Verbrennungen behandeln mit Hausmitteln: Wirkung von Honig, Manuka-Honig und sicherer Wundversorgung

Egal ob zu Hause oder am Arbeitsplatz - es kann überall zu heiß werden. Nur noch schnell einen Tee vor dem nächsten Meeting und beim Eingießen? Verbrannt. Welche Herdplatte war jetzt noch einmal die, die an war? Verbrannt. Abhängig von der Schwere der Verbrennung oder Verbrühung kann es zu Schmerzen, Entzündungen und Infektionen kommen. Ein gutes Wundmanagement ist daher von entscheidender Bedeutung, um eine schnelle Heilung und Vermeidung von Komplikationen zu gewährleisten.

Kochendes Wasser, heiße Herdplatten, offenes Feuer: Verbrennungen oder Verbrühungen sind schmerzhaft und können die Haut dauerhaft schädigen. Eine Schädigung der Haut durch starke Hitze, aber auch Kälte wird unter dem medizinischen Oberbegriff „thermische Verletzung“ zusammengefasst. Die meisten Brandunfälle passieren im eigenen Haushalt oder bei der Arbeit.

Infografik zu Ursachen, Verbrennungsgraden und Sofortmaßnahmen bei Verbrennungen

Verbrennung oder Verbrühung: Was ist der Unterschied und was ist ähnlich?

Ja. Verbrühung: Durch heiße Flüssigkeiten (z. B. Verbrennung: Durch heiße Oberflächen (z. B. Die Sofortmaßnahmen sind jedoch ähnlich. Auch Verbrühungen durch heißes Wasser oder starken Wasserdampf können schmerzhaft sein und schwere Wunden hervorrufen. Durch die hohe Hitzeeinwirkung wird die Haut oder das tiefer liegende Gewebe geschädigt oder zerstört.

Eine leichte Verbrennung ist zwar schmerzhaft, aber meist unproblematisch. Die Haut wird rot, aber der Schaden ist oberflächlich und beschränkt sich auf die oberste Hautschicht (Epidermis). In jedem Fall sollten Sie zum Arzt, wenn: sich erste Bläschen bilden, starke bis sehr starke Schmerzen auftreten, Gesicht, Hände oder Genitalien betroffen sind, Rauch in die Lungenwege geraten ist, die Brandwunde verschmutzt ist.

Verbrennungsgrade sicher erkennen

Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten. Angefangen mit der obersten Hautschicht, der sogenannten Epidermis. Darunter folgt die Dermis und als dritte Hautschicht verwenden Mediziner und Medizinerinnen den Begriff Subcutis. Kommt es zu einer Verbrennung der Haut, wird sie anhand ihrer Ausdehnung und Tiefe in vier Verbrennungsgrade unterschieden. Die Symptome bei Betroffenen und das Aussehen der Wunde können sich binnen weniger Stunden oder Tage verschlimmern.

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  • Grad 1: Oberflächliche Verbrennungen. Die Verletzung betrifft nur die äußere Hautschicht (Epidermis). Die Haut ist gerötet, geschwollen und schmerzhaft. Es können leichte Blasenbildung und Hautabschilferung auftreten.
  • Grad I: Brandverletzungen der oberen Hautschicht gehören zu Verbrennungen ersten Grades. Meist entstehen sie durch übermäßiges Sonnenbaden, wo Temperaturen um die 45 Grad Celsius auf den Körper einwirken. Die Haut schmerzt, ist druckempfindlich und gerötet.
  • Grad 2: Betrifft Epidermis und Dermis (tiefer liegende Hautschicht).
  • Grad IIVerbrennungen zweiten Grades reichen bis auf die Dermis und sind sehr schmerzhaft. In vielen Fällen bilden sich Brandblasen, die aufgrund der körpereigenen Papillarschicht meist narbenfrei verheilen.
  • Typ 2aHier ist nur die zweite Hautschicht betroffen. Der Wundgrund der Brandblase ist noch rosig und heilt von allein.
  • Typ 2bHier ist der Wundgrund der Brandblase bereits abgestorben und weiß, da an der betroffenen Stelle kein Blut mehr fließt. Nach der Wundheilung werden sichtbare Narben entstehen.
  • Grad IIIBei Verbrennungen dritten Grades wirken Temperaturen von 65 Grad Celsius auf die betroffene Hautstelle ein. Durch die massive Hitzeeinwirkung werden sowohl die Epidermis, als auch die komplette Dermis zerstört. Sogar die darunterliegende Hautschicht, die Subcutis, kann dabei verletzt werden. Es sind weißliche Gewebeschäden sichtbar und darunterliegende Nervenzellen werden zerstört.
  • Grad 3: Betrifft alle Hautschichten bis hin zum Fettgewebe. Die Haut kann weiß oder verkohlt wirken und ist unempfindlich gegenüber Berührung.
  • Grad IVVerbrennungen vierten Grades kommen vor allem bei Unfällen mit offenem Feuer oder bei Starkstromunfällen vor.

