Vegane Pralinen: Hohlkörper Herstellung und Zutaten im Detail

Pralinen sind ein süßes Meisterwerk der Patisserie und gelten als besondere Köstlichkeit. Besonders vegane Pralinen bieten kreative Möglichkeiten für Genuss und Geschenke. Doch wie stellt man vegane Pralinen mit Hohlkörpern selbst her und welche Zutaten sind ideal? Hier erhalten Sie eine ausführliche Anleitung zu Herstellung, Zutaten und Tipps für perfekte vegane Pralinen.

Zutaten für vegane Pralinen

Für die Herstellung veganer Pralinen wird hauptsächlich vegane Kuvertüre verwendet, vorwiegend dunkle oder weiße Schokolade auf pflanzlicher Basis. Wichtig ist die Wahl einer Schokolade mit einem ausreichenden Kakaoanteil - je dunkler die Schokolade, desto eher ist sie vegan. Weiße Schokolade besteht sogar nur aus Kakaobutter und enthält keinen Kakao, ist aber trotzdem beliebt aufgrund ihres Geschmacks.

Die Süße der Pralinen wird häufig durch natürliche Süßungsmittel wie Agavendicksaft oder Dattelsirup ersetzt, die zusätzlich einen karamellartigen Geschmack verleihen können. Vegane Butter (z. B. Alsan) oder Kokosöl dienen als Fettzugabe beim Schmelzen der Schokolade, um eine cremige Konsistenz zu erreichen.

Als Füllungen und Ergänzungen eignen sich eine Vielzahl von Zutaten:

  • Nüsse: Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Pistazien, Macadamianüsse
  • Samen: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne (für nussfreie Varianten)
  • Weitere Zutaten: Kokosraspeln, getrocknete oder gefriergetrocknete Beeren, Kakaonibs, Vanille, Krokant
Verschiedene Nüsse und Schokolade - Zutaten für vegane Pralinen

Herstellung der Hohlkörper - der Pralinenmantel

Ein zentraler Schritt bei der Herstellung von Pralinen ist das Formen der Hohlkörper, in die später die Füllung kommt. Dies gelingt am besten mit festen Polycarbonat-Gießformen, die langlebig sind und ein glänzendes Finish ermöglichen. Alternativ können für den Einstieg auch Eiswürfelformen oder leere Toffifee-Formen verwendet werden, die allerdings gut gereinigt und trocken sein müssen, da Wasser die Schokolade ruinieren kann.

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Vor der Herstellung ist es wichtig, die Formen mit einem weichen Tuch zu polieren, um Staub oder Kalkreste zu entfernen. Dies sorgt für glänzende Pralinen und erleichtert das spätere Herauslösen.

Schokolade temperieren

Die Kuvertüre muss unbedingt korrekt temperiert werden, damit die Hohlkörper eine knackige, glänzende Oberfläche bekommen. Die Temperierung erfolgt durch sorgfältiges Schmelzen und Abkühlen der Schokolade, idealerweise im Wasserbad. Dabei ist der kritische Punkt, dass die Schokolade beim Schmelzen nicht zu heiß wird - maximal etwa 45°C.

Gießen der Hohlkörper

Die temperierte Schokolade wird großzügig in die Form gefüllt, anschließend die Form leicht geklopft, damit Luftblasen entweichen. Danach wird die Form umgedreht und überschüssige Schokolade läuft ab, sodass eine dünne Schicht an der Form haftet und Hohlkörper entstehen. Je nach gewünschter Wandstärke kann dieser Vorgang wiederholt werden.

Prozess der Schokoladentemperierung und Gießen von Pralinenhohlkörpern in Polycarbonat-Formen

Füllen und Verschließen

Sobald die Hohlkörper fest sind, werden sie mit einer Ganache oder anderen Füllungen, zum Beispiel Nuss-Nougat-Creme oder Fruchtmischungen, befüllt. Hierzu wird die Füllung mit einem Spritzbeutel knapp unter den Rand gespritzt. Danach verschließt man die Pralinen mit einer zweiten dünnen Schicht temperierter Schokolade und lässt sie im Kühlschrank aushärten. Ein 10-minütiger Kühlgang erleichtert das Herauslösen aus der Form.

