Was bedeutet Croissant auf Türkisch: Herkunft, Bedeutung und kulturelle Aspekte
Das Wort „Croissant“ ist international bekannt und wird in vielen Ländern verwendet, insbesondere für das französische Gebäck in Form einer Mondsichel. Doch wie lautet die türkische Übersetzung für „Croissant“, und welche kulturelle und historische Bedeutung steckt dahinter?
Die türkische Übersetzung von „Croissant“
Im Langenscheidt Deutsch-Türkisch Wörterbuch wird „Croissant“ als cinssiz sözcük und croissant übersetzt. Das Gebäck behält in der türkischen Sprache meist seinen französischen Namen, da es kein spezifisches türkisches Wort dafür gibt. In türkischen Bäckereien und Cafés sieht man das Croissant häufig unter diesem Namen, da das Produkt so auch international besser erkannt wird.
Wortart und Aussprache
Die Bezeichnung „Croissant“ ist ein Nomen (Neutrum, sächlich) und stammt aus dem Französischen. Die richtige Aussprache im Deutschen ist [kʁo̯aˈsɑ̃]. Im Türkischen wird das Wort in den meisten Fällen phonetisch übernommen, da das Croissant keine direkte Entsprechung im traditionellen türkischen Gebäck hat.
Geschichte und Ursprung des Croissants
Das Croissant, aus dem Französischen für „Mondsichel“, ist ein französisches Gebäck aus einem leicht gesüßten, eihaltigen Plunderteig, welcher ähnlich wie Blätterteig touriert wird. Gute Croissants zeichnen sich durch eine zarte, mattglänzende und rösche Kruste sowie eine blättrige Krume aus. Sie sind insbesondere in Frankreich ein beliebtes Frühstücksgebäck.
Über die Erfindung des Croissants kursieren verschiedene Geschichten. Nach einer Legende soll das Croissant nach der Zweiten Belagerung Wiens durch die Türken im Jahr 1683 erfunden worden sein: Die Wiener Bäcker schlugen Alarm, als die Türken einen Tunnel unter der Stadtmauer gruben.
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Die Herkunft des Croissants wird in Österreich häufig mit dem Kipferl in Verbindung gebracht, das Lokalgeschichtsschreibung als Wiener Erfindung darstellt. Vermutlich handelt es sich um ein traditionelles Klostergebäck, das wahrscheinlich zu Ostern gebacken wurde. Die Form ahmt Ziegenhörner nach, weshalb das Gebäck auch als „Hörnchen“ bezeichnet wird.
Kulturhistoriker vermuten, dass die verschiedenen Legenden zur Herkunft des Gebäcks frei erfunden sein könnten und das Croissant nicht vor dem 19. Jahrhundert in Frankreich eingeführt worden ist.
Herstellung und Varianten
Der Grundteig für Croissants hat im Vergleich zu deutschem Plunder einen geringeren Zucker- und höheren Eianteil. In diesen wird zur Herstellung des Plunderteigs ein geeignetes Ziehfett eingezogen, das bei 34 °C vollständig schmilzt. Solche Ziehfette sind unter Bezeichnungen wie „Croissant-Ziehfett“ und ähnlich in Plattenform erhältlich.
Eine geeignete Tourierung für Croissants ist beispielsweise das Falten zu 12 Lagen in einer einfachen und einer doppelten Tour. Zum Formen der Teiglinge rollt man den fertig tourierten Teig auf eine Dicke von 3,5 mm aus und schneidet dreieckige Stücke ab. Dazu verwendet man entweder ein Messer oder einen speziellen Croissantschneider.
Diese Dreiecke werden locker aufgerollt, zu Hörnchen gebogen, aufs Blech gesetzt und gehen gelassen. In Frankreich wird das Croissant mit Margarine oder Butter gebacken. Croissants ohne Marzipan- oder Schokolade-Füllung werden als croissant nature bezeichnet.
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| Gebäckart | Hauptzutaten | Füllung | Regionale Varianten |
|---|---|---|---|
| Croissant | Mehl, Eier, Milch, Ziehfett | Butter, Marzipan, Schokolade | Frankreich, weltweit |
| Kipferl | Mehl, Milch, Fett | Ungefüllt, süß gefüllt | Österreich |
Beliebtheit und Verbreitung
Außerhalb Frankreichs werden auch pikant gefüllte Croissants angeboten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird ein süßes Gebäck mit Schokoladen- oder Nougatfüllung aus demselben Teig als Schokocroissant verkauft. Neben dem klassischen Croissant gibt es zahlreiche Varianten, zum Beispiel das croissant au beurre und croissant mit verschiedenen Füllungen.
Das Croissant in der türkischen Gastronomie
In der Türkei ist das klassische Croissant heute in vielen Bäckereien und Cafés erhältlich, überwiegend unter dem Namen „croissant“. Die türkische Küche hat das Gebäck adaptiert und bietet es neben traditionellen Backwaren an. Die Form und das Rezept werden beibehalten, während sich der Name in der Sprache durchgesetzt hat.
Kulturelle Aspekte und Mythologie
Die Geschichte des Croissants und seine Entwicklung zu einem Nationalsymbol Frankreichs ist eine Geschichte des 20. Jahrhunderts. Für die Behauptung, das österreichische Kipferl sei Vorbild des Croissants gewesen, gibt es keinen historischen Beleg. Für die Zeit Ludwigs XVI. wird in der gedruckten französischen Literatur kein halbmondförmiges Gebäck erwähnt.
Erstmals in einem Nachschlagewerk erwähnt wurde das Croissant unter dieser Bezeichnung im Jahr 1853, als nicht näher beschriebenes Gebäck. 1863 wird in einem Lexikon auch die Mondform erwähnt. Das erste Rezept hierfür erschien sogar erst 1906 in der Nouvelle Encyclopedie culinaire.
Das Croissant als Symbol der Moderne
Die Erfindung und Verbreitung des Croissants spiegelt die kulturelle Dynamik Europas wider und steht für die Verbindung verschiedener kulinarischer Traditionen. Das Croissant ist heute weltweit ein Symbol für französische Backkunst.
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