Mokka Schokolade: Ein Genuss mit Tradition und Vielfalt

Die Welt der Schokolade und des Kaffees ist reich an Aromen und Traditionen. Eine besonders reizvolle Kombination stellt die Mokka Schokolade dar, die die herben Noten des Kaffees mit der Süße der Schokolade vereint. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Facetten der Mokka Schokolade, von ihrer historischen Herkunft bis hin zu modernen Interpretationen und Zubereitungsmethoden.

Die Geschichte des Mokka-Kaffees

Der Begriff "Mokka" hat in der Welt des Kaffees mehrere Bedeutungen. Ursprünglich bezeichnete er eine spezifische Kaffeesorte mit einem charakteristischen Geschmack, der oft als schokoladig beschrieben wird. Der Ursprung des Wortes "Mokka" geht auf den Namen der jemenitischen Stadt Mocha (Mokka oder Mokha) zurück, die vom 15. bis zum 18. Jahrhundert einen Hafen beherbergte, der zu den wichtigsten im weltweiten Kaffeehandel gehörte. Die Stadt war bekannt für ihren exportierten Kaffee, der wegen seiner einzigartigen Aromen und seines intensiven Geschmacks geschätzt wurde. Mokka-Kaffee wird typischerweise aus Arabica-Bohnen hergestellt, die in den Regionen des Jemen und Äthiopiens angebaut werden. Diese Bohnen sind bekannt für ihre kleine Größe und ihre dichte Struktur.

Der Handel mit Mokka-Kaffee begann im 15. Jahrhundert, als die Hafenstadt Mocha zu einem wichtigen Zentrum des Kaffeehandels wurde. Der Kaffee aus dieser Region wurde in die ganze Welt exportiert und erlangte schnell einen legendären Ruf. Im 19. Jahrhundert begann die Popularität von Mokka-Kaffee zu sinken, da andere Kaffeeanbaugebiete wie Brasilien und Kolumbien an Bedeutung gewannen. Der Trend zu hochwertigen Spezialitätenkaffees hat das Interesse an Mokka-Kaffee wiederbelebt. Viele Kaffeeröster und Baristas experimentieren mit verschiedenen Zubereitungsmethoden und Kombinationen, um das volle Potenzial des Mokka-Kaffees zu entfalten.

Mokka in verschiedenen Kulturen

In vielen Kulturen hat Mokka eine besondere Bedeutung. In der arabischen Welt ist der traditionelle Mokka ein Symbol für Gastfreundschaft und wird oft bei gesellschaftlichen Anlässen serviert. Die einzigartigen Aromen des Mokka-Kaffees sind das Ergebnis der spezifischen Anbaubedingungen und der Verarbeitung der Bohnen. Die Arabica-Bohnen aus dem Jemen und Äthiopien wachsen in hohen Lagen, was zu einer langsamen Reifung und einer höheren Konzentration von Aromastoffen führt. In verschiedenen Kaffeeregionen wird der Begriff „Mokka“ unterschiedlich interpretiert. In Europa und Nordamerika ist Mokka oft mit Schokoladenkaffeegetränken verbunden, während in der arabischen Welt der traditionelle Mokka-Kaffee weiterhin eine wichtige Rolle spielt.

Mokka-Schokolade: Eine harmonische Verbindung

Die Kombination aus Mokka und Schokolade ist eine Hommage an die geschmacklichen Gemeinsamkeiten beider Produkte. In gewisser Hinsicht ist die Ähnlichkeit zwischen Kaffee und Schokolade mehr als offensichtlich. Auch die Wirkung von Kaffee und Schokolade auf unseren Körper ist in mancher Hinsicht ähnlich. Der typische Geschmack von Schokolade findet sich auch im charakteristischen Geschmacksprofil von Röstkaffee wieder, sehr häufig vor allem in mittel- und südamerikanischen Kaffeesorten. Vor allem brasilianische Kaffees zeichnen sich durch einen schokoladigen, nussigen Geschmack aus.

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Mokka Schokolade kann in verschiedenen Formen auftreten:

  • Schokoladentafeln: Hier wird Kaffeepulver oder Mokka-Extrakt der Schokoladenmasse hinzugefügt, um einen intensiven Geschmack zu erzielen. Ein Beispiel hierfür ist die feine Lindt Chocolade-Création mit einer Füllung besonders kräftigen Moccabohnen. Die Zutaten umfassen Zucker, VollMILCHpulver, Kakaobutter, Kakaomasse, BUTTERreinfett, SAHNEpulver, Kaffee (2%), Emulgator (SOJAlecithin), MILCHzucker, Aromen, MagerMILCHpulver, GERSTENmalzextrakt, HASELNÜSSE, MANDELN, PISTAZIEN und WALNÜSSE. Es kann Spuren von anderen SCHALENFRÜCHTEN, WEIZEN und EI enthalten.
  • Pralinen und Trüffel: Mokka-Aromen werden in Füllungen oder Überzügen verwendet, um ein raffiniertes Geschmackserlebnis zu kreieren.
  • Heißgetränke: Der Moccaccino ist ein beliebtes Beispiel, bei dem Espresso mit Schokolade und Milch kombiniert wird.

