Was ist ein Cronut: Herkunft und Herstellung
Cronuts sind eine Erfindung des französischen Konditors Dominique Ansel, der in dem New Yorker Stadtteil SoHo eine Bäckerei betreibt und nur er backt das Original! Er kam auf die Idee, eine Mischung zwischen Croissant und Donut zu kreieren. Es handelt sich bei diesem „Hybridgebäck“ um eine einzigartige Mischung aus einem Donut und einem Croissant.
Im Namen Cronut stecken schon die wichtigsten Informationen über dieses Gebäckstück: Locker-luftiger Croissant-Blätterteig wird hier zu einem runden Donut geformt und mit einer Lage aus zuckersüßer Creme gefüllt. Abgerundet wird die Kreation meist mit Zuckerguss oder einer anderen Glasur. Der croissant-ähnliche Teig ist geformt wie ein klassischer Donut, mit einer Creme gefüllt und einer Glasur verfeinert.
Herkunft und Erfinder
Der französische Koch und Zuckerbäcker Dominique Ansel zog 2006 von Paris nach New York, um dort als Executive Pastry Chef (quasi als Chef-Zuckerbäcker) für das Restaurant Daniel zu arbeiten, das sich kurz darauf den dritten Michelin-Stern erkochte. Der Erfinder der Cronuts: Der Franzose Dominique Ansel ist in der Nähe von Paris aufgewachsen und gehört mittlerweile zu den 10 besten Konditoren in den Vereinigten Staaten. Er betreibt seine eigene Konditorei im New Yorker Stadtteil Soho. Seit seinem Erfolg mit den Cronuts ist sein Name in aller Munde.
Im Mai 2013 erfand er den Cronut, über den gleich am ersten Tag ein Food Blogger berichtete. Der Text wurde an einem einzigen Tag 140.000 Mal verlinkt, und vor der Dominique Ansel Bakery bildeten sich lange Schlangen. Die ersten Cronuts wurden im Mai 2013 in New York verkauft. Das Wochenmagazin TIME kürte den Cronut zu einer der 25 besten Erfindungen des Jahres 2013.
Warum der Cronut berühmt wurde
Inzwischen gab es weltweite Berichterstattung: Ansel und sein Cronut waren in Fernsehshows und Zeitungen auf der ganzen Welt. Sogar das japanische Fernsehen drehte kürzlich eine Reportage über das Gebäck. Die Ansel-Bäckereien erfinden jeden Monat neue Cremes in ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen, die nur über einen kurzen Zeitraum erhältlich sind. Jeden Monat rührt der gebürtige Franzose eine andere Füllung an - mal Rose-Vanille, mal Brombeere oder Kokosnuss.
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Dominique Ansel beweist: Wer weiß, wie man Fans gewinnt und für sich nutzt, braucht kein hohes Marketingbudget, um einen Welterfolg zu landen. In seinem Fall reichte ein Artikel im New Yorker Restaurant-Blog Grub Street. Die Ansel-Fans waren begeistert und begannen, dies mit ihren Freunden und Kollegen zu teilen. So ging das kaskadenähnlich weiter. Bis irgendwann die Schlange vor der Bäckerei frühmorgens so groß wurde, dass diese Tatsache allein Interesse und Begehrlichkeit weckte und Medien aus der ganzen Welt darüber berichteten.
Markenstrategie und Erlebnis
Eine kleine Bäckerei in New York macht vor, wie man Markenbegehrlichkeit aufbaut. Er legt höchsten Wert auf seine Einzigartigkeit. Wenn einer der zahlreichen Nachahmer auf die Idee kommt, sein Gebäck unter dem Namen zu verkaufen, dauert es nicht lange, bis er von Ansels Anwälten hört. So geschehen beispielsweise bei Migros in der Schweiz, die nun ihre Kopie freiwillig auf den Namen „Big’O“ umgetauft hat, um einem Rechtsstreit zu vermeiden.
Dass er nur 350 Stück pro Tag verkauft, begründet Ansel schlicht und einfach: Er habe aufgrund des aufwändigen Herstellungsprozesses nicht die Kapazitäten für eine größere Produktionsmenge. Zum anderen nutzt er ein wichtiges Mittel zur Erhöhung der Begehrlichkeit: Verknappung. Je knapper etwas ist, desto kostbarer und begehrlicher wird es.
