Wie lange sind selbstgemachte Kekse haltbar: Tipps und Tricks für die Weihnachtszeit
Die Weihnachtszeit ist die Zeit des Plätzchenbackens. Doch wie lange sind die selbstgemachten Köstlichkeiten eigentlich haltbar? Und wie bewahrt man sie am besten auf, damit sie lange frisch und aromatisch schmecken? Dieser Artikel beantwortet alle Fragen rund um die Haltbarkeit von selbstgemachten Keksen und gibt nützliche Tipps für eine sichere und leckere Weihnachtssaison.
Die richtige Aufbewahrung von Plätzchen
Die richtige Aufbewahrung ist entscheidend für die Haltbarkeit von selbstgemachten Plätzchen. Hier sind einige Tipps, die du beachten solltest:
- Vollständig auskühlen lassen: Die Plätzchen müssen vor dem Verpacken vollständig ausgekühlt sein. Andernfalls bildet sich Kondenswasser, wodurch die Plätzchen weich werden und schneller verderben können. Das ist vor allem bei Plätzchen mit Füllung wichtig.
- Trocknen lassen: Auch Verzierungen wie Zuckerguss oder Schokolade müssen vollständig getrocknet sein, bevor die Plätzchen verpackt werden. So verhinderst du, dass sie zusammenkleben.
- Luftdicht verpacken: Die Plätzchen sollten in luftdichten Behältern aufbewahrt werden, um sie vor Feuchtigkeit und Aromaverlust zu schützen. Besonders wichtig ist das luftdichte Verschließen auch für die Haltbarkeit von Plätzchen in Tüten.
- Geeignete Behälter wählen: Für die Lagerung eignen sich Metall- oder Plastikdosen. Blechdosen sind in vielen verschiedenen Größen, Formen und Mustern erhältlich und eignen sich auch für das Verschenken deiner selbstgemachten Plätzchen. Wenn du dich für Behältnisse aus Kunststoff entscheidest, achte auf die Wahl qualitativ hochwertiger Produkte, da nur diese luftdicht verschließen und keinen chemischen Eigengeruch an die Plätzchen abgeben. Empfehlenswert sind Gläser mit Gummidichtung oder Klickboxen, denn dort sind deine Plätzchen auch mottensicher.
- Getrennt lagern: Bewahre die unterschiedlichen Plätzchensorten wenn möglich separat auf, sodass sich die Geschmäcker nicht aufeinander übertragen. Es ist ratsam, die verschiedenen Kekse und Lebkuchen nicht in einem Behältnis zu lagern, sondern jede Sorte in einem eigenen Behälter aufzubewahren. So vermischen sich die verschiedenen Aromen nicht. Falls du mehrere Sorten in einer Dose lagern möchtest, lege dafür eine Lage Butterbrot- oder Backpapier zwischen die verschiedenen Plätzchen. Gleichzeitig kann es vorkommen, dass manche Plätzchensorten Feuchtigkeit aufnehmen oder abgeben. Lagerst du weiche und harte Plätzchen zusammen, kann also die Konsistenz darunter leiden.
- Kühl und dunkel lagern: Für möglichst lange Haltbarkeit lagerst du weihnachtliche Plätzchen idealerweise an einem kühlen und trockenen Ort. Plätzchen aller Art mögen es am liebsten kühl und dunkel. Verwahre sie in einer Dose bei Zimmertemperatur - zum Beispiel im Schlafzimmer. Dort herrscht immer ein angenehm frisches Klima. Lebkuchen, Früchtebrot und Honigkuchen fühlen sich bei etwa 17 Grad wohl: Vermeide trockene Heizungsluft, die das Gebäck austrocknen kann. Eine Aufbewahrung im Kühlschrank ist nicht zu empfehlen, da die leckeren Plätzchen dort schnell bröselig werden. Der Schokoladenüberzug, der manche Plätzchen ziert, wird im Kühlschrank hingegen grau. Wir raten dir daher, deine Leckereien in einem unbeheizten Raum deiner Wohnung, etwa in der Vorratskammer oder auf dem Dachboden aufzubewahren. Weihnachtsteller- und Etageren sind übrigens nur zum Anrichten geeignet. Pack die Kekse nach dem Kaffeetrinken wieder zurück in ihre kuscheligen Döschen, damit sie auf dem Teller nicht altbacken werden.
Wie lange sind selbstgebackene Weihnachtsplätzchen haltbar?
Die Haltbarkeit der selbstgemachten Plätzchen hängt maßgeblich von ihrer Zusammensetzung ab. Hier eine Übersicht:
- Trockene Plätzchen: Trockene Plätzchen ohne Creme, Schokolade und Marmelade lassen sich zwischen vier und acht Wochen lagern. Zu trockenen Plätzchen zählen zum Beispiel Vanillekipferl, Butterplätzchen oder Heidesand. Mürbeteigplätzchen wie Butterplätzchen oder Vanillekipferl halten 4-6 Wochen.
- Plätzchen mit Füllung: Gebäck mit Füllung verdirbt schneller, sodass Plätzchen wie Engelsaugen, Spitzbuben oder Eierlikörplätzchen nur vergleichsweise kurz haltbar sind. Mit Marmelade gefüllte Plätzchen bleiben 2-4 Wochen frisch. Bis zu zwei oder drei Wochen lassen sich diese Plätzchen lagern. Für die Plätzchen mit Marmelade ist bei der Aufbewahrung auch wichtig, dass sie optisch in Form bleiben. Stelle sicher, dass die Marmeladenfüllung getrocknet ist und lass dafür die Plätzchen nach dem Zusammensetzen mindestens 3 Stunden - noch besser über Nacht - trocknen.
- Gebäck aus Eischnee: Gebäck aus Eischnee wie Baiser-Plätzchen oder Makronen sollten Sie nur kurz aufbewahren. Makronen, Schaumgebäck oder mit Creme gefüllte Plätzchen halten etwa 1 Woche. Obwohl Makronen zwar zu einem Großteil aus Eiweiß bestehen, weisen sie eine hohe Haltbarkeit auf. Trotz der empfindlichen Zutat sind Kokosmakronen und Co. aufgrund der hohen Menge an Zucker bis zu 3 Wochen haltbar.
- Lebkuchen und Stollen: Selbstgemachter Lebkuchen lässt sich bis zu drei Monate lagern. Bei richtiger Lagerung etwa 2 bis 3 Monate. Lebkuchen oder Weihnachtsstollen: Bei richtiger Lagerung etwa 2 bis 3 Monate. Üblicherweise entfaltet Lebkuchen bei längerer Aufbewahrung besonders seine Aromen, sodass das Gebäck noch leckerer schmeckt. Lebkuchen, Stollen und Früchtebrot sind besonders lange haltbar und bleiben bis zu 4 Monate frisch und aromatisch.
Hinweis: Bitte beachte, dass es sich hierbei nur um Richtwerte handelt. So individuell wie selbstgebackene Plätzchen und Co sind, so unterschiedlich kann auch die Haltbarkeit ausfallen. Ist das Gebäck schon etwas älter, solltest du es vor dem Verzehr auf Anzeichen von Verderb überprüfen.
Anzeichen für verdorbene Plätzchen
Es gibt einige Anzeichen, an denen du erkennen kannst, ob deine Plätzchen schlecht geworden sind:
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- Veränderte Konsistenz: Wenn eigentlich harte Kekse oder feste Plätzchen auf einmal eine weiche, bröckelige oder unangenehm harte Textur aufweisen und nicht mehr knusprig sind, sind sie alt geworden. Hart oder weich geworden. Füllungen haben Konsistenz verloren.
- Verändertes Aroma: Riechen die Plätzchen unangenehm oder muffig? Vor allem Plätzchen mit hohem Butter- oder Nussanteil wie Florentiner oder Nussplätzchen können bei zu langer Lagerung ranzig werden.
