Rezept für Walnussecken mit Honig

Der Herbst naht in großen Schritten und mit ihm die Zeit von leckerem Nussgebäck. Geht es euch auch so, dass ihr Nussecken, Kekse, Kuchen und Co lieber in den kühleren Monaten esst? Eines meiner absoluten Lieblingsgebäcke sind dabei klassische Nussecken.

Warum dieses Rezept?

Mit viel leckeren Haselnüssen und Mandeln, einem Hauch von Honig und einem mürben Keks darunter. Klingt das nicht köstlich? Die Nussecken sind ganz einfach gemacht. Schon im Teig werden gemahlene Mandeln verarbeitet und on top kommt eine tolle Mischung aus Walnüsse, Haselnüssen und Mandeln.

Walnussecken auf einem Kuchengitter

Zutaten (für ein Blech / ca. 24 Stück)

  • 200 g Mehl
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Zucker (Zutat im Teig: manchmal vergessen, bitte beachten)
  • 140 g kalte Butter (plus etwas mehr für die Nussmasse)
  • 2 Eier (Größe M)
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Vanille oder Mark einer 1/2 Vanilleschote
  • Prise Salz
  • 2 EL Weißtannenhonig oder 100 g heller Honig insgesamt
  • 120-150 g gehackte Haselnüsse
  • 100-150 g gehackte Walnüsse
  • gehobelte Mandeln nach Bedarf
  • 130 g Zucker (für die Nussmasse) oder Rohrohrzucker
  • 120-130 g Butter für die Füllung
  • 3-4 EL Johannisbeergelee oder Aprikosenkonfitüre (optional)
  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre zum Verzieren (optional)

Vorbereitung des Mürbeteigs

Verknetet alle Zutaten für den Mürbteig miteinander und stellt ihn für 30 Minuten kalt. Schneide dafür die kalte Butter in kleine Stücke und gib sie zusammen mit dem Mehl, den gemahlenen Mandeln, dem Zucker, den Eiern, dem Zimt, dem Orangenabrieb (optional) und einer Prise Salz in eine große Rührschüssel und verknete alle Zutaten zu einem glatten Teig. Der Teig kann sowohl mit den Händen als auch mit einer Küchenmaschine oder den Knethaken eines Handrührgerätes verarbeitet werden.

Forme den Teig zu einer Kugel und stelle ihn für etwa 30 - 60 Minuten in den Kühlschrank. Rolle den Mürbeteigboden grob mit einem Nudelholz auf dem Backpapier aus und drücke ihn anschließend mit den Händen bis in die Ecken des Backblechs, sodass die Oberfläche vollständig und gleichmäßig mit dem Teig bedeckt ist. Stich den Boden mehrmals großflächig mit einer Gabel ein, sodass sich keine Luftblasen unter dem Teig bilden können, und backe ihn für etwa 8 - 10 Minuten im vorgeheizten Backofen (ca. 160-165°C Ober-/Unterhitze oder Umluft 160°C). Backt den Boden im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft für ca. 10 Minuten.

Schicht mit Gelee oder Honig

Währenddessen erwärmt ihr das Johannisbeergelee in einem Topf und bestreicht den vorgebackenen Boden direkt noch heiß mit dem Gelee. Ich mag meine Nussecken ohne Marmelade und verwende stattdessen lieber einen flüssigen Honig zum Bestreichen des Mürbeteigbodens. Alle die es lieber klassisch mögen, dürfen natürlich auch gerne eine Aprikosenmarmelade oder dergleichen verwenden.

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Die Nussmasse

In einem Topf schmelzt ihr Butter, Honig und Zucker für die Füllung. Gib den Zucker, den Honig und die Butter in einen großen Topf und schmelz alles bei mittlerer Hitze, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Der Zucker sollte sich auflösen, kurz aufkochen und darauf achten, dass die Masse nicht zu heiß wird, weil sonst der Honig verbrennt. Rühre nun auch die zuvor vermischten Nüsse gründlich unter die geschmolzenen Zutaten im Topf. Die gehackten Haselnüsse und gehobelten Mandeln hinzugeben und verrühren. Nimm den Topf daraufhin vom Herd und verteile die heiße Nussmasse gleichmäßig auf dem vorgebackenen Mürbeteigboden. Wieder empfiehlt sich zum Verteilen die Rückseite eines Esslöffels. Gehe dabei nicht zu grob vor, damit der Boden nicht reißt. Achtung: Die Nussmasse ist wirklich sehr heiß, sei also vorsichtig, dass du dich nicht verbrennst!

