Schokolade per Post in die USA schicken: Detaillierte Zollbestimmungen und Versandhinweise
Schokolade ist ein beliebtes Geschenk und wird gerne international verschickt - doch beim Versand in die USA gelten besondere Regelungen. Neben den Anforderungen an die Verpackung und den Transport müssen insbesondere die Einfuhr- und Zollbestimmungen exakt beachtet werden. In diesem Beitrag erklären wir, worauf Sie beim Versand von Schokolade in die USA achten müssen, mit allen Details zu Zoll, Einfuhrbeschränkungen und Versandvorbereitung.
Was ist beim Versand von Schokolade zu beachten?
Sie können Schokolade versenden, solange sie nicht verderblich ist, d.h., sie ist haltbar, auch wenn sie nicht gekühlt oder gefroren aufbewahrt wird. Nicht verderbliche Lebensmittel sind solche, die lange haltbar sind, wie Cracker, Nutella, Obst- und auch Fleischkonserven - oder Schokolade, die Sie an einem kühlen, trockenen Ort wie einem Schrank aufbewahren können. Schokolade kann bei warmer Lagerung aufgrund von Veränderungen im Fett- oder Zuckergehalt kreidig werden.
Die meiste Schokolade schmilzt bei ca. 30 °C - die für den Paketversand typischen Kartons sind nicht temperaturkontrolliert. Um Ihre Schokolade kühl zu halten, legen Sie Styroporkühler in Ihr Paket und wickeln Sie die Schokolade in Alufolie ein. Sie können auch Kühlakkus verwenden, die die Schokolade für eine begrenzte Zeit während des Versands kühlen - Trockeneis dürfen Sie allerdings nicht verwenden. Das Geschenk-Paket in die USA sollte unbedingt stabil verpackt sein. Nutzen Sie Polstermaterial.
Zollinhaltserklärung und genaue Angaben
Werden Pakete in Länder außerhalb der EU versendet, muss eine vollständig ausgefüllte Zollinhaltserklärung (CN 22 beim Päckchen/ CN 23 beim Paket) beigefügt werden. Die Angaben auf der Zollinhaltserklärung dienen dem Zoll zur Ermittlung der Zölle und der Einfuhrumsatzsteuer. Auf jeden Fall sollte man die Art der Sendung und den Warenwert auf der Zollinhaltserklärung angeben.
Der Inhalt sollte möglichst genau beschrieben werden, z. B. „Schokolade mit Nüssen“ statt nur „Lebensmittel“. Ansonsten wird der Wert vom Zoll geschätzt. Auch Hinweise wie "Geschenk" oder "Muster" reichen nicht aus. Alle Angaben sind immer auf Englisch zu machen (Tipp für Übersetzungen: Deepl.com) und es muss für jedes Geschenk einzeln der exakte Wert angegeben werden. Die US-Zollbehörden prüfen aktuelle sehr genau.
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Sonderfall USA: Einfuhr- und Zollbestimmungen für Schokolade
Besonders restriktive Einfuhrregelungen für Lebensmittel gelten in den USA. Wer Lebensmittel in die USA verschicken will, braucht eine Importlizenz der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA). Dafür werden von der FDA keine Gebühren erhoben. Private Versender sind von dieser Regelung ausgenommen. Eine Tafel Schokolade kann also ohne Weiteres einem Päckchen hinzugefügt werden. Die Voranmeldung (prior notice) muss nur vom gewerblichen Versender schriftlich oder online im Internet erfolgen.
Geschenke verschicken in die USA ist an sich ganz einfach. Es gibt aber ein paar wichtige Details, die man wissen muss. Geschenke können bis zu einem Paket-Gesamt-Wert von US$ 100,- zollfrei in die USA geschickt werden. Dieser Wert von US$ 100,- gilt a) für den Paketinhalt (die Geschenke) plus Versandkosten zusammen und b) pro Person und Tag. Kostet der Versand also z.B. EUR 25,- wären das ca. USD 29,- und damit dürften im Paket Geschenke im Wert von max. 71 USD enthalten sein. Dabei darf der Empfänger, sollte er mehrere Pakete an einem Tag erhalten, insgesamt nicht mehr als diese US$ 100,- an Geschenken erhalten.
| Kriterium | Regelung |
|---|---|
| Zollfreigrenze als Geschenk | US$ 100, inklusive Versandkosten, pro Tag/Person |
| Dokumentation | Exakte Zollinhaltserklärung, englisch, Wert je Artikel |
| FDA-Importlizenz | Nicht für private Versender |
| Verbotene Schokoladensorten | Bspw. Ü-Eier, Schokolade mit nicht erlaubtem Spielzeug |
| Verpackung | Stabil, gut gepolstert, keine sichtbare Geschenkverpackung außen |
| Kühlung | Styropor, Alufolie, ggf. Kühlakkus, kein Trockeneis |
Wie kennzeichne ich das Paket richtig?
Wie jedem anderen Paket müssen auch Geschenk-Paketen in die USA zwingend Zolldokumente beigelegt werden. Auf diesen müssen sämtliche (!) Paketinhalte aufgeführt sein. Zu jedem einzelnen Inhalt muss eine eindeutige, detaillierte Bezeichnung angegeben sein (nicht nur "Clothes", sondern konkret "Cotton pants men"; auch bei Schokolade: „milk chocolate bar with nuts“).
Schreiben Sie auf das Paket bereits außen deutlich erkennbar "Unsolicited PRIVATE GIFT" (unaufgefordertes privates Geschenk). Und auch auf den Zolldokumenten sollten Sie gut sichtbar diese Beschriftung anbringen. Sie müssen unbedingt sehr exakt ausgefüllte Zolldokumente beilegen.
Was ist beim Empfänger zu beachten?
Sollten bei der Einfuhr Kosten entstehen, muss diese der Empfänger tragen. Um dies zu verhindern, sollten Pakete als Geschenksendungen versendet werden, deren Wert unter der Grenzsumme liegt. Allerdings werden der Wert der Geschenke im Paket und die Versandkosten (Porto des Pakets) zusammengerechnet und müssen insgesamt unter dieser Grenze liegen.
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Die US-Zollbehörden prüfen Sendungen aktuell sehr genau. Es gibt Geschenke, die sind für einen Import in die USA von den dortigen Zollbehörden nicht erlaubt. Zum Beispiel sind Kinder-Überraschungseier verboten, da in den USA ein generelles Verbot von Spielzeug in Süßwaren herrscht. Problem machen auch immer wieder Früchte (z.B. Trockenfrüchte), Wurst oder Pflanzensamen. Auch Produkte aus Wildtieren (Pelze, Leder, Souvenirs, ...) oder Muscheln, Federn, etc. sind problematisch.
Pakete für mehrere Empfänger und deren Deklaration
Prinzipiell ist es in die USA möglich, die Geschenke für mehrere Personen in ein Paket zu packen. Dabei gilt die zollfrei-Grenze von US$ 100,- pro Person. Allerdings ist das nur dann der Fall, wenn die Geschenke im Paket klar getrennt nach Personen beschriftet und erkennbar sind. Sie müssen also die Geschenke für jede einzelne Person nochmals getrennt zusammenpacken und auf diese Verpackung für eine Person "Unsolicited Gift" und "Consolidated Gift Package" sowie den Namen der jeweiligen Person schreiben, den Gesamtwert der Geschenke für diese Person mit angeben und dazu auf dieser Verpackung nochmal jedes einzelne Geschenk mit dem jeweiligen Wert schreiben.