Moccaccino: Ein Kaffeedessert

Mokka-Kaffee ist heute ein fester Bestandteil der Getränkekarten von Cafés. Einfach ausgedrückt: Ein klassischer Milchkaffee, Cappuccino oder Flat White wird durch Schokolade ergänzt. Am besten bereitet man einen Mokkaccino zu, indem man eine Tasse Espresso zubereitet und die Schokolade darin schmilzt. Bereiten Sie eine Tasse normalen Espresso oder Espresso doppio zu und schmelzen Sie die Schokolade darin. Die Baristi wählen in der Regel einen höheren Schokoladenanteil, mindestens 70 %. Dies ist jedoch keine Voraussetzung. Ihr persönliches Moccaccino-Rezept kann einen geringeren Anteil an Schokolade oder vielleicht weiße Schokolade oder eine Kombination aus beidem enthalten. Der Kaffee sollte durchgängig nach Schokolade schmecken. Manchmal verträgt sich aber auch eine bestimmte Schokoladensorte mehr schlecht als recht mit dem spezifischen Geschmack von z. B. äthiopischem Kaffee. Der Moccaccino ist traditionell ein Getränk für die Wintersaison. Eine Art Kaffeedessert, insbesondere mit einem Klecks Schlagsahne, der mit Kakao, Schokolade oder Sirup verziert ist. Natürlich können Sie den Mokka-Kaffee auch im Sommer genießen, wenn Sie ihn in einer kalten Variante auf Eis zubereiten.

Zubereitung von Mokka-Kaffee

Mokka kann auf verschiedene Weisen zubereitet werden. Eine traditionelle Methode ist die Verwendung einer Mokkakanne, auch bekannt als „Cezve“ oder „Ibrik“, die in der türkischen und arabischen Kaffeekultur weit verbreitet ist. Ein klassisches Beispiel für die praktische Anwendung von Mokka ist die Zubereitung eines türkischen Mokkas. Hierbei wird fein gemahlener Kaffee zusammen mit Wasser und Zucker in einer speziellen Kanne erhitzt, bis er aufschäumt.

Mythen und Fakten über Mokka

Ein häufiges Missverständnis ist, dass Mokka immer mit Schokolade kombiniert werden muss. Während dies bei Mokka-Latte der Fall ist, bezieht sich der ursprüngliche Mokka-Kaffee auf eine spezifische Kaffeesorte und nicht auf die Zugabe von Schokolade. Mokka bezieht sich auf eine spezifische Kaffeesorte und eine traditionelle Zubereitungsmethode, während Espresso eine Zubereitungsmethode ist, bei der heißes Wasser unter Druck durch fein gemahlenen Kaffee gepresst wird.

Mokka-Schokolade und Nachhaltigkeit

Der Anbau von Mokka-Kaffee in Regionen wie dem Jemen und Äthiopien steht oft vor Herausforderungen wie Wasserknappheit und politischen Instabilitäten. Es ist daher wichtig, auf nachhaltig angebaute und fair gehandelte Produkte zu achten, um die Lebensbedingungen der Kaffeebauern zu verbessern und die Umwelt zu schonen.

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Erich Hamann Schokoladenmanufaktur: Eine Berliner Institution

Allzu viele Traditions-Betriebe hat die Stadt Berlin nicht zu bieten, weshalb man jeden einzelnen umso mehr schätzen sollte. So auch die Schokoladenmanufaktur »Erich Hamann«. Doch nicht bloß seine über hundertjährige Geschichte macht diesen Familienbetrieb so bemerkenswert, sondern auch dessen Spezialität, die »bitteren Schokoladen« (weshalb er sie auch im Namen trägt). Begonnen hat alles im Jahr 1912, als sich der Konditor Erich Hamann selbständig machte und mit der Produktion selbst komponierter, hochwertiger Schokoladen und Pralinen begann. Richtig ernst wurde es, als Hamann 1928 in sein Stammhaus zog, in dem die Firma bis heute sitzt. Erbaut wurde es im Bauhaus-Stil, also in klassisch reduzierter, strenger, eleganter Formensprache. Vor allem der Laden zieht viele Besucher an, wurde er doch von Johannes Itten entworfen, dem Meister am Bauhaus in Weimar. Heute wird die Manufaktur von Andreas Hamann geführt, der mit einer kleinen Mannschaft das Chocolatier-Erbe der Familie hochhält.

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