Praktische Rezepte für vegane Pralinen

Im Folgenden finden Sie einige leckere Rezepte, die das Herstellen von veganen Pralinen mit Hohlkörpern und diversen Füllungen veranschaulichen.

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Vegane Haselnuss-Nougat-Pralinen

  • Zutaten: 100g Block-Schokolade, 1 TL Kokosöl, 100g vegane Nuss-Nougat-Creme, 100g gehackte Haselnüsse
  • Zubereitung: Schokolade mit Kokosöl schmelzen, Nuss-Nougat-Creme und Haselnüsse zugeben, kurz abkühlen lassen, in Pralinenformen füllen und mit extra Haselnüssen bestreuen.
  • Nach Kühlzeit von 3 Stunden sind die Pralinen fertig.

Vegane Mandelsplitter-Cranberry-Pralinen

  • Zutaten: 100g vegane helle Schokolade, 2 EL Kokosöl, 50g Mandelstifte, 50g getrocknete Cranberrys, 1 TL Mandelaroma, 50g gehackte Pistazien
  • Zubereitung: Schokolade mit Kokosöl schmelzen, abkühlen lassen. Mandeln, Cranberrys und Mandelaroma unterrühren. Masse im Kühlschrank anziehen lassen, kleine Häufchen formen, mit Pistazien bestreuen und kaltstellen.
Gefüllte vegane Pralinen mit Nüssen, Cranberrys und Schokolade

Einfache vegane Pralinen mit karamellisierten Haselnüssen

  1. Haselnüsse ohne Fett anrösten.
  2. Vegane Butter zugeben und kurz schäumen lassen.
  3. Kuvertüre fein hacken, zwei Drittel im Wasserbad bei maximal 45°C schmelzen, dann die restliche Schokolade zugeben und rühren bis alles schmilzt.
  4. Silikonförmchen zur Hälfte mit Schokolade füllen, karamellisierte Haselnüsse einlegen und dann mit Schokolade auffüllen.
  5. Mindest zwei Stunden kaltstellen, danach aus der Form lösen.

Tipp: Kreative Verzierungen und Dekorationen

Für ein optisches Highlight lassen sich Pralinen vor dem Füllen mit gefärbter Kakaobutter oder Metallic-Pulvern bestäuben oder ausstreichen. Dadurch entstehen besondere Farbeffekte, beispielsweise ein goldener Schimmer zu Weihnachten.

Auch das Überziehen der Pralinen mit verschiedenen Schokoladensorten, bestreuen mit gehackten Nüssen, Pistazien, Kakaopulver oder getrockneten Beeren eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Mit einer Spritztülle können außerdem feine Linien und Motive aus dunkler Schokolade auf weiße Schokoladen-Pralinen "gemalt" werden - ideal für besondere Anlässe.

Vegane Pralinen dekoriert mit Metallic-Pulver und farbiger Kakaobutter

Wichtige Hinweise zur Lagerung und Haltbarkeit

Vegane Pralinen sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden, gut verschlossen halten sie sich etwa eine Woche frisch. Werden sie mit frischen Zutaten gefertigt, wie zum Beispiel Fruchtfüllungen, empfiehlt sich eine schnellere Verzehrzeit.

Fazit zur Herstellung veganer Pralinen

Die Herstellung veganer Pralinen mit Hohlkörpern gelingt mit den richtigen Zutaten, einer guten Temperierung der Schokolade und etwas Fingerspitzengefühl auch zu Hause. Dabei bieten sich vielfältige Varianten von Füllungen und Dekorationen. Probieren Sie einfache Rezepte mit Karamellnüssen oder gefüllte Nougatpralinen und experimentieren Sie mit unzähligen Geschmacksrichtungen und optischen Highlights.

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Demonstration der Herstellung von veganen Pralinen mit Hohlkörpern im Polycarbonat-Formen

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