Ist Apfel mit Honig gesund?
Vom Bratapfel bis zum frischen Apfel in Scheiben: Äpfel sind in Deutschland das beliebteste Obst und werden wegen ihres Geschmacks, ihrer Vielseitigkeit und ihrer gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe geschätzt. „Äpfel sind gesund. Sie haben wenig Kalorien und enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Antioxidantien.“
Was steckt im Apfel?
Die Nährstoffe im Apfel lesen sich wie ein reich gedeckter Tisch mit Gesundem - allem voran: die Vitamine B1, B2, B6, E und C, Kalium, Kalzium, Folsäure, Pektine und Polyphenole. Kalium ist maßgeblich für die Reizleitung im Nervensystem und für die Steuerung der Kontraktion von Muskelzellen verantwortlich. Vitamin B1 (Thiamin) ist vor allem für die Gewinnung von Energie aus Kohlenhydraten verantwortlich und damit wichtig für das Gehirn und den Herzmuskel. Vitamin B6 spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion körpereigener Botenstoffe und bei der Blutbildung. Vitamin E besitzt eine antioxidative Wirkung, da es sogenannte freie Radikale abfängt und dadurch Zellen schützt. Vitamin C stärkt das Immunsystem, hilft bei der Abwehr zellschädigender freier Radikale und ist wichtig für den Aufbau von Bindegewebe und für die Wundheilung.
Ein Apfel besteht zu 85 Prozent aus Wasser. Äpfel enthalten fast alle Vitamine, die der menschliche Stoffwechsel benötigt, zum Beispiel C, E, K, B1, B2, B6. Daneben enthalten Äpfel Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Jod und Zink, die für den gesamten Stoffwechsel, die Nerven und die Muskeln von Bedeutung sind.
Schale, Pektin und Polyphenole: Warum ungeschält essen?
Ein Großteil der Vitamine, Polyphenole und Pektine sitzt direkt unter der Schale. Deshalb sollten Äpfel am besten ungeschält essen - aber vorher gründlich waschen. Die Schale ist zudem reich an Vitamin C, Eisen, Magnesium, ungesättigten Fettsäuren und bioaktiven Substanzen. Pektine sind unverdauliche Ballaststoffe in der Apfelschale, die die Darmbakterien zur Produktion von Buttersäure anregen. Die ist gut für die Verdauung und schützt die Darmwand.
Polyphenole sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, mit denen sich Äpfel vor Insekten und Pilzbefall schützen. Besonders viele Polyphenole stecken in alten Sorten wie Boskoop, Berlepsch oder Cox Orange. Sie wirken sich positiv auf den Blutdruck aus und hemmen Entzündungsreaktionen. Polyphenole sind Antioxidantien, die unsere Zellen vor Schäden schützen. Die Polyphenole haben einen herben, beinahe bitteren Geschmack und werden braun, wenn sie mit Sauerstoff in Berührung kommen.
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Gesundheitliche Effekte: Was Studien sagen
Unterschiedliche Studien verweisen darauf, dass das regelmäßige Essen von Äpfeln bestimmte Krankheitsrisiken senken soll. In einer Studie der Universität Oxford fanden Forscher heraus, dass sich rechnerisch die Zahl der tödlichen Herzinfarkte und Schlaganfälle in Großbritannien um etwa 8.500 Fälle senken ließe, wenn jeder über 50 täglich einen Apfel essen würde. Der Grund: Äpfel haben eine ähnlich positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel wie manche Medikamente und beugen so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
Ein Versuch am Max-Rubner-Institut zeigte: Testpersonen, die ein Kilogramm Äpfel aßen, schützten damit ihre Immunzellen vor Schäden durch freie Radikale. Die Polyphenole reduzierten in der Folge den Schaden an Zellkernen.
Äpfel enthalten Quercetin und Ballaststoffe, darunter Pektin, die die Darmgesundheit fördern. Antioxidantien wie Vitamin C schützen die Zellen des Körpers und halten die Blutgefäße geschmeidig. Der hohe Kaliumgehalt kann bei Bluthochdruck helfen.