- Schimmel: Insbesondere bei feuchteren Gebäcksorten oder Plätzchen mit Füllungen können sich bei fehlerhafter oder zu langer Lagerung kleine Verfärbungen oder Schimmelstellen bilden. Diese sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Plätzchen nicht mehr essbar sind und entsorgt werden sollten. Anzeichen von Schimmel.
- Veränderte Farbe: Veränderte Farbe.
Wenn du dir unsicher bist, ob deine Plätzchen noch gut sind, solltest du sie lieber entsorgen.
Was tun, wenn man schlechte Plätzchen gegessen hat?
Sollten dir nach dem Genuss von Plätzchen Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen begegnen, ist rasches Handeln gefragt! Als allererstes: Finger weg von weiteren Plätzchen! Stattdessen sind Wasser und Elektrolytlösungen deine besten Freunde. Auch Ruhe und ausreichend Schlaf haben eine unterstützende Wirkung.
Manchmal können schlechte Plätzchen aber heftige und unangenehme Symptome verursachen. Wenn die Beschwerden nach 24 Stunden nicht abklingen oder besonders intensiv sind, zögere bitte nicht, einen Arzt aufzusuchen! Schwächegefühle oder gar Ohnmachtsanzeichen sollten dich ebenfalls dazu veranlassen, umgehend Hilfe zu suchen.
Da Vorbeugen bekanntlich besser als Heilen ist, achte bereits bei der Zubereitung deiner Backwaren auf einige wichtige Punkte: Verwende stets frische Zutaten und arbeite unter hygienischen Bedingungen. Sorge dafür, dass alle Lebensmittel in sauberen Behältern lagern und meide ungewollte Geruchsverschmelzungen. Apropos Lagerung: Schütze dein Weihnachtsgebäck vor Fliegen sowie anderen ungebetenen Gästen!
Zur weiteren Risikominimierung empfiehlt es sich zudem, länger haltbare Teige zu verwenden. Dank ihrer geringen Feuchtigkeit entziehen sie Bakterien den Nährboden und bleiben so länger genießbar.
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Können selbstgemachte Plätzchen eingefroren werden?
Trockenes Weihnachtsgebäck ohne Füllung können Sie problemlos nach dem Backen einfrieren. Platzieren Sie die Plätzchen dafür portionsweise in dünnen transparenten Gefrierbeuteln oder in Gefrierdosen aus Kunststoff. Beschriften Sie diese Gefrierbeutel oder Gefrierdosen mit dem Datum, an dem Sie die Plätzchen einfrieren. Achten Sie bei Gefrierbeuteln besonders darauf, diese luftdicht zu verschließen und waagerecht im Gefrierfach zu platzieren. Um die Plätzchen besser entnehmen zu können, empfehlen wir Ihnen Backpapier dazwischen zu legen.
Gefüllte oder mit Schokolade und Zuckerguss überzogene Plätzchen eignen sich dagegen nicht zum Einfrieren.
Wie lange halten Plätzchen tiefgefroren?
Plätzchen lassen sich üblicherweise zwischen drei und acht Wochen einfrieren. Es ist möglich, Weihnachtskekse länger einzufrieren, jedoch kann sich dies auf Konsistenz und Geschmack des Gebäcks auswirken. Achte beim Einfrieren von Plätzchen darauf, tatsächlich ausschließlich trockene Plätzchen einzufrieren. Auf diese Weise aufbewahren lassen sich Linzer Plätzchen, Vanillekipferl und Mürbeteigplätzchen. Gebäck mit Cremes und Füllungen sind besonders leicht verderblich und lassen sich nicht einfrieren. Auch vom Aufbewahren von Baiser-Plätzchen im Gefrierschrank ist abzuraten. Kekse mit Schokoladenüberzug vertragen die Kälte ebenfalls nicht.
Wie lassen sich Plätzchen auftauen?
