Dr. Oetker Zuckerguss Anleitung Zubereitung
Der Puderzucker bleibt immer gleich. Die Flüssigkeit verändert sich. Und der Rest ist superschnell erledigt: einfach alle Zutaten verrühren - fertig.
Grundrezept und Zutaten
Das Grundrezept für Zuckerguss ist das Einfachste auf der Welt. Denn es besteht aus gerade mal zwei Zutaten. Je nach Farbe kommt auch noch eine Dritte dazu. Aber das war es auch schon.
- In der Hauptrolle: Der Puderzucker - Puderzucker gehört in den Guss wie Nüsse in Nusskuchen. Damit ist dieser Punkt eigentlich auch schon abgehakt. Es gibt keine verschiedenen Sorten von Puderzucker. Und damit auch keine Qualitätsunterschiede.
- In der Nebenrolle: Die Flüssigkeit - Ok, so ganz fair ist meine Einteilung nicht. Puderzucker wird ja erst zum Guss, wenn er mit Flüssigkeit in Verbindung kommt. Aber die Flüssigkeit ist eben austauschbar. Ob du dich für Zitronensaft, Milch oder Wasser entscheidest, bleibt dir überlassen. Und entscheidet darüber, ob dein Zuckerguss vegan ist oder nicht.
Die Flüssigkeit verändert sich. Und der Rest ist superschnell erledigt: einfach alle Zutaten verrühren - fertig.
Mögliche Flüssigkeiten (Auswahl)
- Milch: Du willst deckend weißen Zuckerguss? Dann ist Milch die richtige Flüssigkeit für dich.
- Eiweiß: Macht den Guss extra fest und klebestark. Ein süßer Kleber für Gebäck sozusagen.
- Zitronensaft: Mein persönlicher Favorit. Er verleiht dem Ganzen ein wenig Säure, was den Zitronen-Zuckerguss so lecker macht.
- Wasser: Die klassische Variante. Schmeckt aber relativ lahm.
- Likör, Fruchtsäfte, Gemüsesäfte: Für spezielle Aromen und Farben.
Verhältnisse und Konsistenzen
Je nachdem was ihr mit dem Zuckerguss dekorieren möchtet, sollte sich die Konsistenz von sehr flüssig bis fest unterscheiden.
Für einen spritzfähigen Guss rührt man 200 g gesiebten Staub- oder Puderzucker mit ca. 3 EL Flüssigkeit glatt. Oder man kann tropfenweise Flüssigkeit, oder wenn der Guss gefärbt wird, Speisefarbe dazugeben, bis ein spritzfähiger Guss entsteht.
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Für einen streichfähigen Guss, nimmt man 200 g gesiebten Staub- oder Puderzucker und rührt ihn mit 3 - 4 EL Flüssigkeit glatt. Auch hier kann man tropfenweise Flüssigkeit, oder wenn der Guss gefärbt wird, Speisefarbe zufügen, bis der Guss sich mit einem Pinsel oder Messer auf die Kekse streichen lässt.
Zum Aufspritzen benötigt man kaum Flüssigkeit, als Glasur dafür mehr. Je nachdem was ihr mit dem Zuckerguss dekorieren möchtet, sollte sich die Konsistenz von sehr flüssig bis fest unterscheiden.
Zuckerguss für verschiedene Anwendungen
- Plätzchen: Puderzucker und Flüssigkeit im Verhältnis 250 g + 5 EL mischen. Im Advent muss Zuckerglasur einfach sein.
- Lebkuchen und Lebkuchenhaus: Puderzucker und Flüssigkeit im Verhältnis 250 g + 3 EL mischen. Oder noch besser: Die gleiche Menge Puderzucker mit einem Eiweiß vermischen. Diese Glasur ist so klebestark, dass sie schwere Platten von Lebkuchenhäusern problemlos zusammenhält.
- Kuchen: Das Verhältnis von Puderzucker und Flüssigkeit beträgt ungefähr 250 g + 7 EL, da der Guss meist als vollflächige Haube auf den Kuchen kommt.
Beim Aufspritzen bei Keksen/ Lebkuchen, etc. sollte der Guss für den Rand bzw. die Konturen fest sein und mit Zahnpasta vergleichbar. Hier müsst ihr austesten, wie ihr das fertige Royal Icing benötigt und am besten damit arbeiten könnt.
Royal Icing: Eiweißbasierter Guss
Wenn man einen besonders klebestarken Guss benötigt, ist die Mischung aus Puderzucker und Eiweiß ideal. Den Puderzucker auf das Eiweiß sieben. Eiweiß steif schlagen. Nach und nach einrühren, bis eine glatte Masse entsteht.
Die Masse ist nun sehr fest. Jetzt könnt ihr vorsichtig Flüssigkeit zufügen und immer wieder rühren und testen, ob die Konsistenz für eure Zwecke richtig ist.
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Zum Aufspritzen benötigt man kaum Flüssigkeit, als Glasur dafür mehr. TIPP: Wenn ihr die Masse nicht sofort verwendet, deckt das Icing mit Frischhaltefolie gut ab, damit der Zucker nicht fest wird.
Praktische Tipps zur Zubereitung
- Den Puderzucker idealerweise sieben, damit der Guss glatt wird.
- Wichtig ist beim Verflüssigen der Masse allerdings, dass ihr die Flüssigkeit nach und nach in kleinen Schritten hinzufügt.
- Langsam mit der Flüssigkeit vorantasten. Weißt du einmal über das Mischungsverhältnis Bescheid, ist der Rest wirklich ein Kinderspiel.
- Zum Aufspritzen könnt ihr entweder ganz easy Einmal-Spritzbeutel (das ist mein Favorit) oder einen wiederverwendbaren Spritzbeutel nutzen.
- Mit dem Lebensmittelfarbpulver (keine flüssige Farbe verwenden) könnt ihr eure Wunschfarbe kreieren.
TIPP: Auch über Nacht könnt ihr das Icing aufbewahren. NOCH EIN TIPP: Wenn ihr die Masse nicht sofort verwendet, deckt das Icing mit Frischhaltefolie gut ab, damit der Zucker nicht fest wird. Danach ist er nämlich nicht mehr zu gebrauchen.
Farbgebung natürlich und künstlich
Zuckerguss lässt sich mit Obst- und Fruchtsäften wunderbar einfärben.
- Möhrensaft für ein zartes Orange
- Mangosaft für ein strahlendes Gelb
- Spinatsaft für ein kräftiges Grün
- Rote-Bete-Saft für ein leuchtendes Pink
- Heidelbeersaft für ein schönes Lila
- Holunderbeersaft für ein helles Blau
- Kakao plus Wasser für ein erdiges Braun
Du kannst natürlich auch zu handelsüblicher Lebensmittelfarbe greifen. Die Farben werden - zugegeben - ein bisschen satter.
Geschmackliche Variationen
Wenn wenn aber einen Zuckerguss mit einer anderen Geschmacksrichtung anrühren möchte, kannst der Staubzucker oder Puderzucker auch mit Likör, Wein, Tee, Saft oder Milch angerührt werden. Durch Rotwein bekommt der Staub- oder Puderzuckerguss einen feinen Geschmack und einen zarten Pastell-Ton. Ein besonderes Aroma bekommt man, wenn man vor dem Verrühren etwas Kakaopulver oder aufgelöstes Instant-Kaffeepulver unter den gesiebten Staubzucker oder Puderzucker mischt.
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Wenn der Guss besonders schön glänzen soll, rührt man ihn am besten mit heißem Wasser an.
Trocknen und Aufbewahrung
Zuckerguss trocknet am besten bei (warmer) Zimmertemperatur. Als allererstes haben sie mir davon abgeraten, Tricks wie Kühlschrank oder Gefrierfach zu verfolgen. Zuckerguss trocknet am besten bei (warmer) Zimmertemperatur. Ich würde es wie Oma machen. Zuckerguss bei Zimmertemperatur trocknen lassen und fertig.
Den Zuckerguss möglichst sofort nach dem Anrühren auftragen, da er relativ schnell anzieht und fest wird.
