Cake Pops Rezept: Biskuit oder Rührteig – Eine vergleichende Analyse

Cake Pops sind kleine Kuchenlollis, die besonders bei Kindern sehr beliebt sind. Sie sind ideal für Kindergeburtstage oder andere Feierlichkeiten und bieten eine kreative Möglichkeit, Kuchenreste zu verwerten. Im Wesentlichen gibt es zwei Hauptvarianten für die Zubereitung von Cake Pops: die Verwendung von Biskuit oder Rührteig. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, die im Folgenden detailliert betrachtet werden. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede, gibt Anleitungen und Tipps, damit Ihre Cake Pops perfekt gelingen.

Grundlagen der Cake Pop Zubereitung

Cake Pops sind kleine Kuchenkugeln auf einem Stiel, die mit Schokolade oder Glasur überzogen und oft mit Streuseln oder anderen Dekorationen verziert werden. Sie sind nicht nur lecker, sondern auch optisch ansprechend und bieten eine tolle Möglichkeit, kreativ zu werden.

Zwei Hauptvarianten: Biskuit und Rührteig

Es gibt zwei gängige Methoden, um Cake Pops herzustellen:

  1. Biskuit-Methode: Hierbei wird ein Biskuitboden zerbröselt und mit Frischkäse oder einem anderen Bindemittel vermischt. Aus dieser Masse werden dann die Kugeln geformt.
  2. Rührteig-Methode: Bei dieser Variante wird ein Rührteig verwendet, der entweder im Ofen gebacken und anschließend zerbröselt wird, oder direkt in einem Cake Pop Maker zu kleinen Kugeln gebacken wird.

Die Biskuit-Methode: Einfach und schnell

Die Biskuit-Methode ist besonders einfach und eignet sich gut, um Kuchenreste zu verwerten. Sie ist ideal, wenn es schnell gehen muss oder wenn man einen bereits vorhandenen Kuchen verwenden möchte.

Zutaten für ca. 30 Cake Pops (Biskuit-Methode)

  • 250 g feiner Biskuit (hell oder dunkel)
  • 200 g Doppelrahmfrischkäse
  • 1 Becher Kuchenglasur (Vollmilch)
  • Zuckerdekor (Zuckerperlen, Konfetti, etc.)
  • Lollystiele oder Holzspieße

Zubereitung (Biskuit-Methode)

  1. Biskuit vorbereiten: Den Biskuitboden fein in eine Schüssel bröseln.
  2. Teig zubereiten: Den Frischkäse zu den Biskuitbröseln geben und alles gut verrühren und zu einem Teig kneten.
  3. Kugeln formen: Aus dem Teig ca. 30 kleine Kugeln formen. Die Anzahl kann je nach gewünschter Größe variieren.
  4. Kühlen: Die Kugeln auf Backpapier legen und für 10-15 Minuten ins Eisfach legen.
  5. Glasur vorbereiten: Die Kuchenglasur schmelzen.
  6. Stiele befestigen: Lollystiele oder Holzspieße ca. 1 cm tief in die geschmolzene Glasur tunken, dann in die Kuchenkugeln stecken und fest werden lassen (nochmals ca. 10 Minuten ins Eisfach legen).
  7. Glasieren: Die Kuchenkugeln komplett in die Glasur tauchen, leicht abklopfen und drehen, um überschüssige Glasur zu entfernen.
  8. Verzieren: Die Cake Pops sofort mit Streudeko verzieren, solange die Glasur noch feucht ist.

Tipps und Tricks für die Biskuit-Methode

  • Kuchenreste verwerten: Diese Methode eignet sich hervorragend, um trockene Kuchenreste vom Vortag zu verwenden.
  • Konsistenz anpassen: Wenn der Teig zu trocken ist, etwas mehr Frischkäse hinzufügen. Wenn er zu feucht ist, mehr Biskuitbrösel untermischen.
  • Kühlen ist wichtig: Das Kühlen der Kugeln vor dem Glasieren verhindert, dass sie vom Stiel fallen.

