Einfache bretonische Kuchenrezepte: Eine süße Reise in die Bretagne
Die bretonische Küche ist bekannt für ihre einfachen, aber köstlichen Gerichte, insbesondere im Bereich der Backwaren. Butterkekse mit gesalzener Butter, zarte Butterkuchen und hauchdünne Crêpes sind nur einige der Spezialitäten, die diese Region Frankreichs zu bieten hat. Dieser Artikel stellt einige einfache und authentische bretonische Kuchenrezepte vor, die jeder zu Hause nachbacken kann.
Bretonische Butterkekse (Sablés Bretons)
In Frankreich sind sie ein Begriff: bretonische Butterkekse, gebacken mit leicht gesalzener Butter (beurre demi-sel). Wer keine gesalzene Butter zur Hand hat, kann einfach eine Extra-Prise Salz in den Teig geben.
Gâteau Breton: Ein saftiger Butterkuchen
Der Gâteau Breton ist ein saftiger Butterkuchen, der traditionell aus der Bretagne stammt. Er zeichnet sich durch seine zarte Textur und den intensiven, buttrigen Geschmack aus. Gesalzene Butter ist eine Schlüsselzutat, die dem Kuchen eine besondere Note verleiht.
Zutaten:
- 375 g Weizenmehl (Type 405)
- 250 g gesalzene Butter
- 200 g Zucker
- 6 Eigelbe (Größe M)
- Butter für die Form
Zubereitung:
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Heißluft: 160 Grad) vorheizen und eine Springform (Ø 26 cm) einfetten.
- Butter und Zucker schaumig rühren. Die Eigelbe nach und nach dazugeben.
- Mehl sieben und zum Teig hinzugeben.
- Den Teig in die Form füllen und glattstreichen.
- Ein Eigelb mit etwas Zucker mischen und die Oberfläche des Kuchens damit bestreichen.
- Mit einer Gabel ein Muster in die Oberfläche ziehen.
- Den Gâteau Breton im vorgeheizten Backofen etwa 40 Minuten goldbraun backen.
Der Kuchen ergibt ca. 12 Stücke und hält sich luftdicht verpackt mindestens 4 Tage.
Variationen des Gâteau Breton
Traditionell wird der Gâteau Breton pur gebacken. Es gibt jedoch viele köstliche Variationen, die den Kuchen noch interessanter machen:
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- Mit Salzkaramell: Eine Füllung aus cremigem Salzkaramell verleiht dem Kuchen eine zusätzliche Geschmacksdimension.
- Mit Fruchtaufstrich: Anstelle von Karamell kann auch ein Fruchtaufstrich verwendet werden, z.B. Aprikosen- oder Pflaumenmarmelade.
- Mit Mandeln: Gehackte Mandeln im Teig sorgen für einen zusätzlichen Crunch.
Far Breton: Ein einfacher, aromatischer Kuchen
Der Far Breton ist ein weiterer traditioneller Kuchen aus der Bretagne. Es handelt sich um einen einfachen, aber dennoch aromatischen Kuchen, der oft mit Pflaumen zubereitet wird.
Zutaten:
- 1/2 L Milch
- 80 g Zucker
- 180g Mehl (Typ 405)
- 50 g Salzbutter
- 5 Eier
- 250 g weiche Pflaumen (Pruneaux d’Agen)
- Optional: Rum, Armagnac, Calvados oder Portwein zum Einlegen der Pflaumen
Zubereitung:
- Die Pflaumen mit Tee übergießen und 5 Minuten ziehen lassen oder kurz in der Mikrowelle anquellen. Alternativ können die Pflaumen auch über Nacht in Rum eingelegt werden.
- Alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren.
- Den Teig in eine gefettete Tortenform (26 cm Durchmesser) geben.
- Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 35-40 Minuten backen.
Der Far Breton hält sich im Kühlschrank 2-3 Tage.
Tipps für den Far Breton
- Für einen intensiveren Geschmack kann dem Teig etwas Tonkabohne oder Zimt hinzugefügt werden.
- Anstelle von Pflaumen können auch Aprikosen, Äpfel oder Birnen verwendet werden.
- Es ist nicht ratsam, den Far Breton einzufrieren, da er beim Auftauen etwas an Konsistenz verliert.
Kouign Amann: Der König der bretonischen Butterkuchen
Der Kouign Amann ist ein reichhaltiger Butterkuchen, der seit 1860 in Douarnenez gebacken wird. Der Name bedeutet auf Bretonisch "Kuchen Butter". Er besteht aus einem Brotteig, der ähnlich wie Blätterteig gefaltet und großzügig mit Salzbutter und Zucker gefüllt wird.
Zutaten:
- Mehl
- Salz
- Wasser
- Hefe
- 200 g Zucker
- 200 g Butter (leicht gesalzen, beurre demi-sel)
Zubereitung:
- Aus Mehl, Salz, Wasser und Hefe einen elastischen Teig kneten. Zu einer Kugel formen und 60 Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen.
- Den Teig einmal in alle Richtungen leicht auseinander ziehen und zur Mitte hin übereinander falten. Noch einmal wiederholen und wieder zur Kugel formen.
- Ofen auf 200°C vorheizen. Teig rund ausrollen. Mit dem Rollholz die kalte Butter rund und flach schlagen.
- Teig mit der Butter und dem Zucker, von beiden Seiten über die Mitte falten. Leicht mit dem Rollholz an beiden Enden auf den Teig schlagen, um die Enden zu versiegeln. Auf dem Rest des Teiges wiederholen. Danach die (offenen) Enden wieder über die Mitte falten. Mit dem Rollholz den Teig etwas anklopfen und Quadratisch ausrollen.
- Nach und nach, den äußeren Rand des Teiges zur Mitte hin falten und festdrücken, bis eine Kugel entstanden ist.
- Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben.
- Bei 200°C für 35-40 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Falls der Kouign Amann zu schnell bräunt, mit etwas Alufolie oder Backpapier abdecken. Stark karamellisierte Stellen sind normal und auch erwünscht. Nach dem Backen in der Form 5 Minuten abkühlen lassen, bis das Karamell etwas fester geworden ist.
Tipps für den Kouign Amann
- Wichtig ist beim Backen, dass er ausreichend bräunt, es muss sich wirklich Karamel bilden, also nicht zu hell backen, damit der knusprige Überzug aus karamellisiertem Zucker entsteht.
- Wenn keine Beurre Demi Sel zu bekommen ist, kann man sie leicht selbst herstellen, indem man der Butter 2% Salz hinzufügt.
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