Sinne - altmodisch.

Bewertungen und Zuschauer-Resonanz

Die Bewertung von Nutzern der Film- und Seriendatenbank IMDb liegt auf einer Skala von 1 bis 10, und viele Zuschauer geben dem Film eine herausragende Note. Hallo, wie findet ihr den o.g. Film - Schokolade für den Chef - mit Götz George? Ich habe ihn mir vor kurzem angesehen und finde ihn super. Die Handlung, die Besetzung, die Drehorte - es passt einfach alles! Note 1+!!! Eine sympathische Mischung aus "Drei Männer im Schnee" und "Undercover-Boss". Leckere Rezeptur sozusagen.

Kriterium Bewertung
Handlung Sehr gut, voller Pointen
Besetzung Wundervoll passend
Drehorte Authentisch und atmosphärisch
Humor Fein und treffsicher
Gesellschaftskritik Subtil und menschlich

Eine Top10 Filmkomödie. Sehr sehenswert! Wer sich mit den falschen Leuten anlegt, läuft am Ende gegen den Kaktus. Höchst vergnüglich ist schon der Auftakt, wenn der offenbar öffentlichkeitsscheue Schmitt von einem Fotografen für den Gärtner gehalten wird, fünfzig Euro für einen Tipp kassiert und den Eindringling dazu bringt, auf zwei Fingern zu pfeifen, was prompt die Wachhunde alarmiert. Später enttarnt der Fotoreporter den Firmenchef bei der Kur; prompt ziert Hubert das Cover der Illustrierten „Lala“.

Götz George als Schokofabrikant (Filmszene)

„Schokolade für den Chef“ lebt maßgeblich vom prima-Zusammenspiel zwischen George und Kranzkowski und den zahlreichen hübsch ausgedachten Details der Geschichte. Die Situationskomik kommt nicht zu kurz und es gibt treffsichere Pointen.

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