Rezepte für amerikanische Torten backen
An welche Kuchen denkt ihr, wenn ihr an die USA denkt? In diesem Artikel findet ihr meine subjektive Auswahl, die von New York bis zu den Südstaaten und nach Kalifornien reicht. Die Kuchen-Rezepte dazu gibt es natürlich auch!
Welche amerikanischen Kuchen sind besonders berühmt?
Wist ihr eigentlich, was die berühmtesten Kuchen der USA sind? Hier habe ich die TOP 10-Liste für euch zusammen gestellt. Die berühmtesten und bekanntesten USA Kuchen: Die Liste, die ihr unten findet, ist meine ganz subjektive Auswahl. Das sind Teilchen und Stücke, die mir im Gedächtnis haften geblieben sind, die ich mit einer ganz bestimmten Location verbinde, in einem Restaurant gegessen habe oder sehnsüchtig in einer Bäckereivitrine angestarrt habe. Oder die mich aus jedem meiner US-Koch- und Backbücher anlachen.
Cheesecake (New York Cheesecake)
Der "American Cheesecake" begeistert Käsekuchen-Fans in aller Welt. Sein Geheimnis: Er wird mit Doppelrahm-Frischkäse statt mit Quark zubereitet, die cremige Masse kommt direkt auf einen Boden aus leckeren Keksbröseln. Fein geriebene Zitronenschale oder Vanille verleihen dem Kuchen das richtige Aroma. Wer es gerne fruchtiger mag, gibt kleine Apfelstücke in die Masse, wie bei unserem "Apfel-Cheesecake", oder ein Topping aus frischen Beeren und etwas Sirup obendrauf.
Brownies
Brownies sind sehr feuchte, üppige Schokoladenkuchen. Die heißeste Ware unter Schoko-Fans: Brownies. Schön saftig müssen sie sein, gehackte Nüsse verleihen dem amerikanischen Klassiker den richtigen Biss. Kombiniert mit Käsekuchenmasse entsteht eine raffinierte Marmor-Variante. Aber auch Liebhaber von weißer Schokolade kommen nicht zu kurz: Sie können die helle Brownie-Variante, sogenannte "Blondies" backen.
Pies (Apple Pie, Pumpkin Pie, Blueberry Pie)
… oder nehm ich doch den Blueberry Pie? Oder Buttermilk Pie? Hier kann ich mich wirklich nicht entscheiden, denn alle Pies sind für mich Berühmtheiten der US-Küche: Süße, üppige Frucht- oder Cremefüllung in einer knusprigen Teigkruste. Pies gehören allerdings nicht zu den einfachsten Backwerken: Der Teig ist zickig, muss in eine Form gefriemelt und manchmal sogar vorgebacken werden. Cremig-süße Fülle in knusprigem Teig: Pumpkin Pie ist der klassische Nachtisch für das amerikanische Thanksgiving-Dinner. Wer ihn nicht kennt: Er schmeckt würzig-zimtig-soft, einfach unvergleichlich… jedenfalls nicht nach Kürbis, wobei Kürbis ja eigentlich eh nach kaum etwas schmeckt. Weil die Füllung traditionell mit Zimt, Ingwer, Piment und Muskat gewürzt wird, heisst dieses Quartett inzwischen Pumpkin Pie Spice.
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Carrot Cake
… schmeckt gar nicht nach Möhren, sondern nach Zimt! Er ist schnell gebacken, kompakt und bleibt lange frisch - erst recht, wenn ihr das cremige Frischkäse-Frosting obenauf streicht. Typisch amerikanisch verzieren wir den Carrot Cake mit einem Frosting.
German's Chocolate Cake (amerikanischer Klassiker)
Lasst euch vom Namen nicht täuschen: German Chocolate Cake hat nichts mit Deutschland zu tun. Vielmehr ist er nach den gesüßten dunklen Schokoladenriegeln benannt, die ein Samuel German 1852 für die Baker-Süßwarenfabrik erfand. In den 50er Jahren kreierte die texanische Hausfrau Mrs. George Clay mit eben diesen Riegeln einen Schokoladenkuchen mit Kokosnuss-Pecan-Frosting: “German’s Chocolate Cake”.
Hummingbird Cake
Hummingbird Cake mit Ananas, Bananen und Nüssen ist quasi die Exotik-Version des beliebten USA-Möhrenkuchens. In meinem Rezept wird er in einer Eisenpfanne gebacken - das klappt sogar auf dem Kugelgrill!
Red Velvet Cake
Der rote Samt, „Red Velvet“, war ursprünglich mal ein rötlicher Farbschimmer im Schokokuchen, entstanden durch die Kombination aus säurehaltigen Zutaten, Kakaopulver und braunem Zucker. Inzwischen sind es beherzte Mengen roter Speisefarbe, damit es auch so richtig knallig wird. Geschätzt wird der klassische Red-Velvet-Rührkuchen vor allem in den Südstaaten und er schmeckt wie ein Hauch Schokolade mit Vanille und leichter Säure.
Amerikanische Tortenformen und Frostings
Cake - also Kuchen - wird in den USA meist in einer eckigen Backform gebacken und mit einem Überzug versehen. Das kann eine dünne Schicht Puderzucker sein oder aber eine dicke “Wolke” Frosting. Kleine Warnung: Das typische US-Frosting, bestehend wirklich nur aus Butter und Puderzucker, ist eine Kalorienbombe sondergleichen, sehr mächtig und zuckersüß. Genauso gut eignet sich Frischkäse-Frosting oder eine Buttercreme auf Custard (Pudding)-Basis.
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Auch zusammen gesetzte Torten (layer cakes, gerne benutzt als birthday cake) sind in den USA bekannt. Meist sind diese runden Cakes schmal und sehr hoch - eher als breit und flach. Und anders als in Deutschland werden die Böden üblicherweise separat gebacken und nicht als dicke Schicht, die dann durchgeschnitten wird. Dafür benötigt man also mehrere Backformen, wenn man nicht zig mal nacheinander backen möchte.
Cupcakes und Funfetti
Auf der anderen Ende der Größenskala stehen Cupcakes, die in der Muffinform gebacken werden. Von Muffins (die es in den USA üblicherweise zum Frühstück gibt) unterscheidet sie, dass der Teig nach der Rührteigmethode gebacken wird (also gut geschlagen werden muss). Außerdem haben sie üblicherweise eine üppige Cremehaube. Sehr großzügige Mengen Frosting umhüllen die einzelnen Layer und vor Speisefarben machen sich die US-Amerikaner eh nicht bang: Vor allem Cupcakes, Geburtstags- und Motivtorten werden knallbunt eingefärbt und verziert. Highlight in Sachen Farbenfreude: Der Rainbow-Cake! Oder probiert man den Layer Cake mit Funfetti Sprinkles, außen schlicht und innen dezent bunt.
Praktische Rezepte und Techniken
Die Zubereitung von Banana Bread ist denkbar einfach, ihr müsst trockene und feuchte Zutaten nur mit einem Löffel vermengen. Brot würde sowas in Europa niemand nennen, Rührkuchen schon eher. Und zwar ein besonders aromatischer, in dem man wunderbar die überreifen Bananen aus dem Obstkorb resteverwerten kann.
Der Brownie ist eine amerikanische Erfindung mit wenig Mehl, dafür viel Schokolade (bei uns Zartbitter), Zucker und Butter. Brownies sind sehr feuchte, üppige Schokoladenkuchen. Schön saftig müssen sie sein, gehackte Nüsse verleihen dem amerikanischen Klassiker den richtigen Biss.
White Cake (weißes Blech- oder Springform-Rezept)
Heute machen wir einen leckeren White Cake. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um einen sehr weißen bzw. ... Für den Teig: 300 ml Buttermilch Raumtemperatur, 3 Eiweiß Raumtemperatur, 2 ganze Eier Raumtemperatur, 1 Päckchen Vanillin- oder Vanillezucker, 1 Prise Salz, 250 g Mehl, 70 g Speisestärke, 1 Fläschchen Bittermandel-Aroma, 170 g Zucker, 4 gestrichene TL Backpulver, 70 g Butter Raumtemperatur, 130 g weiches Pflanzenfett. Für das Frosting: 40 g Speisestärke, 500 ml kalte Milch, 160 g gesiebter Puderzucker, 180 g Butter, 2 Päckchen Vanillin- oder Vanillezucker, 1 Prise Salz.