Apfel als Hausmittel und Alltagstipp
Traditionell wird der Apfel als Hausmittel gegen Durchfall eingesetzt. Roh und mit Schale auf einer sehr feinen Glasreibe gerieben, bindet er die Flüssigkeit im Darm. Weitere Anwendungsgebiete: gegen Hals- und Rachenentzündungen (Apfelessig mit Honig), gegen Heiserkeit (gebratener Apfel mit Honig), gegen Schlafstörungen (ein Apfel am Abend), gegen Morgenübelkeit in der Schwangerschaft (ein Apfel vor dem Aufstehen) und gegen Nervosität (Apfeltee).
Für einen empfindlichen Darm ist ein hoher Verzehr von löslichen Ballaststoffen wie Pektin von Vorteil: Sie fördern eine gesunde Verdauung, ohne dabei den Darm zu belasten. Bei Durchfall hilft mehrmals täglich ein fein geriebener, geschälter und entkernter Apfel (evtl. mit etwas Zwieback).
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Apfel mit Honig: Rezept und Gesundheitsaspekt
Rezeptautor:in Zutaten 1Apfel Honig evtl. Mandel(n) (Mandelblätter) bei Bedarf. Zubereitung: Einen Apfel pro Person waschen. Dann vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Diese in einer beschichteten Pfanne ohne Öl ein paar Minuten braten. Nach Bedarf können einige Mandelblätter mit in der Pfanne gebräunt werden. Sobald sie anfangen, weich zu werden, aus der Pfanne nehmen, auf einem Teller anrichten und einen Esslöffel Honig auf den Äpfeln verteilen. Sofort servieren.
Die gebratenen Äpfelstücke schmecken sehr lecker! Ich habe sie mit etwas Vanillezucker und dafür mit etwas weniger Honig, ein wenig Zimt sowie gehackten Mandeln zubereitet. Es gab sie als Beilage zu Hefe-Püfferchen. Da ich gleich die 4-fache Menge zubereitet habe, gab es den Rest zu einer Kugel Vanilleeis. Passte super dazu.
Honig ergänzt den Apfel geschmacklich und bringt Süße sowie potenziell antibakterielle Eigenschaften mit, doch für die meisten gesundheitlichen Effekte sind die Inhaltsstoffe des Apfels selbst (Ballaststoffe, Polyphenole, Vitamine) verantwortlich. In Maßen genossen passt die Kombination gut in eine ausgewogene Ernährung.
Kalorien, Gewichtsmanagement und Verzehrsempfehlungen
Äpfel enthalten wenig Kalorien und sind deshalb im Rahmen einer gesunden Ernährung als Zwischenmahlzeit geeignet. Ein mittelgroßer Apfel mit einem Gewicht von etwa 100 Gramm hat ungefähr 57 Kalorien (kcal). Ballaststoffe wie das Pektin regen die Darmtätigkeit an und machen lange satt. Besonders aromatisch wird Apfelmus, wenn die Äpfel eine leichte Säure haben.
Äpfel eignen sich auch gut als Ersatz für fetthaltige Süßigkeiten mit Industriezucker. Zwei Äpfel können schon etwa die Hälfte des täglichen Vitamin-C-Bedarfs abdecken, je nach Sorte. Beim Vitamin-C-Gehalt gibt es allerdings je nach Sorte erhebliche Unterschiede.
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Allergien und Verträglichkeit
Die Apfel-Allergie ist die am weitesten verbreitete Obst-Allergie in Deutschland. Es handelt sich in der Regel um eine Kreuzallergie: Wer auf Pollen allergisch ist, zeigt meist auch beim Verzehr von Äpfeln eine allergische Reaktion. Allergiker reagieren vor allem auf Apfelsorten wie Jonagold, Granny Smith, Braeburn, Elstar und Gala. Schwach allergen sind alte Sorten wie der Rote Wellant, der Finkenwerder Herbstprinz und der Gravensteiner sowie zum Beispiel Alkmene, Berlepsch, Boskop, Idared, Jamba oder Rubinette. Mittlerweile gibt es auch spezielle neue Apfelsorten, die für viele Allergiker verträglich sind. Das Allergen wird beim Kochen zerstört, deshalb reagieren manche Allergiker auf gekochte Äpfel besser.
Saison, Lagerung, Bio vs. Konventionell
Am besten sind regionale Äpfel in der Saison - also von August bis in den November. Äpfel halten sich generell ziemlich lange. In kühlen, dunklen Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie dem Keller bleiben die meisten Sorten bis zu mehrere Wochen knackig und frisch. Wenn keine Lagerungsmöglichkeit besteht, können Äpfel auch im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Allerdings sind Äpfel häufig mit Pestizidrückständen belastet. Hier lohnt sich der Griff zur unbehandelten Bioware. Im ökologischen Landbau ist der Einsatz etwa von Pestiziden nicht gestattet. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte auf Bioprodukte zurückgreifen. In der Regel sind die Rückstände auf konventionellen Äpfeln aber gering und lassen sich durch gründliches Waschen entfernen. Manche Sorten bilden eine natürliche Wachsschicht auf der Oberfläche; diese ist für uns unbedenklich.
Kulinarische Vielfalt: Süß und herzhaft
Vom Bratapfel bis zum Apfelkuchen gibt es unzählige leckere Rezepte mit Äpfeln. Ein paar kleine Abwandlungen machen sie zum gesunden Genuss. Auch vielen herzhaften Gerichten geben Äpfel eine interessante Note, zum Beispiel in Kombination mit Schweine- oder Lammfleisch. Apfelmus, Apple Crumble, Pfannkuchen mit frischen Apfelstücken oder ein frischer Apfelsaft sind nur einige der Möglichkeiten.
Alte Sorten, Biodiversität und Klimabilanz
Besonders viele Polyphenole stecken in alten Sorten wie Boskoop, Berlepsch oder Cox Orange. Alte Sorten sind wegen der sekundären Pflanzenstoffe sogar ein Geheimtipp für Allergiker: Die Polyphenole binden die Allergene, deshalb werden sie oft besser vertragen. Durch die Rückzüchtung und Kultivierung alter Sorten sowie die Pflege von Streuobstwiesen steigt die Biodiversität wieder.
Dank geeigneter Lagerung sind Äpfel aus Deutschland das ganze Jahr über verfügbar. Allerdings beeinflussen Lagerdauer und Transport die Klimabilanz: Je länger ein Apfel im Kühlhaus gelagert wurde, desto schlechter wird seine Klimabilanz. Eine Faustregel beim Apfelkauf: saisonal und regional ist noch immer die beste Wahl.
Praktische Hinweise und Tipps
- Äpfel vor dem Verzehr gründlich waschen, ungeschält essen, um Vitamine nicht zu verlieren.
- Für Apfelmus geeignete Sorten sind Elstar, Jonagold, Braeburn, Boskoop oder Cox Orange.
- Gegen das Braunwerden geschnittener Äpfel mit Zitronensaft beträufeln.
- Wer auf Pestizide verzichten will, wählt Bio-Äpfel; ansonsten genügt gründliches Waschen.
- Äpfel lagernd kühl, dunkel und mit hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahren; nicht stapeln.
| Inhaltstoff | Wirkung |
|---|---|
| Pektin | Ballaststoff, unterstützt Verdauung, bindet Cholesterin |
| Polyphenole/Flavonoide | Antioxidativ, entzündungshemmend, blutdrucksenkend |
| Vitamin C | Immunsystem, antioxidativ, Wundheilung |
| Kalium | Reguliert Nerven- und Muskelstoffwechsel, Blutdruck |
| Wasser | Hydration, niedrige Kaloriendichte |
„An apple a day keeps the doctor away“ - ein Apfel am Tag hält den Doktor fern - diese Weisheit ist zwar leicht übertrieben, enthält aber einen wahren Kern: Wer regelmäßig Äpfel isst, profitiert von zahlreichen Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Wichtig ist jedoch: Wer ungesund lebt, dem ist allein mit häufigem Apfelverzehr nicht geholfen. Prinzipiell gilt: abwechslungsreich essen - mit viel Obst und Gemüse.
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