Nuss-Karamell-Masse im Topf

Backen

Backe die Nussecken für 20 - 25 Minuten bei 165 Grad im vorgeheizten Backofen. Wenn die Oberfläche der Nüsse eine schöne, goldene Farbe bekommen hat, sind sie genau richtig. Hole das Backblech nach der Backzeit aus dem Ofen und lass es für ein paar Minuten abkühlen, bevor du die Mini-Nussecken schneidest, sodass du dich dabei nicht verbrennst. Warte jedoch nicht zu lange, da es einfacher ist sie noch heiß zu schneiden.

Schneiden: Tipps für perfekte Dreiecke

  1. Warm schneiden: Lass die Nussecken nicht zu lange abkühlen, bevor du sie schneidest. Nach dem Backen sind sie nämlich noch schön weich und lassen sich viel besser portionieren. Warte gerade so lange, dass du dich nicht mehr an der heißen Nuss-Karamell-Schicht und am Rand des Backblechs verbrennst.
  2. Scharfes Messer: Verwende zum Schneiden unbedingt ein großes und scharfes Messer! So tust du dir deutlich leichter und die Nussecken zerbrechen nicht. Besonders wenn ich viele kleine Nussecken schneide, wasche ich das Messer zwischenzeitlich immer einmal wieder ab, damit nichts mehr an der Schneidefläche klebt.
  3. Ränder abschneiden: Entferne zuerst die Ränder der Nussecken, bevor du sie in Quadrate und anschließend in Dreiecke schneidest. Im Normalfall reicht es, wenn jeweils 1 cm vom unsauberen Rand abgeschnitten wird.

Hebe das Backpapier mit den Nussecken vom Blech und schneide zuerst die unsauberen Ränder ab, bevor du die Nussecken in etwa 4 x 4 cm große Quadrate schneidest und diese nochmals diagonal in jeweils zwei Dreiecke halbierst. Ich habe meine Nussecken zuerst in etwa 4 x 4 cm große Quadrate geschnitten und sie anschließend in kleine Dreiecke halbiert. So haben sie für mich die perfekte Größe, um auch als Plätzchen durchzugehen. Wer möchte kann die Nussecken natürlich auch deutlich größer schneiden, so wie es sie beim Bäcker zu kaufen gibt.

Frisch geschnittene Nussecken auf Backpapier

Verzierung und Aufbewahrung

Die fertig geschnittenen Nussecken können anschließend direkt mit etwas Abstand zueinander auf ein sauberes Backpapier oder ein Abkühlgitter gelegt werden. Sobald sie nicht mehr warm sind, müssen sie nur noch mit der geschmolzenen Schokolade überzogen werden. Hacke die Kuvertüre in grobe Stücke und schmelz sie über einem heißen Wasserbad. Träufle die geschmolzene Schokolade anschließend mit einem Teelöffel in dünnen Streifen über die Mini-Nussecken oder tauche die Seiten hinein. Sobald die Glasur der Mini-Nussecken vollständig ausgehärtet ist, können sie verpackt werden. Zum Aufbewahren eignet sich am besten eine luftdicht verschließbare Dose. Zwischen die einzelnen Schichten lege ich immer gerne jeweils ein passend zugeschnittenes Stück Backpapier. Die kleinen Nussecken sind lange haltbar, sie lassen sich gut verpackt für mehrere Wochen an einem dunklen und kühlen Ort aufbewahren. Man könnte sie zwar auch einfrieren, aber da sie wirklich lange frisch bleiben braucht es das eigentlich nicht.

Variationen und Tipps

  • Die Nussmischung der Mini-Nussecken lässt sich nach Belieben variieren. Du möchtest mehr oder weniger einer bestimmten Nusssorte? Gar kein Problem, solange die Gesamtmenge der gehackten Nüsse eingehalten wird.
  • Du kannst statt Marmelade auch Honig zum Bestreichen verwenden.
  • Für eine etwas andere Textur: ersetze einen Teil der Butter im Boden durch Kokosöl und nutze Vollkornmehl für eine nussigere Note.
  • Sollten geschälte, gehackte Pistazien zu teuer sein, kaufe ganze geröstete (ungesalzene) Pistazien und hacke sie selbst.
Zubereitung von Nussecken Schritt für Schritt

Kurze Übersicht - Zeitplan

ArbeitsschrittZeit
Teig zubereiten und kühlen10-15 Min. + 30-60 Min. Kühlung
Teig vorbacken8-10 Min.
Nussmasse vorbereiten10 Min.
Backen der Nussecken20-25 Min.
Abkühlen und schneiden10-20 Min. (je nach Wunsch)

Da das Rezept genau für ein Blech (ca. 46 x 37 cm) reicht, erhält man am Ende wirklich eine riesige Menge der saftigen Nussecken. Zum Glück, denn bei mir sind die kleinen Gebäckstücke immer viel schneller weg als mir lieb ist. Selbstverständlich ist die Stückzahl vor allem abhängig davon, wie groß man sie schneidet.

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