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Zubereitung: Eischnee herstellen: Als erstes schlagt Ihr die "drei Eiweiß" mit dem Salz auf. Sobald es schaumig wird, gebt Ihr die Hälfte des Zuckers (85g) dazu. Der Eischnee ist perfekt, wenn eine geschmeidige Masse entstanden ist, die die Form hält. Kuchenteig: Dazu werden die 70g Butter mit den 130g Pflanzenfett, den restlichen (85g) Zucker, dem Aroma und einem Päckchen Vanillinzucker schaumig aufgeschlagen. Wenn das passiert ist und die Masse deutlich heller ist als am Anfang, gebt Ihr die 2 ganzen Eier dazu. Danach werden die vermischten, trocken Zutaten, im Wechsel mit den 300ml Buttermilch zu der Butter-Eimasse gegeben und ebenfalls untergerührt. Anschließend hebt Ihr noch den Eischnee unter.
Den Kuchenteig verteilt ihr dann in 2 Springformen mit ca. 24cm Durchmesser. Das Ganze muss dann für eine gute halbe Stunde bei 175°C (Umluft) in den Ofen. Wenn anschließend bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Stäbchen hängen bleibt ist der Kuchen fertig. Während der Kuchen backt, kann schon mal das Vanille-Frosting vorbereitet werden.
Amerika-Torte (mit Baiser und Zitronencreme) - Kompaktrezept
Für die Springform (Ø 26 cm) werden u. a. Zitronencreme, Baiser und Rührteig benötigt. Zitronencreme: 100 ml frisch gepresster Zitronensaft, 100 ml Wasser, 25 g Gustin Feine Speisestärke, 75 g Zucker, 50 g Butter, 400 g kalte Schlagsahne, 2 Pck. Sahnesteif. Baiser: 3 Eiweiß (Größe M), 100 g Zucker, 25 g Gustin, 50 g gehobelte Mandeln. Rührteig: 125 g weiche Butter oder Margarine, 75 g Zucker, 1 Pck. Vanillin-Zucker, 1 Prise Salz, 3 Eigelb, 1 Ei, 175 g Weizenmehl, 1 gestr. TL Backin, Milch.
Wie backe ich eine Amerika Torte? 1) Pudding für Zitronencreme kochen: Zitronensaft und Wasser mischen. Gustin anrühren. Übrige Flüssigkeit mit Zucker in einem Topf zum Kochen bringen, dann vom Herd nehmen. Angerührtes Gustin hinzufügen und unter Rühren etwa 1 Min. kochen. Sofort die Butter hinzufügen und verrühren. Den Zitronen-Pudding in eine Rührschüssel geben, die heiße Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie abdecken und erkalten lassen. 2) Backpapier in der Springform einspannen. Backofen vorheizen (Ober-/Unterhitze: etwa 170 °C, Heißluft: etwa 150 °C). 3) Baiser schlagen: Eiweiß sehr steif schlagen, Zucker nach und nach unterschlagen, Gustin vorsichtig unterrühren. 4) Rührteig zubereiten: Butter geschmeidig rühren, Zucker, Vanillin und Salz zufügen, Eigelb einzeln unterrühren, Mehl mit Backin mischen und abwechselnd mit Milch unterrühren. 5) Hälfte des Rührteigs in die Form, Hälfte der Eiweißmasse darauf und mit Mandeln bestreuen, backen. 6) Boden nach dem Backen lösen und erkalten lassen, zweiten Boden ebenso backen. 7) Sahne mit Sahnesteif steif schlagen, Zitronen-Pudding glatt rühren und die Sahne unterheben. Einen Boden auf eine Tortenplatte legen und die Zitronencreme darauf glatt streichen. Den zweiten Baiser-Boden auflegen.
Kleine Hinweise zu Konsistenz, Frosting und Varianten
Eine kleine Warnung: Das typische US-Frosting, bestehend wirklich nur aus Butter und Puderzucker, ist eine Kalorienbombe sondergleichen, sehr mächtig und zuckersüß. Genauso gut eignet sich Frischkäse-Frosting oder eine Buttercreme auf Custard (Pudding)-Basis. Tipp: Wenn Euch das Frosting zu mächtig ist könnt Ihr auch einfach geschlagene Sahne mit Vanillezucker nehmen.
Die Frage, ob man einen White Cake-Teig für einen Fondantüberzug nutzen kann, kommt oft: wäre der White Cake Teig auch für einen Fondantüberzug geeignet? ich möchte den White Cake als Basis für Frozen- Die Eiskönigin -Cupcakes nutzen. Ich denke bei der Kuchenmasse sollte es keine Probleme geben. Das Frosting eignet sich unter Fondant leider nicht gut, weil durch die Milch zu viel Feuchtigkeit in der Creme enthalten ist und sich der Fondant dann evtl. nicht hält.
Wenn die Creme zu weich bleibt: Ich glaube, der Pudding war noch einen Tick zu warm, als ich ihn in das Butter-Zucker-Gemisch gegeben hab, sodass die Butter erstmal geschmolzen ist. Zum Abkühlen gebt ihr die Masse in eine Schüssel und legt etwas Frischhaltefolie direkt drauf, damit keine Haut entstehen kann. Falls die Creme nach dem Kühlen noch zu weich ist, kann man noch etwas Butter zufügen oder die Creme länger kühlen.
Rezepte und Inspirationen: kurze Übersicht
| Kuchen | Charakter | Besonderheit |
|---|---|---|
| New York Cheesecake | Cremig, kompakt | Boden aus Keksbröseln, Doppelrahm-Frischkäse |
| Brownies / Blondies | Feucht, schokoladig | Wenig Mehl, viel Schokolade |
| Pies (Apple, Pumpkin, Blueberry) | Fruchtig oder würzig | Mürbeteigkruste, oft vorgebacken |
| Carrot Cake | Saftig, würzig | Frischkäse-Frosting |
| Red Velvet | Schokoladig mit roter Farbe | Leichte Säure, Vanille-Note |
| Hummingbird Cake | Exotisch, saftig | Ananas, Banane, Nüsse |
Tipps für das Backen amerikanischer Torten
- Backformen: Für Layer Cakes mehrere gleich große Springformen verwenden, damit Böden gleichmäßig werden.
- Frosting: Frischkäse-Frosting oder Buttercreme auf Puddingbasis eignet sich besser unter Fondant als rein butter- und pudriger Überzug.
- Baiser-Schichten: Eiweiß sehr steif schlagen und Gustin vorsichtig unterheben, damit die Struktur stabil bleibt.
- Temperatur und Backzeit: Bei größeren Formen längere Backzeit einplanen, Rand kann sonst trocken werden.
- Vanille- oder Zitronenaromen: Fein geriebene Zitronenschale oder Vanille geben oft den entscheidenden Geschmackskick.
- Varianten: Viele Rezepte lassen sich durch Nüsse, Fruchtfüllungen oder Topping-Soßen individuell abwandeln.
Was ihr noch wissen solltet
US-Amerikaner haben ein ganz anderes Verständnis von Nachtisch als wir in Deutschland. Eigentlich alles Süße gilt als Dessert und so findet ihr auf den Speisekarten von Restaurants im Abschnitt “Desserts” auch Chocolate Chip Cookies mit einer Kugel Eis, Peach Cobbler, Peanut Butter Cheesecake, French Silk Pie oder Malted Vanilla Milkshake. Wobei: Im Zeitalter zunehmenden Ernährungsbewusstseins und veränderten Essverhaltens schwindet der Stellenwert von Desserts in den USA. Kuchen, Cupcakes, Kekse dienen daher inzwischen öfter als Snack denn als zweiter oder gar dritter Gang.
Was ich in meiner subjektiven Rezeptsammlung berühmter / bekannter US-Kuchen an dieser Stelle jetzt heraus gelassen habe: Frittierte Donuts, Muffins, Cinnamon Rolls und andere süße Hefebrote - all das gilt in den USA nicht wirklich als Kuchen (ergo Dessert), sondern wird zum Frühstück gegessen. Nicht in der Auflistung inbegriffen, aber absolutes Must Have (auch um Trifles und Strawberry Shortcake zu machen): Ein klassischer vanilliger Pound Cake, soft und saftig!
Cheesecake, Brownies und Apple Pie - sie zählen zu den besonders beliebten Kuchen, die den Weg aus den USA zu uns gefunden haben. Kommt, wir vernaschen den Sommer: Mit diesen Mini-Cheesecakes mit Brombeeren wird das ein richtiger Gaumenschmaus. Holt euch ein Stück Amerika nach Hause: Das aromatische Banana-Bread mit Kokos schmeckt morgens zum Frühstück, nachmittags zum Kaffee... Lecker und hübsch anzusehen - so sollte eine Kürbistorte sein.
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