Xylit: Eine gesunde Zucker-Alternative bei Lidl und anderswo?

Xylit, oft auch als Birkenzucker bekannt, erfreut sich wachsender Beliebtheit als Zuckerersatz. Es schmeckt und sieht aus wie Zucker, hat aber weniger Kalorien und soll sogar Karies vorbeugen. Dieser Artikel beleuchtet die Eigenschaften von Xylit, seine Vor- und Nachteile sowie seine Verfügbarkeit, beispielsweise bei Lidl.

Was ist Xylit?

Xylit gehört zur Gruppe der Zuckeralkohole und hat die Zusatzstoffnummer E 967. Es kommt natürlich in verschiedenen Früchten, Gemüsesorten und Pilzen vor. Xylit ist im Geschmack Zucker sehr ähnlich. Seine Süßkraft ist mit der des handelsüblichen Zuckers vergleichbar. Früher wurde Xylit tatsächlich aus Birkenholz gewonnen, daher auch sein Zweitname Birkenzucker. Heute wird Xylit jedoch hauptsächlich aus Stroh oder Maiskolbenresten gewonnen.

Xylit vs. Zucker: Die Vorteile

  • Weniger Kalorien: Ein Gramm Xylit enthält 2,4 Kalorien, während ein Gramm Haushaltszucker 4 Kalorien liefert. Das macht Xylit zu einer interessanten Option für Menschen, die auf ihre Kalorienzufuhr achten oder abnehmen möchten. Mit 40 Prozent weniger Kalorien als Zucker können Kaffee und andere Getränke so mit weniger schlechtem Gewissen gesüßt werden.
  • Niedriger glykämischer Index: Xylit hat einen sehr niedrigen glykämischen Index, was bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr nur minimal ansteigt. Dies führt zu einer geringeren Insulinausschüttung, was Xylit zu einer geeigneten Süßungsoption für Diabetiker und Menschen mit Blutzuckerschwankungen macht.
  • Kariesprävention: Im Gegensatz zu Zucker können Kariesbakterien Xylit nicht verstoffwechseln. Dadurch wird die Säurebildung im Mund reduziert und die Bildung von Plaque und Zahnstein erschwert. Einige Zahnärzte empfehlen daher zuckerfreie Kaugummis, Lutschpastillen und Zahnpasta, die mit Xylit gesüßt sind.

Verwendung von Xylit

Auch Kochen und Backen ist mit Xylit einwandfrei möglich. Das Xylit-Sortiment umfasst sogar extra feinen Puderzucker.

Die Schattenseiten von Xylit

  • Verdauungsprobleme: Bei übermäßigem Verzehr kann Xylit blähend und abführend wirken. Dies gilt insbesondere bei einer plötzlichen Umstellung von Zucker auf Xylit. Es ist ratsam, die Xylit-Zufuhr langsam zu steigern, damit sich der Körper daran gewöhnen kann. Mehr als 30 bis 50 Gramm Birkenzucker am Tag sollten es aber nicht sein.
  • Herstellung: Die industrielle Herstellung von Xylit erfolgt mithilfe von Säuren oder Laugen und ist nicht besonders umweltfreundlich.
  • Preis: Xylit ist im Vergleich zu Haushaltszucker deutlich teurer.

Xylit bei Lidl und anderen Anbietern

Während Zucker bei Discountern wie Aldi und Lidl schon für unter einem Euro pro Kilogramm erhältlich ist, kostet Xylit ein Vielfaches davon. Selbst die günstigsten Angebote auf Amazon liegen bei rund 10 Euro pro Kilogramm. Die Verfügbarkeit von Xylit bei Lidl kann variieren. Es ist ratsam, die aktuellen Angebote in den Filialen oder online zu prüfen.

Aktuelle Warnungen und Studien

Eine im Juni 2024 veröffentlichte Studie deutet darauf hin, dass der Konsum von Xylit mit einem erhöhten Risiko für Herzprobleme und Schlaganfälle verbunden sein könnte. Die Studie, durchgeführt von der Cleveland Clinic, zeigte, dass Xylit die Blutplättchen reaktiver macht. Es ist wichtig zu beachten, dass Beobachtungsstudien keinen ursächlichen Zusammenhang beweisen können und weitere Forschung erforderlich ist, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

Lesen Sie auch: Die umfassende Analyse zu Xylit

Alternativen zu Xylit

Wenn man weiterhin auf gängigen Haushaltszucker verzichten möchte, gibt es eine Auswahl verschiedener Pflanzensirupe mit unterschiedlichem Süßungsgrad und jeweils individuellen Aromanoten. Je nach Geschmack gibt es drei natürliche Süßungsmittel, die überall erhältlich sind:

  • Ahornsirup: Dieser besteht zu etwa 60 Prozent aus Kohlenhydraten. Bis auf ein Prozent sind das Saccharose-Einheiten - also Doppelzucker aus je einem Baustein Glucose und Fructose. Es stecken einige Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente in ihm. Außerdem punktet er mit entzündungshemmenden Polyphenolen und Antioxidantien.
  • Honig: Er enthält neben zuckersüßer Fructose und Glucose eine Menge an Mineralstoffen, Vitaminen und gesundheitsfördernden Begleitstoffen sowie Enzymen. Diese haben sogar nachweislich antientzündliche Effekte. Sobald Sie Honig erhitzen, verfliegt die gesundheitliche Wirkung allerdings.
  • Reissirup: Dieser wird besonders deshalb positiv beurteilt, weil er wenig Fructose enthält. Sein Zuckergehalt basiert auf Glucosebausteinen, die in mehreren Einheiten zu Oligosacchariden verbunden sind. Somit ist er beispielweise besser geeignet als Agavensirup.

Dem Xylit oder dem gewöhnlichen Zucker ähnlicher und damit leichter in der Kochpraxis zu verwenden sind meist Pulver und Granulate. Dabei ist zu beachten, dass sich in den meisten Fällen herkömmlicher Zucker nicht im 1:1 Verhältnis mit den Ersatzprodukten austauschen lässt.

  • Kokosblütenzucker: Dieser lässt nach Herstellerangaben den Blutzuckerspiegel ebenfalls langsamer steigen als Haushaltszucker. Verantwortlich dafür soll sein glykämischer Index von 35 sein. Zusätzlich positiv an der edlen Süße mit Karamellnote sind zusätzliche Inhalte wie Vitamine und Mineralstoffe.
  • Stevia: Das Mittel süßt in etwa 300 Mal stärker als Zucker. Der Süßstoff treibt Ihren Blutzucker zu null Prozent in die Höhe. Das ändert sich allerdings, wenn Steviaextrakt zur besseren Dosierbarkeit mit Trägerstoffen wie Maltodextrin vermischt wird. Bei der Verwendung von Stevia sollten Sie den täglichen Grenzwert von 4 Milligramm/Kilogramm Körpergewicht nicht überschreiten.

Lesen Sie auch: Einfaches Marzipan Rezept

Lesen Sie auch: Xylit Schokolade Bewertung

tags: #xylit #zucker #lidl #information

Populäre Artikel: