Dubai Schokolade: Inhaltsstoffe und Herstellung im Detail

Der Hype um Dubai-Schokolade ist in den letzten Jahren unübersehbar. In den sozialen Medien wird sie gefeiert, zahlreiche Influencer schwärmen und stellen die süße Delikatesse in den Fokus. Doch was steckt genau hinter dem viralen Trend? In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Inhaltsstoffe, die Herstellung und Besonderheiten der berühmten Dubai-Schokolade - und warum sie berechtigt für Diskussionen über Qualität, Preis und Nachhaltigkeit sorgt.

Viralität der Dubai-Schokolade in den sozialen Medien

Die Geschichte der Dubai-Schokolade

Dubai-Schokolade hat weltweit Fans gefunden. Die Erfindung der Dubai-Schokolade wird Sarah Hamouda zugeschrieben, sie ist die Inhaberin des Unternehmens "Fix Dessert Chocolatier" in Dubai. Naschkatzen in aller Welt haben schon Dubai Schokolade probiert. „Can’t Get Knafeh of It“ wurde 2021 von Sarah Hamouda, der Gründerin von Fix Dessert Chocolatier, in Dubai entwickelt. Alles fing, wie so oft im Leben, klein an. Sarah Hamouda war zum zweiten Mal schwanger. Ihr Appetit auf Süß ließ sich nicht wirklich stillen. Etwas Ungewöhnliches, etwas Neues musste her. Schließlich machte sie sich selbst ans Werk und begann 2021 mit verschiedenen Zutaten zu experimentieren. Ihr Produkt avancierte in den sozialen Medien innerhalb kurzer Zeit zum globalen Food-Trend und etablierte eine neue Produkt-Kategorie im Süßwarensegment.

Nach Deutschland schwappte der Trend im Dezember 2023. Kiki Aweimer griff den Food-Trend auf. So richtig bekannt wurde die Süßigkeit im Herbst 2024. Auch in Deutschland haben führende Süßwarenhersteller Dubai Schokolade mittlerweile im Sortiment. Der Begriff ist nicht geschützt. In Europa wurden mehr als 30 ähnliche Markenanmeldungen für Schokolade registriert.

Was ist Dubai-Schokolade?

Dubai-Schokolade ist keine gewöhnliche Schokolade, sondern ein exklusives Produkt mit besonderer Füllung und auffälligem Aussehen. Die Schokolade besitzt auffällig große und dicke Quadrate und ähnelt in der Form einer Blockschokolade. Die Beliebtheit der Dubai-Schokolade ist maßgeblich auf ihre Kombination aus cremiger Pistaziencreme und knusprigen, gerösteten Kadayif-Fäden zurückzuführen. Die Füllung setzt sich vorwiegend aus Pistaziencreme und gerösteten, zerkleinerten Teigfäden (Kadayif) zusammen. Weiße, Vollmilch- oder Zartbitterschokolade bildet die Basis der Süßigkeit. Häufig wird die Schokolade mit Mustern aus weißer und grüner Schokolade verziert.

Typische Füllung und Textur von Dubai-Schokolade

Traditionelle Zutaten im Überblick

Generell gilt: Umso weniger Zutaten enthalten sind, umso hochwertiger ist das Produkt. Die Zutatenliste für klassische Dubai-Schokolade umfasst in der Regel:

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  • Schokolade: meist Zartbitter- oder Vollmilchschokolade; für das Original verwendet man Schweizer Schokolade von Max Felchlin AG.
  • Pistaziencreme: Für Farbe, Geschmack und Cremigkeit; enthält gesunde Fette und Eiweiß, ist aber oft nur in geringen Mengen enthalten.
  • Kadayif-Teigfäden (Engelshaar): Aus Wasser und Weizenmehl zubereitet, geröstet und gehackt.
  • Tahin (Sesampaste): Gibt eine leicht nussige Note, ist vitaminreich und ballaststoffhaltig.
  • Butter/Öl: Zum Rösten der Kadayif-Fäden.
  • Pistazienstücke: Für Knusprigkeit und ein besonderes Aroma.

Wesentliche Komponenten im Detail

  • Kadayif: Kadayif ist ein traditioneller Fadenteig, der für die arabische und türkische Küche typisch ist. Die dünnen Teigfäden werden auch Engelshaar genannt. Sie bestehen aus einem simplen Teig aus Wasser und Mehl. Kadayif ist aus der griechischen, türkischen und arabischen Küche nicht wegzudenken.
  • Pistaziencreme: Pistaziencreme ist die wichtigste der Dubai-Schokolade-Zutaten. Sie sorgt für die charakteristische Farbe und gleichzeitig für eine cremige Füllung. Besonders geschmacksintensive Pistazien wachsen in Sizilien.
  • Tahini: Tahini kann aus geschältem und ungeschältem Sesam bestehen. Pro 100 Gramm sind etwa zehn Gramm Ballaststoffe enthalten. Die Kerne werden geröstet und gemahlen, das Ergebnis ist eine ölige Paste, beliebt als Zutat in vielen orientalischen Gerichten.
Hauptzutaten: Pistazien, Kadayif, Tahini und Schokolade

Herstellungsprozess der Dubai-Schokolade

Die Herstellung der Süßigkeit gestaltet sich recht aufwendig und erfolgt meist in Handarbeit. Hochwertige Zutaten rechtfertigen den Preis ebenfalls. Die Kombination aus verschiedenen Schokoladensorten und Füllungen sorgt für das charakteristische Aussehen und Geschmackserlebnis.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Weiße Schokolade vorsichtig im Wasserbad schmelzen; dekoratives Muster mit Schokoladenfäden in eine Silikon-Schokoladenform geben.
  2. Zartbitter- oder Vollmilchschokolade ebenfalls schmelzen und die erste dünne Schicht darüber gießen; kühlen lassen.
  3. Butter in einer Pfanne erhitzen, Kadayif zerkleinern und anrösten, bis die Fäden goldbraun und knusprig sind.
  4. Pistaziencreme und Tahini zur Kadayif-Mischung geben und alles zu einer formbaren Masse verarbeiten.
  5. Füllung auf der ersten Schokoladenschicht verteilen; mit gehackten Pistazien bestreuen.
  6. Restliche Schokolade erneut darüber geben und glattstreichen.
  7. Mehrere Stunden im Kühlschrank aushärten lassen; aus der Form lösen und in Stücke teilen.
DIY-Herstellung: Dubai-Schokolade selber machen

Rezept für eine Tafel Dubai-Schokolade

Zutat Menge
Weiße Schokolade 30 g
Lebensmittelfarbe (optional) 2 Tropfen
Zartbitter- oder Vollmilchschokolade 100 g
Butter 15 g
Kadayif-Teigfäden 50 g
Tahin 1 TL
Gezuckerte Pistaziencreme 80 g
Geröstete Pistazien (gehackt) 50 g

Hinweis: Die genauen Mengenvorgaben können je nach Formgröße und gewünschten Geschmacksnuancen variieren.

Tipps zur optimalen Herstellung

  • Silikonformen erleichtern das Herauslösen und bewahren Muster.
  • Weiße Schokolade bei Bedarf einfärben, um das typische Muster zu erzielen.
  • Richtiges Temperieren (Schokolade auf 40 °C erwärmen, auf 28 °C abkühlen, dann auf ca. 30 °C erneut erwärmen) sorgt für Glanz und Knackigkeit.
  • Ideal sind hochwertige orientalische Zutaten, etwa Kadayif (frisch oder vorgeröstet aus dem türkischen Supermarkt) und Edelvollmilchschokolade.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Herstellung Dubai-Schokolade

Qualität, Preis und Kritik

Die geschickt vermarktete Schokolade hat ihren Preis - um die 15 Euro kostet das begehrte Stück. Hier setzt die Kritik der Verbraucherschützer an. Die Pistaziencreme als teuerste Zutat wird oftmals nur in geringen Mengen verwendet. Es gibt Berichte, dass in VAE-Importen Palmöl statt Kakaobutter verwendet wird - das Produkt entspricht dann nicht mehr der klassischen Definition von Schokolade und kann eine Verbrauchertäuschung darstellen.

In den Proben aus der Türkei wurde nicht deklarierter Sesam nachgewiesen, was für Personen mit Sesamallergie ein Gesundheitsrisiko darstellt. Fast alle untersuchten Proben enthielten zudem künstliche Farbstoffe, die einen höheren Anteil an hochwertigen Zutaten vortäuschten.

Wichtig ist ein kritischer Blick auf die im Handel erhältlichen Produkte, da neben hochwertiger Handwerkskunst auch viele Massenprodukte mit günstigen Ersatzstoffen und Aromen existieren.

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DIY-Trend

Warum teuer kaufen, wenn man das kulinarische Erlebnis auch relativ einfach zuhause selbst herstellen kann? Inzwischen kursieren unzählige Rezepte im Internet und Youtuber erklären Schritt für Schritt, wie man die Schokolade selbst kreiert. Wer sich für eigene Kreationen entscheidet, kann Zutaten, Qualität und Zuckergehalt gezielt bestimmen.

