Yorkshire Pudding Rezept: Schritt-für-Schritt Anleitung für das perfekte Sonntagsgericht
Yorkshire Pudding ist eine klassische englische Beilage, die vor allem zum traditionellen Sunday Roast, also dem Sonntagsbraten, serviert wird. Dieses luftige Gebäck wird aus wenigen Grundzutaten hergestellt: Mehl, Eier, Milch und Salz. Trotz seines Namens handelt es sich dabei nicht um einen süßen Pudding, sondern um eine herzhafte, knusprige Teigware mit charakteristischer Mulde in der Mitte, die ideal ist, um Bratensoße oder Füllungen aufzunehmen.
Zutaten für Yorkshire Pudding
- Mehl
- Eier
- Milch
- Salz
- Butter, Schweineschmalz oder neutrales Speiseöl zum Backen
Optional können Sie die Masse mit Gewürzen wie Muskatnuss, Pfeffer oder Kräutern wie Thymian und Rosmarin verfeinern. Für herzhafte Varianten bieten sich auch Speckwürfel oder geriebener Käse an. Süße Versionen werden gern mit Zimt, Zucker, Zuckersirup (Golden Syrup) oder Konfitüre serviert.
Die perfekte Vorbereitung des Teigs
Das Geheimnis eines guten Yorkshires Puddings liegt im flüssigen, klumpenfreien Teig und einer ausreichenden Ruhezeit. Das Mehl wird zuerst mit Salz vermengt, dann drückt man eine Mulde in das Mehl und gibt darin die verquirlten Eier und etwa ein Drittel der Milch hinzu. Anschließend wird alles gut verrührt, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Danach die restliche Milch einrühren, sodass eine flüssige Masse entsteht. Der Teig sollte mindestens 15 Minuten ruhen, besser jedoch 30 Minuten bis zu einer Stunde, damit sich das Mehl gut verbinden kann. Auch längere Ruhezeiten im Kühlschrank sind möglich und schaden nicht.
Backform und Fett - entscheidend für das Gelingen
Für den Yorkshire Pudding eignen sich besonders Muffinförmchen aus Stahl oder ein Muffinblech. In Großbritannien gibt es sogar spezielle Yorkshire-Pudding-Formen. Alternativ kann eine flache Auflaufform oder eine hitzebeständige Pfanne verwendet werden.
Die Backform muss mit ausreichend Fett vorbereitet werden - etwa 1 cm hoch, oder in Muffinförmchen ein Esslöffel pro Mulde. Traditionell wird Rindernierenfett (Dripping) verwendet, aber auch Butterschmalz oder neutral schmeckendes Speiseöl erfüllen den Zweck.
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Die Form wird mit dem Fett in den vorgeheizten Ofen bei etwa 220 bis 230 °C (Ober-/Unterhitze, keine Umluft) gegeben und für mindestens 5 bis 10 Minuten erhitzt, bis das Fett sehr heiß ist. Dies ist entscheidend, damit der Teig beim Backen sofort aufgehen kann.
Backen des Yorkshire Puddings
- Die heiße Muffinform aus dem Ofen nehmen und den Teig zügig in jede Mulde geben, sodass diese etwa halb voll sind.
- Die Förmchen sofort zurück in den heißen Ofen stellen und für 20 bis 25 Minuten backen, bis die Puddings goldbraun und knusprig sind.
- Während des Backens den Ofen nicht öffnen, da sonst die Puddings zusammenfallen.
Das Ergebnis sind aufgegangene, goldbraune Puddings mit einer charakteristischen Mulde in der Mitte, die später ideal als essbare Schale für die Bratensauce oder andere Füllungen dient.
Variationen und Tipps
- Der Yorkshire Pudding kann zusammen mit Roastbeef in den Ofen gestellt werden. Das herabtropfende Fett und Fleischsäfte aromatisieren den Pudding besonders.
- Herzhafte Varianten werden mit Speck, Käse oder Gemüsebrühe, Chili und Spinat zubereitet.
- Süße Yorkshire Puddings mit Zimt, Vanille oder geriebenem Apfel sind ebenfalls beliebt und können mit Sahne oder Konfitüre serviert werden.
- Füllen Sie die Mulden des Puddings mit Gulasch, Ragout, Würstchen oder einer mediterranen Gemüsepfanne für raffinierte Gerichte.
- Der fertige Teig lässt sich auch bis zu zwei Stunden vor der Zubereitung herstellen und im Kühlschrank lagern.
- Reste können bei 180 °C im Ofen kurz aufgebacken werden und sind so schnell wieder knusprig.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wieso heißt es Yorkshire Pudding?
Der Name stammt aus der Region Yorkshire in England. Dort wurde diese Art Pudding in heißen Kohleöfen hergestellt und durch das Herabtropfen von Fleischsaft ("dripping") aus dem Braten erhielt er seinen typisch aromatischen Geschmack. Früher war er ein günstiges, nahrhaftes Gericht, das aus einfachen Zutaten bestand und in Kohleöfen garte.
Welche Backform eignet sich am besten?
Muffinförmchen aus Stahl oder ein Muffinblech werden am häufigsten verwendet. Wichtig ist, dass die Form sehr heiß ist, bevor der Teig hineingegeben wird, und ausreichend Fett vorhanden ist.
Welche Temperatur sollte der Ofen haben?
Der Ofen wird auf etwa 220 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Umluft ist nicht empfehlenswert, da der Pudding sonst nicht optimal aufgeht.
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Kann man den Yorkshire Pudding vorbereiten?
Ja. Der Teig kann bis zu zwei Stunden vorgemischt und im Kühlschrank gelagert werden. Fertige Yorkshire Puddings lassen sich am nächsten Tag im Ofen aufbacken.
Nährwerte pro Portion (ca.)
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | 119 kcal |
| Fett | 8 g |
| Eiweiß | 4 g |
| Kohlenhydrate | 8 g |
Zusätzliche Hinweise
Yorkshire Pudding ist eine tolle Alternative zu typisch deutschen Beilagen wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Durch seine Muldenstruktur eignet er sich hervorragend als essbare Schale für Saucen, Füllungen oder Gemüse. Er passt besonders gut zu Roastbeef, Gans, Rinderbraten oder Steak-Gerichten.
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