Vollmilch-Pralinen selber machen: Rezept und Anleitung für himmlische Schokoladengenüsse
Vollmilch-Pralinen selbst herzustellen ist viel einfacher, als viele denken. Mit deinen eigenen Zutaten kannst du ganz genau kontrollieren, was in deiner Schokolade steckt - und problematische Inhaltsstoffe sowie übermäßige Zuckermengen vermeiden. Zudem ist das Pralinenmachen eine kreative und beruhigende Beschäftigung, die sich hervorragend dazu eignet, schöne kleine Geschenke für Freunde, Familie oder für besondere Anlässe selbst zu kreieren.
Warum Pralinen selbst machen?
Bei selbstgemachter Schokolade weißt du genau, was drinsteckt und kannst auf fragwürdige Inhaltsstoffe verzichten. Die selbst gemachte Vollmilchschokolade lässt sich kinderleicht nach Geschmack verfeinern und mit weiteren Zutaten ergänzen. Mit ein paar Gewürzen wie Chili, Zimt, Ingwer, Vanillemark, Pfeffer oder Koriander wird die Schokolade zu einem aromatischen Geschmackserlebnis. Auch gehackte Nüsse, Kerne und Samen, Kokosraspel, geriebene Zitronen- oder Orangenschale, Lavendelblüten, Trockenfrüchte und getrocknete Beeren sind eine schmackhafte Ergänzung für deine Schokolade.
Wenn du auf Puderzucker verzichten möchtest, kannst du stattdessen ein anderes festes Süßungsmittel wie Erythrit oder Birkenzucker verwenden.
Zutaten und Grundrezept für Vollmilchschokolade
Ein einfaches Rezept aus vier Zutaten
- 85-90 g Milchschokolade (z.B. Hukambi oder Satilia Lactée)
- 15 g Sahne
- 1/2 TL Lebkuchen- oder Spekulatius-Gewürz
- Optionale Zutaten: gehackte Nüsse, Fruchtpulver, Orangenschalen etc.
Die Zutaten ergeben etwa 100 Gramm Milchschokolade. Für die Herstellung benötigst du außerdem etwas Geduld, da die Schokolade ausgehärtet werden muss.
Das richtige Equipment für die Pralinenherstellung
- Wasserbad oder Mikrowelle zum Schmelzen der Schokolade
- Digitale Speise-Thermometer zum Temperieren
- Silikonformen oder Pralinenformen
- Pralinengitter (Kuchengitter) und Backpapier
- Pralinengabel oder große Gabel mit langen Zinken
- Spritzbeutel für die Füllung
- Teller oder Tablett
Tipp: Auch alle anderen Silikonformen können zur Formgebung verwendet werden. Nachdem die Schokolade komplett ausgehärtet ist, kann sie aus der Form gelöst und beispielsweise in Schraubgläsern aufbewahrt werden.
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Anleitung: Vollmilch-Pralinen Schritt für Schritt
1. Kuvertüre oder Milchschokolade schmelzen und temperieren
Kuvertüre in einem Glasschälchen im Wasserbad schmelzen und temperieren. Für die Hohlkörper die Kuvertüre über einem heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle langsam schmelzen: Zunächst auf 46 Grad, dann auf 28 Grad abkühlen lassen, um dann erneut auf 31-33 Grad zu erwärmen. Das ist die perfekte Temperatur, um die Hohlkörper zu gießen.
2. Pralinenhohlkörper herstellen
Die temperierte Schokolade komplett in eine Silikonform für Pralinen (z. B. 15 Mulden) füllen. Die gefüllte Form mehrmals auf den Tisch klopfen, damit Luftbläschen entweichen können und später keine Löcher in den Pralinen sind. 5 Minuten ruhen lassen. Nach der Ruhezeit die überschüssige Schokolade in eine Schüssel abgießen und beiseite stellen. Mit einer Palette die Formen glätten. Die Pralinenhohlkörper für 30 Minuten ruhen lassen. Für dickere Hohlkörper kann dieser Vorgang wiederholt werden. Prüfe vor dem Einfüllen nochmal, ob die Schokolade noch die optimale Temperatur von 31-33 Grad hat.
3. Füllung vorbereiten und einfüllen
| Füllungsart | Zubereitung |
|---|---|
| Ganache-Pralinen | 80 ml Sahne aufkochen, 400 g Kuvertüre & 30 g Butter einrühren, 2 Stunden kühlen, dann mit Handrührgerät aufschlagen und als Kugeln formen. |
| Zartbitter-Orangen-Trüffel | Sahne mit Fruchtpulver vermischen, Glukosesirup hinzugeben und aufkochen. Die Kuvertüre hinzufügen, verrühren und abkühlen lassen. Die Masse in Hohlkugeln füllen und 12 Stunden fest werden lassen. |
| Wiener-Mandel-Pralinen | Sahne mit Glukosesirup aufkochen, Kuvertüre zugeben, Butter und Aromapaste einrühren, abkühlen lassen. Masse in Hohlkugeln füllen und fest werden lassen. |
| Weiße Amaretto-Pralinen | Amaretto-Masse erwärmen, Aroma-Öl einrühren, Masse in Hohlkörper füllen und fest werden lassen. |
4. Verschließen und Überziehen
Die übrige Schokolade, wie in Schritt 1 beschrieben, nochmal temperieren. Die Schokolade auf die Form gießen und mit Hilfe einer Palette verstreichen, um die Pralinen zu verschließen. Sobald die Schokolade fest ist, die Form für 2 Minuten ins Tiefkühlfach stellen - so lassen sich die Pralinen besser aus der Form lösen.
Praline mit einer Gabel oder Pralinengabel in die Kuvertüre tauchen. Dabei darauf achten, dass die Praline von allen Seiten mit Kuvertüre bedeckt ist; evtl. die Praline in der Kuvertüre wenden. Mit der Gabel die Praline aus der Kuvertüre nehmen, am Schälchenrand abklopfen und auf ein Gitter setzen. So kann die Kuvertüre besser abtropfen und es entsteht kein großer Fuß. Bevor die Kuvertüre fest wird, die Praline vom Gitter nehmen und auf einen Bogen Backpapier setzen. Kuvertüre vollständig fest werden lassen.
Pralinensorten - Übersicht und Inspiration
- Trüffelpralinen (Ganache als Kugeln geformt, mit Schokolade überzogen)
- Marzipan-Pralinen (aus Marzipan geformt oder ausgestochen)
- Früchte-Pralinen (Fruchtmasse aus getrockneten Früchten mit Schokolade überzogen)
- Hohlkörper-Pralinen (Form mit Schokolade ausgegossen, mit Füllung versehen und verschlossen)
- Schichtpralinen (verschiedene Schichten, z.B. Ganache, Schokolade, Marzipan, Früchte oder Krokant)
Dreierlei Pralinen zum Verschenken - Beispiele
- Zartbitter-Orangen-Trüffel: Sahne mit Fruchtpulver vermischen, Glukosesirup hinzugeben und aufkochen. Die Kuvertüre hinzufügen, verrühren und abkühlen lassen. Die Masse in die Hohlkugeln füllen und 12 Stunden fest werden lassen. Die Hohlkugeln verschließen und mit temperierter Zartbitterkuvertüre wenden. Hälfte der Pralinen in Zucker und Fruchtpulver wenden, andere Hälfte mit Orangen Crispies toppen.
- Wiener-Mandel-Pralinen: Sahne mit Glukosesirup aufkochen, Kuvertüre zugeben, Butter und Aromapaste einrühren, abkühlen lassen, Masse in die Hohlkugeln füllen und 12 Stunden fest werden lassen. Die Hohlkugeln verschließen und mit temperierter Vollmilchschokolade wenden. Eine Hälfte mit Silberperlen, die andere mit flüssiger weißer Schokolade dekorieren.
- Weiße Amaretto-Pralinen: Pralinenmasse erwärmen, Aroma-Öl einrühren, Masse in die Hohlkörper füllen und fest werden lassen. Mit weißer Schokolade verschließen und mit temperierter weißer Schokolade wenden. Hälfte der Pralinen auf Pralinengitter rollen (igeln), andere Hälfte mit flüssiger Zartbitterkuvertüre dekorieren.