Checkliste: Auf diese Zutaten achten

Nährwerte und Gesundheitsaspekte

Ist die Dubai-Chocolade gesünder als normale Schokolade? Das lässt sich pauschal nicht beantworten, denn es kommt auf das Rezept bzw. die Zutaten an. Pistaziencreme kann generell gesunde Fette und Proteine enthalten, wobei die Dubai-Schokolade häufig nicht mehr als 10 Prozent davon enthält. Die in Fett gebratenen Teigfäden sind eher ungesund. Der Kalorien-, Zucker- und Fettgehalt unterscheidet sich also auch bei dieser Schokoladenvariante nicht groß von anderen Schokoladen.

Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 85 % gilt als gesünder - in Studien zeigt der regelmäßige Verzehr u.a. positive Effekte auf den Cholesterinspiegel. Hier fehlen allerdings die aufregende Vermarktung und die geschmackliche Variation.

Nachhaltigkeit und Umweltaspekte

Bei den ganzen Trends stellt sich die Frage, was der steigende Pistazien-Konsum für die Umwelt bedeutet. Pistazien sind ein klassisches Importgut z.B. aus dem Iran, Kalifornien, Spanien oder der Türkei. Die Nachfrage weltweit ist groß und steigend. Dies wiederum verlangt nach mehr Anbauflächen. Amerika und Iran gelten derzeit als die größten Exporteure. Obwohl Pistazienbäume anpassungsfähig und trockenresistent sind, benötigen die Plantagen viel Wasser. Die Bewässerungsmenge an den Anbauorten übertrifft sogar die der wasserintensiven Kulturen von Avocados und Mandeln. Im Iran wird hierfür auch das Grundwasser abgepumpt, was zu regelrechten Wasserkrisen führt.

Hinzu kommen Monokulturen, der Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden sowie lange Transportwege des begehrten grünen Schatzes. Dadurch bekommt die leckere Pistaziencreme der Dubai-Schokolade einen weiteren, bitteren Beigeschmack.

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Nachhaltigkeit: Pistazienanbau und globale Lieferketten

Varianten und verwandte Spezialitäten

Es gibt keine einzige, offizielle Rezeptur für die Dubai Schokolade. Jeder Konditor oder Hobbykoch kann seine eigene Version mit verschiedenen Schokoladenarten, Nüssen und weiteren Zutaten kreieren. Die Idee zur Dubai-Schokolade ist eng mit türkischen Kochtraditionen verknüpft. In türkischen Desserts finden Naschkatzen sowohl die cremige Pistazienpaste, wie auch die knusprigen Teigfäden wieder. Baklava und Kunafa sind beliebte Vorbilder.

Für Dattel-Varianten empfehlen sich Medjool-Datteln, gefüllt mit Pistazienmus und Kadayif. So erhalten Sie eine zuckerreduzierte Version, inspiriert vom Original.

Dubai Schokolade weltweit und rechtlicher Status

Der Instagram Account der Firma „Fix Dessert Chocolatier“ verrät, dass die Schokolade nur in Dubai und Abu Dhabi zu erwerben ist. Ein Post warnt eindringlich vor Betrügern. Im Dezember 2024 mahnte ein Importeur andere Hersteller ab, da deren Dubai-Schokolade nicht in Dubai produziert wird. Der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie ist jedoch der Meinung, dass als „Dubai-Schokolade“ bezeichnete Schokoladenerzeugnisse auf der ganzen Welt hergestellt werden dürfen. Das Original ist aktuell meist nur direkt in Dubai und über wenige Onlinehändler erhältlich. Viele Alternativen und Nachahmungen gibt es inzwischen weltweit, auch in Supermärkten.

Internationale Verbreitung und Markenrechte der Dubai-Schokolade

Fazit zur Dubai-Schokolade

Dubai-Schokolade ist mehr als nur ein süßer Trend - sie symbolisiert Exklusivität und den Wunsch nach neuen Geschmackserlebnissen. Das besondere Zusammenspiel von Schokolade, Pistaziencreme und Kadayif verleiht ihr ein unverwechselbares Aussehen und einen besonderen Crunch. Die Entwicklung von Social-Media-Trends und die große Nachfrage führen aber auch zu Herausforderungen bezüglich Lebensmittelsicherheit, Authentizität und Nachhaltigkeit.

Wer die Spezialität probieren möchte, sollte auf die Zutatenliste und Herkunft achten - oder selber kreativ werden und seine Variante mit den besten Zutaten und eigenen Nuancen gestalten.

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