Wann sofort medizinische Hilfe nötig ist

Wer sich unsicher über die Schwere der Verletzung ist, sollte eine*n Expert*in konsultieren - z. B. Hausärzt*in oder Wundmanager*in. Verbrennungen 2. und 3. Grades müssen zwingend medizinisch behandelt werden. Bei schweren Verbrennungen gilt: Kein lauwarmes oder gar kaltes Wasser über die Wunde laufen lassen. Verständigen Sie umgehend den Notarzt und bringen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage.

Erste Hilfe bei Verbrennungen: Kühlen, Abdecken, Warnzeichen erkennen

Sofortmaßnahmen: richtig kühlen, richtig abdecken

Kleinflächige Verbrennungen oder Verbrühungen mit lauwarmem Wasser kühlen. Bei Verbrennungen 1. Grades reicht es oft aus, die Stelle mit fließendem Wasser zu kühlen und anschließend steril zu verbinden. Verbrannte Stellen zu kühlen, lindert den Schmerz. Bei kleinflächigen Verletzungen sollte mit Leitungswasser von etwa 20 Grad gekühlt werden. Fünf bis zehn Minuten sind ausreichend.

  • Bei brennender Kleidung: Löschen mit Wasser, Decke oder durch Wälzen.
  • Bei Verbrühungen: Getränkte Kleidung schnell, aber vorsichtig ausziehen.
  • Kleidung und Schmuck vorsichtig von betroffenen Hautstellen entfernen, weil sie sonst wie ein Hitzespeicher wirken.
  • Falls Sie einen Erste-Hilfe-Kasten zur Hand haben, legen Sie ein steriles Brandtuch oder eine Kompresse auf.

Sterile Pflaster oder Verbände - idealerweise metallbeschichtet - sind am besten geeignet die Wunde abzudecken. Mit Verbandtüchern abdecken. Alle offenen Verbrennungen werden nach oder schon während der Kühlung durch kaltes Wasser möglichst steril abgedeckt. Das Problem bei Verbandtüchern ist aber, dass diese an einer offenen Verbrennung festkleben.

Frischhaltefolie bei Verbrennungen. Bei Verbrennungen hat sich Frischhaltefolie bewährt: angewendet für den Transport bis ins Krankenhaus. Die durchsichtige Frischhaltefolie hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber normalen Verbandstoffen: Sie verklebt nicht! Wenn man Frischhaltefolie auf eine (offene) Verbrennung gibt, sollten nicht mehrere Lagen straff gewickelt werden.

Was Sie vermeiden sollten

  • Keine Eiswürfel auflegen. Keine Kühlung bei großflächigen Brandverletzungen.
  • Bei kleinen Verbrennungen lieber nicht nutzen: Kälte. Kaltes Wasser kann das Gewebe und die Haut zusätzlich reizen.
  • Hausmittel. Bitte keine Hausmittel verwenden. Egal ob rohe Kartoffeln, Mehl, Backpulver, Essig, Öl, Bananenscheiben oder Honig.
  • Keine Salben auf frische oder gar offene Brandwunden auftragen.

Honig als Hausmittel: Was ist belegt, was nicht?

Honig ist mit seinen Wirkungen als vielfältiges Heilmittel bekannt und wird bei unterschiedlichsten Erkrankungen zur Behandlung verwendet. Bienenprodukte wie Honig oder Propolis werden seit Jahrtausenden nicht nur gegessen, sondern auch als Medizin verwendet. Laborexperimente weisen darauf hin, dass Honig in Reagenzglas und Petrischale gegen unterschiedlichste Krankheitserreger wirkt und dass er bei Versuchstieren wie Mäusen die Wundheilung zu beschleunigen scheint.

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Zahlreiche Wissenschaftsgruppen weltweit haben sich in den letzten Jahren mit der Frage beschäftigt, ob und in welcher Form Honig für die Wundversorgung geeignet sein könnte. Leider sind viele dieser Studien von schlechter Qualität. Ein weiteres Problem ist, dass die Studien so unterschiedlich sind -, dass sie oft kaum miteinander vergleichbar sind. Bisher lassen sich deshalb nur wenige allgemeine Schlüsse über die Verwendung von Honig in der Wundbehandlung ziehen.

Gut belegt ist inzwischen, dass Honig die Heilungsdauer bei mittelschweren Verbrennungen - auch Verbrennungen zweiten Grades genannt, bei denen die oberen Hautschichten betroffen sind - im Vergleich zu sonst üblichen Verbänden ohne Honig um durchschnittlich vier bis fünf Tage verkürzen kann. Insgesamt scheinen Honigverbände meistens gut verträglich zu sein. Bei der Behandlung von chronischen Wunden gibt es bisher keine überzeugenden Ergebnisse, die für den Griff zum Bienenprodukt sprechen.

Zu beachten ist allerdings, dass Honig nicht gleich Honig ist. Verschiedene Honigsorten können sich auch in ihrer Wirksamkeit voneinander unterscheiden. Eine wichtige Rolle für die Wirksamkeit spielen unter anderem die Pflanzen, aus deren Blüten die Bienen Nektar sammeln.

Schema: Wie Honig und Manuka-Honig auf Wunden wirken (antibakteriell, osmotisch, entzündungshemmend)

Manuka-Honig: Besonderheiten, MGO und medizinische Anwendung

Manuka-Honig besitzt antibakterielle, antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften. Er hilft, Infektionen zu verhindern oder zu lindern. Dieser besondere Honig stammt aus Neuseeland - gewonnen von Bienen, die den Manuka-Strauch (Südseemyrte) anfliegen. ManukaLind enthält Manuka-Honig mit MGO 514+ - einem extrem hohen Gehalt an Methylglyoxal, der bis zu 100-mal höher ist als bei herkömmlichem Honig.

Medizinischer oder therapeutischer Honig, der zum Beispiel in Krankenhäusern zum Einsatz kommt, wird speziell vorbehandelt, etwa mit Gammastrahlen, sodass er keine Verunreinigungen oder Keime enthält. Dass gerade diese spezielle Honigsorte so populär geworden ist, dürfte allerdings auch daran liegen, dass daraus hergestellte Produkte wie Salben, Gels und speziellen Wundauflagen als Medizinprodukte zugelassen sind.

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Produkte mit Manuka-Honig, wie die ManukaLind Wundheilsalbe oder das ManukaLind Spray, sind besonders wirksam. Fachleute versorgen die Wunde professionell und empfehlen geeignete Produkte wie die ManukaLind Wundauflagen. Verbrennungen und Verbrühungen brauchen aktives Wundmanagement - möglichst natürlich.

Honig korrekt einsetzen: sicher und gezielt

  • Alternativ kann Honig auch direkt auf Wunden und leichte Verbrennungen aufgetragen werden.
  • Man kann medizinischen Manuka Honig in der Apotheke kaufen. Dieser ist durch Gammastrahlung sterilisiert und entsprechend teuer.
  • Achtung: Bei eitrigen und tiefen Wunden keine Selbstversuche mit handelsüblichem Honig.

Seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung ist etwa 100-mal stärker als die unseres heimischen Honigs. Der hohe Zuckeranteil fördert die Sekretbildung, hält die Wunde geschmeidig und entzieht den Keimen die Flüssigkeit.

Kontroversen zu Hausmitteln: offizielle Empfehlungen vs. Evidenz

Bei kleinen Verbrennungen lieber nicht nutzen: Hausmittel. Bitte keine Hausmittel verwenden. Egal ob rohe Kartoffeln, Mehl, Backpulver, Essig, Öl, Bananenscheiben oder Honig. Keine Hausmittel verwenden. Egal ob rohe Kartoffeln, Mehl, Backpulver, Essig, Öl, Bananenschalen oder Honig - von all dem raten der Deutsche Feuerwehrverband und die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin ab.

Gut belegt ist inzwischen, dass Honig die Heilungsdauer bei mittelschweren Verbrennungen - auch Verbrennungen zweiten Grades genannt - verkürzen kann. Sechs Studien zeigten, dass Honig gleich wirksam ist wie das bei leichteren Verbrennungen wegen seiner antibakteriellen Wirkung oft eingesetzte Silbersulfadiazin. Den Ergebnisse zufolge scheinen schlecht verheilende Geschwüre an den Beinen jedoch nicht besser auf die Honigbehandlung anzusprechen als auf andere Methoden der Wundbehandlung.

Praktische Wundversorgung: von Abdeckung bis Schmerzmanagement

Salbenkompressen. Diese Kompressen verkleben nicht, da sie mit Vaseline oder Paraffin beschichtet sind. Möchte man, dass die Verbrennung abheilt, aber nicht mit der Wunde verklebt, so verwendet man diese Salbenkompressen. Auf die Verbrennung kann man zusätzlich Manuka Honig oder Aloe Vera geben. Die Kompressen sollten jeden Tag gewechselt werden.

Brandblasen bilden sich ab Verbrennungen zweiten Grades. Es ist nicht empfehlenswert, sie mutwillig mit Hilfe eines spitzen Gegenstandes selbst aufzustechen. Die Blase hat eine Schutzfunktion. Das Heißt: Brandblasen nicht aufstechen. Ihr Arzt kann sie unter sterilen Umständen öffnen und medizinisch versorgen.

Die Linderung von Schmerzen mit Ibuprofen kann sinnvoll sein. Der Arzt reinigt und versorgt die Verletzung meist mit einem sterilen Spezialverband und einer antibiotischen Salbe. Sämtliches totes Hautgewebe und aufgeplatzte Blasen sollten vorher entfernt werden.

Schritt-für-Schritt: Kühlen, Abdecken, Honigverband bei leichten Verbrennungen

Spezialfall Kinder: schnelle Hilfe, Unterkühlung vermeiden

Verbrennungen bei Kindern gehören zu den Unfällen, die wirklich häufig vorkommen. Die Haut von Kleinkindern ist etwa 5-mal dünner als bei Erwachsenen. Ein heißer Tee, der bei Erwachsenen nur zu Hautrötungen führt, kann bei Kleinkindern schon Brandblasen erzeugen. Das typische Alter für schnelles „Abräumen des Tisches“ liegt etwa bei 7 bis 10 Monaten.

  • Kleidung entfernen: Normale Baumwollkleidung wird nicht sofort verkleben, man hat ein paar Minuten Zeit.
  • Verbrennung kühlen mit kaltem, aber nicht zu kaltem Wasser: 10 bis 20 Minuten, oder nach Bedarf länger.
  • Verbrennung kühlen bei Babys: Achtung: je kleiner der Körper, desto größer die Gefahr der Unterkühlung.
  • Grundsätzlich muss eine Verbrennung oder Verbrühung nicht desinfiziert werden.

Sobald ein Kind eine offene Verbrühung oder Verbrennung ab dem zweiten Grad hat, müssen Sie ins Kinderkrankenhaus. Für komplizierte Verbrennungen gibt es heutzutage hervorragende Möglichkeiten der Versorgung. Bei Kindern nur Arme und Beine kühlen, nicht den Rumpf.

Neunerregel und Handflächenregel: Größe der verbrannten Fläche einschätzen

Um die Schwere der Verbrennungen festzustellen und damit die notwendigen Schritte einzuleiten, gibt es die sogenannte Neunerregel. Ein Arm entspricht zum Beispiel neun Prozent der Körperoberfläche, ein Bein 18 Prozent. Alternativ hilft auch die Handflächenregel: Eine Handfläche mit Fingern des Betroffenen entspricht einem Prozent seiner Körperoberfläche.

Sind bei Kindern mehr als fünf Prozent der Hautoberfläche verbrannt, besteht akute Lebensgefahr. Bei Erwachsenen gilt als Faustregel eine Verbrennungsfläche von mindestens 15 Prozent. Großflächige Verbrennungen machen nicht nur weitere Behandlungen nötig, sondern können auch zu Kreislaufproblemen führen.

Heilungsverlauf und mögliche Langzeitfolgen

Die Heilung einer Verbrennungswunde hängt in erster Linie von der Schwere der Verbrennung ab. Je nach Tiefe der Verbrennung nimmt die Heilung mehrere Wochen oder Monate in Anspruch. Langzeitfolgen entstehen ab Verbrennungsgrad 2 b. Durch die Gewebezerstörung und den Zelltod kann die Haut sich nicht regenerieren, es bilden sich Narben.

Prävention im Alltag: Küche, Sonne, Haushalt

  • Wussten Sie schon, dass der richtige Sonnenschutz vor Sonnenbrand und Verbrennungen schützt?
  • Verzichten Sie besser auf Brandbeschleuniger wie Benzin und Spiritus.
  • Ein Herdschutzgitter verhindert, dass ein Kind einen Topf mit heißer Suppe vom Herd zieht.
  • Fahrlässig: Inhalieren mit heißem Wasser. Ich kann nur davon abraten, das ist fahrlässig.

Erfahrungsberichte und Grenzen bei chronischen Wunden

Ich hatte einen Ulcus am rechten inneren Unterschenkel. 5 Jahre wurde dieser mit verschiedenen selbst gemischten Salben von verschiedensten Ärzten behandelt. Ich habe lange mit einem Ulcus am Unterschenkel zu kämpfen gehabt und viele Wundversorgungen durch. Nichts hat wirklich was gebracht. War anfangs skeptisch, aber dachte es kann nicht schaden. Ich bin restlos begeistert. Man kann fast zusehen wie die Wunde besser wird und heilt. Auch von den Schmerzen ist kaum mehr etwas spürbar.

Bei der Behandlung von chronischen Wunden gibt es bisher keine überzeugenden Ergebnisse, die für den Griff zum Bienenprodukt sprechen. So genesen schlecht verheilende Geschwüre an den Beinen, die durch eine Erkrankung der Venen entstehen - in der Fachsprache Ulcus genannt - durch Honig wahrscheinlich nicht besser oder rascher als durch andere Arten der Wundversorgung.

Tabellarische Übersicht: Do’s und Don’ts, Honig-Einsatz

Situation Empfehlung Hinweis zu Honig
Grad I, kleinflächig Kühlen 5-10 Min., steril abdecken Alternativ kann Honig auch direkt auf Wunden und leichte Verbrennungen aufgetragen werden.
Grad II (klein, 2a) Arzt erwägen, Blasen nicht öffnen Honig kann Heilung um 4-5 Tage verkürzen; medizinischen Honig nutzen.
Grad IIb-III / großflächig Kein Kühlen, Notarzt, sterile Abdeckung Achtung: Bei eitrigen und tiefen Wunden keine Selbstversuche mit handelsüblichem Honig.
Kinder Unterkühlung vermeiden, Arme/Beine kühlen Nur nach ärztlicher Empfehlung, medizinische Produkte.

Weitere naturbasierte Optionen und ergänzende Pflege

Aloe Vera kann man als Gel oder von der frischen Pflanze verwenden. Aloe Vera ist nahezu universell einzusetzen. Bei Sonnenbrand und leichten Verbrennungen ist Aloe mein Favorit. Liste an Dingen die man bei Verbrühungen und Verbrennungen bei Kindern und Erwachsenen verwenden kann: Panthenol-Spray oder Panthenol Heilsalbe, Wund und Brandgel, Kieselsäure, Lavendelöl, Aloe Vera, Manuka Honig.

Für die pflegende Hautlotion mit Honig braucht man 150 ml Milch, die man leicht erwärmt, 2-4 Teelöffel Honig und einen Teelöffel Mandelöl. Anschließend nach 15-20 Minuten die Honig-Haut-Lotion wieder entfernen.

Kinder und Verbrühungsprävention in der Küche: sichere Setups und Herdschutz

Zusammenfassung der Evidenz zu Honig bei Verbrennungen

Eine systematische Übersichtsarbeit fasste die Ergebnisse aller hochwertigen Studien zum Thema Honig als Wundbehandlung zusammen, die bis 2014 veröffentlicht wurden. Elf Studien hatten Honig zur Behandlung von Brandverletzungen untersucht. Sechs Studien zeigten, dass Honig gleich wirksam ist wie das bei leichteren Verbrennungen wegen seiner antibakteriellen Wirkung oft eingesetzte Silbersulfadiazin. Gut belegt ist inzwischen, dass Honig die Heilungsdauer bei mittelschweren Verbrennungen verkürzen kann.

Ob diese Vorbehandlung tatsächlich Vorteile hat, ist unklar. Umgekehrt ist bei Medizinprodukten zumindest gewährleistet, dass sie einerseits keine Verunreinigungen, andererseits die angeführten Wirkstoffe tatsächlich in einer kontrollierten Menge enthalten.

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