Dominique Ansel weiß, wie wichtig Fans sind: Das Warten in der Schlange vor der Bäckerei macht er zum Erlebnis. In regelmäßigen Abständen werden die Kunden mit Häppchen verschiedener Leckereien aus der Bäckerei versorgt. Es gibt klare Warteregeln und feste Rituale, wie man in die Bäckerei kommt. Eine Mitarbeiterin öffnet die Türen, lässt etwa 15 Personen in die Bäckerei, bringt den anderen Wartenden ein frisches Brot und verschwindet dann wieder. Sicherheitspersonal sorgt dafür, dass sich alle an die Spielregeln halten und das Warten stressfrei bleibt. Das triumphierende Lächeln in den Gesichtern der Menschen zeigt, dass sie diesen Moment niemals vergessen und noch vielen von dem besonderen Erlebnis erzählen werden.
Herstellungsdauer und Originalrezept
Der Herstellungsprozess der Cronuts dauert bis zu drei Tage. Sie werden von Hand gemacht und täglich frisch in der Bäckerei hergestellt. Bei seinem Originalrezept handelt es sich um einen Croissant-ähnlichen Teig, dessen Zubereitung ganze drei Tage dauert. Dieser Teig wird dann in seine typische Form gebracht. Danach wird er frittiert, mit Creme gefüllt und mit einer Glasur verziert.
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Das originale Rezept verwendet einen Croissant-ähnlichen Blätterteig, der in Traubenkernöl frittiert wird. Anschließend wird der fertige Cronut (der in der Form eher einem deutschen Baumkuchen als einem Donut gleicht) in Zucker gerollt, mit Creme gefüllt und glasiert. Klar, dass der Star-Konditor sein Rezept nicht verrät. Natürlich ist das Rezept geheim, man wird also im Netz vergeblich nach detaillierten Informationen suchen. Die Zutaten für den Teig sind ein Mysterium, die Backtemperatur ein gut gehütetes Geheimnis.
Cronuts selbst backen: Möglichkeiten und Tipps
Den Original-Cronut gibt es zwar nur in New York, aber wir verraten Ihnen, wie Sie selbst Cronuts mit köstlichen Füllungen zubereiten können. Holen Sie sich ein bisschen Big Apple-Flair nach Hause. Wenn ihr nicht so viel Zeit habt, den Cronut-Teig selbst herzustellen, dann könnt ihr für eure Cronuts auch Blätterteig oder fertigen Croissantteig aus dem Kühlregal nehmen. Dafür braucht ihr drei Packungen à 250 Gramm. Natürlich ist Blätterteig kein Croissant-Teig, aber ich habe mich einfach bemüht, dieses Rezept so simpel wie möglich zu gestalten.
Ich habe ein Weilchen mit verschiedenen Teigen und Füllungen rumgetüftelt bis mein Gebäck einem Original-Cronut endlich ähnlich war - Cro-Do nannte ich es schließlich. Das Gebäck besteht aus selbst gemachtem Plunderteig und einer Vanillecreme. Das ultimative Geschmackserlebnis wird es wohl nur mit selbst gemachtem Croissant-Teig geben, aber dafür ist das Leben nun wirklich zu kurz.
Hilfreiche Küchenhelfer
- Ausstecher: Benötigt wird je ein großer und ein kleiner, kreisförmiger Ausstecher. Alternativ können eine eigens angefertigte Schablone und ein scharfes Messer herangezogen werden, mit welchen man die Cronuts ausschneidet.
- Krapfentülle oder schmale Lochtülle: Um die Cronuts mit unterschiedlichen Cremes füllen zu können, ist eine Krapfentülle oder eine schmale Lochtülle notwendig. Ein passender Spritzbeutel ist von Vorteil.
- Lebensmittelfarbe: Glasuren können mit kräftigen Lebensmittelfarben veredelt werden.
- Öl und großes Gefäß: Zum Frittieren empfiehlt sich ausreichend Öl (z. B. Rapsöl) und ein großer Topf oder Wok.
Praktische Arbeitsschritte (vereinfachte Hausversion aus dem Material)
- Nehmt den Teig aus der Kühlung und rollt ihn auseinander.
- Ihr benötigst zwei runde Gegenstände. Sie dienen als Schablone für die Kreise, die Du jetzt aus dem Blätterteig ausschneiden wirst. Auch die kleinere Schablone legst du locker auf. Mit einem scharfen Messer schneidest du nun den inneren Kreis aus.
