Breitsamer Honig Echter Honig Test: Eine umfassende Analyse

Die Honigauswahl in deutschen Supermärkten ist riesig, von verschiedenen deutschen Sorten- und Mischhonigen bis hin zu Honigmischungen aus der ganzen Welt. Breitsamer Honig ist eine der bekanntesten Honigmarken in Deutschland und hat eine lange Geschichte. Die Marke "Breitsamer" wurde im Jahr 1935 gegründet und ist seitdem im Familienbesitz geblieben. Breitsamer + Ulrich legt großen Wert auf die Qualität seiner Produkte und produziert seinen Honig aus naturnahen Regionen Deutschlands. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz und engagiert sich in verschiedenen Projekten zur Förderung von Bienenzucht und Naturschutz.

Stiftung Warentest und die Kritik der Imkerverbände

Stiftung Warentest erntet Kritik von deutschen Imkerverbänden. Von den 24 getesteten Blütenhonigen schnitt kein Honig mit der Note „sehr gut“ ab. 14 Honige bewertete Stiftung Warentest mit „gut“ (1,8-2,5). Davon kommt der überwiegende Teil aus dem Ausland - lediglich fünf deutsche Honige erhielten eine „gute“ Bewertung. Drei Honige bekamen die Note „befriedigend“, sechs die Note „ausreichend“. Darunter auch die beiden Honige im D.I.B.-Glas, abgefüllt von Bienenwirtschaft Meißen und Fürsten-Reform. Die zwei getesteten Honige im D.I.B.-Glas lagen mit der Gesamtnote „ausreichend“ (4,0) abgeschlagen auf Platz 18 und 20. Grund für die schlechte Bewertung waren unter anderem der HMF-Gehalt und die Invertase-Aktivität.

Kritikpunkte des D.I.B.

Der D.I.B. kritisierte diese Einordung, denn bei staatlichen Lebensmittelkontrollen sei der Etikettaufdruck „Spitzenqualität“ bisher nie mit „Premium“ gleichgesetzt gewesen. Trotzdem hat der Imkerbund bereits letztes Jahr auf ähnliche Beanstandungen reagiert und bietet seitdem auch Etiketten ohne den strittigen Aufdruck an. Enttäuscht zeigte sich der Imkerbund bei der Bewertung der Herkunftsangaben von ausländischen Mischhonigen. Die schwammige Bezeichnung „Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ habe nichts mit Verbraucherinformationen zu tun.

Sensorische Bewertung und Laboruntersuchungen

Neben den chemischen Eigenschaften untersuchte Stiftung Warentest auch die sensorischen Merkmale der Blütenhonige. Dazu bewerteten geschulte Prüfer Geruch, Geschmack, Konsistenz und Mundgefühl. Auch hierbei erhielt einer der D.I.B.-Honige eine schlechte Note wegen kohlartigem Geschmack. Der sei untypisch für Blütenhonig und würde eher zu einem Rapshonig passen. Die Pollenanalyse zeigte außerdem, dass es sich bei dem Blütenhonig um einen Rapshonig handelte. Gleichzeitig hatte eine leichte Rauchnote oder Rauchgeruch bei mehreren ausländischen Honigmischungen nicht zu Abzügen geführt. Dies sei laut Stiftung Warentest für Honige aus Lateinamerika typisch. Rauchnoten zählen in der internationalen Honig sensorik jedoch zu den sogenannten „off-flavours“ und sind honiguntypisch. Dazu schreibt der D.I.B., dass Schulnoten für Sensorik generell unsinnig seien. Blütenhonig habe außerdem keinen einheitlichen Geschmack und könne je nach Tracht starke Eigengeschmäcker entwickeln. Bei den Laboruntersuchungen zu Honigverfälschungen fand Stiftung Warentest keine Hinweise auf gepanschten Honig. Zum Einsatz kamen hierbei die branchenüblichen Testmethoden wie NMR, IRMS und LC-HRMS. Die neuartige DNA-Analyse aus Estland, die im vergangenen Jahr für großes Aufsehen auf dem Honigmarkt gesorgt hatte, sei noch nicht ausgereift, habe aber Potenzial. Julia Schwietering, Projektleiterin des Honigtests befürchtet, dass die Zahl der Referenzproben zu klein und zu stark auf Estland ausgerichtet sei.

Kritik der Imkerverbände an Stiftung Warentest

In einer gemeinsamen Stellungnahme des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes (DBIB) und des Landesverbandes Rheinland-Pfalz (LVRP) warfen die beiden Imkerverbände Stiftung Warentest fehlende Neutralität vor und bezeichneten den Honigtest als politisch motivierten Gefallen. Sie bemängelten vor allem den Verzicht auf die DNA-Methode, die bereits bewährt und gelistet im Handbuch für Untersuchungsmethoden des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sei. Auf Nachfrage von bienen&natur konnte das BVL das nicht bestätigen. Bei der vom DBIB und LVRP erwähnten Methode aus dem Untersuchungshandbuch handele es sich vielmehr um ein Verfahren aus dem Jahr 2012, das lediglich der Extraktion von DNA aus Honig dient.

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Breitsamer Honig im Test: Qualität und Sortenvielfalt

Breitsamer-Honig ist ein vielseitiges und gesundes Nahrungsmittel, das nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch als Zutat in verschiedenen Rezepten verwendet werden kann. Sie finden Breitsamer-Honig in Gläsern mit verschiedenen Darreichungsmengen. Breitsamer-Honig ist auch in Bio-Qualität sowie in zahlreichen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältlich. Breitsamer-Honig wird von der Breitsamer + Ulrich GmbH & Co. KG produziert, einem Familienunternehmen mit Sitz in Maisach, Bayern, Deutschland. Das Unternehmen hat eine lange Tradition in der Imkerei und Honigproduktion und besteht seit fast 90 Jahren.

Arten und Sorten von Breitsamer-Honig

Breitsamer-Honig ist in verschiedenen Arten erhältlich:

  • Flüssige oder cremige Konsistenz: Honig kann in verschiedenen Konsistenzen auftreten, von flüssig bis cremig. Die Konsistenz hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Zusammensetzung des Nektars, der Umgebungstemperatur, dem Wasseranteil im Honig und der Lagerung. Flüssiger Honig ist oft dünnflüssiger und leichter zu gießen, während cremiger Honig eine dickere, streichfähige Konsistenz hat. Die Konsistenz von Honig hat keinen Einfluss auf den Geschmack oder die Qualität des Honigs, da beide Varianten gleichwertig sind.

  • Sortenhonig und Mischhonig: Sortenhonig stammt von einer spezifischen Nektarquelle, während Mischhonig aus dem Nektar von verschiedenen Blütenarten besteht. Sortenhonige haben einen ausgeprägten Geschmack und Aroma, die typisch für die spezifische Pflanzenart sind, von der der Nektar stammt. Mischhonig ist eine Kombination aus Nektar verschiedener Blütenpflanzen, die von den Bienen gesammelt und zu Honig verarbeitet werden. Mischhonige können aus mehreren hundert verschiedenen Blütenarten stammen und haben dadurch eine komplexere Geschmacks- und Aromavielfalt.

Beliebte Honigsorten von Breitsamer

  • Blütenhonig: Breitsamer-Blütenhonig, Breitsamer-Alpenhonig-Blüte, Breitsamer-Frühlingssummen-Honig (mild und aromatisch)
  • Waldhonig: Breitsamer-Waldhonig, Breitsamer-Alpenhonig-Wald (kräftig und würzig)
  • Sortenhonig: Breitsamer-Akazienhonig, Breitsamer-Rapshonig, Breitsamer-Kastanienhonig, Breitsamer-Lavendelhonig, Breitsamer-Pinienhonig, Breitsamer-Thymianhonig

Preis und Qualität: Ein Irrtum?

Viele Verbraucher setzen höhere Preise dabei automatisch mit besserer Qualität gleich. - ein Irrtum, wie eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest (Heftausgabe 4/2025) zeigt. Im Test von 24 Blütenhonigen schnitten über die Hälfte der getesteten Produkte mit der Note "gut" ab. Die Stiftung Warentest prüfte verschiedene Blütenhonige, darunter auch Produkte von bekannten Discountern wie Aldi, Lidl und Netto. Besonders hervorzuheben ist der Honig "Frühlingssummen" von Breitsamer, der mit der Note 1,8 ("gut") ausgezeichnet wurde und knapp 13 Euro pro Kilogramm kostet.

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Günstige Alternativen von Discountern

Doch auch bei den Discountern wurden Honige mit der Note "gut" ausgezeichnet. Die günstigeren Produkte "Aldi Gut Bio Honig cremig", "Lidl Maribel Cremiger Blütenhonig streichzart" und "Netto MarkenDiscount Vom Land Blüten-Honig cremig" erzielten allesamt eine Bewertung von 1,9. Diese Honige kosten deutlich weniger - oft nicht einmal die Hälfte des Preises des Testsiegers.

Herkunft und Verarbeitung

Interessant ist, dass diese günstigen Honige meist Mischungen aus EU- und Nicht-EU-Ländern sind. Dennoch schnitten sie in Geschmack und Qualität gut ab und überzeugten die Tester. Im Gegensatz dazu gab es auch teurere Honige aus Deutschland, die nicht überzeugen konnten. Einige dieser Produkte, die als "Echter Deutscher Honig" oder "Spitzenqualität" vermarktet wurden, fielen mit der Note "ausreichend" oder "mangelhaft" durch. Ein hoher Preis ist also kein sicheres Indiz für besonders guten Honig. Auch günstigere Produkte aus Discountern können hinsichtlich Geschmack und Qualität überzeugen. Verbraucher sollten sich nicht nur vom Preis leiten lassen, sondern auch auf die Herkunft und die Angaben zur Verarbeitung des Honigs achten.

Naturbelassenheit und Gesundheit

Gesundheitsexperten empfehlen hingegen vor allem naturbelassenen Honig vom regionalen Imker. Industriell hergestellte Honige kommen laut Fachleuten zu ungefähr 80 Prozent nicht oder nur teilweise aus Deutschland. Solche Produkte tragen häufig den Hinweis „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“. Dabei handelt es sich oft um einen Mix aus verschiedenen Honigen, die unter Wärmezufuhr zusammengerührt werden. Der Vorteil dieser Art von Honig ist, dass er weich ist und Sie ihn dadurch möglichst mühelos auf Ihrem Frühstücksbrötchen verteilen können. Bei der industriellen Herstellung gehen allerdings Frische und gesunde Inhaltstoffe verloren, die bei einem naturbelassenen Honig noch enthalten sind.

Regionaler Honig vom Imker

Experten sind sich einig: Den besten Honig kaufen Sie im Idealfall regional. Der Bienenhonig von Ihrem Imker um die Ecke ist naturbelassen und somit voller wichtiger Inhaltsstoffe und Enzyme. Bereits seit 1925 ist der Deutsche Imkerbund im Besitz der Qualitätsmarke „Echter Deutscher Honig“ (EDH). Solchen Honig können Sie vereinzelt auch im Supermarkt kaufen oder bei Amazon bestellen. Wenn Sie sich auf 100% Bio verlassen möchten, sollten Sie mal Ausschau nach einer Imkerei in Ihrer Nähe halten.

Die Marke "Echter Deutscher Honig"

Wenn Sie sicher sein möchten, dass der Honig nicht aus verschiedenen Honigen zusammengemischt wurde und noch alle natürlichen, heilenden Inhaltsstoffe enthält, achten Sie auf die Aufschrift Echter Deutscher Honig auf Ihrem Honigglas. Nur zu hundert Prozent aus Deutschland stammender und naturbelassener Honig darf sich mit diesem Siegel für hohe Qualität schmücken.

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Inhaltsstoffe und gesundheitliche Aspekte

Honig enthält Saccharose, ein Stoff, der auch im Zucker enthalten ist. Bei maßlosem Honiggenuss leiden also Ihre Zähne und Ihr Gewicht. Hinzu kommt, dass sich in industriell hergestelltem Honig immer wieder Inhaltsstoffe finden lassen, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Dazu zählen beispielsweise Bestandteile von genmanipulierten Pflanzen oder Pestizide, die von den Honigbienen über besprühte Pflanzen aufgenommen wurden und somit in den Honig gelangen und die Qualität mindern.

Vorteile von naturbelassenem Honig

Vor allem naturbelassener Honig hat eine sehr hohe Qualität und kann sogar heilende und gesundheitsfördernde Eigenschaften haben. So ist neben Vitamin B und Vitamin C unter anderem auch energiebringender Traubenzucker in Honig enthalten. Mineralstoffe, wie Kalium und Magnesium fördern den Stoffwechsel. Unbehandelter Honig kann auch Pollen enthalten. Pollen sorgen nicht nur für einen guten Geschmack, sondern fördern gleichzeitig die Verdauung. Honig kann laut Experten sogar Wunden heilen. So können Sie Honig zum Beispiel bei kleineren, oberflächlichen Wunden oder Hautirritationen auftragen. Bei Säuglingen sollten Sie darauf jedoch verzichten. Weil Honig ein Naturprodukt ist, ist die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe bei jedem Glas und vor allem bei jeder Honigsorte unterschiedlich.

Verschiedene Honigsorten und ihre Eigenschaften

Durch die unterschiedlichen Bestandteile der Honige entstehen verschiedene Honigsorten. Je nach Zusammensetzung der Bestandteile (unter anderem Enzyme, Traubenzucker, Vitamine, Wasser, Pollen, Proteine und Aminosäuren) ändern sich die Konsistenz, die Farbe und natürlich der Geschmack des Honigs. Welche Sorte also die beste für Sie ist, hängt von Ihrem persönlichen Geschmack ab - Sie müssen also einfach mal verschiedene Sorten ausprobieren. Grob wird zwischen zwei Grundsorten unterschieden: Blütenhonig und Waldhonig.

Blütenhonig

Blütenhonig entsteht, wenn die Bienen den Nektar aus verschiedenen Blütenpflanzen gewinnen. Wenn der Nektar hauptsächlich von einer bestimmten Pflanze gewonnen wurde, entstehen spezielle Honigsorten und der Honig darf nach der Pflanze mit dem größten Anteil benannt werden. So entsteht beispielsweise Rapshonig, Akazienhonig, Sonnenblumenhonig oder Lavendelhonig.

Wildblütenhonig

Bei Wildblütenhonig handelt es sich um einen Honig, bei dem der Nektar nicht von Nutzpflanzen, sondern von wild wachsenden Blüten stammt. Der Geschmack und die Konsistenz von Wildblütenhonig varriert daher stark und hängt von den Blüten ab, von denend der Nektar stammt.

Manuka Honig

Seit einiger Zeit ist Manuka Honig sehr gefragt und mittlwerweile eine der teuersten Honigsorten auf dem Markt. Manukahonig hat einen Preis zwischen 100 und 500 Euro für ein Kilogramm. Manuka wird als Wunderhonig bezeichnet und soll sehr gesund sein. Auch bei der Wundheilung wird Manuka verwendet. Der hohe Preis von Manukahonig lässt sich allerdings vor allem auf das kleine Verbreitungsgebiet der Südseemyrte (auch Manuka oder Manuka-Strauch genannt) in Neuseeland zurückführen.

Akazienhonig

Akazienhonig erfreut sich in den letzten Jahren besonders großer Beliebtheit. Er darf hierzulande Akazienhonig genannt werden, obwohl er streng genommen von der Robinie stammt, die auch falsche Akazie genannt wird. Der falsche Akazienhonig ist dem echten Akazienhonig allerdings geschmacklich sehr ähnlich. Beide Sorten schmecken angenehm süß und mild. Außerdem behält Akazienhonig besonders lang seine flüssige Konsistenz.

Waldhonig

Bei Waldhonig oder auch Honigtauhonig gewinnen die Honigbienen keinen Nektar aus Blüten, sondern aus Honigtau. Dieser wird von Schildläusen und Blattläusen auf Nadel- oder Laubbäumen hinterlassen. Daraufhin nehmen die Bienen den Honigtau auf und verarbeiten ihn im Bienenstock zu Honig. Waldhonig zeichnet sich durch eine flüssigere Konsistenz und eine dunklere Farbe als bei Blütenhonig aus.

