Was bedeutet Manuka Honig MGO 400: Wirkung und Bedeutung
Manuka-Honig wird oft als Naturwunder mit heilender Kraft bezeichnet - und das nicht ohne Grund. Im Gegensatz zu herkömmlichem Honig besitzt er eine aussergewöhnlich starke antibakterielle Wirkung, die durch den natürlichen Inhaltsstoff Methylglyoxal (MGO) wissenschaftlich belegt ist. Ob bei Infektionen, Wundheilung, Entzündungen oder zur Immunstärkung: Die Anwendungsbereiche sind vielfältig.
Was ist Manuka-Honig?
Manuka-Honig ist eine einzigartige Honigsorte, die aus dem Nektar der Südseemyrte (Leptospermum scoparium) gewonnen wird. Diese Pflanze wächst wild und ist hauptsächlich in Neuseeland beheimatet. Manuka-Honig wird aus den Blüten des Manuka-Strauchs gewonnen, der in Neuseeland und Teilen Australiens heimisch ist. Manuka-Honig ist ein von Honigbienen aus dem Blütennektar der Südseemyrte (Manuka) erzeugter Honig, der traditionell als Naturheilmittel verwendet wird.
Was bedeutet MGO und wie wird der Wert angegeben?
MGO steht für die Substanz Methylglyoxal. Der MGO-Wert gibt an, wie viele Milligramm Methylglyoxal pro Kilogramm Honig enthalten sind. Methylglyoxal entsteht in der Honigwabe durch Dehydratation des im Nektar der Blüten des Manukastrauchs enthaltenen Stoffes Dihydroxyaceton (DHA). In Manuka-Honig stecken im Vergleich dazu 300 bis 700 Milligramm pro Kilo. Die TU Dresden hat ein Messverfahren entwickelt, mit dem sich die durch Lagerung erzielbare MGO-Konzentration im Honig vorhersagen lässt.
MGO 400: Bedeutung für Qualität und Anwendung
Ein MGO von über 400 steht dabei schon für Spitzenqualität. 400er MGO-Werte und darüber gelten als besonders hochwertig. Um einen therapeutischen Nutzen zu haben, sollte ein Wert von 100 MGO angegeben sein. Dieser reicht meist bereits bei einfachen äußerlichen Anwendungen aus. Je höher der MGO-Wert eines Honigs ist, desto stärker antimikrobiell wirkt er. Die Preise von Manuka-Honig und den daraus hergestellten Produkten steigen mit deren Gehalt an MGO.
Madhu Manuka Honig MGO 400 ist ein hochwertiges Naturprodukt aus der Wairarapa Region, das durch seine hohe Sortenreinheit und aussergewöhnliche Qualität besticht. Mit einer zertifizierten Methylglyoxal-Konzentration von 400 mg/kg bietet dieser Honig eine einzigartige Kombination aus natürlicher Reinheit und sanfter Wirkung. Dieser Honig trägt zu einem ausgewogenen Lebensstil bei und kann zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens genutzt werden.
Lesen Sie auch: Bienenprodukte im Vergleich: Manuka Honig und Propolis
Antibakterielle Wirkung: Was sagen Studien?
Die University of Portsmouth liefert Daten, die zeigen, dass Manuka Honig gegen Escherichia coli und Proteus mirabilis-Erreger wirken. Diese beiden Bakterienarten sind häufig an Infektionen beteiligt. Ebenso zeigten sich in Untersuchungen eine Wirkung gegen Staphylococcus aureus. In Arbeiten des Instituts für Lebensmittelchemie der Technischen Universität Dresden konnte die Konzentration des Stoffwechselproduktes Methylglyoxal in bestimmten Manuka-Honigen aus Neuseeland gemessen und dessen antibakterieller Einfluss quantitativ in vitro nachgewiesen werden. Besonders bakterizide Eigenschaften wurden gegen die Erreger Staphylococcus aureus und Escherichia coli festgestellt.
In vitro konnten antibakterielle Eigenschaften des Honigs nachgewiesen werden. In der modernen Medizin hat Manuka-Honig als Medihoney® einen festen Platz. Er beschleunigt die Wundheilung, reduziert Infektionen und lindert Schmerzen, indem er die Nervenenden beruhigt und das Gewebe feucht hält. Medizinischer Manuka-Honig soll zudem verhindern, dass sich auf Wunden ein Biofilm bildet, der Bakterien vor Antibiotika schützt. Außerdem soll er bestehende Biofilme auflösen und so die Wundheilung unterstützen.
