Zuckerguss und Mistelzweig Bedeutung: Eine festliche Dekoration mit Tradition und Mythos
Die Mistel, umrankt von Mythen und seit jeher faszinierend, bietet im Winter eine stimmungsvolle Dekoration für das Zuhause. Ihre mystische Bedeutung verdankt sie ihrer Lebensweise: Im Winter grün bleibend und ohne Verbindung zur Erde, galt sie als heilig und von Göttern in die Baumkronen gesät. Heutzutage kombinieren wir sie gerne mit Tannen, Stechpalmen und anderen Immergrünen, um eine perfekte natürliche Weihnachtsdekoration zu schaffen.
Die Mistel als Dekoration: Vielfältige Ideen für die Winterzeit
Mistelzweige sind ideal für stimmungsvolle Dekorationen. Traditionell hängt man sie über die Tür, denn ein alter Brauch besagt: Küssen sich zwei Menschen unter dem Mistelzweig, erwartet sie eine glückliche Beziehung. Die Mistel belebt weiße, graue und hölzerne Oberflächen mit ihren Blättern und Beeren und verschönert als Topfpflanze, Kranz oder Girlande den Wintergarten oder Eingangsbereich.
Ein klassischer Strauß aus Mistelzweigen, kopfüber aufgehängt und mit einer Rupfen-Schleife und einem Holzstern verziert, zieht alle Blicke auf sich. Ein Kranz aus Douglasie, geschmückt mit den milchig-weißen Beeren der Mistel, wirkt wie mit Perlen besetzt. Ein Schleifenband mit Christbaum-Herz dient dabei als Aufhängung.
Tipp: Misteln sind eine lange haltbare Dekoration, die kein Wasser benötigt. Im Gegenteil, stellt man sie ins Wasser, verlieren sie schnell Blätter und Beeren. Das Aussehen der Zweige ist so apart, dass sie auch ohne Ergänzung, lediglich mit festlichem Schmuck, eine gute Figur machen. Es gibt Misteln mit weißen und roten Beeren.
Die Mistel: Ein Halb-Schmarotzer mit wichtiger Bedeutung für die Natur
Misteln sind sogenannte Halb-Schmarotzer. Sie betreiben Photosynthese, zapfen aber mit speziellen Saugwurzeln (Haustorien) Wasser und Nährsalze aus den Leitungsbahnen ihres Wirtsbaums, ohne diesen zu schädigen. Die Verbreitung erfolgt über die Beeren, die bei Vögeln beliebt sind.
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Für Vögel sind die Beeren der Mistel eine wichtige Winternahrung. Die Misteldrossel verdankt ihnen sogar ihren Namen. Da die Beeren klebrig sind, reinigen die Vögel ihre Schnäbel an Ästen, wodurch Samen an der Rinde hängen bleiben und neue Misteln keimen können.
DIY-Ideen mit Mistelzweigen: Kreative Projekte für die Weihnachtszeit
Mit wenigen Handgriffen lassen sich mit Mistelzweigen schöne DIY-Ideen umsetzen. In kleinen Tontöpfen kommen Misteln und Zapfen toll zur Geltung. Ein grünes Sträußchen ist ebenfalls schnell gezaubert und wirkt bezaubernd.
Eine schlichte und natürliche Dekoration entsteht durch zwei Tontöpfe auf einer Holzkiste. Aus dem einen "purzeln" Kiefernzapfen, der andere wird mit auf passende Länge geschnittenen Mistelzweigen gefüllt.
Auf einer Birkenholzscheibe wird ein Sträußchen aus Kiefern- und Mistelzweigen präsentiert. Glänzende kleine Kugeln ergänzen die weißen Mistelbeeren und verleihen dem Arrangement zusammen mit Zapfen und Stern Weihnachts-Glamour.
Ein Windlicht lässt sich mit Birkenrinde, Misteln und verschiedenen Kiefernzapfen verzieren, die rund um ein hitzebeständiges Glas gebunden werden. Bindedraht wird um das Glas gelegt und verzwirbelt. In mehreren Runden werden die einzelnen Materialien aufgebunden, beginnend mit der Rinde. Zum Schluss werden die Zapfen und Misteln im Wechsel befestigt. Eine farblich auf die Kerze abgestimmte Kordel macht das Arrangement komplett. Die Kombination aus Rot und Grün hat eine besonders weihnachtliche Anmutung.
