Rezept: Belgische Waffeln mit Dinkelmehl und Quark
Gute Waffeln müssen innen weich und außen knusprig sein. Da sind wir uns doch alle einig, oder? Leider ist das immer gar nicht so leicht. Auf dem Weg zu saftigen und knusprigen Waffeln warten viele Hürden.
Waffeln sind so wunderbar vielfältig. Natürlich gibt’s die bei mir meistens in der süßen Variante. Denn trotz meiner Fructoseintoleranz und dem Verzicht auf Zucker, spiele ich immer noch im Team Süß ganz vorne mit 😉 Nur jetzt eben mit anderen Spielregeln und irgendwie in einer anderen Liga. Aber auf süße Sachen müsst ihr auch trotz Fructoseintoleranz und Zuckerabstinenz absolut nicht verzichten.
Warum Quark und Dinkel?
Um meine Waffeln innen schön saftig zu bekommen, kommt bei mir immer eine große Portion laktosefreier Quark rein. Dieser ersetzt zum Teil auch die Butter und spart ein paar Kalorien ein. Fürs gute Gewissen 😉 Ganz auf die Butter verzichten, wäre jedoch nicht sehr ratsam. Denn etwas Fett wird benötigt, damit die Waffeln überhaupt knusprig werden können.
Ich weiß ja, dass viele von euch gerne mit Dinkelmehl backen, deshalb versuche ich immer, regelmäßig Dinkelrezepte zu posten. Das Rezept heute hat mein Freund gebacken: Ganz einfache „normale“ Waffeln, so wie wir sie kennen. Nur eben mit Dinkelmehl statt Weizen 405. Wichtig bei Dinkelmehl: Meistens empfiehlt es sich, Dinkelmehl zu sieben. Das Dinkelmehl Type 630 ist deutlich griffiger als zum Beispiel Weizen 405. Das kann bei herzhaften Teigen und Brot gut sein, bei sehr feinen Sachen wie Waffeln aber eher störend. Deshalb: Zusammen mit dem Backpulver einmal sehr fein sieben.
Zutaten (für ca. 8-12 Belgische Waffeln, je nach Waffeleisen)
- 250 g Dinkelmehl (Type 630; fein gesiebt empfohlen)
- 250 g Quark (laktosefrei möglich; jede Fettstufe verwendbar)
- 3 Eier (getrennt)
- 75 g Zucker oder Reissirup als fructoseärmere Alternative
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- Ca. 100-200 ml Mineralwasser (sprudelnd) oder Milch zum Einstellen der Konsistenz
- 2 EL weiche Butter (etwas Fett für Knusprigkeit) oder alternativ 2 EL Öl
- Vanillepulver oder Vanillezucker nach Geschmack
Vorbereitung
Die Eier trennen. In einer kleinen Schüssel Dinkelmehl, Backpulver und Salz miteinander vermischen und sehr fein sieben. Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker und der Vanille ein paar Minuten verrühren. Anschließend die Eigelbe dazu geben und schaumig rühren. Den Quark löffelweise unterrühren. Einen Schluck Mineralwasser unter den Teig arbeiten; wenn der Teig noch sehr fest ist, einen weiteren Schluck Wasser hinzugeben.
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Die Technik: Eischnee macht den Unterschied
Zuerst die Eier trennen und mit einer Prise Salz zu Eischnee steif schlagen. Das Eiweiß mit Salz steif schlagen und unter den Teig heben. Die leicht gebräunten Waffeln aus dem Eisen nehmen und auf einem Kuchenrost 1-2 Minuten auskühlen lassen, damit sie knusprig werden. Das sprudelnde Mineralwasser und der aufgeschlagene Eischnee machen die Waffeln dann schön locker.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Die Eier trennen. Eischnee mit einer Prise Salz steif schlagen und umfüllen.
- Butter mit Zucker und Vanille schaumig schlagen. Eigelb nacheinander unterrühren.
- Dinkelmehl mit Backpulver und Salz mischen und löffelweise unter die Eigelb-Butter-Mischung rühren, abwechselnd mit Mineralwasser.
- Quark löffelweise unterheben. Wenn der Teig zu fest ist, etwas Mineralwasser oder Milch ergänzen. Der perfekte Waffelteig sollte langsam vom Löffel laufen und streichfähig sein.
- Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben, damit der Teig luftig bleibt.
- Waffeleisen nach Anleitung vorheizen und ggf. leicht einfetten. Pro Waffel ca. 2-3 EL Teig in die Mitte geben, Deckel schließen und backen, bis sie leicht gebräunt sind (je nach Gerät 1-3 Minuten).
- Die Waffeln direkt aus dem Eisen nehmen und 1-2 Minuten auf einem Kuchenrost ausdampfen lassen, damit sie knusprig werden.
Profitipps für knusprige Waffeln
- Wenn die Waffeln aus dem Eisen kommen, sind sie oft noch etwas weich und außen nicht knusprig. Legt sie dann am besten für 1-2 Minuten auf ein Kuchengitter, sodass sie etwas ausdampfen können. Auf gar keinen Fall abdecken oder auf einen Teller legen. Dann schwitzen die Waffeln nach und werden eher weich und matschig.
- Auf dem Gitter kann die warme, feuchte Luft entweichen und die Waffeln werden wunderbar knusprig. Leider hält das nicht für immer. Wenn sie länger auskühlen, werden sie wieder weich. Da ist also perfektes Timing gefragt.
- Etwas Fett (Butter oder Öl) im Teig hilft, außen knusprig zu werden. Vollständig ohne Fett geht, aber die Waffeln werden meist weniger knusprig.
- Eischnee und Sprudelwasser sorgen für Lockerheit und Volumen - bei belgischen (dickeren) Waffeln merkt man den Effekt besonders.
- Bei Dinkelmehl: fein sieben, damit der Teig nicht zu griffig wird und die Waffeln feinporig bleiben.
Alternative Zubereitung im Thermomix
Für die Zubereitung im Thermomix die Eier trennen und mit der Prise Salz in den absolut fettfreien Mixtopf geben. Den Schmetterling einsetzen und das Ganze 4 Minuten Stufe 4 zu festem Eischnee verarbeiten und umfüllen. Danach wie gewohnt Eigelb-Quark-Mischung herstellen und Eischnee unterheben.
Toppings und Hinweise zu Fructose und Laktose
Der Waffelteig ist nicht sehr süß. Gesüßt wird alles mit Reissirup. Da der klassische Puderzucker oder das Apfelmus ja bei mir ausfallen, bekommen meine Waffeln oft ein Topping mit Beeren und Reissirup. Die Waffeln an sich sind so gut wie fructosefrei. Hier kommt es auf die Toppings an. Eine Handvoll Beeren vertrage ich beispielsweise sehr gut. Hört da einfach auf euren Körper.
Zur Laktose: Ich verwende laktosefreien Quark, jedoch normale Butter. Butter wird von den meisten Betroffenen auch sehr gut vertragen.
Variation: Quarkwaffeln ohne oder mit wenig Fett
Meine Quarkwaffeln ohne Butter sind super saftig und richtig schnell zubereitet. Denn du musst nur einen Teig anrühren, um sie dann Stück für Stück im Waffeleisen auszubacken. Die Quarkwaffeln ohne Butter kommen fast ohne Fett aus. Quark ist die Geheimzutat, die sie besonders saftig und lecker macht.
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Die richtige Konsistenz: Der perfekte Waffelteig ähnelt in der Konsistenz einem Rührteig. Er sollte langsam vom Löffel laufen und streichfähig sein. Dennoch nicht so flüssig wie beispielsweise ein Pfannkuchenteig.
Praktische Tipps für Familien und Kinder
Für ein gemeinsames Küchenprogramm mit den Kindern eignet sich der Teig super. Bei kleineren Kindern ist es sinnvoll, die Zutaten vorher selbst abzuwiegen. Im Grundschulalter können Kinder schon gerne selbst abwiegen. Ich empfehle dann nicht direkt in der Rührschüssel abzuwiegen, sondern vorher in einer separaten Schüssel.
Eine andere Möglichkeit ist es, den Teig zuvor selbst zu produzieren, z.B. morgens. Dieser kann dann im Kühlschrank warten, bis die Waffeln zubereitet werden sollen. Großfamilien würde ich auf jeden Fall zu einem Doppel-Waffeleisen raten. Es gibt sowohl für Herzwaffeln als auch für Belgische Waffeln Doppeleisen. Manche Geräte bieten die Möglichkeit, die Einsätze zu tauschen.
Backzeit und Ergiebigkeit
Das Waffelteig-Rezept geht wirklich schnell: In 10 Minuten ist der Teig fertig und ihr könnt die leckeren Waffeln backen. Ca. 1-2 Minuten müssen die Quarkwaffeln im Waffeleisen ausbacken. Je nach Waffeleisen und Portionengröße ergeben die angegebenen Mengen ca. 8-16 Waffeln (bei unserem belgischen Waffeleisen reichte der Teig für 16 rechteckige Waffeln).
Einfrier- und Aufbewahrungs-Tipp
Die ausgekühlten Waffeln kannst du problemlos einfrieren. Zum Servieren wieder kurz im Ofen oder Toaster aufbacken, dann werden sie außen wieder knusprig.
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Einfaches Grundrezept (schnell)
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Dinkelmehl | 250 g |
| Quark | 250 g |
| Zucker / Reissirup | 75 g bzw. nach Geschmack |
| Eier | 3 (getrennt) |
| Backpulver | 1 TL |
| Mineralwasser/Milch | 100-200 ml |
| Butter/Öl | 2 EL |
Noch ein paar persönliche Anmerkungen
Ich habe euch schon einmal in meinem Blogbeitrag über Zuckeralternativen alles rund ums Süßen festgehalten. Welche Produkte es gibt und wofür ihr sie am besten verwendet. Ich habe euch auch meine Erfahrungen mit verschiedenen Waffeleisen aufgeschrieben: Bisher habe ich immer ein Waffeleisen für belgische Waffeln verwendet. Das heißt die Waffeln waren eher dick. Ich bin auch sehr überzeugt von dieser Art Waffeleisen. Ich hatte immer das Gefühl, dass die dickeren Waffeln knuspriger als die flachen Waffeln sind.
Der Moment, wenn sich das Waffeleisen langsam nach oben hebt, das Lämpchen endlich ausgeht und die Waffel fertig ist - ein Genuss. Wenn ihr gerne noch mehr Ideen mit Dinkel hättet, schreibt mir einfach!
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