Werner von der Ohe – Bienenkunde und Honigforschung im Fokus

Werner von der Ohe gilt als einer der bedeutendsten Experten für Bienenkunde und Honigforschung. Als langjähriger Leiter des LAVES Institut für Bienenkunde Celle prägte er die moderne Imkerei in Deutschland auf besondere Weise und widmet sich seit Jahrzehnten der Erforschung von Honig, Bienen und deren ökologischem Kontext. Sein Praxisbuch über Honig, das leider vergriffen ist, avancierte wegen seines wissenschaftlichen Tiefgangs und praktischen Nutzens schnell zum Standard - nicht nur für Imker, sondern auch für Konsumenten, die sich für das Naturprodukt Honig interessieren.

Bienenstock mit vollen Honigwaben

Zur Person: Werner von der Ohe und das Institut für Bienenkunde

Werner von der Ohe stammt aus dem Landkreis Uelzen und kam durch seinen Onkel zur Imkerei. Er studierte Biologie, Geographie und Philosophie an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, wo er 1986 promovierte. Von der Ohe ist Biologe, hat in Hannover studiert und promoviert. Ab 1981 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bienenkunde Celle, das 2004 in das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) eingegliedert wurde. Seit dem Jahr 2000 leitet er das LAVES (Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) Institut für Bienenkunde in Celle. Er hat 1981 als wissenschaftlicher Mitarbeiter angefangen, wurde 1990 Laborleiter und übernahm 2000 die Institutsleitung.

Er hat das Institut für Bienenkunde Celle des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) als Institutsleiter maßgeblich geprägt und zu einem einzigartigen Kompetenzzentrum für alle Belange der Bienenhaltung und angrenzender Bereiche wie Umweltmonitoring, Pflanzenschutz sowie Landwirtschaft weiterentwickelt. Die Expertise des Biologen war weit über Deutschlands Grenzen hinaus gefragt. Die Kooperationen mit anderen Institutionen im In- und Ausland sowie mit imkerlichen Verbänden wurden ausgeweitet. Er war viele Jahre Vorsitzender in der „International Honey Commission“, brachte unter anderem nationale und internationale Fachleute zu Kongressen zusammen, wie beispielsweise 2002 und 2004 in Celle. Experten aus mehr als 30 Nationen kamen nach Niedersachsen.

Werner von der Ohe bei der Honiguntersuchung

Forschungsschwerpunkte und internationale Kooperationen

Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Harmonisierung der Honiguntersuchungen auf internationaler Ebene sowie ein Frühdiagnosetool zur Amerikanischen Faulbrut etabliert, die Prüfung zur Gefährlichkeit von Insektiziden auf Honigbienen und der Einsatz von Bienen beim Umweltmonitoring. Für die Bekämpfung von Bienenkrankheiten wie der Amerikanischen Faulbrut sowie der zügigen Aufdeckung von Bienenvergiftungen durch Pflanzenschutzmittel hat das LAVES Institut Konzepte entwickelt, die auch für andere Bundesländer von hoher Bedeutung sind. Die Themengebiete des Instituts reichen von diversen Forschungsthemen, Untersuchung von Honig und Pollen, Krankheitsdiagnose und Entwicklung von Bekämpfungskonzepten über die Prüfung von Pflanzenschutzmitteln auf Bienengefährlichkeit bis hin zur Honig- und Königinnenproduktion.

Von der Ohe hat seit Anfang der 2000er-Jahre die Forschungs- und Entwicklungsbereiche weiter ausgebaut und an neue Erfordernisse angepasst. Ein wichtiges Ziel sollte für die Zukunft sein, dass die Nahrungsgrundlage für Bienen deutlich verbessert und in der Bienenhaltung der Medikamenteneinsatz auf ein absolutes Mindestmaß reduziert wird. Die Optimierung der Bienengesundheit auf der Basis neuer Erkenntnisse in den Bereichen Biologie, Genetik, Ökologie von Bienenvölkern umfasst einen noch stärkeren ganzheitlichen Ansatz.

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Struktur und Aufgaben des LAVES-Instituts

Das LAVES ist eine zentrale Behörde des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Niedersachsen. Es ist landesweit zuständig für die Untersuchung und Beurteilung von amtlichen Proben aus allen Prozess- und Produktionsstufen der Lebensmittelkette. Sechs Untersuchungseinrichtungen gehören zum LAVES: die Lebensmittel- und Veterinärinstitute Oldenburg und Braunschweig/Hannover, das Institut für Fische und Fischereierzeugnisse Cuxhaven, das Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg, das Futtermittelinstitut Stade und das Institut für Bienenkunde Celle.

Organigramm LAVES und Forschungsstandorte

Praxiswissen: Honigproduktion von der Biene bis zum Konsumenten

Volle Honigwaben sind der Lohn für ein arbeitsreiches Imkerjahr. Doch wer erfolgreich Honig ernten und verkaufen möchte, benötigt das richtige Know-how: Wie entsteht Honig, wie bearbeiten die Bienen ihn im Stock, wie wird er gewonnen, gelagert, weiterverarbeitet, vermarktet und verbraucht - von der Küche über die Kosmetik bis hin zur Medizin. Ein Praxis-Buch für alle Imker und ebenso für Konsumenten, die mehr über das Naturprodukt Honig wissen wollen.

Die Fragen zur Gewinnung, Lagerung, Weiterverarbeitung und Vermarktung des Honigs werden im Buch sehr ausführlich und praxisnah behandelt. Viele Rezensenten greifen zum Buch, wenn sie Probleme haben: „Mein Honig wird nicht cremig“, „Er hat Blasen“ oder „Er schmeckt komisch“. Imker schätzen, dass hier nicht nur an der Oberfläche gekratzt wird.

Qualitätskontrolle von Honig

Ein wichtiges Kriterium ist der Wassergehalt des Honigs. Laut Deutschem Lebensmittelgesetz darf Honig maximal 20% Wasser haben. Honige, die unter dem Label des DIB vertrieben werden, dürfen jedoch nur 18% Wassergehalt besitzen und nur Honige mit weniger als 16,8% Wasseranteil werden vom DIB mit Gold prämiert.

Kriterium Zulässiger Wert Gold-Prämierung
Maximaler Wassergehalt (Lebensmittelgesetz) 20% -
Maximaler Wassergehalt (DIB) 18% -
Für Gold prämiert (DIB) < 16,8% X

Die Kriterien Reinheit und Rückstandsfreiheit sowie Geschmack und Geruch erhielten bisher jedes Jahr die volle Punktzahl. Unser "Medaillenspiegel" zeigt von 9 eingereichten Proben 5x Gold und 4x Silber.

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Honigprüfungen und Medaillen

Ökologie und gesellschaftliche Bedeutung der Bienen

Bienen sind für unser Ökosystem von außerordentlicher Bedeutung. Über ein Drittel unserer Nahrung ist auf die Bestäubung durch Honigbienen angewiesen. Nun sind seit einigen Jahren erhebliche Verluste an Bienenvölkern zu beklagen - und zwar weltweit. Ihr Fehlen hätte fatale Auswirkungen auf unsere Ernährung. Medien sprechen von einem globalen Bienensterben, das die gesamte Menschheit bedrohen könnte.

Dr. von der Ohe warnt vor Panik, ohne Entwarnung zu geben. Er zeigt zum einen, wie hochsozial Bienenvölker organisiert sind, was sie leisten und wie ihr komplexes Zusammenwirken funktioniert. Die Nähe zu natürlichen Auenlandschaften, Streuobstwiesen und Waldgebieten trägt ebenfalls zur Vollmundigkeit unseres Honigs bei und beschert ihm jedes Jahr neue geschmackliche Varianten.

Vortrag: Bedeutung der Honigbiene für Mensch und Ökosystem

Honig aus Nidderau: Regionale Qualität

Honig aus Nidderau stammt aus dem Herzen der Region Nidderau am Rande der Wetterau. Unseren Bienenvölkern steht ein reichhaltiges Blütenangebot auf einem ökologisch bewirtschafteten Hof zur Verfügung, welches weder künstlich gedüngt noch mit Pestiziden behandelt wird. Die Nähe zu natürlichen Auenlandschaften, Streuobstwiesen und Waldgebieten trägt ebenfalls zur Vollmundigkeit des Honigs bei und beschert ihm jedes Jahr neue geschmackliche Varianten.

Bei uns bekommen Sie ausgezeichnete Qualität! Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn wir lassen unseren Honig regelmäßig vom Deutschen Imkerbund (DIB) und der Universität Hohenheim auf Reinheit bzw. Vorhandensein von Rückständen aus Insekten- und Pflanzenschutzmitteln überprüfen. Die Untersuchungsberichte und Messprotokolle können Sie hier einsehen. Bei uns wird nichts zugekauft!

Fazit: Bedeutung und Perspektiven der Bienenkunde

Das Institut in Celle wurde 1927 als Landesinstitut für Bienenforschung gegründet, seit 2004 gehört es zum LAVES und wurde in Institut für Bienenkunde Celle umbenannt. Diese Umstrukturierung wurde vom Niedersächsischen Landtag am 4. November 2003 beschlossen. Mitarbeit sowie Aufstellung von interdisziplinär aufgestellten Arbeitsgruppen war von der Ohe immer wichtig.

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Werner von der Ohe geht nach 40 Jahren im Institut für Bienenkunde in den Ruhestand. „Werner von der Ohe ist dank seiner herausragenden praxisorientierten Fachkompetenz und seines unermüdlichen zielgerichteten Engagements für seine Arbeit und für sein Team, ein überaus geschätzter Kollege. Ich wünsche ihm für seinen Ruhestand alles erdenklich Gute“, so Prof. Dr. Ausgezeichnete Fachkompetenz in Sachen Bienen: Dr. Werner von der Ohe wird Honorarprofessor an der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Werner von der Ohe - Porträtfoto mit Bienenstock

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