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Weitere Dekorationsideen mit Mistelzweigen
Auch auf der Fensterbank darf die Weihnachtsdeko nicht fehlen. Ein Arrangement aus Zweigen und Zapfen im Körbchen oder die Kombination aus roten Kerzen, grünen Zweigen und einem Kranz aus Zapfen setzen das Fenster toll in Szene.
Im Korb lassen sich Christrose und Stacheldrahtpflanze mit Mistelzweigen kombinieren. Zapfen und silbern besprühte Holzsterne finden sich sowohl im Gesteck als auch am mit Misteln bewachsenen Ast darüber.
Für ein Kränzchen aus festem Draht einen Ring formen und Kiefernzapfen ähnlicher Größe mit feinem Blumendraht darumwickeln. Die Fensterbank kann zusätzlich mit Misteln und roten Kerzen dekoriert werden.
Ein Advents-Strauß entsteht aus cremeweißen Weihnachtsstern-Blüten, Misteln, Pinienzapfen und etwas Tannengrün. Die Zapfen werden zuvor mit langen Drahtstielen versehen.
Um ein Windlicht zu dekorieren, die Mistelzweige so zurechtschneiden, dass sie das Glas knapp überragen. Ein Gummiband ums Gefäß legen, Zweige darunterschieben und zurechtrücken. Das Ganze mit dünnem Draht fixieren und das Gummiband wieder entfernen. Die Fichtenzapfen auf die gleiche Weise mit der Spitze nach unten befestigen. Zum Schluss die Kerze ins Windlicht hineinstellen.
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Für einen Türbehang sechs rote Kordeln auf je 1,5 bis 2 Meter Länge zuschneiden und an den Enden Zapfen und Holzsterne befestigen. Alle Stränge um einen mit Misteln bewachsenen Ast legen und verknoten. Für die Bäumchen gerade gewachsene Äste (z.B. Haselnuss) als Stämmchen wählen. Beim linken die Zweige kopfüber befestigen und oben einen großen Kiefernzapfen andrahten, darunter fünf bis sechs kleinere. Rechts zeigen die Zweige nach oben und werden mit Douglasienzapfen verziert.
Rechtliche Hinweise zum Schneiden von Mistelzweigen
Misteln stehen nicht unter Naturschutz, dürfen aber in der freien Natur aus Baumschutzgründen nur mit Erlaubnis der örtlichen Naturschutzbehörde geschnitten werden. Auf Streuobstwiesen sollte man in jedem Fall den Besitzer fragen, bevor man zu Schere oder Säge greift. Dabei ist darauf zu achten, dass der Baum nicht beschädigt wird.
Weihnachten in England: Bräuche und Traditionen
In England wird Weihnachten anders gefeiert als in Deutschland. Zu den bekanntesten Traditionen gehören das Verschicken von Weihnachtskarten, das Singen englischer Weihnachtslieder, die Mistelzweig-Romantik und das große Weihnachtsessen im Kreise der Familie. Die meisten Weihnachtsbräuche stammen aus dem viktorianischen Zeitalter, das Weihnachten in England zu einem Familienfest machte.
Die größten Unterschiede zum deutschen Weihnachtsfest:
- Der Weihnachtsmann wird Father Christmas genannt.
- Heiligabend ist der Tag der Vorbereitung.
- Die Bescherung findet am Morgen des 25. Dezember statt.
- Am 1. Weihnachtsfeiertag wird die Ansprache des Königs übertragen.
- Zum Weihnachtsessen werden Christmas Cracker gezündet.
- Der 2. Weihnachtsfeiertag ist der sogenannte Boxing Day.
- Küsse unter dem Mistelzweig sind ein beliebter Brauch.
- Zum Essen gibt es Plum Pudding, Früchtekuchen und Truthahn.
- Carol Singer ziehen von Haus zu Haus und singen für die Menschen.
- Weihnachtsstrümpfe werden am Kamin aufgehängt.
- Der Adventskalender hat 25 Türchen.
- Weihnachtskarten werden in großen Mengen verschickt.
Christmas Eve - Heiligabend ist die Zeit der Vorbereitung
Im Gegensatz zu Deutschland wird in England am 24. Dezember kein großes Fest gefeiert. An Heiligabend, genannt Christmas Eve, trudeln die einzelnen Familienmitglieder ein und stimmen sich gemeinsam auf Weihnachten ein. Das Haus wird geschmückt, das Essen vorbereitet und die Socken werden an den Kamin gehängt, damit Father Christmas die Geschenke darin verstauen kann. Father Christmas kommt den Erzählungen nach wie in den USA in der Nacht durch den Kamin in die Häuser und bringt über Nacht die Geschenke. Viele Engländer besuchen zudem am Abend des 24. Dezembers einen Gottesdienst wie „A Festival of nine Lessons and Carols“.
Christmas Day - Am 25. Dezember ist das große Fest
Der 25. Dezember wird in England Christmas Day genannt. An diesem Tag dürfen die Kinder am Morgen endlich ihre Weihnachtsgeschenke auspacken. Um 15 Uhr wird jedes Jahr im TV und Radio die traditionelle Weihnachtsansprache des Königs übertragen: The Kings’s Speech. Danach wird schließlich im Kreis der Familie das große Weihnachtsessen, Christmas Dinner, serviert. Zumeist gibt es einen Weihnachtsbraten, Christmas Roast, wie dem gefüllten Truthahn und dazu einen englischen Pudding, Christmas Pudding oder auch Plum Pudding. Zum Essen oder davor werden traditionell Knallbonbons, Christmas Cracker, gezündet. Die darin enthaltene Papierkrone, Paper Crown, wird sofort aufgesetzt. Auch an Christmas Day besuchen viele Engländer einen Gottesdienst, dabei werden Weihnachtslieder, Christmas Carols, gesungen. Am Abend gibt es zum Essen einen sogenannten Christmas Tea, serviert werden weihnachtliche Vorspeisen, eine Käseplatte mit süßem Gebäck wie dem Christmas Cake oder dem Mince Pie.
Boxing Day - Der 26. Dezember in England
Während in Deutschland am 26. Dezember der zweite Weihnachtsfeiertag ist, wird an diesem Tag in England der Boxing Day gefeiert. Boxing Day bedeutet Sinngemäß „Geschenkschachtel-Tag“. Dieser Brauch wird neben Großbritannien in Uganda, Hongkong, Australien, Kenia, Kanada, Neuseeland und Südafrika gefeiert. Es gibt verschiedene Theorien dazu, wie der Boxing Day entstanden sein könnte. Im Oxford Dictonary steht: „Traditionell war es der Tag, an dem die Menschen ihren Angestellten oder Bediensteten Weihnachtskisten schenkten. Jetzt entspannen sich die meisten Menschen, lassen die Speisen des Vortages sacken und besuchen vielleicht Freunde oder Verwandte.“ Der 26. Dezember hat in England eine weitaus höhere Bedeutung als in Deutschland. Der Boxing Day dient dazu, sich bei anderen Menschen zu bedanken. Menschen die einem das Leben erleichtern wie der Briefträger, Mitarbeiter der Müllabfuhr, Soldaten oder Bedürftige erhalten von den Engländern als Dankeschön für ihre Arbeit Geschenke. Zudem haben am 26. Dezember in Großbritannien, anders als bei uns, die Geschäfte geöffnet und locken die Kunden mit Rabatten, dem sogenannten Christmas Sale. Daher wird neben dem Besuch bei Familie und Freunden der Tag auch für Einkäufe genutzt. Auch mit Sport hat der Boxing Day etwas zu tun. Heutzutage ist es auch Tradition, dass die obersten Ligen am Boxing Day einen Spieltag haben.
Was gibt es in England an Weihnachten zu essen?
Das Highlight jedes britischen Weihnachtsessens ist der „Gregor“ - so wird der an Christmas Day servierte Truthahn genannt. Der meist stattlich große Vogel wird beispielsweise mit Äpfeln, Bratkartoffeln oder einer würzigen Hackfleischmasse gefüllt. Wer eine Nummer kleiner feiert, serviert wie die auch in Deutschland beliebte Gans. Bei einer reich gedeckten Tafel in England dürfen die traditionellen Nachspeisen nicht fehlen. Bei fast jedem Weihnachtsessen wird traditionell der Plum Pudding, auch Christmas Pudding, serviert. Auch wenn der Name etwas Anderes suggeriert, handelt es sich hierbei nicht um eine klassische Süßspeise. Der „Pudding“ wird gekocht oder auch gedämpft und besteht aus Früchten, Semmeln, Fett und wird vor dem servieren mit beispielsweise Brandy übergossen und flambiert. Wem dieses traditionelle Dessert nicht zusagt, der darf sich an einem süßen Früchtekuchen mit Zuckerguss erfreuen.
Bräuche - Weihnachtsstrümpfe und Weihnachtsgeschenke
Der Weihnachtsstrumpf heißt in England Christmas Stocking. Weihnachtsstrümpfe werden oft selbst genäht. Sie sind weihnachtlich verziert und meist mit dem Namen des Besitzers bestickt. Er wird traditionell von Father Christmas in der Nacht vom Christmas Eve auf den Christmas Day gefüllt. Vor dem zu Bett gehen werden die Weihnachtsstrümpfe von den Kindern am Kamin oder am Bett aufgehängt. Zudem werden dem Weihnachtsmann als Dank und zur Stärkung kleine Leckereien bereitgestellt. Am Morgen des Christmas Day werden dann die Geschenke ausgepackt. In den Strumpf passen in der Regel nur kleine Geschenke, daher liegen die größeren unter dem Weihnachtsbaum. Heutzutage werden meist die kleinen Geschenke am Morgen und die größeren dann kurz vor dem großen Christmas Dinner ausgepackt.
Bräuche - Englische Christmas Cracker
Das Weihnachtsessen ist eine fröhliche Angelegenheit. Vor oder während dem Christmas Dinner werden traditionell Christmas Cracker gezündet. Die Knallbonbons sind ein wesentlicher Bestandteil bei Weihnachtsfeiern in England und anderen Commonwealth-Staaten. Die Christmas Cracker werden von zwei Personen in gegensätzliche Richtungen gezogen, dieser explodiert dann mit einem Knall und bricht ungleich. Traditionell darf derjenige, der das größere Stück hat, den Inhalt behalten. In den Crackern befinden sich meist neben einer bunten Papierkrone ein Weihnachtswitz und ein kleines Geschenk.
Tradition der Carol Singer
Das Carol Singing ist einer der ältesten Weihnachtsbräuche aus England und hat seine Wurzeln im Mittelalter. Damals zogen Musikanten durchs Land und spielten Weihnachtslieder. Heutzutage singen Laienchöre auf den Straßen Englands und sammeln dabei Spenden für den wohltätigen Zweck.
Traditionen der Weihnachtsgrüße und Weihnachtskarten
Weihnachtsgrüße werden in England Christmas Greetings, Christmas Wishes, Season’s Greetings genannt. In England werden jedes Jahr Weihnachtsgrüße mit mehr als einer Milliarde Weihnachtskarte an Familie und Freunde verschickt. Klassische Grüße sind „A merry Christmas and a happy New Year“. Die Weihnachtskarten werden in Großbritannien meist schon früh in der Vorweihnachtszeit verschickt. Sie werden dann anschließend auf dem Kaminsims aufgestellt oder an einer Schnur im Wohnbereich aufgehängt und werden somit zugleich als Teil der Weihnachtsdekoration benutzt.
Bräuche an Weihnachten - Mistelzweige in England
Der Mistelzweig dient neben dekorativen Zwecken auch einem romantischen Weihnachtsbrauch. In der Vorweihnachtszeit werden die immergrünen Zweige über den Zimmertüren aufgehängt. Wer unter dem Mistelzweig stehen bleibt, der darf darauf hoffen, geküsst zu werden. Der Mistelzweig gehört seit Jahrhunderten zum Brauchtum in England - ihm wurden magische Kräfte zugesprochen. Keltische Druiden ernteten die Mistelzweige im Winter und stellten Heilmittel und Fruchtbarkeitstränke her. Im Mittelalter diente der Mistelzweig dazu, die bösen Geister von zuhause fernzuhalten. Der Brauch des Küssens unter dem Mistelzweig ist auf Hochzeits- und Friedensrituale der nordischen Stämme zurückzuführen und stellte eine Geste der Versöhnung dar - passend zu Weihnachten.
