Gesundheitliche Vorteile: Apfel mit Honig
Als Pausensnack, Knabberei oder Dessert ist der Apfel unschlagbar. Er liefert nicht nur Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, sondern auch leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Frucht- und Traubenzucker. Ein gebratener Apfel mit Honig ist nicht nur köstlich, sondern kann auch gegen Heiserkeit helfen.
Was steckt im Apfel - Nährstoffe und Wirkstoffe
Äpfel enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind gefüllt mit Vitaminen A, B1, B2 und C. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Pektin in der Apfelschale. Pektin ist ein löslicher Ballaststoff, der sättigt und die Verdauung unterstützt. Weiterhin sind Äpfel reich an Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Die meisten Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe sitzen direkt in oder nah unter der Schale. Deshalb sollten Sie Äpfel nicht schälen, da sonst bis zu 70 Prozent der Nährstoffe verloren gehen.
Polyphenole, Flavonoide und ihre Effekte
Äpfel enthalten zusätzlich sekundäre Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Polyphenole. Diese schützen die Pflanzen unter anderem vor Schädlingen. Auch auf die menschliche Gesundheit zeigen sie in Studien positive Wirkungen. Die Pflanzenstoffe haben eine antioxidative Wirkung. Diese macht freie Radikale unschädlich und soll so vor Krebs und Herzinfarkt schützen und die Blutgerinnung positiv beeinflussen. Sie verringert auch die Lipidoxidation, die zu Schäden der Zellmembran führt und eine Arteriosklerose verursachen kann.
Fünf gesundheitliche Gründe, täglich einen Apfel zu essen
- Unterstützung des Darms: Äpfel sind gut für den Darm. Sie sind besonders hilfreich bei Darmproblemen, da Vitamine wie Vitamin A, Vitamin C, B-Vitamine, Niacin und Folsäure gut für die Darmfunktion sind.
- Senkung des Cholesterinspiegels: Das in Äpfeln enthaltene Pektin senkt den Cholesterinspiegel, da es Schadstoffe bindet und aus dem Körper ausschwemmt.
- Verringerung des Krebsrisikos: Dank der im Fruchtfleisch enthaltenen Flavonoide und Carotinoide haben Äpfel eine antioxidative Wirkung. Dies kann dazu beitragen, das Krebsrisiko zu reduzieren.
- Vorbeugung von Atemwegs- und Lungenkrankheiten: Studien haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig Äpfel essen, seltener an Atemwegs- und Lungenkrankheiten leiden. Wer also häufig davon betroffen ist, kann durch den regelmäßigen Verzehr von Äpfeln vorbeugen.
- Gut für die Zähne: Äpfel werden oft als "natürliches Kaugummi" bezeichnet, weil ihre Fruchtsäuren und Ballaststoffe einen reinigenden Effekt auf die Zähne haben.
Gewichtsmanagement und Sättigung
Da Äpfel einen hohen Gehalt an Ballaststoffen aufweisen, können sie beim Abnehmen helfen. Eine brasilianische Studie stellte fest, dass der Verzehr von Äpfeln (und auch Birnen) zu einem Gewichtsverlust bei Übergewichtigen führt. Die beiden Obstgruppen nahmen je 1,2 Kilogramm ab, die Haferkeksgruppe nahm nichts ab. Außerdem enthalten 100 g Äpfel nur etwa 60 kcal. Der Effekt ist nicht riesig, trägt aber durchaus einen Teil zu Ihrem Abnehmerfolg bei.
Apfelsaft, naturtrüb vs. klar - Wirkung auf Gesundheit
Wer regelmäßig Äpfel isst bzw. ihren Saft trinkt, leide deutlich seltener an Asthma, so eine finnische Studie. Apfel und naturtrüber Saft sind für die Leber eine Art Schutzelixier. Andere Studien zeigten, dass die Polyphenole des Apfels vor oxidativem Stress und somit die Mitochondrien vor Schäden bewahren können. Gleichzeitig helfen die Früchte der Darmflora, ein gesundes Gleichgewicht zu bewahren, was nun wiederum die Leber entlastet.
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Wichtig ist, dass beim Entsaften viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Falls Sie sich für den Saft entscheiden, dann sollte es unbedingt der ungefilterte, also naturtrübe Saft sein. Saft aus Konzentrat kommt nicht in Frage. Noch besser wäre es natürlich, wenn Sie Säfte immer ganz frisch bei sich zu Hause herstellen würden.
Apfel und Gehirn - Alzheimer-Studien
Wer gerne naturtrüben Apfelsaft trinkt (täglich), kann damit auch sein Alzheimerrisiko reduzieren. Denn der Saft soll die Bildung der Beta-Amyloide im Gehirn hemmen. Forscher der University of Massachusetts-Lowell stellten fest, dass der Konsum von einem Viertelliter Apfelsaft pro Tag (in zwei Portionen aufgeteilt und vier Wochen lang getrunken) bei Personen mit gemäßigter bis schwerer Alzheimer Krankheit eine Verbesserung ihres Verhaltens und auch ihrer psychischen Symptome um fast 30 Prozent mit sich bringt.
Apfelallergie und Verträglichkeit
Die Apfelallergie ist die in Deutschland am weitesten verbreitete Obstallergie. 70 Prozent der Birkenpollenallergiker sind auch gegen Äpfel allergisch, so dass die Apfelallergie auch eine Kreuzallergie darstellen kann. Symptome können Schwellung der Mund- und Rachenschleimhaut, Juckreiz, Hautausschläge, Übelkeit oder Atemprobleme sein. Nicht alle Apfelsorten sind jedoch gleich allergen: Je mehr Polyphenole in einem Apfel stecken, desto verträglicher ist er. Insgesamt sind ältere Apfelsorten, wie Alkmene, Eifeler Rambur, Goldparmäne und Roter Boskoop besser verträglich, denn sie enthalten im Mittel dreimal mehr Phenole als die neuen Sorten.
Welche Apfelsorten sind gesundheitsfördernd?
Äpfel, insbesondere alte Apfelsorten wie Berlepsch, Boskoop, Cox-Orange und Idared, enthalten Nährstoffe in einer sehr günstigen Zusammensetzung. Man kann davon ausgehen, dass Äpfel mit eher herbem Geschmack, die also einen höheren Gerbstoffanteil haben, auch mehr Polyphenole enthalten. Zu den herben Sorten gehören beispielsweise der Boskoop und der Cox Orange, die Renetten, die Goldparmäne und die Gewürzluiken.
Wenn Sie einen Garten haben und einen Apfelbaum pflanzen möchten, dann wählen Sie eine alte Sorte. Bei spezialisierten Baumschulen finden Sie eine reiche Auswahl und können dort eine Sorte aussuchen, die seit Jahrhunderten besonders gut auf die Bodenverhältnisse und das Klima in Ihrer Region angepasst ist.
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Apfel als Hausmittel - praktische Anwendungen
- Bei Durchfall: Roh und mit Schale auf einer sehr feinen Glasreibe gerieben, bindet er die Flüssigkeit im Darm.
- Gegen Hals- und Rachenentzündungen: Apfelessig mit Honig in heißem Wasser eingerührt.
- Gegen Heiserkeit: Ein gebratener Apfel mit Honig.
- Gegen Schlafstörungen: Ein Apfel am Abend.
- Gegen Nervosität: Apfeltee; einen ungeschälten Apfel in Scheiben schneiden und mit kochendem Wasser übergießen.
- Gegen unreine Haut: Apfelmaske - einen geschälten Apfel mit Honig verrühren und 20 Minuten einwirken lassen.
Rezept: Gebratene Äpfel mit Honig und Mandeln (kurz)
Zutaten: 1 Apfel, Honig, evtl. Mandel(n) (Mandelblätter) bei Bedarf.
- Einen Apfel pro Person waschen. Dann vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Diese in einer beschichteten Pfanne ohne Öl ein paar Minuten braten. Nach Bedarf können einige Mandelblätter mit in der Pfanne gebräunt werden.
- Sobald sie anfangen, weich zu werden, aus der Pfanne nehmen, auf einem Teller anrichten und einen Esslöffel Honig auf den Äpfeln verteilen. Sofort servieren.
- Schmeckt prima zwischendurch! Passt sehr gut zu den Äpfeln!
Die gebratenen Äpfelstücke schmecken sehr lecker! Ich habe sie mit etwas Vanillezucker und dafür mit etwas weniger Honig, ein wenig Zimt sowie gehackten Mandeln zubereitet. Es gab sie als Beilage zu Hefe-Püfferchen. Da ich gleich die 4-fache Menge zubereitet habe, gab es den Rest zu einer Kugel Vanilleeis. Passte super dazu.
Lagerung, Anbau und Qualität - was beim Kauf zu beachten ist
Am besten sind regionale Äpfel in der Saison - also von August bis in den November. Bei kühler Lagerung sind Äpfel lange haltbar. Allerdings hängt der Vitamingehalt auch von der Sorte ab: Elstar, Topaz und Braeburn sind da ganz weit vorne. Beim Apfel ist das Vitamin C zwar vorhanden, aber es sind insbesondere seine sekundären Pflanzenstoffe, die ihn so wertvoll machen - und nicht das Vitamin C allein.
Äpfel sind häufig mit Pestizidrückständen belastet. Hier lohnt sich der Griff zur unbehandelten Bioware. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte auf Bioprodukte zurückgreifen. Die Schale ist essbar und kann nach gründlichem Abwaschen bedenkenlos verzehrt werden.
Kurzübersicht: Nährwerte eines Apfels (ca. 125 g)
| Nährstoff | Gehalt |
|---|---|
| Energie | 57 Kilokalorien |
| Kohlenhydrate | 11,4 Gramm |
| Ballaststoffe | 2,0 Gramm |
| Eiweiß | 0,3 Gramm |
| Fett | 0,6 Gramm |
| Wasser | 85 Gramm |
| Vitamin C | 12 Milligramm |
| Kalium | 120 Milligramm |
Tipps für den Alltag
- Iss den Apfel mit Schale, um möglichst viele Nährstoffe aufzunehmen.
- Wähle regional und saisonal - das ist oft ökologisch sinnvoller.
- Bevorzugen Sie naturtrüben Apfelsaft gegenüber klarem Saft; frischer, selbst hergestellter Saft ist ideal.
- Bei Allergien: probieren Sie alte Sorten oder lassen Sie sich testen; die Verträglichkeit kann stark variieren.
- Apfel mit Honig ist eine einfache Hausmittel-Variante gegen Heiserkeit und ein leckerer, bekömmlicher Snack.
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