Welches Eis hat am wenigsten Zucker? Ein umfassender Leitfaden für bewussten Genuss

Der Sommer ist die Jahreszeit des Eises. Ob am Strand, auf dem Balkon oder unterwegs in der Stadt - Eiscreme ist eine willkommene Erfrischung. Doch welches Eis ist das Richtige, wenn man auf den Zuckerkonsum achten möchte? Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Eissorten und ihren Zuckergehalt, um eine informierte Wahl zu ermöglichen.

Die Vielfalt der Eissorten und ihre Zusammensetzung

Der Eismarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neben dem klassischen Milcheis gibt es mittlerweile eine breite Palette an Alternativen wie Sorbet, Frozen Joghurt und veganes Eis. Jede dieser Sorten hat ihre spezifische Zusammensetzung und Nährwerte.

  • Milcheis: Diese traditionelle Eissorte enthält mindestens 70 Prozent Milchbestandteile, oft ergänzt durch Sahne. Dies führt in der Regel zu einem höheren Fett- und Zuckergehalt.

  • Frozen Joghurt: Als Basis dient Joghurt, wodurch es tendenziell fettärmer als Milcheis ist. Allerdings gibt es keine festen Rezepturvorgaben, was zu stark variierenden Nährwerten führen kann. Die Zugabe von zuckerreichen Toppings ist üblich.

  • Sorbet: Sorbet besteht hauptsächlich aus Fruchtsaft oder Fruchtpüree, Wasser und Zucker. Es ist frei von Milchprodukten, was es zu einer veganen und laktosefreien Option macht.

    Lesen Sie auch: Vergleich: Tonic Water mit wenig Zucker

  • Wassereis: Die Hauptbestandteile von Wassereis sind Wasser, Zucker, Aromen und Farbstoffe. Es ist in der Regel die kalorienärmste Sorte, bietet jedoch wenig Nährwert.

  • Veganes Eis: Veganes Eis wird aus pflanzlichen Milchalternativen wie Hafer-, Soja- oder Mandelmilch hergestellt. Es ist wichtig zu beachten, dass "vegan" nicht automatisch "gesünder" bedeutet, da diese Produkte oft viel Zucker und pflanzliche Fette enthalten können.

Zuckergehalt im Vergleich

Um das Eis mit dem geringsten Zuckergehalt zu identifizieren, ist ein genauerer Blick auf die Inhaltsstoffe erforderlich. Stiftung Warentest hat in einem Vergleich festgestellt, dass Wassereis tendenziell den geringsten Zuckeranteil aufweist, nämlich 10,4 bis 26,7 Gramm pro 100 Gramm Eis. Fruchteis kann hingegen 13,1 bis 36,3 Gramm Zucker enthalten. Selbst Vanilleeis enthält mit 12,7 bis 29,2 Gramm Zucker pro 100 Gramm Eis weniger Zucker als Fruchteis. Schokoladeneis weist laut dem Test „lediglich“ 20,4 bis 27,7 Gramm Zucker pro 100 Gramm auf.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Zuckergehalt je nach Hersteller und Rezeptur variieren kann. Daher ist es ratsam, die Nährwertangaben auf der Verpackung zu prüfen.

Kalorienarme Alternativen

Neben dem Zuckergehalt spielt auch der Kaloriengehalt eine Rolle bei der Wahl des "gesündesten" Eises. Hier sind einige Eissorten, die als kalorienarm gelten:

Lesen Sie auch: Vergleich: Welches Radler ist am gesündesten?

  • Zitronensorbet: Mit nur etwa 40 Kalorien pro Kugel ist Zitronensorbet eine erfrischende und leichte Option.

  • Erdbeereis: Dieser Klassiker enthält etwa 52 Kalorien pro Kugel und ist somit eine gute Wahl fürFigurbewusste.

  • Waldfruchteis: Dieses Sorbet belegt mit etwa 53 Kalorien pro Kugel den dritten Platz der kalorienarmen Eissorten.

