Zwetschgenstrudel mit Marzipan: Ein herbstlicher Genuss
Mit dem Einzug des Herbstes sehnen wir uns nach Wärme, Gemütlichkeit und köstlichen Rezepten. Was gibt es da Besseres als einen Zwetschgenstrudel mit Marzipan? Dieser Strudel vereint den fruchtigen Geschmack von Zwetschgen mit der feinen Süße des Marzipans und der knusprigen Textur des Strudelteigs zu einem unwiderstehlichen Genuss.
Die Zwetschge: Eine Frucht mit Tradition
Die Zwetschge, eine Unterart der Pflaume, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im Altertum war sie bekannt und geschätzt. Ihre Reifezeit in Deutschland erstreckt sich von Juli bis Oktober, während sie in Südeuropa schon im Mai geerntet werden kann. Charakteristisch für die Zwetschge ist ihre eiförmige Form, die bläulich-schwarze Farbe und das saftig-süße Fruchtfleisch, das sich leicht vom Stein löst. Ob pur, als Mus, Kompott oder Kuchen - die Zwetschge ist vielseitig einsetzbar.
Warum Zwetschgenstrudel mit Marzipan?
Der Zwetschgenstrudel ist ein Klassiker der herbstlichen Küche. In Kombination mit Marzipan wird er zu etwas Besonderem. Das Marzipan verleiht dem Strudel eine zusätzliche Süße und ein feines Mandelaroma, das hervorragend mit den Zwetschgen harmoniert. Die gerösteten Mandeln sorgen für einen angenehmen Crunch.
Rezept für Zwetschgenstrudel mit Marzipan
Dieses Rezept ist für 6 bis 8 Personen ausgelegt.
Zutaten:
- 600 g Zwetschgen
- 450 g TK-Blätterteig (6 Platten) oder Strudelteig
- 50 g Marzipan-Rohmasse
- 50 g Semmelbrösel
- 30 g Butter
- 30 g Mandelblätter (gehackt oder gehobelt)
- 2 EL Zucker
- 1 Stück frischer Ingwer (ca. 1 bis 2 cm) oder Zimt
- 1 Eigelb
- 3 EL Sahne
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
- Vorbereitung der Füllung: Die Zwetschgen waschen, abtropfen lassen, entsteinen und das Fruchtfleisch würfeln. Den Ingwer schälen und fein hacken (oder Zimt bereitstellen). Die Marzipan-Rohmasse fein würfeln oder in kleine Stücke zupfen. Die Zwetschgenwürfel, den Ingwer (oder Zimt), die Marzipan-Rohmasse, die Mandelblätter und den Zucker in einer Schüssel vermengen.
- Semmelbrösel rösten: Die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Semmelbrösel darin leicht rösten, bis sie goldbraun sind. Anschließend abkühlen lassen.
- Blätterteig vorbereiten: Die Blätterteigplatten auftauen lassen. Das Eigelb mit der Sahne verrühren.
- Strudel formen: Jeweils drei Blätterteigplatten nebeneinander legen. Die Ränder der Längsseiten mit Eigelb bestreichen, ca. 0,5 cm übereinander legen, andrücken und mit der Küchenrolle leicht ausrollen. Den Teig in der oberen Hälfte leicht einritzen (dies verhindert, dass der Strudel beim Backen platzt).
- Füllen: Zuerst die Butter-Semmelbrösel-Mischung auf der unteren Hälfte der Blätterteigscheiben verteilen, dann die Zwetschgenmasse darauf geben. Die obere Hälfte der Blätterteigscheiben darüber klappen. An den Rändern festdrücken.
- Backen: Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Strudel darauf legen und mit dem Eigelb-Sahne-Mix bestreichen.
- Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Umluft ca. 35 Minuten backen, bis der Strudel goldbraun ist.
- Servieren: Den Zwetschgenstrudel mit Marzipan warm servieren. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben und mit Schlagsahne, Vanillesauce oder Vanilleeis genießen.
Tipps und Variationen
- Ingwer oder Zimt: Wer den Geschmack von Ingwer nicht mag, kann ihn durch Zimt ersetzen.
- Nussallergie: Für Personen mit Nussallergie können die Mandelblätter weggelassen oder durch andere Toppings wie Sonnenblumenkerne ersetzt werden.
- Marzipan: Wer kein Marzipan mag, lässt ihn einfach weg oder ersetzt ihn durch eine andere Zutat wie geriebene Mandeln oder Haselnüsse.
- Strudelteig: Alternativ zu Blätterteig kann auch Strudelteig verwendet werden. Dieser ist etwas aufwendiger in der Herstellung, ergibt aber einen besonders knusprigen Strudel.
- Fertiger Teig: Für eine schnelle Zubereitung kann auch fertiger Blätterteig oder Strudelteig aus dem Kühlregal verwendet werden.
- Semmelbrösel: Anstelle von Semmelbrösel können auch Biskuitbrösel verwendet werden.
- Zusätzliche Aromen: Für eine noch intensivere Geschmacksnote können dem Zwetschgen-Marzipan-Gemisch noch weitere Zutaten wie geriebene Zitronenschale, ein Schuss Rum oder Amaretto hinzugefügt werden.