Alternativen und Variationen
Falls es doch mal etwas anderes als Zuckerguss sein soll, kannst du Plätzchen, Kuchen und Co. auch mit einer Schokoladenglasur verzieren. Die ist genauso einfach gemacht und lässt das Herz aller Schokoliebhaber höherschlagen. Für eine geschmeidige Glasur 150 g Zartbitterkuvertüre hacken, mit 50 g Kokosfett oder Butter über einem heißen Wasserbad schmelzen und verrühren. Das Fett in der Mischung sorgt übrigens für einen schönen Glanz.
Falls dein Schokoladenguss dicker ausfallen soll, kannst du auch eine Ganache herstellen. Das ist eine Creme aus Schokolade und Sahne. Das bedeutet für dich: 250 ml Sahne in einem Topf aufkochen und vom Herd nehmen. 250 g gehackte Zartbitterschokolade dazugeben und so lange rühren, bis eine homogene Masse entsteht.
Dr. Oetker Rezepte und Beispiel: Gugelhupf mit Zuckerguss
Gugelhupf mit Zuckerguss Zubereitung: 40 Min. Gelingt leicht etwa 20 Stück. Für die Gugelhupfform (Ø 22 cm): 125 g Himbeeren, 350 g Weizenmehl, 50 g Dr. Oetker Gustin Feine Speisestärke, 1 Pck. Dr. Oetker Original Backin, 200 g Zucker, 2 Pck. Dr. Oetker Bourbon Vanille-Zucker, 250 g weiche Butter oder Margarine, 5 Eier (Größe M), 75 ml Milch. Zum Verzieren: Dr. Oetker Liebevolle Herzen aus Esspapier, 150 g Puderzucker, etwa 3 EL Wasser, Dr. Oetker Lebensmittelfarbe (rosa).
- Vorbereiten: Himbeeren verlesen, vorsichtig waschen. Gugelhupfform fetten und mehlen. Backofen vorheizen. Ober- und Unterhitze: etwa 180 °C, Heißluft: etwa 160 °C.
- Gugelhupf backen: Mehl mit Gustin und Backin in einer Rührschüssel mischen. Übrige Zutaten hinzufügen und alles mit einem Mixer (Rührstäbe) kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe 2 Min. zu einem glatten Teig verarbeiten. 1/3 des Teiges in der Gugelhupfform glatt streichen. Die Hälfte der Himbeeren darauf verteilen. Die Hälfte des übrigen Teiges auf den Himbeeren verteilen und mit den restlichen Himbeeren belegen. Übrigen Teig auf den Himbeeren verteilen. Die Gugelhupfform auf dem Rost in den Backofen schieben. Einschub: unten. Backzeit: etwa 55 Min. Gugelhupf in der Gugelhupfform 10 Min. auf einem Kuchenrost abkühlen lassen. Dann lösen, auf einen mit Backpapier belegten Kuchenrost stürzen und erkalten lassen.
- Gugelhupf mit Zuckerguss verzieren: Esspapier Herzen vorsichtig aus dem Bogen herauslösen. Mit Zuckerguss ist es ein bisschen wie mit Fondant. Er sieht schön aus, schmeckt aber ... nun ja ... sagen wir mal - wenn er nicht da wäre, würde er auch keinem fehlen.
Praktische Anmerkungen und persönliche Erfahrungen
Dieser Zuckerguss war tatsächlich mal das einzige was ich mir fertig gekauft habe, ich fand ihn zwar auch teuer aber wenn mans eilig hat isses wirklich eine gute Lösung. Geschmacklich eigentlich wie selbstgemachter, von der Konsistenz wirklich gut aufzutragen und fest wird er auch relativ gut.
Ich bin erstaunt, fix und fertig-Zuckerguss aus der Tüte? Und nur Kneten der Tüte soll reichen? Doof, gestern ging der Link noch. Wo hast Du den denn her? Und nicht in heißem Wasser schmelzen oder so?
Och ich glaube auch nicht das jemand gesteinigt wird wegen der verwendung eines Fertigprodukts. Du wirst hier mit Sicherheit nicht verurteilt. Das wäre ja auch noch schöner.
Als Zuckerguss über Kuchen (zum Beispiel „Gewürzkuchen„), Dekoration an Lebkuchenhäusern bzw. ... Anfangs stand ich mit Royal Icing auf Kriegsfuß, doch mittlerweile bin ich über die einfache Herstellung und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten einfach nur noch begeistert.
Besondere Hinweise
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