  • Joghurt-Eis (Frozen Yogurt): Mit etwa 54 Kalorien pro Kugel ist Joghurt-Eis eine beliebte und relativ kalorienarme Option. Allerdings sollte man auf zuckerreiche Toppings verzichten.

Tipps für bewussten Eisgenuss

Auch wenn Eis eine Süßigkeit bleibt, gibt es Möglichkeiten, den Genuss bewusster und gesünder zu gestalten:

Lesen Sie auch: Leitfaden zur Obstauswahl für köstliche Marmelade

  1. Portionsgrößen beachten: Achten Sie auf die Portionsgrößen, um Zucker und Kalorien zu sparen.

  2. Becher statt Waffel: Wählen Sie einen Becher statt einer Waffel, um zusätzliche Kalorien einzusparen.

  3. Nährwerte prüfen: Achten Sie beim Kauf von Eis im Supermarkt auf die Nährwertangaben auf der Verpackung.

  4. Toppings vermeiden: Verzichten Sie auf kalorienreiche Toppings wie Schokolade, Smarties oder Granola.

  5. Selber machen: Wer die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe haben möchte, kann Eis auch selber machen. Rezepte mit frischen Früchten und Joghurt sind eine gesunde und leckere Alternative.

Eissorten im Detail

Zitronensorbet

Zitronensorbet ist eine erfrischende Wahl mit nur 40 Kalorien pro Eiskugel. Die Säure der Zitrone sorgt für einen zusätzlichen Frischekick.

Erdbeereis

Erdbeereis ist ein beliebter Klassiker und mit 52 Kalorien pro Kugel eine relativ kalorienarme Option.

Waldfruchteis

Waldfruchteis ist ein fruchtiges Sorbet mit 53 Kalorien pro Kugel. Es eignet sich gut für Menschen mit Laktoseintoleranz oder für Veganer, da es keine Milch enthält.

Joghurt-Eis

Joghurt-Eis, auch bekannt als Frozen Yogurt, ist mit 54 Kalorien pro Kugel eine weitere kalorienarme Option. Es ist jedoch wichtig, auf die Toppings zu achten, da diese den Kaloriengehalt erheblich erhöhen können.

Vanilleeis

Vanilleeis ist ein Klassiker, der im Vergleich zu anderen Sorten mit 75 Kalorien pro Kugel etwas gehaltvoller ist.

Die Rolle von Fruchteis und Wassereis

Fruchteis und Wassereis sind aufgrund ihres geringen Fettgehalts oft eine leichtere Wahl. Fruchteis enthält bis zu 157 Kilokalorien pro 100 Gramm, während Wassereis nur bis zu 110 Kilokalorien pro 100 Gramm aufweist. Wassereis punktet zudem mit dem geringsten Zuckergehalt.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass auch Frucht- und Wassereis viel Zucker enthalten können. Zucker dient dazu, den Geschmack zu verstärken oder die Säure der Früchte auszugleichen.

Veganes Eis: Nicht immer die gesündere Wahl

Veganes Eis ist eine gute Alternative für Menschen mit Laktoseintoleranz oder für Veganer. Es wird aus pflanzlichen Milchalternativen wie Hafer-, Soja- oder Mandelmilch hergestellt. Allerdings ist veganes Eis nicht automatisch gesünder. Es kann viel Zucker und pflanzliche Fette wie Kokos- oder Palmöl enthalten, was den Kaloriengehalt in die Höhe treibt.

Eis selber machen: Die Kontrolle über die Zutaten

Wer es genau wissen will, was im Eis enthalten ist, kann es auch selber machen. Hier ist ein einfaches Rezept:

  • Beeren oder Obst nach Wahl pürieren
  • Ggf. einen Becher Sahne hinzufügen (optional)
  • Eiswürfel hinzufügen
  • Alles in einem geeigneten Mixer zu Eis verarbeiten

Dieses selbstgemachte Eis ist nicht nur lecker, sondern auch gesünder, da man die Zutaten selbst kontrollieren kann.

tags: #welches #eis #hat #am #wenigsten #zucker

Populäre Artikel: