Ab Wann Dürfen Babys Kekse Essen? Ein umfassender Leitfaden
Viele Eltern fragen sich, ab wann sie ihren Babys bedenkenlos Kekse anbieten können. Die Meinungen und Empfehlungen hierzu sind vielfältig, und es ist wichtig, die verschiedenen Aspekte zu berücksichtigen, um eine informierte Entscheidung zu treffen. Dieser Artikel beleuchtet, ab welchem Alter Babys Kekse essen dürfen, welche Arten von Keksen geeignet sind und worauf Eltern achten sollten, um die Gesundheit ihrer Kleinen nicht zu gefährden.
Einführung
Die Frage, wann Babys Kekse essen dürfen, ist ein häufig diskutiertes Thema unter Eltern. Während einige Mütter bereits frühzeitig mit dem Anbieten von Keksen beginnen, sind andere eher zurückhaltend. Es gibt keine pauschale Antwort, da die Entwicklung jedes Kindes individuell verläuft. Generell wird jedoch empfohlen, Babys nicht vor einem bestimmten Alter Kekse zu geben, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden.
Ab welchem Alter sind Kekse geeignet?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Babys in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen oder mit Milchnahrung zu füttern. Diese Empfehlung wird auch vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geteilt. Nach dem sechsten Monat können Eltern langsam mit der Einführung von Beikost beginnen. Ob dies in Form von Brei oder Fingerfood geschieht, bleibt den Eltern überlassen.
Viele Experten raten dazu, mit dem Anbieten von Keksen bis zum achten Lebensmonat zu warten. Einige Eltern, die bereits auf Baby Led Weaning (BLW) setzen, beginnen möglicherweise schon früher, etwa mit sechs oder sieben Monaten, selbstgebackene Babykekse anzubieten. Andere wiederum bevorzugen es, bis zum ersten Geburtstag ihres Kindes zu warten. Ausschlaggebend ist, dass das Baby Beikostreifezeichen zeigt.
Welche Kekse sind für Babys geeignet?
Wenn Eltern sich dazu entscheiden, ihrem Baby Kekse anzubieten, sollten sie auf bestimmte Kriterien achten. Handelsübliche Kekse enthalten oft viel Zucker, Salz und andere Zusatzstoffe, die für Babys schädlich sein können. Daher ist es ratsam, entweder spezielle Babykekse zu kaufen oder die Kekse selbst zu backen.
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Selbstgebackene Babykekse
Selbstgebackene Babykekse haben den Vorteil, dass Eltern die Kontrolle über die Inhaltsstoffe haben. Es gibt zahlreiche Rezepte für Babykekse ohne Zuckerzusatz, die stattdessen natürliche Süßungsmittel wie reife Bananen verwenden. Diese Kekse sind nicht nur gesünder, sondern auch weicher und leichter zu kauen, was das Risiko des Verschluckens reduziert.
Ein einfaches Rezept für Babykekse ohne Zucker enthält folgende Zutaten:
- Dinkelmehl
- Reife Bananen
- Butter
- Rapsöl
Die Zubereitung ist unkompliziert: Bananen zu Mus zerdrücken, mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten, Kekse ausstechen und im Ofen backen.
Gekaufte Babykekse
Wer keine Zeit oder Möglichkeit hat, selbst zu backen, kann auf spezielle Babykekse im Handel zurückgreifen. Beim Kauf sollten Eltern jedoch genau auf die Inhaltsstoffe achten. Viele Babykekse enthalten unnötig viel Zucker, Palmöl oder andere schädliche Zusätze. Es ist ratsam, Produkte zu wählen, die als "ohne Zuckerzusatz" gekennzeichnet sind und möglichst wenige Zutaten enthalten.
Ein Test von ÖKO-TEST aus dem Jahr 2019 hat gezeigt, dass viele Babykekse mit Mineralöl und Fettschadstoffen belastet sind und einen hohen Zuckergehalt aufweisen. Daher sollten Eltern die Inhaltsstoffliste sorgfältig prüfen und gegebenenfalls auf andere Knabbereien wie Reiswaffeln oder Dinkelstangen ausweichen.
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Worauf sollten Eltern achten?
Unabhängig davon, ob Eltern selbstgebackene oder gekaufte Babykekse anbieten, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
- Zucker und Salz vermeiden: Babys sollten keine Kekse mit hohem Zucker- oder Salzgehalt essen, da ihr Körper diese Stoffe noch nicht gut verarbeiten kann. Zucker kann zudem Karies verursachen und die Vorliebe für Süßes fördern.
- Die richtige Konsistenz: Die Kekse sollten weich genug sein, damit das Baby sie leicht mit dem Zahnfleisch zerkleinern kann. Harte oder bröselige Kekse können ein Verschluckrisiko darstellen.
- Kleine Mengen: Kekse sollten nur eine Ergänzung zu den Hauptmahlzeiten sein und nicht als Mahlzeitersatz dienen. Babys benötigen vor allem nährstoffreiche Kost wie Gemüse, Obst und Getreide.
- Aufsicht: Babys sollten niemals unbeaufsichtigt einen Keks essen, um sicherzustellen, dass sie sich nicht verschlucken.
- Allergien: Eltern sollten darauf achten, ob ihr Baby allergisch auf bestimmte Inhaltsstoffe reagiert, insbesondere auf Gluten oder Nüsse.
Alternativen zu Babykeksen
Es gibt auch gesunde Alternativen zu Babykeksen, die Eltern ihren Kleinen anbieten können:
- Reiswaffeln: Reiswaffeln sind leicht verdaulich und enthalten keinen Zucker oder Salz.
- Dinkelstangen: Selbstgebackene Dinkelstangen ohne Zucker sind eine gute Alternative zu Keksen.
- Obst und Gemüse: Kleine Stücke von weichem Obst (z.B. Banane, Birne) oder gekochtem Gemüse (z.B. Karotte, Süßkartoffel) sind gesunde und nährstoffreiche Snacks.
- Maiswaffeln: Maiswaffeln sind ebenfalls eine gute Option, da sie in der Regel keinen Zucker oder Salz enthalten.
Babykekse als Zahnungshilfe
Einige Eltern verwenden Babykekse als Zahnungshilfe. Die Kekse können den Gaumen massieren und so den Zahnungsprozess erleichtern. Allerdings sollten Eltern darauf achten, dass die Kekse nicht zu hart sind und keine schädlichen Inhaltsstoffe enthalten. Alternativ können auch spezielle Beißringe oder gekühlte Gemüse- oder Obststücke verwendet werden.
Aufbewahrung von Babykeksen
Selbstgebackene Babykekse sind nicht so lange haltbar wie gekaufte Kekse, da sie keine Konservierungsstoffe enthalten. Es wird empfohlen, sie in einer luftdichten Dose im Kühlschrank aufzubewahren, um Schimmelbildung zu vermeiden. So bleiben sie etwa drei bis vier Tage haltbar. Alternativ können die Kekse auch eingefroren werden und sind dann bis zu zwei Monate haltbar. Wichtig ist, dass die Kekse vor dem Verpacken vollständig abgekühlt sind.
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