Welche Pakete sind noch erlaubt? Kommerzielle und private Sendungen
Mit den Änderungen werden alle Importe, außer rein private Sendungen mit Geschenken mit einem Wert von unter 100 USD, zum 29. August 2025 zollpflichtig. Der Transport und die Einfuhr postalischer Sendungen erfolgt durch nationale Postunternehmen, die spezielle Vereinbarungen mit den Zollbehörden und dem United States Postal Service (USPS) haben. Für Waren aus Deutschland bzw. der Europäischen Union beträgt der Zollsatz voraussichtlich 15 Prozent des Warenwertes - einige Warengruppen können aber auch höheren Zöllen unterliegen.
Porto und Versanddauer
Um eine Postsendung in die USA zu verschicken, müssen Sie zunächst den Preis für das Porto herausfinden. Beim Versand eines Päckchens oder Pakets in die USA variieren die Preise abhngig davon, ob Sie Ihre Sendung online frankieren oder in eine Postfiliale gehen. Der Versand eines Pakets oder Päckchens in die USA dauert in der Regel mehrere Wochen, obwohl offiziell von nur 10 bis 15 Tagen gesprochen wird. Die Post weist auf ihrer Webseite außerdem darauf hin, dass es bei Paketzustellungen in schwer zugänglichen Gebieten zu noch längeren Laufzeiten kommen kann.
- Briefe in die USA werden bei der Deutschen Post über die Preisliste „Brief/Postkarte International” abgerechnet.
- Für internationale Einschreiben fallen zusätzlich zum Basisporto 3,50 € an.
- Wenn Ihr Brief in die USA den „Priority”-Vermerk hat, können Sie mit einer Versandzeit von drei bis sieben Werktagen rechnen.
- Für Pakete ist mit 10-20 Tagen, oft aber länger, zu rechnen.
Wichtige Dokumente und Zollformulare
Je nach Wert Ihrer Paketsendung in die USA benötigen Sie für die Zollinhaltserklärung entweder das Formular CN 22 oder das Formular CN 23. Der Grenzwert liegt hier bei ca. 300 Euro (CN 22 bis 300 Euro, CN 23 ab 300 Euro Wert). Die internationale Zollerklärung für den Versand von Päckchen und Paketen in die USA muss neben den Adressdaten auch Angaben über den Inhalt und Wert der Sendung enthalten und direkt auf die Vorderseite des Pakets oder Päckchens geklebt werden.
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Die Zollinhaltserklärung CN 22 kann ganz einfach neben der Anschrift auf das Päckchen geklebt werden. CN 23 hingegen ist wesentlich umfangreicher und sollte in einer Klarsichthülle am Paket befestigt werden. CP 71 dient als Adresskarte, auf der bei Paketsendungen in die USA die Empfängerdaten hinterlegt werden. Für die Zollanmeldung sind vollständige und zutreffende Angaben in den elektronisch übermittelten Daten zur Zollinhaltserklärung in Deutsch oder in Englisch erforderlich.
Zusammenfassung: Schritt für Schritt zum erfolgreichen Schokoladenversand in die USA
- Schokolade muss haltbar sein und darf keinen Frischebedarf haben.
- Schokolade gut mit Polster- und ggf. Isoliermaterial verpacken, kein Trockeneis verwenden.
- Zollinhaltserklärung CN 22 (bis 300 €) oder CN 23 (ab 300 €) komplett ausfüllen, exakte Werte und genaue Beschreibungen angeben.
- Paket außen und in den Dokumenten als "Unsolicited PRIVATE GIFT" kennzeichnen, alle Geschenke je Empfänger klar trennen und beschriften.
- Wert der Sendung (inklusive Porto) darf als Privatgeschenk 100 USD pro Empfänger/Tag nicht überschreiten (sonst Zollpflicht).
- Nicht alle Lebensmittel oder Schokoladensorten sind zugelassen (z. B. keine Kinder-Überraschungseier).
- Paket gut sichtbar adressieren und ausreichend frankieren, Regellaufzeit beachten.
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