Die Rührteig-Methode: Fluffig und saftig

Die Rührteig-Methode erfordert etwas mehr Aufwand, da der Teig entweder im Ofen gebacken oder in einem Cake Pop Maker zubereitet werden muss. Das Ergebnis sind jedoch fluffigere und saftigere Cake Pops.

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Zutaten für ca. 40 Cake Pops (Rührteig-Methode)

  • 80 g Butter
  • 80 g Zucker
  • 2 Eier
  • 50 g Marzipan
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Etwas Abrieb einer Tonkabohne (oder Vanilleextrakt)
  • 90 ml Milch
  • Ggf. Lebensmittelfarbe
  • Kuvertüre oder Candy Melts zum Überziehen
  • Zuckerstreusel oder Zuckerperlen zum Verzieren

Zubereitung (Rührteig-Methode)

  1. Teig zubereiten: Die Butter mit dem Zucker schlagen, bis die Mischung hell und schaumig ist. Die Eier einzeln hinzufügen und gut verrühren. Das Marzipan klein hacken und langsam zum Teig geben.
  2. Trockene Zutaten mischen: Mehl, Salz, Backpulver und Tonkabohnenabrieb (oder Vanilleextrakt) vermischen. Diese Mischung abwechselnd mit der Milch zum Teig geben, bis eine homogene Masse entsteht.
  3. Backen im Ofen (Alternative 1): Den Teig auf einem Backblech verteilen und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ca. 25 Minuten backen. Den Kuchen nach dem Abkühlen zerbröseln und mit Frischkäse oder Frosting vermischen (siehe Biskuit-Methode).
  4. Backen im Cake Pop Maker (Alternative 2): Den Cake Pop Maker vorheizen und die Halbkugeln mit Teig füllen. Für ca. 4 Minuten backen. Die Cake Pops kurz auskühlen lassen und aus der Form lösen.
  5. Glasieren: Die Kuvertüre oder Candy Melts schmelzen. Die Cake Pops in die geschmolzene Masse tauchen, überschüssige Glasur abtropfen lassen und mit Zuckerstreuseln oder Zuckerperlen verzieren.

Tipps und Tricks für die Rührteig-Methode

  • Cake Pop Maker: Ein Cake Pop Maker ist eine praktische Hilfe, um gleichmäßige Kugeln zu erhalten.
  • Candy Melts: Für eine dünnere Glasur bei weißer Kuvertüre etwas Kokosfett hinzufügen. Candy Melts von guter Qualität (z.B. Fun Cakes) sind leichter zu verarbeiten.
  • Teig aromatisieren: Der Teig kann mit verschiedenen Aromen wie Vanille, Zitrone oder Tonkabohne verfeinert werden.
  • Lebensmittelfarbe: Für einen Überraschungseffekt kann der Teig mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden.

Vergleich der beiden Methoden

AspektBiskuit-MethodeRührteig-Methode
SchwierigkeitsgradEinfachMittel
ZeitaufwandGeringHöher
GeschmackAbhängig vom Biskuit, tendenziell kompakterFluffiger und saftiger
FlexibilitätIdeal für KuchenresteErmöglicht individuelle Teiggestaltung
BesonderheitenSchnelle Zubereitung, wenig AufwandBenötigt ggf. Cake Pop Maker, mehr Zutaten

Weitere Tipps und Tricks für perfekte Cake Pops

  • Stiele befestigen: Vor dem Glasieren die Stiele kurz in die geschmolzene Kuvertüre tauchen und dann in die Kuchenkugeln stecken. Dies sorgt für besseren Halt.
  • Glasurtechniken: Die Cake Pops vollständig in die Kuvertüre tauchen und überschüssige Glasur sanft am Schüsselrand abklopfen oder den Stiel zwischen den Fingern rotieren lassen.
  • Aufbewahrung: Bis die Kuvertüre ausgehärtet ist, die Stiele in eine Styroporplatte oder ein umgedrehtes Sieb stecken, sodass sich die Cake Pops nicht berühren. Nach dem Aushärten können sie in einer Dose aufbewahrt werden.
  • Dekoration: Beim Dekorieren zügig arbeiten, da die Deko auf die noch feuchte Glasur aufgebracht werden muss. Für bereits getrocknete Glasur kann man mit etwas geschmolzener Glasur und einem Zahnstocher die Dekoration befestigen.
  • Haltbarkeit: Cake Pops halten sich gekühlt etwa 6 Tage. Für längere Aufbewahrung im Kühlschrank lagern.
  • Teigportionierung: Für gleichmäßige Kugeln einen Eisportionierer oder einen kleinen Löffel verwenden.

Cake Pops aus Kuchenresten: Nachhaltige Resteverwertung

Cake Pops sind eine hervorragende Möglichkeit, Kuchenreste zu verwerten und ihnen ein zweites Leben zu schenken. Egal, ob es sich um Sandkuchen, Nusskuchen, Biskuitboden, Marmorkuchen oder einfachen Rührteig handelt, fast alle trockenen Kuchen eignen sich für die Zubereitung von Cake Pops.

Rezept für Cake Pops aus Kuchenresten

  • 400 g Kuchenreste von Trockenkuchen
  • 150 g Nuss-Nougat
  • 50 g Zartbitterschokolade
  • 50 g Frischkäse (ggf. laktosefrei)
  • 50 g Butter (ggf. laktosefrei)
  • Puderzucker (nach Bedarf)
  • 200 g Vollmilch-Kuvertüre
  • Streudeko nach Belieben

Zubereitung

  1. Kuchen vorbereiten: Kuchenreste möglichst fein zerbröseln.
  2. Teig zubereiten: Frischkäse zu den Kuchenbröseln geben und gut vermengen.
  3. Schokoladenmischung: Nuss-Nougat, Schokolade und Butter über dem Wasserbad schmelzen.
  4. Alles vermischen: Die geschmolzene Schokoladenmischung zu den Kuchenbröseln geben und so lange vermengen, bis ein homogener, leicht klebriger Teig entsteht.
  5. Kugeln formen: Kleine Teigkugeln formen und auf einem Brettchen für 20 Minuten im Gefrierfach durchkühlen lassen.
  6. Stiele vorbereiten: Einen Teil der Kuvertüre schmelzen und die Stielenden ca. 1,5 cm tief eintauchen, dann in die Teigkugeln stecken.
  7. Glasieren: Die restliche Kuvertüre schmelzen und die Cake Pops vollständig eintauchen. Überschüssige Schokolade abtropfen lassen.
  8. Verzieren: Mit Streudeko verzieren und trocknen lassen.

Tipps für Cake Pops aus Kuchenresten

  • Stabilität: Das Kokosfett im Teig sorgt für die notwendige Stabilität.
  • Kaltstellen: Die geformten Teigkugeln mindestens 30 Minuten kalt stellen, damit sie fester werden.
  • Schokoladenglasur: Für eine besonders glänzende Glasur 3-5 % Kokosfett zur geschmolzenen Schokolade hinzufügen.

Dekoration: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Die Dekoration ist das i-Tüpfelchen bei Cake Pops und bietet unzählige Möglichkeiten, kreativ zu werden. Ob Blumenwiesen, kleine Planeten, süße Tiergestalten oder Dekorationen passend zu speziellen Anlässen wie Kindergeburtstag, Hochzeit, Ostern, Halloween oder Weihnachten - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ideen für die Dekoration

  • Zuckerstreusel und Zuckerperlen: Klassische und einfache Dekoration, die in vielen Farben und Formen erhältlich ist.
  • Schokoladenglasur: Verschiedene Farben und Sorten von Schokolade können verwendet werden, um unterschiedliche Effekte zu erzielen.
  • Candy Melts: Bunte Schmelzdrops, die sich leicht verarbeiten lassen und in vielen Farben erhältlich sind.
  • Fondant: Für detaillierte Dekorationen können kleine Figuren oder Elemente aus Fondant geformt werden.
  • Essbare Glitzer: Für einen besonders glamourösen Look können die Cake Pops mit essbarem Glitzer bestreut werden.

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