Wie viel Zucker steckt in einer Kugel Vanilleeis? Ein umfassender Überblick

Eis ist ein beliebter Sommersnack, aber wie viel Zucker steckt eigentlich in einer Kugel Vanilleeis? Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Eissorten, ihren Zuckergehalt und gibt Tipps für einen gesundheitsbewussten Genuss.

Was steckt im Eis?

Je nach Sorte enthält Speiseeis Milch, Sahne, Wasser, Eier, Butter, Zucker und Zutaten für den speziellen Geschmack und die Farbe - zum Beispiel Aromen, Nüsse, Früchte, Schokolade und Farbstoffe. Die unterschiedlichen Bezeichnungen sind wichtig, denn sie sagen einiges über die Inhaltsstoffe aus. Produkte, die die Anforderungen der anderen Sorten nicht erfüllen, werden lediglich mit „Eis“ bezeichnet. Ein Blick auf die Verpackung lohnt sich, denn hier werden oft Schummler-Sorten mit vielen künstlichen Geschmacksverstärkern und Milchersatz-Fetten getarnt. Oft ist auch jede Menge Luft und Wasser enthalten, was Herstellungskosten spart. Der Packungshinweis „Mit Sahne verfeinert“ sagt nicht wirklich viel aus.

Kalorien und Fettgehalt verschiedener Eissorten

Die Kalorienbomben unter den Eissorten sind Sahneeis und Eis am Stiel mit kakaohaltiger Fettglasur und durchschnittlich 17 Prozent Fettgehalt. Dahinter folgen normales Speiseeis mit einem Fettgehalt von circa 8 Prozent und Milcheis mit einem Fettgehalt von ungefähr 3 Prozent. Fettfrei sind Fruchteis und Sorbet, die aber trotzdem viel Zucker enthalten können.

Kalorien pro Kugel (ungefähre Werte):

  • Schokolade: ca.
  • Walnuss: ca.
  • Stracciatella: ca.
  • Vanille: ca.
  • Erdbeere: ca.
  • Zitrone: ca.

Kaltes schmeckt weniger süß als normal temperiertes oder warme Speisen, deshalb enthält Eis besonders viel Zucker.

Zuckergehalt beliebter Eissorten im Vergleich

Viele Eissorten sind wahre Zuckerfallen. Hier einige Beispiele für den Zuckergehalt in bekannten Eisprodukten:

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  • Magnum Mandel: Satte 25 Gramm Zucker (fast acht Zuckerwürfel)
  • Cornetto Haselnuss: 18 Gramm Zucker (fast sechs Zuckerwürfel)
  • Nogger Choc: 18 Gramm Zucker (sechs Zuckerwürfel)
  • Kaktus: Elf Gramm Zucker
  • Big Sandwich: Zwölf Gramm Zucker (vier Zuckerwürfel)
  • Solero Exotic: 17 Gramm Zucker (mehr als fünf Zuckerwürfel)
  • Bum Bum: Zwölf Gramm Zucker (vier Zuckerwürfel)
  • Calippo Cola: 21 Gramm Zucker (sieben Zuckerwürfel)

Eis-Alternativen und Tipps zur Kalorienreduktion

Es gibt einige Tipps und Tricks, mit denen Sie die Kalorien im Zaum halten können. Wählen Sie den Becher statt der Waffel, um einen Kompromiss einzugehen. Oder schauen Sie sich nach Eis-Alternativen um, wie dem Frozen Yoghurt, der besonders mit frischem Obst und Beeren als Topping lecker ist. Der pure Frozen Yoghurt hat pro 100 Gramm etwa 50 Kalorien, also einiges weniger als andere Eissorten. Am meisten Kontrolle haben Sie, wenn Sie Ihr Eis selbst machen.

Frozen Joghurt: Eine fettarme Alternative

Frozen Joghurt ist besonders fett- und kalorienarm. 100 Gramm schlagen mit lediglich 50 Kalorien zu Buche. Aufpeppen kann man den leicht säuerlichen Kalt-Kick mit frischen Früchten.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Steht auf der Packung EIS und nicht EISCREME, ist das ein Hinweis darauf, dass Pflanzenfette wie Kokosfett oder Palmfett statt echter Milch, Sahne und Butter zur Herstellung benutzt wurden. Die Verwendung dieser Ersatzfette ist für die Hersteller wesentlich kostengünstiger. Auf der Zutatenliste steht dann meist „pflanzliche Öle und Fette“. Eis mag keine Temperaturschwankungen und sollte deshalb immer in Kühltaschen nach Hause transportiert und dort bei minus 18 Grad gelagert werden. Ist die Kühlkette erst einmal unterbrochen und das Eis aufgetaut, isst man es besser direkt auf. Erneutes Einfrieren führt zu Geschmacksverlusten.

Beim Eiskauf in der Eisdiele kann man an leckere Gaumenfreuden und auch schwarze Schafe geraten. Ein kurzer Blick über die Theke lohnt: am Eisportionierer kann man sehen, wie genau man es mit der Hygiene nimmt. Steht er in einer trüben Lache und wird nicht unter fließendem Wasser gespült, sollte man die Flucht ergreifen - eine Brutstelle für Keime! „Aus eigener Herstellung“ muss nicht zwingend heißen, dass das Eis direkt vor Ort zubereitet wurde. Am besten fragt man direkt nach, ob das Eis wirklich hausgemacht ist.

Eiswaffeln und ihr Brennwert

Eiswaffeln gibt es in sehr unterschiedlichen Formen und Größen und variieren dementsprechend in Sachen Brennwert. Laut Bundeslebensmittelschlüssel haben 100 Gramm Eiswaffel 457 Kalorien. Geht man von einer Eiswaffel mit einem Gewicht von 15 Gramm aus, hat diese einen Brennwert von ca. 69 Kalorien. Wer auf seine Figur achten möchte, sollte nicht bei der Eiswaffel anfangen.

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Eis selber machen: Die gesündere Alternative

Eis lässt sich auch schnell selber machen. Der Vorteil: Den Zuckergehalt bestimmen Sie. Ein einfaches Rezept ist die "Nicecream", ein selbst gemachtes Eis aus nur zwei Zutaten: Bananen einfrieren, anschließend kurz antauen und in einem Standmixer pürieren. So ergeben sie eine sehr cremige Basis. Gibt man jetzt noch gefrorene Beeren in den Mixer, entsteht ein super leckeres Softeis - ganz ohne Haushaltszucker.

Auch ein sommerliches Eis am Stiel ist mit Beeren schnell gemacht: Eine gute Kombination dafür ist ein cremiger Anteil aus Joghurt oder Kokosmilch, der je nach Geschmack noch mit Honig oder Reissirup gesüßt wird. Hinzu kommen pürierte Beeren, zum Beispiel Erdbeeren oder Blaubeeren. Entweder vermischt man beide Komponenten sofort und gibt sie gemeinsam in eine Form für Eis am Stiel oder man gibt zuerst eine Schicht Joghurt oder Kokosmilch hinein und lässt sie eine halbe bis dreiviertel Stunde anfrieren, dann folgt die zweite Schicht. Nach etwa sechs bis acht Stunden im Tiefkühlfach ist das Eis fertig.

Eis und Diabetes

Für Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2, die mit Tabletten (orale Therapie) behandelt werden oder ihren Stoffwechsel rein diätetisch führen, gilt: „eine Portion Eis“ als die Leckerei des Tages. Da Eis jede Menge Kohlenhydrate enthält, sollten Sie schauen, dass Ihre Blutzuckerwerte vor dem Genuss im „Zielbereich“ liegen. Für Menschen mit Insulintherapie ist es bei undeklarierten Produkten oft schwer, den Zuckergehalt zu erkennen. Vorsicht bei Frozen Yoghurt: Klingt gesund, enthält aber häufig bis zu 20 % Zucker.

Auswirkungen von täglichem Eiskonsum

Bei täglichem Konsum überwiegen klar die Risiken. Vor allem der hohe Zuckergehalt kann problematisch werden: Bereits zwei Kugeln Eis decken rund die Hälfte der von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Tageshöchstmenge an Zucker ab. Die Folgen können sein:

  • Heißhunger und Blutzuckerschwankungen
  • Gewichtszunahme durch Kalorienüberschuss
  • Zahnschäden durch Zucker und Fruchtsäuren
  • Erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Fettstoffwechselstörungen

Auch das enthaltene Fett - vor allem bei Sahneeis oder veganem Kokoseis - kann sich bei regelmäßigem Verzehr ungünstig auf den Cholesterinspiegel auswirken. Dazu kommen mögliche Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Aromen oder Farbstoffe in industriell hergestellten Sorten. Wer empfindlich auf Laktose reagiert, sollte bei klassischem Milcheis besonders aufpassen oder laktosefreie Alternativen wählen.

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