Berger Pralinen: Sorten, Geschichte und feine Handwerkskunst im Überblick
Die Confiserie Berger ist ein Synonym für handgemachten Hochgenuss und innovative Schokoladenkreationen. Wer je einmal einen Fuß über die Schwelle gesetzt hat und dem Duft von Schokolade gefolgt ist, weiß, dass die Selbstbeschreibung als "Stätte der Verführung" keineswegs übertrieben ist. Seit 1994 steht das Haus Berger im Salzburger Saalachtal für exquisite Schokoladenqualität und eine der feinsten Adressen Österreichs, wenn es um süße Handwerkskunst geht.
Die Geschichte von Berger Feinste Confiserie
Berger Feinste Confiserie fertigt seit 1994 in Lofer im Salzburger Saalachtal Schokolade von Hand. Hubert und Christine Berger begannen in der Garage seines Vaters, heute arbeiten rund 100 Menschen im Haus. "In der Garage haben wir unsere ersten Pralinen gemacht. Da war ich gerade einmal zwanzig Jahre alt, mein Mann noch keine Dreißig", erinnert sich Christine. Auch der Start war kurios: Das kleine Geschäft vor der Garage konnte niemand richtig einordnen, so dass Gäste manchmal fragten, ob sie sich hier die Haare schneiden lassen könnten. Es dauerte, bis die erste Berger Schokolade ihren Weg nach draußen fand.
Heute umfasst das Unternehmen ein Stammhaus am Schokoladenweg und acht weitere Filialen. Das Unternehmen ist der größte Arbeitgeber im Saalachtal, und rund 90 Prozent der Belegschaft sind Frauen. Seit 2010 arbeitet Berger mit Pro Mente zusammen, um Menschen mit Beeinträchtigung zu beschäftigen.
Das Geheimnis der Berger Schokolade
Die Chocolatiers von Berger Feinste Confiserie kreieren mit ihrem ausgeprägten Sinn für das Schöne handgemachten Hochgenuss. „Dem Prinzip der Handarbeit sind wir in all den Jahren trotz Wachstum und Expansion bis heute treu geblieben", sagt Christine Berger. Es zeigt sich auch an der Zeit, die sich das Haus nimmt: „Es gibt Schokoladen, die zwischen drei und fünf Stunden conchieren. Unsere conchieren zwischen 60 und 70 Stunden", erklärt Hubert. Beim Conchieren wird die flüssige Schokoladenmasse stundenlang gerührt, bis die Bitterstoffe verfliegen und der Schmelz seidig wird.
Seit 2016 ist Berger Fairtrade-Partner, die Rohschokoladen sind in Bio-Qualität, Schlagobers, Kräuter und Edelbrände kommen aus der Region. Anlass für die Umstellung war ein Mineralölfund in zugekaufter Ware. "Kein Stein blieb auf dem anderen", sagt Hubert über die Zeit danach. Heute lässt das Haus freiwillig auf Rückstände testen und verpackt in FSC-zertifiziertes Frischfaserpapier, bedruckt mit Farben auf Wasserbasis.
Lesen Sie auch: Alles über Berger Schokolade
Fairtrade und Nachhaltigkeit bei Berger
Für die Herstellung der erlesenen Schokoladenprodukte wird ausschließlich fair gehandelter Kakao aus nachhaltigem Anbau verwendet. Dieser Kakao ist bis zu den Ursprungskooperativen in der Dominikanischen Republik rückverfolgbar. Fairtrade hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen von Kleinbauern in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verbessern. Durch die Fairtrade-Prämie werden Investitionen in soziale Projekte und in produktivitäts- und qualitätssteigernde Maßnahmen ermöglicht sowie Trainings und Weiterbildungen angeboten.
Wo der Kakao herkommt, schauen sich die Bergers selbst an. Für die Bio Vollmilchschokolade kommt der Rohkakao von der Kooperative CONACADO in der Dominikanischen Republik, mit der eine langjährige Partnerschaft besteht. Franz lernte die Anbaugebiete beim Internationalen Fairtrade Kakaoforum kennen. Dort wächst entlang des Sambirano-Flusses auf 2.000 Hektar ein Grand Cru Kakao, den nährstoffreiche Böden und tropisches Klima prägen. Hinter Sambirano steht Philippe Mena, dessen Unternehmen elf Lead-Bauern umfasst, die von 1.500 Bauern beliefert werden. In Madagaskar leben 70 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, weshalb die Partnerschaft mehr ist als ein Einkauf.
Pralinen und Schokoladensorten im Sortiment
Die Basis im Sortiment bilden die beiden Klassiker: die Bio Vollmilchschokolade mit 37 Prozent Kakao, milchig, cremig, zart, und die Bio Edelbitterschokolade mit 70 Prozent, in der Berger selbst Noten von Cassis und Banane schmeckt. Für Anlässe gibt es Thementafeln wie "Lieblingsmensch" oder "Happy Birthday", bei denen unter dem Gruß dieselbe Bio-Vollmilch steckt wie in der puren Tafel. Sechs Themenwelten bringt das Haus pro Jahr heraus, und jede Berger Schokolade bekommt ihre eigene Verpackung. Christine Berger verantwortet das Design selbst, was man den Tafeln ansieht, noch bevor man sie aufmacht.
Wer unsere Kollektion etwas genauer in Augenschein nimmt, wird feststellen, dass sie neben der spannenden Geschmackspalette mit optischen Neuheiten aufwartet: Nicht nur findet sich eine neue Form unter unseren Pralinen, ebenso beeindrucken die kleinen süßen Werke mit einer noch nie dagewesenen Farbgebung. Sanfte Pastelltöne, die sich durch biologische Farben auf Kakaobutterbasis ergeben, unterstreichen den feinen Geschmack unserer Kreationen.
Beliebte Pralinensorten und -linien
- Nougat-Töpfchen
- Königliches Kirschtöpfchen
- Bio Vollmilchschokolade (37% Kakao)
- Bio Edelbitterschokolade (70% Kakao, Cassis- und Bananennoten)
- Sondereditionen zu Anlässen: z.B. "Lieblingsmensch", "Happy Birthday"
- Saisonale Kollektionen: Themenwelten mit neuen Verpackungen und Geschmacksrichtungen
| Pralinen- oder Schokoladensorte | Kakaoanteil | Besonderheit |
|---|---|---|
| Bio Vollmilchschokolade | 37% | Cremig, zart, milchig; fair gehandelter Kakao |
| Bio Edelbitterschokolade | 70% | Aromen von Cassis und Banane; intensive Bitternoten |
| Nougat-Töpfchen | Varierend | Cremige Nougatfüllung |
| Königliches Kirschtöpfchen | Varierend | Praline mit Kirschfüllung |
| Saisonale Themenwelten | 37% / 70% / weitere | Jährlich sechs Kollektionen, individuelle Verpackungen |
Tradition und Innovation
Die Confiserie Berger hat mit ihrem Familienunternehmen den traditionellen und in Österreich seltenen Handwerksberuf des Bonbon- und Konfektherstellers nicht nur wiederbelebt, sondern fördert diesen seither. Berger hat außerdem den fast verschwundenen Lehrberuf des Bonbon- und Konfektmachers in Österreich wiederbelebt und bildet selbst aus.
Lesen Sie auch: Berger Schokolade: Alle Details zu Produkten und Präsenten
Innovationsgeist und Kreativität prägen das Unternehmen, das weltweit Schokoladenliebhabern außergewöhnliche und gleichzeitig traditionsbewusste Kreationen bietet.
Tipps zur Verkostung von Berger Pralinen
Wenn du dich durch das Sortiment probierst, fang bei der puren Vollmilch an und arbeite dich zu den gefüllten Sorten vor. So schmeckst du zuerst, was der Kakao kann, und danach, was die Konfektmacher daraus machen.
Auszeichnungen und besondere Partnerschaften
Beliefert werden renommierte Häuser wie Meinl am Graben und das KaDeWe in Berlin. Davor gab es 2012 das Salzburger Landeswappen, und schon im Jahr 2000 galt das Haus als familienfreundlichster Betrieb Salzburgs. "Diese Auszeichnung bedeutet uns sehr viel. Sie ist sozusagen die Krönung unserer Arbeit", sagten die Bergers zum Wirtschaftspreis. Bodenständig geblieben sind sie trotzdem. „Wir sind Pinzgauer und hier in diesem Ort stark verwurzelt", sagt Hubert.
Frühlingskollektion und saisonale Besonderheiten
Gerade die Frühlingszeit bietet eine Fülle von Düften und Aromen - seien es die saftigen Kräuter an den Berghängen, die blühenden Wildblumen auf der Wiese oder die keimenden Triebe an Bäumen und Sträuchern. Frühlings-Kollektionen spiegeln dieses Aromaerlebnis wider - mit kreativen Pastellfarben und neuen Formen in der Pralinenkultur.
Lesen Sie auch: Hier finden Sie die Preise für das Berger Schokolade Frühstück Sortiment
tags: #Berger #Pralinen #Sorten #Übersicht