Breitsamer Honig im Vergleich: Produktauswahl

Hier eine Auswahl von Breitsamer Honigprodukten im Vergleich:

  • Breitsamer Weißtanne Honigtauhonig: Praktische, wiederverschließbare Verpackung, aus Deutschland, flüssige Konsistenz.
  • Breitsamer Bayerischer Honig dunkel: Praktische, wiederverschließbare Verpackung, aus Deutschland, flüssige Konsistenz.
  • Breitsamer Tasmanischer Leatherwood Honig: Cremige Konsistenz, frei von Aromen und Süßungsmitteln, Honig aus Tasmanien.
  • Breitsamer Alpenblüten Honig: Praktische, wiederverschließbare Verpackung, aus Deutschland, cremige Konsistenz.
  • Breitsamer Honig-Dreierlei: Drei Honigsorten, wiederverwendbarer Glasbehälter, frei von Aromen und Süßungsmitteln, auch im Doppelpack erhältlich.
  • Breitsamer Kastanienhonig: Praktische, wiederverschließbare Verpackung, aus Deutschland, flüssige Konsistenz.
  • Breitsamer Wildlavendelhonig von der Algarve: Praktische, wiederverschließbare Verpackung, flüssige Konsistenz.
  • Breitsamer Bio-Lindenhonig: Praktische, wiederverschließbare Verpackung, aus Deutschland, flüssige Konsistenz.
  • Breitsamer Honig Imkergold: Praktische, wiederverschließbare Verpackung, aus Deutschland, cremige Konsistenz.

Die Suche nach dem besten Honig

Die Frage nach dem besten Honig ist komplex und hängt von individuellen Vorlieben ab. Stiftung Warentest bietet eine Orientierungshilfe, aber auch regionale Imker und der Blick auf die Inhaltsstoffe sind entscheidend. Ob Breitsamer Honig, ein Produkt vom Discounter oder vom regionalen Imker - die Vielfalt ist groß und bietet für jeden Geschmack etwas.

Honig im Test: Ein reines Naturprodukt?

Ein Test des Magazins November 2022 untersuchte 19 Honigprodukte, hauptsächlich Bio-Blütenhonige, auf Reinheit und Qualität. Dabei wurden verschiedene Aspekte wie Verunreinigungen, Zuckersirup, Pestizidrückstände und gentechnisch veränderte Pollen untersucht.

Ergebnisse des Tests

  • Verunreinigungen: Im Langnese Flotte Biene Bio-Blütenhonig wurden "starke Verunreinigungen" festgestellt, die über das gewöhnliche Maß hinausgingen.
  • Zuckersirup: In einem Bio-Honig und einem "echten" deutschen Qualitätsprodukt wurde Zuckersirup gefunden.
  • Akazienhonig: Ein Akazienhonig enthielt nur 5% Akazienpollen, obwohl für die Bezeichnung Akazienhonig ein Mindestgehalt von 20% Robinienpollen erforderlich ist.
  • Gentechnisch veränderte Pflanzen: In einem Produkt wurden Pollen mehrerer gentechnisch veränderter Pflanzen, darunter Soja, analysiert.
  • Pestizide: In einem Produkt wurden Spritzgifte gefunden, darunter Neonicotinoide, die das Nervensystem der Bienen schädigen können.

Testverfahren

Für die Untersuchung im Labor wurde ein umfassendes Analyseprogramm gewählt, das neben den üblichen Handelsparametern wie pH-Wert, freien Säuren und Enzymaktivitäten auch die Authentizität von Honig untersuchte. Eine große Rolle spielte hier die Pollenanalyse inklusive Herkunfts- und Sortenbestimmung, aber auch der unerlaubte Zusatz von Fremdzucker. Zudem wurden der HMF-Gehalt, die Saccharaseaktivität, sowie die Diastaseaktivität und der Wassergehalt analysiert. Alle Produkte wurden auf Rückstände von Pestiziden inklusive Glyphosat analysiert.

Bewertung Testergebnis

Das Testergebnis wurde anhand verschiedener Kriterien bewertet, darunter:

  • Inhaltsstoffe und Sensorik: Abwertung bei positivem Befund von Sirupmarker(n), starker Verunreinigung, geringem Anteil an Akazienpollen bei Akazienhonig, erhöhtem Pestizidgehalt und schwach ausgeprägtem sensorischem Gesamteindruck.
  • Weitere Mängel: Abwertung bei qualitativ nachgewiesenen GVO-Sequenzen, PVC/PVDC/chlorierten Verbindungen in der Verpackung, fehlendem Hinweis, dass Honig als Rohkost für Säuglinge unter zwölf Monaten nicht geeignet ist, und geringem Anteil von Rezyklaten in der Kunststoffverpackung.

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