- Vegane Variante: Für eine vegane Variante kann Blätterteig ohne Butter verwendet werden. Anstelle von Butter zum Rösten der Semmelbrösel kann Margarine oder Pflanzenöl verwendet werden. Das Eigelb-Sahne-Gemisch zum Bestreichen kann durch Pflanzenmilch ersetzt werden.
Weitere Zwetschgenrezepte
Neben dem Zwetschgenstrudel mit Marzipan gibt es noch viele weitere köstliche Rezepte mit Zwetschgen. Hier sind einige Beispiele:
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- Zwetschgenkuchen mit Streuseln: Ein Klassiker, der auf keiner Kaffeetafel fehlen darf.
- Zwetschgenknödel: Eine traditionelle Süßspeise, die besonders in Süddeutschland und Österreich beliebt ist.
- Zwetschgenmus: Ein fruchtiger Brotaufstrich, der sich auch hervorragend zum Füllen von Kuchen und Gebäck eignet.
- Zwetschgenkompott: Eine leckere Beilage zu Desserts oder Fleischgerichten.
- Zwetschgenröster: Karamellisierte Zwetschgen, die warm oder kalt serviert werden können.
- Zwetschgen-Chutney: Eine würzige Sauce, die gut zu Käse oder Gegrilltem passt.
- Bühler Zwetschgenknöpfle: Eine Spezialität aus Baden mit einem Artikel über den Unterschied zwischen Spätzle und Knöpfle.
- Zwetschgen Badische Art: Mit einer knusprigen Mandelmasse gefüllte und im Ofen gebackene Zwetschgen, serviert mit Vanilleeis.
- Kleine Zwetschgenkuchen: Mit einem 5-Minuten-Streuselkuchen-Rezept als Basis.
- Mini-Gugelhupfe mit Pflaumenlikör: Kleine Savarins mit lauwarmen Zwetschgen, die im Ofen mit Zucker und Pflaumenlikör gegart wurden.
Zwetschgenzeit ist Genusszeit
Die Zwetschgenzeit ist eine wunderbare Zeit, um die Vielfalt dieser köstlichen Frucht zu genießen. Ob im Zwetschgenstrudel mit Marzipan, im Kuchen oder pur - die Zwetschge ist immer ein Genuss. Lassen Sie sich von den zahlreichen Rezepten inspirieren und kreieren Sie Ihre eigenen herbstlichen Köstlichkeiten.
Zwetschgen Ravioli mit karamellisiertem Zwetschgenkompott
Ein etwas aufwendigeres Rezept, das jedoch mit einem unglaublichen Geschmackserlebnis belohnt.
Zutaten:
- Mehl
- Eier
- Olivenöl
- 4 Zwetschgen
- Zucker
- Zimt
- Basilikumblätter
Zubereitung:
- Aus Mehl, Eiern und Olivenöl einen glatten Teig kneten und ca. 30 Minuten ruhen lassen.
- Die Zwetschgen waschen, entsteinen und in sehr kleine Würfel schneiden.
- Den Teig dünn ausrollen und Ravioli formen, mit den Zwetschgenwürfeln füllen.
- Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Ravioli darin ca. 5 Minuten garen.
- In einer Pfanne Zucker karamellisieren, mit etwas Wasser ablöschen und Zimt hinzufügen. Die Zwetschgenspalten dazugeben und kurz köcheln lassen.
- Die Basilikumblätter in heißem Öl kurz frittieren.
- Die Ravioli auf einem Teller anrichten und mit dem karamellisierten Zwetschgenkompott und den frittierten Basilikumblättern garnieren.
Käsewähe mit Zwetschgen und Walnüssen
Eine herzhafte Variante mit Zwetschgen.
Zutaten:
- Hefeteig
- Käse (z.B. Gruyère und Emmentaler)
- Walnüsse
- Zwetschgen
Zubereitung:
- Einen Hefeteig zubereiten und ausrollen.
- Den Teig mit Käse belegen, mit Walnüssen und Zwetschgen belegen.
- Im Ofen backen, bis der Käse zerlaufen ist.
Mini-Strudel aus Filoteig mit Marzipan und Zwetschgenkonfitüre
Schnell und einfach zubereitet.
Zutaten:
- Filoteig
- Marzipan
- Zwetschgenkonfitüre
- Zwetschgen
Zubereitung:
- Marzipan und Zwetschgenkonfitüre verrühren.
- Filoteigblätter mit der Marzipan-Konfitüren-Mischung bestreichen, mit Zwetschgenspalten belegen und zu kleinen Strudeln aufrollen.
- Im Ofen backen, bis sie goldbraun sind.
Mürbeteigstrudel mit Zwetschgen und Marzipan
Eine weitere Variante des Zwetschgenstrudels.
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Zutaten:
- Mürbeteig
- Zwetschgen
- Zucker
- Zimt
- Butter
- Semmelbrösel
Zubereitung:
- Aus den Zutaten einen Mürbeteig zubereiten und kalt stellen.
- Die Zwetschgen entsteinen und in Stücke schneiden. Mit Zucker und Zimt vermischen.
- Den Mürbeteig ausrollen, mit Semmelbröseln bestreuen und die Zwetschgen darauf verteilen.
- Den Strudel aufrollen, mit Butter bestreichen und im Ofen backen.
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