Herkunft und Gewinnung von Manuka Honig
Manuka-Honig ist ein von Honigbienen aus dem Blütennektar der Südseemyrte (Manuka, Leptospermum scoparium) erzeugter Honig, der traditionell als Naturheilmittel verwendet wird. Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, wissen um die außergewöhnlichen Eigenschaften dieses Honigs. Manuka-Honig entsteht aus dem Blütennektar der Südseemyrte - von den Maori auch Manuka genannt -, die sich als sehr widerstandsfähiger Baum in den bergigen Regionen Neuseelands heimisch fühlt.
Geografische Herkunft und Lebensraum der Manuka-Pflanze
Die Manuka-Pflanze wächst ausschließlich in bestimmten Regionen Neuseelands - meist in abgelegenen, naturbelassenen Gebieten. Der Manuka-Strauch (Leptospermum scoparium) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Myrtengewächse, die ursprünglich in Neuseeland beheimatet ist. Der Strauch wächst in verschiedenen Formen und Größen und ist vor allem in unzugänglichen Gebieten wie steilen Hängen, Sümpfen und vulkanischen Regionen anzutreffen.
In der freien Natur Neuseelands wachsen Kanuka und Manuka oft in unmittelbarer Nachbarschaft, blühen aber nacheinander. Der Honig aus dem Nektar der verwandten Kunzea-Art Kanuka kann kein MGO entwickeln; es fehlt DHA als Ausgangsstoff für die MGO-Synthese. Da aber die Pollen von Manuka und Kanuka praktisch nicht zu unterscheiden sind, wird auch Kanuka-Honig häufig als Manuka-Honig ausgewiesen.
Tradition und historische Verwendung
Die Geschichte der Verwendung von Manuka-Honig reicht bis in die frühesten Zeiten der Besiedlung Neuseelands zurück. Die neuseeländischen Ureinwohner verwenden traditionell Blätter und Rinde bzw. Auszüge daraus sowie den Honig des Manuka-Baums äußerlich zur Desinfektion und Unterstützung der Heilung von Wunden und Entzündungen, ferner innerlich bei Erkältungen, Blasenentzündungen und anderen Infektionen. Kapitän James Cook entdeckte während seiner Reisen im 18. Jahrhundert die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Manuka und prägte den Begriff "Tea Tree".
Biologie der Bildung von Methylglyoxal (MGO)
Ein wichtiger Inhaltsstoff ist Methylglyoxal (MGO), das natürlicherweise im Nektar des Manuka-Strauchs vorkommt und dem Honig seine antimikrobielle Wirkung verleiht. Methylglyoxal entsteht in der Honigwabe durch Dehydratation des im Nektar der Blüten des Manukastrauchs enthaltenen Stoffes Dihydroxyaceton (DHA). MGO entsteht auf natürliche Weise aus Dihydroxyaceton (DHA), das in den Blüten des neuseeländischen Manuka-Strauchs enthalten ist.
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Forscher der Universität von Waikato (Neuseeland) fanden heraus, dass Methylglyoxal hauptsächlich durch einen katalytischen Effekt entsteht. So lösen verschiedene Anionen offenbar im „jungen“ Manuka-Honig eine Dehydratation des Inhaltsstoffes Dihydroxyaceton (DHA) zu Methylglyoxal aus. Dieser Prozess findet nach Einbringen des Honigs in den Bienenstock statt. Die MGO-Konzentration im „reifen“ Honig korreliert mit der DHA-Konzentration im Nektar, welche wiederum von Strauch zu Strauch schwankt.
Gewinnung und Imkerei
Die Gewinnung von Manuka-Honig ist ein faszinierender Prozess, der sorgfältige Planung, Fachkenntnisse und die enge Zusammenarbeit mit den Bienen erfordert. Anders als bei herkömmlichem Honig, der aus verschiedenen Blüten gewonnen wird, stammt Manuka-Honig ausschließlich aus den Blüten des Manuka-Strauchs (Leptospermum scoparium), der in Neuseeland beheimatet ist.
Unser Manuka Honig MGO 400 wird nachhaltig geerntet und direkt importiert - ohne Vermischung, ohne Umwege. Die Authentizität und Herkunft werden durch zertifizierte Analysen belegt. Unser Anspruch: Transparenz & Qualität bei jedem Glas. Jede Charge wird unabhängig im Labor geprüft - auf Echtheit, Reinheit und den konkret nachweisbaren MGO-Gehalt.
Besonders in abgelegenen, naturbelassenen Regionen sammeln die Bienen ungestört den Nektar für diesen einzigartigen Honig. Durch den bewussten Verzicht auf Zwischenhändler garantieren wir eine rückverfolgbare Herkunft und die größtmögliche Kontrolle über jeden Verarbeitungsschritt.
Nachhaltigkeit und Naturschutzprojekte
Bernhard Schneider ist der einzige Bio-Imker im Umkreis von 45.000 Hektar. Insgesamt hat er für die Honiggewinnung Zugang zu 732 ha Fläche, davon sind 300ha Teil seines Aufforstungsprogramms. Bei diesem Projekt entsteht nicht nur köstlicher Honig, durch die Pflanzung und Erhaltung von Bäumen werden auch große Mengen CO2 kompensiert. Das Projekt wirkt dem Bienensterben entgegen, denn es erfolgt kein Eingriff in die natürlichen Kreisläufe der fleißigen Insekten.
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Den Bienen wird nicht der ganze süße Ertrag ihrer Arbeit weggenommen, damit sie ausreichend Honig zum Leben haben. Eine zusätzliche Fütterung mit Zucker ist aus diesem Grund nicht notwendig. Gegen die Varroa-Milbe schützt das Thymian-Öl von SONNENTOR, es ist ein natürliches und wirksames Mittel gegen diese gefährliche Milbe. So kann das Verbrennen des Bienenstocks bei Befall verhindert werden.
Qualitätssicherung, Zertifikate und Authentizität
Im Unterschied zu vielen Produkten im Markt stammt unser Manuka Honig aus klar rückverfolgbarer Herkunft - frei von Vermischung oder unklarer Herkunft. Jede Charge unseres Honigs wird unabhängig geprüft - mit Laboranalysen zur Bestimmung des MGO-Gehalts und zur Überprüfung der Reinheit. Damit erhalten Sie ein unverfälschtes Naturprodukt, das durch Transparenz und Sorgfalt überzeugt.
Das Unique Manuka Factor (UMF®) ist ein Bewertungssystem, das speziell für Manuka-Honig entwickelt wurde, um dessen Qualität und Reinheit zu bestimmen. Es misst verschiedene natürliche Merkmale im Honig, darunter der Gehalt an Methylglyoxal (MGO) und Dihydroxyacetone (DHA). Kommerzielle Manuka-Honige werden hinsichtlich ihrer nicht-peroxidischen antibakteriellen Aktivität mit einem sogenannten Unique Manuka Factor = UMF gekennzeichnet, welchen der neuseeländische Verband Unique Manuka Factor Honey Association (UMFHA) an Lizenznehmer für entsprechende Honigqualitäten vergibt.
Der MGO-Gehalt ist heute ein international anerkannter Maßstab zur Einordnung von Manuka Honig. MGO steht für Methylglyoxal - ein natürlicher Bestandteil, der im Manuka Honig in charakteristischer Konzentration vorkommt. Der MGO-Wert gibt an, wie viele Milligramm Methylglyoxal pro Kilogramm Honig enthalten sind - z. B. MGO 400 entspricht mindestens 400 mg/kg.
Wie erkenne ich echten Manuka-Honig?
- Achten Sie auf einen nachgewiesenen MGO-Wert (z. B. MGO 250+, 400+).
- Die Herkunft Neuseeland sollte klar und eindeutig angegeben sein.
- Seriöse Anbieter veröffentlichen Analysezertifikate zu Reinheit, Zusammensetzung und Herkunft.
- Achten Sie darauf, ob der Anbieter Mitglied des neuseeländischen Branchenverbandes "Unique Manuka Factor Honey Association" ist.
In der Vergangenheit wurde oft Honig als "Manuka" vermarktet, obwohl er kein Methylglyoxal enthielt. 2013 warnte die britische Agentur für Lebensmittelstandards vor zunehmenden Betrügereien mit falschem Manuka-Honig. Die neuseeländischen Produzenten gaben 2013 eine jährliche Produktion von nur 1700 Tonnen an, weltweit wurden jedoch jährlich 10.000 Tonnen angeblicher Manuka-Honig verkauft. Nur jeder fünfte bis sechste verkaufte „Manuka-Honig“ sei demnach authentisch.
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Sensorik und Genuss
Kräftig-würzig ist der Manuka-Honig im Geschmack. Leicht minzig im Abgang verzaubert er alle Sinne. Manuka-Honig genießt man am besten auf nüchternen Magen und nie zusammen mit heißer Flüssigkeit, damit er seine volle Kraft entfalten kann. Um die besonderen Eigenschaften dieser Kostbarkeit zu bewahren, sollte der Honig nicht erhitzt und damit auch nicht in Tee genossen werden.
Ob pur gelöffelt, als feine Zutat in der Küche oder für andere Anwendungsformen - unser Manuka Honig ist ein natürliches Lebensmittel, das für viele bewusste Konsumenten zu einem festen Bestandteil ihrer Vorratskammer geworden ist.
Wirtschaftliche Aspekte und Markt
Mit der steigenden internationalen Nachfrage erhöhte sich der Preis von 37 NZD für ein Kilo im Jahr 2010 auf über 100 NZD im Jahr 2015. Manuka-Honig ist sehr teuer - 250 Gramm kosten bis zu 80 Euro. Aufgrund seines hohen Preises und seiner begrenzten Verfügbarkeit gibt es viele Fälschungen auf dem Markt. Die Kombination aus limitierter Verfügbarkeit, aufwendiger Gewinnung und kontrollierter Herkunft macht Manuka Honig zu einem besonders gefragten Naturprodukt.
Mit der Einführung separater Warennummern für Manuka-Honig war es möglich, die tatsächlichen Exportmengen eines Jahres für Manuka-Honig zu beziffern. 2019 betrugen diese weltweit für monofloralen Manuka-Honig 4.499 Tonnen und für multifloralen Manuka-Honig 2.270 Tonnen.
Forschung, medizinische Anwendung und Regulierung
In vitro konnten antibakterielle Eigenschaften des Honigs nachgewiesen werden. Die antibakterielle Wirkung kommt vermutlich durch den sehr hohen Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Manuka-Honig enthält im Vergleich mit herkömmlichen Honigen bis zu hundert Mal mehr Methylglyoxal. In Arbeiten des Instituts für Lebensmittelchemie der Technischen Universität Dresden konnte die Konzentration des Stoffwechselproduktes Methylglyoxal in bestimmten Manuka-Honigen aus Neuseeland gemessen und dessen antibakterieller Einfluss quantitativ in vitro nachgewiesen werden.
Für Methylglyoxal wurde die minimale Hemmkonzentration gegenüber Staphylococcus aureus und Escherichia coli ermittelt als 1,1 Millimol pro Liter (entsprechend 75 Milligramm Methylglyoxal pro Kilogramm). Die Bedeutung des Methylglyoxalgehaltes im Manuka-Honig wurde sowohl hinsichtlich der antibakteriellen Wirksamkeit als auch der toxikologischen Unbedenklichkeit kontrovers diskutiert.
Im August 2005 wurde ein zur Behandlung von Wunden ausgewiesenes Fertigpräparat unter der Bezeichnung Medihoney europaweit als Medizinprodukt zugelassen. Medihoney wird aus dem Blütennektar verschiedener Leptospermum-Arten gewonnen und enthält als weitere Komponente einen Blütenhonig mit einem hohen Anteil des Enzyms Glucose-Oxidase. Das Gemisch wird durch Bestrahlung keimfrei gemacht.
Die Forschung zu Manuka Honig ist vielfältig und bezieht sich vor allem auf Zusammensetzung, Herkunft und chemische Eigenschaften. Es existieren derzeit keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben in der EU für Manuka Honig; Werbung zu heilenden Eigenschaften von Lebensmitteln ist gesetzlich eingeschränkt.
Praktische Hinweise für Verbraucher
- Kaufen Sie nur Produkte mit klarer Herkunftsangabe und Laborzertifikat.
- Achten Sie auf eine ausgewiesene MGO- oder UMF-Kennzeichnung.
- Verwenden Sie Manuka-Honig als Lebensmittel vorsichtig bei offenen Wunden nur dann, wenn das Produkt als keimfrei und für diesen Zweck vorgesehen ist.
- Lagern Sie Honig naturbelassen und vermeiden Sie Erhitzung, um die Inhaltsstoffe zu schonen.
Unsere Qualitätsgarantie (Beispiel)
Unser Manuka Honig MGO 400 stammt aus den naturbelassenen Regionen Neuseelands und überzeugt durch seine sorgfältige Gewinnung sowie den garantierten Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Jede Charge wird unabhängig im Labor analysiert - für authentische, nachvollziehbare Herkunft. Schonende Verarbeitung - Naturbelassen, kalt geschleudert und ohne Zusätze. Verantwortungsvolle Bienenhaltung - Im Einklang mit Natur und Saison.
| Merkmal | Beispielangabe |
|---|---|
| Ursprung | Neuseeland, monofloral Manuka |
| MGO-Wert | MGO 400 (≥ 400 mg/kg) |
| Verarbeitung | kalt geschleudert, ohne Zusätze |
| Prüfung | unabhängige Laboranalysen, Chargenprüfung |
| Nachhaltigkeit | Direkter Import, partnerschaftliche Imkerei, Aufforstungsprojekte |
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