Tipps zum Dekorieren und Verfeinern
Temperierte Kuvertüre ist der Klassiker zum Verzieren - für wirkungsvolle Kontraste am besten in einer dunkleren oder helleren Farbe als die Pralinen. Mit einer Spritztülle können feine Linien über die fertigen Pralinen gegeben werden. Gehackte Nüsse, Trockenfrüchte und Gewürze sind optische Highlights und geben den Pralinen eine persönliche Note. Ein echter Genießertipp ist Fleur de Sel auf dunkler Schokolade. Ein weiterer Trend sind Mini Pralinen in Form von Schneemännern, Fischen oder Muscheln, die besonders in Frankreich beliebt sind.
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Pralinen verpacken und verschenken
Selbstgemachte Pralinen lassen sich einfach und effektvoll verpacken und verschenken. In einer Pralinenkapsel kommt jede Praline einzeln besonders gut zur Geltung. In Schachteln oder Boxen lassen sich Pralinen hochwertig verpacken, besonders wenn die Schachtel vorher mit Seidenpapier ausgelegt wird. Pralinenbeutel aus Klarsichtfolie eignen sich besonders gut zum Verschenken.
Pralinen sind das ideale kleine Geschenk - sie zaubern jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht und sind perfekt für Feiertage oder als kleine Aufmerksamkeit. Dreierlei Pralinen zum Verschenken sind eine tolle Möglichkeit, Familien und Freunden zum Geburtstag oder Weihnachten eine Freude zu machen.
Haltbarkeit und Lagerung
Pralinen sind je nach Rezept in verschlossenen Dosen einige Wochen haltbar. Sie sollten kühl und dunkel aufbewahrt werden. Besonders empfiehlt sich die Lagerung in Schraubgläsern oder in Pralinenboxen.
Kurze Anleitung für schnelle Pralinen
Wenn man nach schnellen Pralinen fragt, bieten sich kleine Ideen wie Salzbutterkaramell für schnelle Geschenke an. Besonders hübsch sind kleine Tannenbäume oder Schneemann-Pralinen, ideal als Dekoration für Torte oder Weihnachts-Bûche.
Vollmilch-Pralinen: Kreativität, Genuss und Freude
Pralinen selber machen ist ein Kinderspiel und bereitet besonders Freude an Feiertagen und als Geschenk. Du kannst die Silikonform vor dem Füllen mit farbigem Lebensmittelfarbpuder auspinseln, um das besondere Etwas zu zaubern. Kleine bunte und leckere Häppchen aus Schokolade, Nüssen und Gewürzen sind nicht nur ein optisches Highlight, sondern echte Geschmackserlebnisse.
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Wer sich ein wenig Zeit nimmt und Lust auf etwas Handwerk hat, ist bei der Pralinenherstellung genau richtig. Die wichtigsten Zutaten: Zeit, Ruhe und ein wenig Planung. Leckere Kuvertüre und feine Gewürze zum Aromatisieren sorgen für den Feinschliff. Richtiges Equipment erleichert die Pralinenherstellung.
Übersicht: Pralinenarten, Tipps und Herstellung
| Pralinen-Art | Ausstattung/Equipment | Tipp zur Herstellung |
|---|---|---|
| Trüffelpralinen | Ganache, Kuvertüre, Pralinengabel | Kugeln formen, mit Schokolade überziehen |
| Marzipan-Pralinen | Marzipan, Kuvertüre | Mit Kakao oder Nüssen verfeinern |
| Früchte-Pralinen | Trockenfrüchte, Schokolade | Mit Schokolade bepinseln oder besprenkeln |
| Hohlkörper-Pralinen | Silikonform, Kuvertüre, Füllung | Form mit Schokolade füllen, Füllung ergänzen, verschließen |
| Schichtpralinen | Ganache, Krokant, Marzipan | Mehrere Schichten zusammensetzen |
Die Herstellung von Pralinen ist nicht nur Profis vorbehalten! Mit Geduld und ein wenig Fingerspitzengefühl gelingen auch Anfänger himmlische Schokoladenkreationen.
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