Grenzen der Studienlage
Diese Erkenntnisse stammen jedoch aus Laboruntersuchungen. Es ist unklar, ob sie auf den lebenden Organismus übertragbar sind. Für positive Effekte von medizinischem Honig in der Wundbehandlung fehlen bislang jedoch die Belege. Eine systematische Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration aus dem Jahr 2015 stellte fest, dass sich aufgrund der Unterschiede in den Wundarten und Vergleichsbehandlungen keine allgemeinen Schlussfolgerungen über die Wirkung von Honig auf die Wundheilung ziehen lassen. Die Evidenz für die meisten Vergleiche sei von niedriger oder sehr niedriger Qualität. Allerdings bestehe Evidenz hoher Qualität dafür, dass Teilschichtverbrennungen mit Honig etwa vier bis fünf Tage schneller heilen als mit konventionellen Verbänden.
Wie wirkt Manuka-Honig genau?
Manuka-Honig wirkt multifaktoriell, unter anderem durch die Produktion von Wasserstoffperoxid, phenolische Verbindungen und den hohen Zuckergehalt. Die wesentlichen Inhaltsstoffe des Manuka-Honigs sind neben den Zuckern des Honigs in wechselnden Mengen das nicht-peroxidisch antibakteriell wirksame Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal (MGO). MGO bleibt auch bei Lagerung und moderater Verarbeitung weitgehend erhalten. Entfernt man MGO aus dem Honig, ist noch immer eine Aktivität zum Beispiel durch Wasserstoffperoxid oder Leptosperin gegeben.
UMF vs. MGO
In Neuseeland hingegen wird die Qualität des Honigs mit dem sog. UMF (Unique Manuka Factor) angegeben. UMF ist ein geschütztes Bewertungssystem der Unique Manuka Factor Honey Association aus Neuseeland. UMF bewertet nicht nur den MGO-Gehalt, sondern zusätzlich noch andere Inhaltsstoffe und steht außerdem für Echtheit und Qualität, ist also eher ein Qualitäts- und Echtheitssiegel. Die UMF- und MGO-Werte können einfach in den jeweils anderen umgerechnet werden - und zwar mit Hilfe von Umrechnern im Internet.
Lesen Sie auch: Was macht guten Manuka Honig aus?
Praktische Anwendung und Dosierung
Während normaler Honig ein bekanntes Hausmittel bei Husten, Halsschmerzen und Erkältungen ist, enthält Manuka-Honig deutlich höhere Mengen des Wirkstoffs Methylglyoxal - der Hauptgrund für seine starke antibakterielle Wirkung. Bei Erkältung & Halsschmerzen: Langsam im Mund zergehen lassen. Bei Erkältungen und Infekten mit Husten und Halsschmerzen lässt man mindestens 3‑mal täglich einen Teelöffel des Honigs auf der Zunge zergehen. Den letzten Teelöffel nehmen Sie am besten direkt vor dem Schlafengehen.
Hautpflege & Akne: Dünn auf die betroffenen Stellen auftragen und 20 Minuten einwirken lassen. Manuka-Honig hingegen kann bei den genannten Infektionen der Atemwege ganz einfach vor dem Schlafengehen an die inneren Nasenwände gestrichen werden, so dass der Honig über Nacht an Ort und Stelle auf die Schleimhäute einwirken kann. Bei äußerlicher Anwendung gilt: Nur der medizinische, sterile Honig darf zur Wundbehandlung verwendet werden. „Normaler“ Manuka-Honig hingegen ist ein Naturprodukt, das Keime enthält und folglich schwere Reaktionen und Wundinfektionen hervorrufen kann.
Wichtiger Hinweis: Die angegebene Tagesdosis sollte nicht überschritten werden. Ein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt nicht eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie einen gesunden Lebensstil. Babys und Säuglingen unter zwölf Monaten sollte kein Honig verabreicht werden, da sich ihre Darmflora noch nicht komplett entwickelt hat und sie sich dadurch mit dem seltenen, aber lebensgefährlichen Säuglingsbotulismus infizieren können.
