Rezept: Bananen-Mandarinen-Marmelade mit weihnachtlichen Gewürzen

So fruchtig, würzig, bitter-süß, aber nicht zu süß - ist winterliche Marmelade einfach großartig! Gerade bei Geschenken finde ich ja selbstgemachte Dinge immer schöner und individueller. Auch als kleines Geschenk finde ich selbst gemachte Weihnachtsmarmelade bestens geeignet. Deshalb verschenke ich auch seit ein paar Jahren auch immer etwas Selbstgemachtes zu Weihnachten.

Warum dieses Rezept?

Ein Ergebnis ist diese Mandarinenmarmelade mit weihnachtlichen Gewürzen. Und weil es so gut ist, muss auch in diesem Jahr eine Wiederholung her - mit anderen Zutaten… die Lieben Liebenden sind da mittlerweil nämlich ganz schön auf der Hut. In diesem Jahr war ich eigentlich mal wieder ziemlich langsam *lach* es ist eigentlich immer das Gleiche und immer nehme ich mir vor es im nächsten Jahr schneller anzugehen… Pustekuchen... Zum Glück waren wir uns ziemlich schnell einig und so dass das Ideensammeln eher schnell ging.

Gläser mit Weihnachtsmarmelade und Schleifen

Zutaten (für ca. 6 × 125 ml Gläser)

  • 750 g Mandarinen (geschält, Fruchtfleisch gewogen)
  • Reife Bananen (möglichst reif, dürfen auch überreif sein)
  • Gelierzucker 2:1 oder 1:1 je nach Rezeptvariante
  • Weihnachtliche Gewürze, z.B. Pfeffer, Anis, Sternanis, Zimt, Kardamom oder eine fertige Gewürzmischung wie „Weihnachtsbäckerei“ von Pfeffersack & Söhne
  • 50 ml Rum oder Schnaps (optional)
  • Zitronensaft (bei Bedarf für Frische und Haltbarkeit)
  • 6 Einmachgläser à 125 ml

Notizen zu Früchten

In diese Jahreszeit gehören zweifelsohne Mandarinen - oder Clementinen? Auch wenn die EU so ziemlich definiert, auch den Biegegrad von Bananen, ist man sich hier nicht ganz einig: Die EU klassifiziert einfach alles als Mandarine, auch wenn es sich eigentlich um eine Clementine oder eine Satsuma handelt. Rein biologisch gesehen gibt klare Unterschiede zwischen Mandarinen und Clementinen. Der Ursprung der Clementine ist eine Kreuzung zwischen Mandarine und Pomeranze (Bitterorange). Der Geschmack der Mandarine ist herber und viel intensiver. Clementinen sind in der Regel etwas süßer als Mandarinen. Am Auffälligsten und am besten sichtbar ist der Unterschied zwischen Mandarine und Clementine bei der Anzahl der Fruchtsegmente. Auch ist die Mandarine von ihrer Erscheinung eher rund wie die Orange und ihre Schale ist deutlich dunkler. Ganz wichtig für den Handel ist aber, das sich die Schale der Clementine zwar meist schwerer lösen lässt als die der Mandarine. Sie aber trozt ihres dünneren Erscheinens deutlich robuster ist.

Vorbereitung

Nach dem Schälen der Mandarinen hab ich das Fruchfleisch klein gewürfelt und danach noch die Hälfte püriert. Das pürierte Fruchtfleisch wieder zu den gewürfelten Stücken geben und mit Rum und einem Hauch Vanille abschmecken. Danach abtropfen lassen (Saft auffangen und anderweitig verwenden!) und das abgetropfte Fruchtfleisch wiegen. Die Gewichtsangaben der Früchte beziehen sich auf das reine Fruchtfleisch.

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Mandarinen und Orangen im Mixer oder mit dem Mixstab zerkleinern.
  2. Mit den in Scheiben geschnittenen Bananen, dem Zitronensaft und dem Gelierzucker verrühren.
  3. Die Masse unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und ca. 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  4. Die abgebildeten Weck-Gläser sehen zwar sehr schön aus, sind aber für Marmelade nicht optimal, da sie nicht so fest verschließen wie Gläser mit Schraubdeckeln. Wer die Weckgläser verwendet, sollte die Marmelade auch bald verzehren.
  5. Danach wird die Gelierprobe durchgeführt: Einfach ein paar Tropfen der Marmelade auf einen kalten Teller geben und durch Kippen des Tellers überprüfen, ob die Marmelade fest wird. Gelingt die Gelierprobe, kann die heiße Marmelade in die vorbereiteten Gläser eingefüllt werden.
Topf mit köchelnder Marmelade, Löffel und Gelierprobe

Varianten und Tipps

  • Wenn die Marmelade keine groben Stücke enthalten soll, die Masse kurz bevor der Kochvorgang beendet ist, pürieren.
  • Wer es weniger bitter mag, muss die Mandarinen dünn mit einem Sparschäler abschälen, die weiße Haut entfernen und dann das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Die weiße Haut enthält die Bitterstoffe! Unbedingt auch darauf achten, dass alle Kerne entfernt sind.
  • Vielleicht wunderst du dich, dass ich keinen Gelierzucker für diese Marmelade verwende. Die Schalen von Zitrusfrüchten sind besonders pektinreich. Pektin sorgt dafür, dass die Fruchtmasse geliert, normalerweise ist eine Zugabe von Geliermittel also nicht nötig.
  • Denk aber daran, dass die Mandarinenmarmelade nicht ganz so fest wird, wie du es vielleicht sonst gewohnt bist. Wer eine festere Marmelade möchte, fügt Apfelpektin hinzu. Dazu nehme ich gleich zu Anfang 50 Gramm Zucker von der Gesamtmenge ab. Diese mische ich mit dem Apfelpektin. Diese Mischung gebe ich ganz zum Schluss in die Marmelade. Langsam einrieseln lassen und dabei rühren, damit nichts klumpt.
  • Dieses Rezept eignet sich für Marmeladen aus allen Zitrusfrüchten!
  • Für das kommende Jahr habe ich mir außerdem vorgenommen auch Rezepte mit besonderen Gewürzen zu entwickeln und mir mehr Wissen zum Thema Gewürze, deren Wirkung und Einfluss auf Essen und Lebensmittel anzueignen.

Zubereitungs-Tipps für Bananenanteil

Bananen-Konfitüre ist perfekt, wenn du Bananen einmal anders genießen möchtest als im Smoothie oder Bananenbrot: Reife Bananen werden zerdrückt, mit Grapefruitsaft, etwas Wasser und Diamant Gelierzucker 1:1 zu einem cremigen, süß-fruchtigen Aufstrich gekocht. Bananen schälen und mit der Gabel zerdrücken. Wenn du es stückiger magst, zerdrücke die Bananen nur grob mit der Gabel. Für einen sehr streichzarten Aufstrich kannst du sie vor dem Kochen kurz pürieren.

Lesen Sie auch: Köstliches Bananen-Käsekuchen Rezept

Bananenpüree und Zitronensaft als Vorbereitung

Serviervorschläge und Verwendung

  • Serviere Bananen-Mandarinen-Marmelade auf frischem Toast, Brioche oder Hefezopf.
  • Als Topping auf Naturjoghurt oder Porridge bringt sie ein spontanes „Tropenfrühstück“-Gefühl ins Glas.
  • Bananen-Konfitüre passt nicht nur aufs Brot - sie harmoniert auch mit Joghurt, Pfannkuchen oder als schnelle Füllung für Biskuitrollen und Crêpes.

Praktische Hinweise zum Einmachen

Mit diesem Rezept für Mandarinenmarmelade kannst du das wundervolle Aroma dieser lieblichen Zitrusfrucht einfangen. Das Grundrezept für diese Marmelade kommt ganz ohne Gelierzucker aus! Ihr braucht für dieses Rezept unbedingt Bio-Früchte, denn die werden auch die Schalen verarbeitet. Das einzige, was auf keinen Fall in die Mandarinenmarmelade darf, sind die Kerne, denn die sind wirklich bitter.

Kurzanleitung: Mandarinenmarmelade kochen und Gelierprobe

Rezeptvarianten aus dem Material (Kurz)

Variante Geliermittel Besonderheit
Bananen-Mandarinen (Gelierzucker 2:1) Gelierzucker 2:1 Einfach und schnell, 3-4 Minuten sprudelnd kochen
Zitrus ohne Gelierzucker Kein zusätzlicher Zucker (Zitrusschalen liefern Pektin) Bio-Zitronen/Orangen verwenden, Marmelade wird weniger fest
Mit Apfelpektin Apfelpektin + verringerte Zuckermenge Festere Konsistenz, Pektin in Zucker mischen und am Ende einrühren

Weitere Rezeptideen und Inspiration

  • Mit Himbeeren: Mandarine + Banane + Himbeeren (Gelierzucker 2:1) ergibt eine fruchtige Variante.
  • Bananenmarmelade mit Zimt und Eierlikör als besondere Festtagsidee.
  • Pink Grapefruit-Bananen-Aperol Marmelade oder Nektarinen-Bananen-Marmelade als exotische Abwandlungen.

Wenn Du da etwas Butterbrotpapier um den Deckel mit einer schönen Schleife wickelst und dann dazu noch ein kleines Etikett z.B. „Weihnachtliche Mandarinenmarmelade“, hast du ein persönliches, liebevolles Geschenk. Es lohnt sich also vorbeizuschauen und ein Glas selbstgemachte Marmelade zu verschenken.

Lesen Sie auch: Einfaches Rezept: Schoko-Bananen-Blätterteig

Lesen Sie auch: Tropischer Marmeladen-Genuss

tags: #Rezept #Bananen #Mandarinen #Marmelade

Populäre Artikel: