Veganer Zwetschgenkuchen vom Blech: Fluffiger Hefeteig mit fruchtigem Belag und Zimtstreuseln

So ein veganer Zwetschgenkuchen vom Blech versüßt euch jeden grauen Herbst-Tag. Fluffiger Hefeteig, fruchtiger Belag, feine Zimtstreusel: die perfekte Kombi! Das Rezept ist unkompliziert und einfach abzuwandeln, ein echter Herbstklassiker für die ganze Familie.

Wenn ihr Veganer seid, eine Allergie habt oder einfach mal nur keine Eier zuhause, probiert den veganen Zwetschgenkuchen mit Streuseln unbedingt aus! Er braucht sich hinter dem Original nicht zu verstecken, schmeckt wunderbar üppig, geradezu „buttrig“ und aromatisch. Genau das Richtige für einen gemütlichen Kaffeeklatsch!

Veganer Zwetschgenkuchen vom Blech mit Zimtstreuseln auf rustikalem Holzbrett

Zutaten: Einfach, vegan und überall erhältlich

Die Zutaten findet ihr in jedem normalen Supermarkt, Bioladen oder Reformhaus. Zwetschgen: Der Hauptdarsteller - umso wichtiger ist es, dass ihr schön reife und saftige, aber auch nicht überreife oder gar matschige Früchte kauft. Zucker: Am liebsten normaler weißer Zucker, wobei ich deutlich weniger verwende als andere Rezepte. Hefe: Entweder Trockenhefe, dann entfällt der Vorteig, oder frische Hefe (siehe Hefezopf). Sojamilch als Kuhmilchersatz, wobei ihr auch andere pflanzliche Sorte wie Hafermilch, Reismilch oder Mandelmilch verwenden könnt. Veganer Butter-Ersatz für einen leicht buttrigen Geschmack ohne echte Butter.

Salz und Zimt machen veganen Zwetschgen-Streuselkuchen aromatisch und herbstlich. Zimt steckt in den Streuseln, Salz zusätzlich im Teig. Die Produkte enthalten meist einen Mix aus pflanzlichen Fetten. Meine bestand aus Raps-, Kokos- und Shea-Öl. Gerade bei Mandelmilch gibt es viele sehr wässrige Sorten.

Zwetschgen oder Pflaumen?

Zwetschgen: Veganer Zwetschgenkuchen gelingt am besten mit - wer hätte es gedacht - Zwetschgen! Du erkennst sie an der ovalen Form und der violetten Farbe. Zwetschgen sind streng genommen eine Unterart der Pflaume, von der es um die 2000 Sorten gibt. Man kann also sagen, dass alle Zwetschgen Pflaumen sind - aber eben nicht alle Pflaumen Zwetschgen.

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Der Vorteil dieser Sorte ist, dass sie auch beim Backen ihre Form behält und nicht so schnell zerfällt. Pflaumen: Die handelsüblichen Pflaumen sind rund und können gelb, rot oder violett sein. Sie eignen sich super, um sie pur und roh zu essen - oder eben für Pflaumenkompott und Marmelade.

Zubereitungsschritte: Hefeteig, Zwetschgen fächerförmig legen, Streusel streuen

Grundrezept: Veganer Hefeteig mit Zwetschgen und Zimtstreuseln

Das Rezept besteht aus Hefeteig-Boden und Streuseln und ist eine Mischung aus veganem Streuselkuchen sowie dem traditionellen Pflaumenkuchen mit Streuseln. Damit der Zwetschenkuchen vegan und lecker wird, gibt es nur ein paar kleine Dinge zu beachten.

Schritt 1: Hefeteig kneten und gehen lassen

Alle Zutaten mischen und einige Minuten kneten; und zwar so lange, bis der Teig geschmeidig und glatt ist und sich vom Schüsselrand löst. Für den Teig die Trockenhefe mit einem Esslöffel vom Zucker vermischen. Zusammen mit dem restlichen Zucker, Mehl, lauwarmer pflanzlicher Milch, weicher veganer Butter sowie dem Salz in eine große Rührschüssel geben.

Alles ca. 5-8 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Er wirkt evtl. erstmal recht klebrig, löst sich dann aber gut vom Schlüsselrand. Mit einem Tuch bedecken und an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen. Der Teig selbst sollte ebenfalls bei schön mummlig-warmer Zimmertemperatur gehen.

Schritt 2: Streusel und Zwetschgen vorbereiten

Währenddessen die Streusel vorbereiten. Dafür Mehl, Zucker, Zimt und Salz vermischen. Die kalte vegane Butter in kleinen Stückchen zugeben. Erst kurz mit den Knethaken verkneten, dann mit den Händen bzw. Fingern weiter machen und zu Streuseln formen. Streusel kühlstellen, bis sie gebraucht werden. Mit den Fingern könnt ihr nämlich schöne Streusel formen. So verlaufen sie beim Backen nicht.

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Die Zwetschgen halbiert und entkernt ihr. Hälften kann man besonders schön fächerförmig auf dem Teig anordnen. Die Zwetschgen waschen, halbieren und entkernen. Die halbierten Zwetschgen fächerförmig leicht überlappend mit Schnittfläche nach oben auf dem Teig verteilen und leicht in den Teig drücken.

Schritt 3: Kuchen zusammensetzen und backen

Der Hefeteig wird mit einem Nudelholz eher dünn ausgerollt, da er beim Backen ziemlich aufgeht. Ein Blech (ca. 42*37 cm) fetten oder mit Backpapier belegen. Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Hefeteig nochmals kurz durchkneten und entweder direkt auf dem Backpapier oder erst auf einer Backmatte auf Blechgröße eher dünn ausrollen.

Dann mit den Streuseln bedecken. Kuchen etwa 27-30 Minuten goldgelb backen. Darauf achten, dass er gegen Ende nicht zu dunkel wird. Wie für Hefekuchen üblich, spielt das Thema Temperatur auch beim veganen Zwetschgenkuchen vom Blech eine wichtige Rolle. Damit die Hefe richtig arbeiten kann, sollte die Sojamilch lauwarm sein (nicht heiß), die vegane Butter weich und zimmerwarm (für die Streusel hingegen braucht ihr kalte vegane Butter).

Alternative: Blitzschneller veganer Blechkuchen mit Rührteig

Mein veganer Zwetschgenkuchen besteht aus drei Komponenten: Ein simpler Rührteig aus Dinkelmehl bildet die Basis, gefolgt von einer Lage Zwetschgen und gekrönt von Zimtstreuseln. Trotzdem ist das Rezept extrem einfach und blitzschnell - für alle, die nicht lange in der Küche stehen und trotzdem genial vegan backen wollen. Dir spart das Zeit, denn der Teig muss weder aufgehen noch im Kühlschrank ruhen.

Einfach alle Zutaten verrühren, auf ein Blech streichen, Pflaumen und Streusel darauf verteilen und ab in den Ofen. In etwas mehr als einer halben Stunde ist der Zwetschgenblechkuchen fertig. Ach ja: Du brauchst weder teure Küchengeräte noch Backformen - ist ja schließlich ein Blechkuchen.

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Kurzanleitung Rührteig-Variante

Backofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Zunächst für den Teig Butter und Kokosblütenzucker in einer Schüssel mit den Knethaken des Handrührgerätes cremig rühren. Beide Mehlsorten, Backpulver, Salz und Zimt zugeben und kurz rühren. Sprudelwasser zugeben und alles rasch zu einem geschmeidigen Teig verrühren. Auf das vorbereitete Blech streichen.

Zwetschgen waschen, leicht abtrocknen, halbieren und entkernen. Dicht an dicht mit der Schnittseite nach oben auf dem Teig verteilen. Für die Streusel alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, dann die Butter in Stückchen zugeben. Erst mit dem Handrührgerät, dann mit den Händen schnell und gründlich zu Streuseln verkneten. Gleichmäßig auf den Zwetschgen verteilen. Auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen ca. 35-40 Minuten backen.

Praktische Tipps für Gelingen, Saftigkeit und Aroma

  • Obst: Die Zwetschgen sollten reif sein, aber auch nicht über-reif oder matschig. Bei sehr saftigen Früchten könnt ihr zunächst ca. 3 EL Semmelbrösel auf dem Teig verteilen, dann die Zwetschgen. So weicht der Boden nicht durch.
  • Belag: Für einen sehr üppig-fruchtigen Belag kann man bis zu 1,5kg Zwetschgen verwenden. Hälften kann man besonders schön fächerförmig auf dem Teig anordnen.
  • Streusel verfeinern: Einen Teil des Mehls könnt ihr durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse ersetzen - so werden sie noch feiner und aromatischer.
  • Pflanzliche „Milch“-Produkte: Vegane Butter gibt es inzwischen von ganz unterschiedlichen Herstellen in jedem Supermarkt, Biomarkt oder Reformhaus. Viele schmecken tatsächlich etwas buttrig, sind aber oft etwas weicher.
  • Blech: Die zentimeter-genaue Blechgröße ist nicht so wichtig, da der stabile Hefeteig eigentlich keine Begrenzung braucht und ihr ihn auch auf einem größeren Blech z.B. ganz grob ca. 40*35 cm groß ausrollen könnt.
  • Aufbewahrung: Ihr könnt den veganen Zwetschgenkuchen mit Zimtstreuseln auch 1-2 Tage kühl lagern, und zwar in einer Kuchenbox oder die einzelnen Stücke in einer Tupperbox. Dann nach Belieben nochmal gaaaanz kurz aufbacken oder in die Mikrowelle stellen.

Einfrieren und Vorbereiten

Mein Tipp: Wenn euch ein ganzes Blech zu viel ist könnt ihr den veganen Zwetschgenkuchen auch super einfrieren. Dafür den abgekühlten Kuchen einfach in Stücke schneiden, in Alufolie wickeln und in den Gefrierschrank legen. Zum Auftauen den Kuchen einfach wieder aus der Folie entnehmen und auf einem Teller bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Der Kuchen lässt sich in Stücke geschnitten und Alufolie gewickelt super einfrieren.

Vorbereiten könnt ihr den Kuchen übrigens auch prima. Dafür macht ihr einfach den Hefeteig am Abend zuvor und lasst ihn im Kühlschrank gehen. Sofort alles aufessen ist auch nicht nötig, mir schmeckt das Stück Pflaumenkuchen am zweiten Tag oft sogar noch besser.

Fächerförmig belegte Zwetschgen, Schritt-für-Schritt-Foto auf Backblech

Hefeteig-Variante: Detailliertes Rezept aus der Praxis

Veganer Pflaumen-Hefekuchen vom Blech mit Streuseln. 7 g (1.5 TL) Trockenhefe, 50 g Zucker, 300 ml warmes Wasser, 3 EL Öl, 600 g Weizenmehl (Type 405), 1 TL Salz. Für den Hefeteig Trockenhefe gemeinsam mit Zucker in warmes Wasser einrühren - zum Beispiel direkt in die Schüssel einer Küchenmaschine. Die Mischung 5-10 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen an der Oberfläche bilden.

Zuerst das Öl zur Hefemischung geben. Mehl und Salz vermengen und die Mehlmischung nach und nach zur Hefemischung geben und unterkneten. Die Masse ca. 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht eingeölte Schüssel legen. Mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt 1-2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Ein Backblech einfetten und mit Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche zu einem Rechteck in der Größe des Backblechs ausrollen. Danach vorsichtig in das Backblech legen und falls nötig bis in die Ecken ziehen. Pflaumen waschen, entsteinen und in Spalten schneiden. Den Hefeteig mit den Pflaumenspalten belegen und erneut ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.

Für die Streusel Mehl und Zucker in einer Schüssel verrühren. Die kalte vegane Butter in Flocken dazugeben und alles zu einem streuseligen Teig vermengen. Die Streusel auf den Pflaumen verteilen und den Kuchen bei 200 °C ca. 30 Minuten backen. In der Zwischenzeit Mandelscheiben in einer fettfreien Pfanne goldbraun rösten.

Technik: Zwetschgen richtig vorbereiten und anordnen

Die Zwetschgen mit einem Kreuzschnitt aufschneiden. Dazu, wie auf den Bildern gezeigt oben und unten bis zum Kern kreuzweise einschneiden, an einer Seite durschneiden und aufklappen. Dann lässt sich der Kern entnehmen. Die Pflaumen darauf überlappend verteilen und festdrücken. Zimt und Zucker mischen und über den Kuchen verteilen.

Temperatur, Konsistenz und kleine Stellschrauben

Damit die Hefe richtig arbeiten kann, sollte die Sojamilch lauwarm sein (nicht heiß), die vegane Butter weich und zimmerwarm (für die Streusel hingegen braucht ihr kalte vegane Butter). Der Hefeteig wird mit einem Nudelholz eher dünn ausgerollt, da er beim Backen ziemlich aufgeht. Hälften kann man besonders schön fächerförmig auf dem Teig anordnen.

Wissenswert: Warum dieser Kuchen so gut funktioniert

Der Klassiker kommt jetzt ganz vegan daher und was soll ich sagen, meine Familie hat keinen Unterschied zu meinem „nicht-veganen“ Pflaumenkuchen geschmeckt. Wer selbst vegan backt weiß um die Geschmacksproblematik, nicht alle Alternativprodukte überzeugen auch geschmacklich. Eier sind im Rezept ohnehin nicht vorhanden und für Butter, Milch etc. gibt es mittlerweile ja genug Ersatz im Supermarkt.

Ich mag Hefeteig super gerne und verwende ihn auch ab und an. Zum Beispiel für meinen leckeren Apfel-Mohn-Streuselkuchen oder für meine Kürbis Zimtschnecken. Kaum sind die letzten Beeren der Saison vernascht, sorgt die Natur auch schon für köstlichen Nachschub: saftige Pflaumen!

Servierideen und Variationen

  • Zum Servieren: vegane Schlagsahne. Im Winter liebe ich diesen Kuchen mit ein wenig Zimt, einer Kugel Vanilleeis und einem heißen Tee.
  • Nüsse: Mandelscheiben zum Bestreuen. Einen Teil des Mehls könnt ihr durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse ersetzen - so werden sie noch feiner und aromatischer.
  • Abwandeln: Natürlich könnt ihr das Rezept abwandeln und z.B. anderes Obst verwenden (mit Kirschen schmeckt er auch fantastisch!).

Häufige Fragen kurz beantwortet

  • Zwetschgen oder Pflaumen? Der Vorteil dieser Sorte ist, dass sie auch beim Backen ihre Form behält und nicht so schnell zerfällt.
  • Wie viele Früchte? Für einen sehr üppig-fruchtigen Belag kann man bis zu 1,5kg Zwetschgen verwenden.
  • Vorteig ja/nein? Hefe: Entweder Trockenhefe, dann entfällt der Vorteig, oder frische Hefe.
  • Welche Pflanzenmilch? Sojamilch als Kuhmilchersatz, wobei ihr auch andere pflanzliche Sorte wie Hafermilch, Reismilch oder Mandelmilch verwenden könnt.
  • Kann ich einfrieren? Dafür den abgekühlten Kuchen einfach in Stücke schneiden, in Alufolie wickeln und in den Gefrierschrank legen.

Kurztabelle: Backzeiten und Temperaturen

VarianteBackofenZeit
Hefeteig, 42×37 cm180 °C O/U27-30 Min.
Rührteig-Blech180 °C O/U35-40 Min.
Hefeteig (andere Rezeptur)200 °C Umluftca. 30 Min.

Lasst es euch schmecken! Und egal, ob der Zwetschgenkuchen vegan sein soll oder lieber ganz klassisch wie der versunkene Zwetschgenkuchen mit Rührteig, ich habe für jeden von euch das passende herbstliche Kuchenrezept 🙂

Anschnitt eines saftigen veganen Zwetschgenblechkuchens mit knusprigen Zimtstreuseln

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