Wermut Kekse Rezept backen — Schokoladig-bittere Kekse, die den Appetit zügeln
Mit Liebe und vor allem einfach gemacht: Kugeln formen, zuckern, verzieren, fertig! Dieses Rezept verbindet dunkle Schokolade mit der bitteren Note von Wermut - eine Kombination, die laut Studien das Hungergefühl reduzieren kann, dabei aber sehr lecker bleibt.
Warum Wermut in Keksen?
Wermut hat einen sehr bitteren und leicht herzhaften Geschmack. Man kennt ihn vor allem aus alkoholischen Getränken wie Martini, Absinth, Bitterlikör und Magenbitter. In kleinen Mengen wirkt Wermut nachweislich zügelnd auf den Appetit und unterstützt die Gewichtsregulierung durch mehrere Mechanismen. Die Bitterstoffe im Wermut regen die Produktion von Verdauungssäften wie Magensäure und Gallensaft an, was die Fettverdauung verbessert und den Stoffwechsel ankurbelt. Gleichzeitig stabilisieren diese Bitterstoffe den Blutzuckerspiegel, wodurch Heißhungerattacken reduziert werden können. Dadurch kann Wermut helfen, unkontrolliertes Essen zu vermeiden und das Hungergefühl zu mindern.
Ergebnis aus der Forschung
Forscher aus Italien fügten eine bittere Verbindung aus Wermutpflanzen zu einem Keks mit dunkler Schokolade hinzu. Ergebnis: Diejenigen, die ihn aßen, verspürten später weniger Hunger. Studienautorin Dr. Flavia Prodam von der Università del Piemonte Orientale sagte, die Nascherei hätte „sehr gut und ähnlich wie normale Kakaokekse geschmeckt - sehr lecker!“ Sie fügte hinzu: „Alle, die davon gegessen haben, berichteten von weniger Hunger. Es ist bereits bekannt, dass Kakao und dunkle Schokolade die Sättigung beeinflussen. In diesem Keks mit der bitteren Verbindung ist dieser Effekt sogar noch stärker.“
Zutaten (ergibt ca. 25 Kekse)
- 50 g Zartbitterkuvertüre + 100 g Zartbitterkuvertüre
- 40 g Butter
- 75 g Mehl
- 1 EL Backkakao
- 2 TL, gestr. gemahlener Ingwer
- 1 Msp. Backpulver
- 75 g Zucker
- 1 Ei (Gr. M)
- ca. 40 g Puderzucker
- ca. 25 Pecannüsse
- Optional: eine bittere Wermut-Extrakt-Zugabe (nach Studienansatz in sehr kleinen Mengen)
Zubereitung - Schritt für Schritt
- Für den Teig 50 g Kuvertüre hacken und mit Butter im heißen Wasserbad schmelzen.
- Mehl, Kakao, Ingwer, Backpulver und Zucker mischen.
- Ei und Kuvertürenbutter zugeben. Mit den Schneebesen des Rührgerätes zu einer glatten Masse verrühren. Ca. 30 Minuten zugedeckt kalt stellen.
- Ofen vorheizen (E-Herd: 180 °C / Umluft: 160 °C / Gas: s. Hersteller). Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Puderzucker auf einen Teller sieben.
- Aus dem Teig ca. 25 kirschgroße Kugeln formen und portionsweise im Puderzucker wälzen. Leicht abklopfen und mit etwas Abstand auf die Bleche setzen.
- Nacheinander im heißen Ofen 12-15 Minuten backen. Auf Kuchengittern abkühlen lassen.
- Für die Deko 100 g Kuvertüre grob hacken und im heißen Wasserbad schmelzen. Jeweils etwas Kuvertüre auf die Kekse geben.
Tipp zur Variation und Dekoration
Auf amerikanischen Blogs sehe ich oft, wie Kekse mit buntem Icing verziert werden, da kommen oft die tollsten Dinge dabei raus. Ich mag es da lieber klassisch und gebe mich schon damit zufrieden die Kekse zur Hälfte in Schokolade einzutauchen. Backt ihr auch gerne so „stink normale“ Weihnachtskekse? Die klassische Variante: Mürbteig ausrollen, ausstechen, bei 180 °C ca. 10 Minuten backen, auskühlen lassen und in Schokolade tunken, mit Zuckerperlen dekorieren.
Praktische Hinweise
- Zubereitungszeit: 45 Min. (zzgl. 60 Min. Wartezeit zum Kühlen)
- Niveau: ganz einfach - gut geeignet für das Backen mit Kindern oder als Adventaktivität.
- Vegetarisch: ja. Lowcarb: Nein (enthalten Mehl und Zucker).
- Die Teigkugeln sollten im Puderzucker gut gewälzt werden, damit die typische Riss-Oberfläche entsteht.
- Wenn du eine bittere Wermut-Note hinzufügen möchtest, achte auf sehr sparsame Dosierung und Lebensmittelsicherheit (nur für zugelassene Extrakte und in Essmengen).
Aufbewahrung und Haltbarkeit
In verschlossenen Dosen halten sich die Kekse mehrere Tage frisch. Fragen zur längeren Lagerung werden oft gestellt: Viele Plätzchen können einige Wochen aufbewahrt werden, wenn sie trocken und luftdicht gelagert werden.
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Varianten und Inspiration
Du kannst mit verschiedenen Formen und Farben experimentieren: zu den schokoladigen Keksen vielleicht Nüsse, Pecannüsse oder Zuckerglasur für besondere Anlässe. Für Halloween-Kekse empfiehlt sich zusätzlich ein oranger Zuckerguss für Kürbisse oder weiße Glasur für Gespenster - die Grundschritte beim Teig sind ähnlich: Mehl, Backpulver und Zucker mit Butter verarbeiten, kühl stellen, ausrollen und backen.
Kurze Tabelle: Zeiten und Temperaturen
| Schritt | Temperatur / Zeit |
|---|---|
| Kühlstellen des Teigs | ca. 30-60 Minuten |
| Backen | 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft), 12-15 Minuten |
| Abkühlen | Auf Kuchengitter, bis Schokolade fest ist |
Schlussbemerkung
Dieses Rezept liefert schokoladig-bittere Kekse mit charakteristischen Rissen im Puderzucker-Mantel und schokoladiger Dekoration. Die Kombination mit Wermut-Bitterstoffen wurde wissenschaftlich mit einer appetitzügelnden Wirkung in Verbindung gebracht, bleibt dabei aber geschmacklich angenehm und alltagstauglich.
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