Lagerung, Qualität und Authentizität
Honig als Lebensmittel sollten Sie an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahren, da er hitze- und lichtempfindlich ist. Lagern Sie den Honig an einem trockenen, dunklen Ort bei Temperaturen unter 25°C, um seine Frische und Qualität zu erhalten. Bei zu hoher Hitze besteht die Gefahr, dass die Enzymaktivität und somit die gesundheitsfördernden Eigenschaften beeinträchtigt wird. Von einer Lagerung im Kühlschrank wird abgeraten, da Honig bei Kälte kristallisiert und wieder erhitzt werden muss, um flüssig zu werden.
Beim Kauf sollten Sie darauf achten, ob der Anbieter Mitglied des neuseeländischen Branchenverbandes „Unique Manuka Factor Honey Association“ oder der „Australian Manuka Honey Association“ ist, da diese Honige auf Reinheit geprüft und zertifiziert werden. Die Zahl der Fälschungen ist hoch: 2013 warnte die britische Agentur für Lebensmittelstandards Konsumenten vor zunehmenden Betrügereien mit falschem Manuka-Honig. Eine Gruppe Dresdner Lebensmittelchemiker um Thomas Henle konnte auch unter den in Deutschland angebotenen „Manuka-Honigen“ eine ganze Reihe identifizieren, in denen kein Methylglyoxal enthalten war.
Lesen Sie auch: Leitfaden zum Manuka Honig Kauf
Medizinische Produkte und Zulassungen
Im August 2005 wurde ein zur Behandlung von Wunden ausgewiesenes Fertigpräparat unter der Bezeichnung Medihoney europaweit als Medizinprodukt zugelassen. Medihoney wird aus dem Blütennektar verschiedener Leptospermum-Arten gewonnen und enthält als weitere Komponente einen Blütenhonig mit einem hohen Anteil des Enzyms Glucose-Oxidase. Das Gemisch wird durch Bestrahlung keimfrei gemacht. Mittlerweile wird Manuka-Honig in klinischen Studien erforscht und teilweise angewendet.
Zusätzliche Hinweise zur Verwendung
Die antimikrobiellen Eigenschaften von Honig, einem Naturprodukt mit einer langen Geschichte medizinischer Anwendungen, werden zunehmend anerkannt, insbesondere gegen antibiotikaresistente Erreger. Die grundsätzlich antibiotischen und antiviralen Eigenschaften machen den Manuka-Honig natürlich auch zu einem wohlschmeckenden und hilfreichen Heilmittel bei Erkältungen, Halsschmerzen, Husten und anderen Infekten der Atemwege. Da der Honig außerdem eine beeindruckende antimykotische Wirkung aufweist, also Pilze in ihrem Wachstum hemmen kann, eignet er sich auch sehr gut zur komplementären Therapie (äußerlich und innerlich) bei Pilzerkrankungen aller Art.
Tabelle: Typische MGO-Klassen und mögliche Anwendungen
| MGO-Wert (mg/kg) | Qualität / Hinweis | Mögliche Anwendung |
|---|---|---|
| ≥ 100 | Therapeutisch sinnvoll für einfache äußere Anwendungen | Einfacher Wundschutz, Erkältung, tägliche Verwendung |
| ≈ 250 | Gute Qualität (z. B. MGO250) | Stärkere antibakterielle Ansprüche, Immununterstützung |
| ≈ 400 | Spitzenqualität (z. B. MGO400) | Intensivere antibakterielle Nutzung, gezielte Anwendungen |
| > 800 | Sehr hoher MGO-Gehalt | Nur spezifische Anwendungen; Preis und Authentizität prüfen |
Vorsicht vor Scharlatanen: Da die Preise besonders für Produkte mit einem hohem MGO-Wert recht hoch sind, häufen sich auch die Betrugsfälle. Beim Kauf achten Sie auf lückenlosen Herkunftsnachweis bis zum Imker und auf Angaben, dass der MGO-Wert von einem renommierten und unabhängigen Honiglabor analysiert worden ist.
Manuka-Honig ist bekannt für seine hohe Qualität und wird in Neuseeland unter strengsten Qualitätsstandards geerntet. Jede Packung verfügt über einen lückenlosen Herkunftsnachweis bis zum Imker. Genießen Sie den Manuka-Honig pur oder im Tee, um den Tag harmonisch zu beginnen. Besonders in der kalten Jahreszeit ist er ein wohltuender Begleiter für Gaumen und Rachen.
tags: #was #bedeutet #manuka #honig #mgo #400


