Wie viel Zucker steckt wirklich in Monster Energy Drinks? Eine detaillierte Analyse
Energy Drinks sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Ob als Muntermacher für zwischendurch, als Leistungssteigerer beim Sport oder als Begleiter durch lange Nächte - die bunten Dosen versprechen Energie und Konzentration. Doch was steckt wirklich in diesen Getränken, insbesondere im Hinblick auf den Zuckergehalt? Dieser Artikel beleuchtet den Zuckergehalt von Monster Energy Drinks und vergleicht ihn mit anderen gängigen Getränken, um ein umfassendes Bild der potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen zu vermitteln.
Die Beliebtheit von Energy Drinks
Energy Drinks erfreuen sich großer Beliebtheit, insbesondere bei Sportbegeisterten und Jugendlichen. Marken wie Red Bull haben sich zu einem regelrechten Lifestyle entwickelt. Die Getränke werden oft konsumiert, um Müdigkeit zu bekämpfen und die Leistungsfähigkeit zu steigern. Laut einer Studie von Foodwatch trinken Deutsche pro Kopf etwa 80 Liter zuckerhaltige Getränke pro Jahr, wobei Energy Drinks einen erheblichen Anteil ausmachen.
Zuckergehalt im Vergleich: Monster Energy vs. Cola und andere Getränke
Oft wird argumentiert, dass Energy Drinks wie Monster Energy mehr Zucker enthalten als herkömmliche Cola. Eine Studie von Foodwatch aus dem Jahr 2018 untersuchte 600 verschiedene Erfrischungsgetränke und fand heraus, dass einige Energy Drinks tatsächlich einen sehr hohen Zuckergehalt aufweisen.
Um dies zu veranschaulichen, betrachten wir einige konkrete Beispiele und Vergleiche:
- Rockstar Energy-Drink Punched Tropical Guava: Enthält 78 g Zucker pro Dose bzw. 15,6 g pro 100 ml.
- Monster Energy Drink Assault: Enthält 11 g Zucker pro 100 ml.
- Coca-Cola: Enthält 10,6 g Zucker pro 100 ml.
Diese Zahlen zeigen, dass der Zuckergehalt je nach Sorte variieren kann, aber viele Energy Drinks tatsächlich mit oder sogar über dem Zuckergehalt von Cola liegen. Ein Stück Würfelzucker wiegt etwa 3 g. Somit entsprechen 11 g Zucker etwa 4 Würfelzuckerstücke pro 100 ml.
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Die Schattenseite des Zuckers: Gesundheitliche Risiken
Der hohe Zuckergehalt in Energy Drinks birgt erhebliche gesundheitliche Risiken. Übermäßiger Zuckerkonsum kann zu Übergewicht, Karies, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Zudem können die enthaltenen Säuren den Zahnschmelz angreifen.
Die Verbraucherzentrale warnt vor den bedenklichen Nebenwirkungen der Kombination aus Zucker und hohem Koffeingehalt, die zu Bluthochdruck, Herzrasen und Kreislaufkollaps führen kann. Da die Süße den bitteren Geschmack des Koffeins überdeckt, werden Energy Drinks oft in größeren Mengen und schneller konsumiert als beispielsweise Kaffee, was den Körper zusätzlich belastet.
Weitere bedenkliche Inhaltsstoffe: Bisphenol A und Süßstoffe
Ein Test von 22 Energydrinks, bei dem bevorzugt Sorten wie "classic" oder "original" gekauft wurden, ergab, dass fast alle Produkte durchfallen. Besonders auffällig war der Fund von Bisphenol A (BPA) in Monster Energy und 19 weiteren Produkten. BPA kann aus den Epoxidharzen der Doseninnenlackierungen in die Getränke übergehen. Obwohl BPA seit Januar 2025 in Verpackungsmaterialien, die für den Kontakt mit Lebensmitteln vorgesehen sind, eigentlich nicht mehr eingesetzt werden darf, gibt es Übergangsfristen, die es erlauben, Dosen mit BPA-haltiger Innenbeschichtung noch bis zum 20. Juli 2026 in den Verkehr zu bringen.
Neben BPA wurden auch zugesetzte Vitamine (B2, B3, B6 und B12) sowie der hohe Zuckeranteil und der Süßstoff Sucralose bemängelt. Süßstoffe können die Geschmacksnerven an Süßes gewöhnen und den Appetit auf mehr anregen. Zudem wurde kritisiert, dass sich einige Anbieter nicht zur Verwendung von recyceltem Aluminium äußerten, was aus Umweltschutzgründen wichtig wäre.
Aufgrund dieser Kritik erhielt Monster Energy in dem Test das Urteil "ungenügend". Das Gesamturteil basiert auf dem Teilergebnis Inhaltsstoffe, wobei der stark erhöhte Bisphenol A-Gehalt und die weiteren genannten Kritikpunkte zu Notenabzügen führten.
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Light-Versionen: Keine sorgenfreie Alternative
Auch die Light-Versionen von Energy Drinks sind nicht unbedenklich. Anstelle von Zucker enthalten sie Süßstoffe wie Sucralose oder Erythrit. Obwohl diese Süßstoffe weniger Kalorien haben, stehen sie ebenfalls in der Kritik, gesundheitliche Auswirkungen zu haben.
Gesündere Alternativen: Was kann man stattdessen trinken?
Als gesündere Alternative zu Energy Drinks empfiehlt sich Kaffee. Er enthält im Durchschnitt genauso viel Koffein, wird aber meist in geringeren Mengen konsumiert und enthält keinen zusätzlichen Zucker. Wer eine stärkere Wirkung oder Abwechslung sucht, kann natürliches Guarana oder Mate probieren.
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