Was ist unraffinierter Zucker? Ein umfassender Überblick
Die Vielfalt der Zuckerarten im Supermarktregal kann verwirrend sein. Rübenzucker, Rohrzucker, Rohrohrzucker - was verbirgt sich hinter diesen Bezeichnungen? Und was genau bedeutet "unraffiniert"? Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede in Herkunft, Herstellung und gesundheitlichen Aspekten verschiedener Zuckerarten, um Klarheit zu schaffen.
Zucker ist nicht gleich Zucker
Beim Einkauf stellt sich schnell die Frage, welche Zuckerart die "richtige" ist. Ob Rübenzucker, Rohrzucker oder eine andere Variante: Alle Zuckerarten enthalten viele Kalorien und keine Vitamine. 100 Gramm weißer Zucker liefern etwa 400 Kalorien ohne jeglichen Nährwert. Es ist ein Irrglaube, dass brauner Zucker grundsätzlich gesünder ist als weißer. Zwar enthalten unraffinierte Zucker mehr Vitamine und Mineralstoffe aus der Pflanze, jedoch ist deren Anteil gering (unter einem Prozent). Um einen gesundheitlichen Vorteil zu erzielen, müsste man also sehr große Mengen konsumieren, was kontraproduktiv wäre.
Rübenzucker vs. Rohrzucker: Herkunft und Verarbeitung
Rübenzucker und Rohrzucker sind sich chemisch sehr ähnlich, da beide hauptsächlich aus Saccharose bestehen. Der Hauptunterschied liegt in ihrer Herkunft:
Rübenzucker: Wird aus Zuckerrüben gewonnen, die vorwiegend in Mitteleuropa angebaut werden, wodurch er ein regionales Produkt sein kann. Auch China kultiviert sowohl Zuckerrohr als auch Zuckerrüben. In Deutschland wird fast der gesamte weiße Zucker als Rübenzucker vermarktet. Dieser ist von Natur aus weiß.
Rohrzucker: Wird aus Zuckerrohr gewonnen, das in tropischen Ländern wie Brasilien, Südafrika, Australien oder Kuba wächst. Rohrzucker kann in verschiedenen Raffinationsgraden angeboten werden. Rohrzucker ist von Natur aus farbig. Seine Farbe entsteht durch das Vorhandensein von organischen Stoffen und vor allem von Pigmentvorstufen im Zuckerrohrstängel.
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Die Verarbeitung von Zuckerrohr und Zuckerrüben ist ähnlich. Zuerst werden die Rüben oder das Zuckerrohr zerkleinert und bei mindestens 70 Grad Celsius entsaftet. Durch langsames Erhitzen wird der Rohsaft eingedickt, bis sich Zuckerkristalle bilden - der sogenannte Rohzucker, der gelb-braun gefärbt ist. Um weißen Kristallzucker zu erhalten, werden die Zuckerkristalle wiederholt aufgelöst und auskristallisiert. Dieser Prozess ist unabhängig von der Ursprungspflanze.
Raffinationsgrade von Rohrzucker
Aus Rohrzucker können drei verschiedene Varianten hergestellt werden:
Vollrohrzucker: Die naturbelassenste Variante. Der Zuckerrohrsaft wird lediglich eingedickt, getrocknet und gemahlen. Dadurch bleiben die Melasse und ihre wertvollen Mineralien und Vitamine erhalten, was dem Vollrohrzucker seinen Karamellgeschmack und die braune Farbe verleiht. Sie wollen Vollrohrzucker kaufen - in reinster Form? Und ohne Zusätze? Dann sind Sie hier richtig. Zuckerrohr wird von Menschen seit über 2.500 Jahren als Süßungsmittel genutzt, wobei der Rübenzucker seit etwa 200 Jahren konsumiert wird. Um Vollrohrzucker zu erhalten wird das Zuckerrohr ausgepresst. Er wird aus getrocknetem und vermahlenem Zuckerrohrsaft hergestellt. Dabei wird Vollrohrzucker nicht behandelt und ein für sich einzigartiges Aroma, Vitamine und Mineralstoffe wie Calcium, Eisen oder Magnesium. In unserem Online Shop haben wir unbehandelte Zucker im Sortiment. Beim Muscovado Zucker handelt es sich um einen Vollrohrzucker von der Insel Mauritius. Er wird aus Zuckerrohr hergestellt und enthält wertvolle Mineralstoffe. Muscovado hat einen Melasseanteil von 10-15%, deshalb ist er in seiner Konsistenz sehr weich, klumpig und feucht. Unseren Muscovado Zucker bestellen Sie in unserem Onlineshop ohne künstliche Zusätze wie Aromen oder Geschmacksverstärker.
Rohrohrzucker: Eine weniger stark verarbeitete Variante, bei der die Zuckerkristalle nur einmal raffiniert werden. Rohrohrzucker aus 100% reinem Rohrzucker gewonnen, ist dieser mit seiner feinen Karamell-/ Malz- und Vanillenote ideal zum Süßen von heißen Getränken als auch für Cocktails und Früchte geeignet. Unseren Rohrohrzucker bestellen Sie in unserem Onlineshop ohne künstliche Zusätze wie Aromen oder Geschmacksverstärker. Natürlicher unraffinierter Rohrzucker aus Zuckerrohr, der auf der tropischen Insel Mauritius wächst. Reich an Melasse mit einer Reihe von Mineralien und Vitaminen. Ideal zum Würzen von Tee und Kaffee. Unverzichtbar in einer Vielzahl von gemischten Cocktails. ESSA, spol. Min. Kompl. Kateřina Křivánková17. 01. paula_trilli19. 12. VorteileTřtinový cukr ráda používám místo klasického řepného. VorteileTřtinový cukr ráda používám místo klasického řepného. Zuzana Bačkayová04. 10. Natürlicher unraffinierter Rohrzucker. Natürlicher unraffinierter Rohrzucker. Natürlicher unraffinierter Rohrzucker. Es gibt sehr wohl unraffinierten Zucker. Es handelt sich dabei um unraffinierten Vollrohrzucker, der - wie der Name schon sagt - aus Zuckerrohr hergestellt wird, anders als der 'normale' raffinierte weiße Zucker, der aus Zuckerrüben gewonnen wird. Der häufig auch angebotene braune Zucker ist nichts anderes als weißer Zucker, der mit Melasse nachträglich eingefärbt wird.Unraffinierter Vollrohrzucker ist reich an wertvollen Mineralstoffen und damit jedenfalls gesünder als raffinierter Zucker, der einfach nur süß ist . Außerdem ist er durch seine feine Karamellnote sehr viel schmackhafter. Er hat allerdings vergleichsweise schlechte Schmelzeigenschaften und eignet sich daher nicht so gut zum Karamallisieren (z.B. bei Crème Brûlée).Im Handel findet man diesen Zucker häufig mit der Bezeichnung 'Mascobado', z.B. Ich unterscheide zwischen raffiniertem bzw.
Rohrzucker: Der weiße Rohrzucker wird so lange raffiniert, bis keine Melasse mehr enthalten ist.
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Auch Rohrzucker kann weiß werden. In einem ersten Schritt der Raffination von Rohrzucker wird die Schicht aus Melasse, Pflanzen und Kristallrückständen, die beim Transport des Rohzuckers entsteht, entfernt. Der Rohzucker wird zu einem heißen Sirup eingeschmolzen. Die Mischung wird dann durch eine Zentrifuge geleitet, um Zucker und Melasse (brauner Zucker) voneinander zu trennen. Die so entstandenen Kristalle werden in Wasser aufgelöst und durch ein „mechanisches Sieb“ gefiltert. In einem zweiten Klärungsschritt werden die restlichen kleinen Verunreinigungen entfernt.
Raffinierter Zucker: Ein kritischer Blick
Manchmal wird behauptet, raffinierter Zucker sei gesundheitsschädlich. Diese Behauptung ist nicht unbegründet. Raffinierter weißer Zucker besteht zu über 99,7 % aus Saccharose, einem Einfachzucker, der zur Verstoffwechselung Vitamine und Mineralstoffe benötigt, die er selbst nicht enthält.
Raffinierter/isolierter Zucker:Wurde mehrfach gereinigt und enthält keine Nährstoffe mehr.
Süßstoffe als Alternative?
Süßstoffe werden oft als idealer Zuckerersatz angepriesen, da sie viel weniger Kalorien haben als Zucker. Allerdings haben auch viele künstliche Süßungsmittel Nachteile. Studien deuten darauf hin, dass einige Süßstoffe das natürliche Hungergefühl beeinflussen und das Verlangen nach Süßigkeiten verstärken können. Ihre langfristigen Auswirkungen auf den Stoffwechsel und die Darmflora sind noch nicht vollständig erforscht. Süßstoffe können ein guter Ersatz für Zucker sein, das ist jedoch nicht immer der Fall.
Zuckeralternativen: Ein Überblick
Es gibt verschiedene Zuckeralternativen, die oft als gesünder beworben werden. Hier ein kurzer Überblick:
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Kokosblütenzucker: Für die Herstellung von Kokosblütenzucker werden die Kokosblüten angeritzt und der austretende Blütennektar aufgefangen, eingekocht und kristallisiert. Er enthält einige Nährstoffe wie Eisen, Calcium, Kalium, Magnesium oder B-Vitamine, jedoch in geringen Mengen. Er enthält den Ballaststoff Inulin, der gut für die Darmflora ist. Beim glykämischen Index gibt es unterschiedliche Angaben, die von 35 bis 54 reichen. Kokosblütenzucker wird von der Verbraucherzentrale nicht als gesündere Alternative bezeichnet.
Ahornsirup: Wird aus kanadischen Zuckerahornbäumen gewonnen, deren Saft angezapft und eingekocht wird. Reiner Ahornsirup enthält Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen, aber auch hier sind die Mengen gering. Er hat einen niedrigeren glykämischen Index von etwa 43, besteht aber hauptsächlich aus Saccharose.
Agavendicksaft: Wird oft wegen seines niedrigen glykämischen Index empfohlen, der den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt als Haushaltszucker.
Honig: Ein Naturprodukt, das nicht aufwendig verarbeitet werden muss. Dennoch besteht er zu 80 % aus Zucker und sollte in Maßen gegessen werden. Honig wird eine antibakterielle und antimykotische Wirkung nachgesagt.
Yaconsirup: Wird aus den Knollen der Yacon-Pflanze aus Südamerika gewonnen. Er besteht größtenteils aus unverdaulichen Fructooligosacchariden, die zur Gruppe der löslichen Ballaststoffe mit präbiotischer Wirkung zählen.
Letztendlich sind Ahornsirup, Honig, Agavendicksaft und Co. sehr konzentrierte Zuckervarianten und sollten ebenfalls als Zucker betrachtet und entsprechend in Maßen konsumiert werden. Hinzu kommt der ökologische Aspekt, da viele dieser Alternativen lange Transportwege hinter sich haben.
Als gesündere Alternativen gelten oft ganze Früchte oder Trockenfrüchte, wie Äpfel, Bananen und Datteln.
Irrtümer rund um Zucker
Es gibt viele Missverständnisse über Zucker:
Zucker ist ein Grundnahrungsmittel: Der Mensch braucht keinen zusätzlichen Zucker, um in Schwung zu kommen. Unser Gehirn und andere Organe benötigen zwar Glukose, aber diese kann der Körper auch aus anderen Kohlenhydraten gewinnen.
Brauner Zucker ist gesünder als weißer Zucker: Brauner Zucker sieht zwar natürlicher aus, ist aber nicht unbedingt gesünder. Es gibt verschiedene Arten von braunem Zucker, wie Vollzucker und Vollrohrzucker, die mehr Mineralstoffe enthalten können als raffinierter Zucker.
Natürlicher Geschmack täuscht: Honig enthält zwar Spuren von Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen, besteht aber zu 80 Prozent aus Zucker.
Fruchtzucker ist gesünder als Traubenzucker: Fruchtzucker kann in großen Mengen die Leber schädigen.
"Zuckerfrei" heißt wirklich frei von Zucker: "Zuckerfreie" Lebensmittel dürfen bis zu 0,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm oder 100 Milliliter enthalten.
Zucker macht dick: Fett hat mehr als doppelt so viele Kalorien wie Zucker. Eine ausgewogene Ernährung mit Ballaststoffen, Eiweißen und Vitaminen ist der beste Energielieferant.
Zucker raubt dem Körper Kalzium: Diese Annahme ist falsch.
Ökologische Aspekte des Zuckerkonsums
Zucker hat einen erheblichen ökologischen Fußabdruck und stellt eine Herausforderung für die Nachhaltigkeit dar. Nachteile des Rohrzuckers sind die langen Transportwege und die Landgewinnung für den Anbau des Zuckerrohrs. Zudem werden beim Anbau häufig chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel eingesetzt, die Böden und Gewässer belasten. Die Produktion und Raffination von Zucker sind energieaufwendig, und der Transport trägt zur CO₂-Emission bei.
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