Der englische Adventskalender
Im Gegensatz zum deutschen hat der englische Adventskalender 25 Türchen. Denn der Weihnachtsmann kommt in England traditionell einen Tag später als hierzulande.
„Frohe Weihnachten“ auf Englisch
Die englische Sprache ist die bedeutendste Weltsprache der Gegenwart. Sie hat weltweit die meisten Sprecher und wird am meisten in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft eingesetzt. Daher ist die Sprache den meisten vertraut und „Frohe Weihnachten“ wünscht man sich hierzulande auch schon zum Teil auf Englisch: „Merry Christmas“.
Weihnachtliche Traditionen in anderen Ländern
Neben England gibt es auch in anderen Ländern vielfältige Weihnachtsbräuche.
- Bulgarien: Am Heiligabend wird ein rituelles Festmahl mit mindestens 12 verschiedenen fleischlosen Gerichten serviert, von Bohnen über Nüsse bis zu Trockenpflaumen und Kuchen. Ein Brauch, der langsam in Vergessenheit gerät, ist das Singen junger Männer, die von Haus zu Haus ziehen und im Gegenzug für Geld und Essen belohnt werden.
- Dänemark: Advent wird mit dem Adventskranz gefeiert, bei dem jeden Sonntag eine Kerze angezündet wird. Am 13. Dezember wird Lucia gefeiert, um die Rückkehr des Lichts zu begrüßen. Am Heiligabend gibt es Gans, Ente, Pute oder Schweinebraten mit Rotkohl und braunen Kartoffeln. Als Nachtisch wird "Ris a la mande" mit einer Mandel serviert, und wer sie findet, bekommt ein Geschenk.
- Finnland: Das Weihnachtsfest konzentriert sich auf den 24. Dezember. Um 12 Uhr Mittags wird der Weihnachtsfrieden in Turku ausgerufen, eine über 500 Jahre alte Tradition. Nach dem Festtagsmahl werden die Gräber weihnachtlich geschmückt und am Nachmittag besucht Joulupukki, der finnische Weihnachtsmann, die Kinder.
- Griechenland: Vom 24. Dezember bis zum 6. Januar lodern Weihnachtsfeuer zum Schutz vor Kobolden. Am 1. Januar, dem Tag des Heiligen Basilius, ziehen Kinder mit Ruten durch die Straßen und werden mit Nüssen, Kuchen oder Geld belohnt. Im Mittelpunkt des Weihnachtsessens steht gefüllter Truthahn und Melomakarona, ein bunter Nachspeisenteller.
- Irland: Die Häuser werden im Dezember mit Girlanden, Kerzen, Kränzen und Mistelzweigen geschmückt. Am 25. Dezember werden morgens die Geschenke ausgepackt. Traditionelle Speisen sind Räucherlachs mit Sodabrot, Truthahn, Schinken und Plumpudding.
- Island: Die Ortschaften sind zu Weihnachten ein Lichtermeer. Es werden würzige Plätzchen mit Gingerschnaps und "laufabraud" gebacken. Dreizehn Trolle, die "Yulemen", heimsuchen die Bevölkerung und bringen kleine Geschenke. Am Morgen des 24. Dezember gedenken die Menschen den Verstorbenen auf den Friedhöfen.
- Malta: Am Heiligabend zieht eine Prozession durch die Straßen, bei der das Jesuskind gezeigt wird. Bei den Mitternachtsmessen führen Kinder das Wort und halten die Predigt.
- Niederlande: Mittelpunkt der niederländischen Weihnachtszeit ist der Nikolaustag am 6. Dezember. Sinterklaas und sein Diener, der "zwarte Piet", bringen den Kindern nachts Geschenke, Pfefferkuchen, Spekulatius und Schokoladen-Buchstaben.
- Norwegen: Die Kinder werden von Julenissen beschenkt, einer Mischung aus den norwegischen Nissen und Sankt Nikolaus. Auf den sieben Weltmeeren werden zur Weihnachtszeit Weihnachtsbäume an den Mastspitzen der norwegischen Schiffe angebracht.
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