Baumkuchen ohne Glasur — Rezept und detaillierte Zubereitung

Ein köstlicher Baumkuchen darf zur Weihnachtszeit nicht fehlen. Die vielen Schichten des Baumkuchens erinnern an die Jahresringe eines Baumes, daher auch übrigens der Name „Baumkuchen“.

Geschichte und Besonderheit des Baumkuchens

Ein Kuchen mit Geschichte: Ein genauer Ursprung des Baumkuchens kann nicht festgemacht werden. Gewiss ist, dass der Kuchen zu der Familie der europäischen Spießkuchen gehört. Das älteste überlieferte, deutschsprachige Rezept für Baumkuchen stammt aus dem Jahr 1450. Über die Jahrhunderte hinweg wurde es immer weiter um moderne Zutaten, wie die Schokoladenglasur, erweitert.

Aufgrund seiner aufwendigen Herstellung wird der Baumkuchen auch als „König der Kuchen“ bezeichnet und wird heute nur noch in wenigen Konditoreien hergestellt. Bis heute gilt die Herstellung als Königsdisziplin im Konditoren-Handwerk.

Nicht nur das besondere Aussehen macht den Baumkuchen einzigartig, auch geschmacklich begeistert das leckere Gebäck. Noch heute wird der Kuchen oft über offenem Feuer, meistens aber mit elektrischer Hitze, an einem sich drehenden Spieß gebacken.

Warum ohne Glasur?

Der 4-Ringer Naturbaumkuchen bietet saftigen, luftigen Teig in seiner reinsten Form. Ohne Schokolade, ohne Glasur, nur echter Salzwedeler Geschmack. Unser Baumkuchen Natur ist die reinste Form des Genusses - perfekt für Puristen und alle, die einen Baumkuchen ohne Schokolade lieben.

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Ohne jegliche Verkleidung besticht dieser Baumkuchen durch seinen saftigen, luftigen Teig, der in seiner natürlichen Form für echtes Vergnügen sorgt. Ideal für Kreative, die ihn nach Belieben mit anderen Geschmäckern kombinieren möchten.

Zutaten für einen klassischen Baumkuchen (Springform Ø 22-26 cm)

  • 6 Eier (trennen)
  • 150-200 g Marzipan (Rohmasse)
  • 150-250 g Butter (weich)
  • 100-200 g Zucker / Puderzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 150 g Weizenmehl (Type 405)
  • 100 g Speisestärke
  • 1-2 TL Backpulver (optional)
  • 30-50 ml Amaretto oder Rum (optional)
  • 1 Prise Salz

Vorbereitung und wichtige Regeln

Alles, was du brauchst, ist der Grill deines Backofens, eine Springform und mein Rezept. Ich verrate dir alle Tricks, damit du super saftigen und unwiderstehlich leckeren Baumkuchen selber backen kannst.

Regel 1: Der Teig - Marzipan & Eischnee für Saftigkeit! Der Grund, warum mein selbst gemachter Baumkuchen so super saftig ist, ist der Teig. Marzipanrohmasse macht ihn super saftig und verleiht ein feines Mandelaroma.

Regel 2: Die Schicht-Technik - Dein persönliches Lagerfeuer im Ofen! Wir simulieren die traditionelle Methode am Spieß, indem wir den Teig Schicht für Schicht unter dem Ofengrill backen. Richte dir eine kleine „Baumkuchen-Station“ neben dem Ofen ein. Jeder Ofen ist anders, also verlass dich nicht stur auf meine Zeitangabe, sondern auf deine Augen.

Regel 3: Geduld nach dem Backen! Ein frisch gebackener Baumkuchen ist sehr zart. Lass ihn vollständig in der Form auskühlen, bevor du ihn stürzt.

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Schritt-für-Schritt Zubereitung

Teig zubereiten

Eier trennen und das Eiweiß bis zur Weiterverarbeitung beiseitestellen. Das Marzipan mit dem Likör bei geringer Hitze erwärmen und das Marzipan darin auflösen. Die Butter mit dem Zucker, Puderzucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Das restliche Eigelb dazu geben und weiter rühren bis sich die Masse gut verbunden hat. Das aufgelöste Marzipan zur Masse hinzugeben und gut verrühren.

Mehl mit Speisestärke und Backpulver vermischen, dann unter den restlichen Teig rühren. Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Schichten & Backen (Kerntechnik)

Den Backofen 220 °C (Grillfunktion) vorheizen und eine rechteckige Backform (etwa 20 bis 25 cm) bzw. eine Springform (Ø 22-26 cm) gut einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Gib nur 2-3 Esslöffel Teig in die vorbereitete Form und verstreiche sie dünn. Das geht sehr gut mit einer kleinen Winkelpalette, im Zweifel tut es aber auch ein Teigschaber oder Esslöffel.

Die Form auf die mittlere Schiene deines Ofens stellen (Abstand zwischen Grill und Teigschicht etwa 20 cm). Backe die Schicht unter dem Grill für 2-3 Minuten, bis sie goldbraun ist. Hole die Form kurz heraus, streiche die nächste Schicht darauf und wiederhole den Vorgang, bis der Teig aufgebraucht ist.

Wichtig: Die dünnen Schichten des Baumkuchens brennen schnell an. Bleibe deswegen am besten immer in der Nähe des Backofens. Jeder Ofen ist anders, experimentiere mit Einschubhöhe und Zeit. Wenn der Kuchen in der Form höher wird, kann es sein, dass du den Kuchen eine Schiene tiefer stellen musst, um den Abstand zum Grill gleich zu halten.

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Baumkuchen-Schichten-Illustration

Tipps während des Backens

  • Es wird ein paar Lagen brauchen, bis du die richtige Temperatur und die richtige Backzeit herausgefunden hast.
  • Am besten wirfst jeweils nach 2 Minuten einen Blick in den Backofen und entscheidest die weitere Backzeit anhand des Bräunungsgrades.
  • Falls eine Teigschicht zu dunkel gerät, ist das kein Problem. Mach einfach weiter mit dem Backen. Im Anschnitt sieht man das später kaum und geschmacklich fällt eine einzelne dunklere Schicht nicht ins Gewicht.

Abkühlen, Servieren und Varianten

Den fertigen Kuchen mit einem Messer vorsichtig vom Rand der Form lösen, auf einen Kuchenrost stürzen, das Backpapier abziehen und den Kuchen erkalten lassen. Ein frisch gebackener Baumkuchen ist sehr zart. Lass ihn vollständig in der Form auskühlen, bevor du ihn stürzt.

Baumkuchen vollständig abkühlen lassen. Der Baumkuchen schmeckt nach ein paar Tagen Ruhezeit noch viel besser.

Baumkuchenspitzen: Eine tolle Alternative für ein Buffet! Backe den Teig auf einem ganzen Blech und schneide ihn nach dem Abkühlen in kleine Dreiecke oder Rauten. Tauche die Spitzen dann in Schokolade. Auch als Konfekt ist der Baumkuchen ein wahrer Genuss.

Baumkuchen-Stuecke-ohne-glasur

Lagerung

Wie bewahre ich den Baumkuchen am besten auf? Unter einer Kuchenglocke bei Raumtemperatur. So hält er sich mehrere Tage saftig. Im Kühlschrank wird die Glasur oft hart und matt. Der Kuchen hält sich mindestens eine Woche bei mäßiger Raumtemperatur. Im Kühlschrank kannst du den Kuchen auf dieselbe Art 5-6 Tage lagern. Der Baumkuchen kann ebenfalls im Ganzen oder Stückweise eingefroren werden.

Rezept-Übersicht (Kurzfassung)

Zutat Menge (Beispiel)
Eier 6 (getrennt)
Butter 150-250 g
Marzipan 100-200 g
Zucker 100-250 g
Mehl 150 g
Speisestärke 100 g
Amaretto / Rum (optional) 30-50 ml

Häufige Fragen (FAQ)

Muss ich wirklich den Grill meines Ofens benutzen?

Ja, für die authentische Optik und das schichtweise Garen ist die direkte Hitze von oben entscheidend. Mit Ober-/Unterhitze würde der ganze Kuchen auf einmal durchbacken.

Kann ich den Baumkuchen einfrieren?

Ja, absolut! Sowohl im Ganzen als auch in Stücken. Er schmeckt nach dem Auftauen wie frisch gebacken.

Was tun, wenn eine Schicht zu dunkel geworden ist?

Ist der Kuchen ruiniert? Auf keinen Fall! Das ist mir auch schon passiert. Mach einfach ganz normal weiter. Im Anschnitt sieht man das später kaum und geschmacklich fällt eine einzelne dunklere Schicht nicht ins Gewicht.

Schritt-für-Schritt Baumkuchen backen (Grilltechnik)

Varianten und kreative Ideen

Der Baumkuchen ist in Japan sehr beliebt und wird dort oft ohne jegliche Glasur gegessen. Dafür gibt es dort Varianten mit Grüntee-, Bananen-, Schokoladen- oder Kirschgeschmack. Auch durch seine weiche Konsistenz passt der Baumkuchen zur japanischen Esskultur.

Der Baumkuchen mal anders: Überrasche deine Lieblingsmenschen mit einem Baumkuchen in Form eines süßen Käfers oder einer köstlichen Torte, wunderschön von Hand mit Schokolade verziert.

Baumkuchen-Varianten-Grüntee-und-Traditionell

Baumkuchen selber machen ist mit meinem Rezept ganz einfach. Die Zubereitung dauert weniger als eine Stunde pro Schichtarbeit und du brauchst nur wenige Zutaten. Die ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung macht es ganz einfach möglich, den saftigsten Baumkuchen selbst zu machen.

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