- Damit die einzelnen Lagen des Cronuts gut aneinander haften, bestreichst du jede Scheibe mit verquirltem Ei. Für den großen Cronut habe 8 Lagen locker übereinander gestapelt. Nicht drücken, das mag Blätterteig gar nicht!
- Ich hoffe, du hast das Öl schon in die Friteuse gefüllt? Bei 180 Grad kannst du den Cronut in der Friteuse jetzt ausbacken. Die Kringel im heißen Öl (sobald kleine Bläschen am Löffel aufsteigen, kann es losgehen) von jeder Seite ca. 4 Minuten ausbacken.
- Nimm das Goldstück aus der Friteuse und wälze es einmal in Zucker. Da ein Cronut sehr fettig ist, haftet der Zucker besonders gut.
- Normalerweise wird das Gebäck jetzt mit einer Creme gefüllt; hierfür den Pudding durchrühren und in einen Spritzbeutel mit dünner Tülle füllen. Mit einer Krapfentülle jeweils viermal in die Kringel spritzen.
- Schließlich alle Zutaten für den Guss mit ca. 1 EL Wasser glatt rühren und die Cronuts damit verzieren.
Varianten und Füllungen
Die Ansel-Bäckereien rühren jeden Monat neue Cremes an, die nur für kurze Zeit erhältlich sind. Zum Beispiel servierte Ansel dunkle Valrhona-Schokolade mit Himbeergeschmack und einem Spritzer Chambord-Likör. Je nach Rezept lassen sich Cronuts mit Vanillepudding, Früchten, Schokolade oder exotischen Aromen füllen. Jeden Monat rührt der gebürtige Franzose eine andere Füllung an - mal Rose-Vanille, mal Brombeere oder Kokosnuss.
Ich mochte die Cro-Dos übrigens auch ungefüllt, noch lauwarm mit einer Kugel Eis. Tipp: Ihr könnt auch die Mittelstücke backen und später mit der Creme füllen. Die Mittelstücke später als kleine gefüllte Happen verwenden.
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Tipps zum Erfolg
- Bitte keine stumpfen Ausstecher, wie Gläser oder Schüsseln benutzen, sonst wird der Teig zu stark an den Rändern zusammengedrückt und kann nicht richtig aufgehen.
- Stellt den Spritzbeutel in einen Messbecher und klappt die Enden nach außen, das Befüllen wird so einfacher.
- Zum Ausbacken einen Wok nehmen, darin kann man acht Stück gleichzeitig ausbacken. Wenn ihr keinen Wok habt, dann geht natürlich auch ein normaler Topf.
- Bei der Verwendung von fertigem Croissant- oder Blätterteig: drei Packungen à 250 g aufeinanderlegen und zu einem Rechteck ausrollen, um einen schichtigeren Effekt zu erzielen.
Warum sich das Anstellen lohnt (oder auch nicht)
Nachgetragene Anekdoten zeigen: Um einen der begehrten Cronuts probieren zu können, muss man ein Frühaufsteher sein. Wer vor 6.00 Uhr morgens vor der Dominique Ansel Bakery in New York City auftaucht, hat noch gute Chancen eines der köstlichen Gebäcke abzustauben. Für alle, die später kommen, wird es schwer. Es lohnt sich also, früh zu erscheinen oder die Hausversion auszuprobieren.
Kritik, Hype und Nachhaltigkeit
Der Cronut-Hype ist ein Beispiel dafür, wie Produktqualität, Storytelling und Verknappung zusammenwirken können. Natürlich, Glück braucht man immer für eine Erfolgsgeschichte wie diese. Was hat er aus markenstrategischer Sicht richtig gemacht? Er liefert kompromisslose Spitzenleistungen, nutzt Verknappung und die Weiterempfehlungsbereitschaft seiner Fans und schafft unvergleichbare Markenerlebnisse für seine Kunden.
| Aspekt | Fakt |
|---|---|
| Erfinder | Dominique Ansel |
| Erstverkauf | Mai 2013 |
| Herstellungsdauer | Bis zu 3 Tage (Original) |
| Produktion pro Tag | ca. 350-400 Stück (begrenzte Auflage) |
| Typische Bestandteile | Croissant-ähnlicher Teig, Frittieren, Cremefüllung, Glasur |
Der Cronut wird heute in jeder Lebenslage verzehrt: als süßes Frühstück, als Stärkung im Büro zwischendurch, als Dessert oder nachmittags zum Kaffee. Wer zuckersüße Snacks und Desserts liebt, wird wahrscheinlich auch Freude an Cronuts haben.
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