Um die tiefgefrorenen Plätzchen wieder aufzutauen, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:
- Entnehmen Sie die Plätzchen dem Gefrierbeutel und verteilen Sie sie großzügig auf einem großen Teller. Lassen Sie die Plätzchen bei Zimmertemperatur auftauen. Es ist ratsam, die Plätzchen über Nacht auftauen zu lassen.
- Fehlt Ihnen die Zeit, ist es möglich, die Plätzchen im Ofen aufzubacken. Hier empfehlen sich zwischen drei und acht Minuten bei bis zu 180 Grad Celsius.
- Alternativ ist die Verwendung der Mikrowelle möglich. Häufig verfügen Mikrowellen über eine spezielle Auftaufunktion. Stattdessen lässt sich ebenso eine geringe Wattzahl zum Auftauen der Plätzchen nutzen.
Entscheiden Sie sich dafür, die Plätzchen im Ofen oder in der Mikrowelle aufzutauen, achten Sie darauf, dass Sie sie nicht zu lang aufbacken. Für möglichst langes Aufbewahren platzieren Sie die Plätzchen und Kekse in einer Dose aus Blech oder Kunststoff.
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Was schränkt die Haltbarkeit von Plätzchen ein?
Ein optimales Lagern kann die Haltbarkeit von Keksen und Leckereien der Weihnachtsbäckerei verlängern. Dennoch gibt es einige Faktoren, die die Haltbarkeit von Plätzchen einschränken. Eine Füllung gibt einem Plätzchen einen aufregend aromatischen Geschmack. Sie führt aber auch dazu, dass sie schneller ablaufen, denn ein Plätzchen ist grundsätzlich nur so lange haltbar wie seine Füllung. Besonders Cremefüllungen, aber auch Füllungen aus Marmeladen verkürzen die Haltbarkeit. Nüsse wirken sich ebenfalls negativ auf die Haltbarkeit von Plätzchen aus. Die Nüsse besitzen nur eine geringe Haltbarkeit und werden ranzig. Zudem können diese Ungeziefer anziehen. Weitere Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Eischnee oder Quark sollten zudem beachtet werden.
Tipps und Tricks, um Plätzchen wieder weich zu machen
Sind aus weichen Plätzchen wie Zimtsterne oder Kokosmakronen harte Kekse geworden, können leichte Tricks helfen, sie wieder weich zu machen. Eine Möglichkeit ist es, ein Stück Apfel in die luftdicht verschlossene Keksdose zu legen. Denke nur daran, den Apfel nach 2 Tagen zu wechseln, damit es nicht zu Schimmel kommt. Der Apfel gibt ein leichtes Aroma ab - je nach Geschmack ist dies ein Vor- oder Nachteil. Plätzchen weich machen ohne Geschmacksveränderungen ist mit dem nächsten Tipp möglich. Dafür wird ein feuchtes Küchentuch mit Wasser befeuchtet und - je nach Größe der Plätzchendose - in einem kleinen Schälchen oder auf einem Stück Alufolie gegeben.
Resteverwertung: Was tun mit alten Plätzchen?
Wir alle können unseren Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung leisten. Wenn dir deine Plätzchen oder Lebkuchen trotz aller Lagerungstipps zu hart oder weich geworden sind, sich in Brösel verwandelt haben oder nicht mehr ansehnlich genug für die Kaffeetafel sind, musst du sie auf keinen Fall wegschmeißen. Du kannst sie einfach weiterverwenden und zweckentfremden. Zerkrümelte Plätzchen werden eine leckere Dessert-Dekoration. Du kannst die Kekse auch zerstampfen, mit etwas Butter mischen und als Boden für Torten, Kuchen und Desserts nutzen. Aus Lebkuchen lassen sich super gut Cakepops machen, wenn du sie zerkleinerst und mit etwas Flüssigkeit und Marmelade oder Frischkäse mischst. Eine 1A-Resteverwertungsidee sind auch Rumkugeln. Dafür eignen sich auch Lebkuchen, Früchtebrot, ja sogar Stollen ideal, auch Keksbrösel können dort hineinwandern. Aus alt mach neu, so einfach geht’s!
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