Vegane Plätzchen mit Marmelade: Rezepte, Tipps und Traditionen
Vegane Marmeladenplätzchen gehören in der Adventszeit auf jeden Plätzchenteller und erfreuen sich nicht nur zur Weihnachtszeit großer Beliebtheit. Mit ihrer fruchtigen Füllung, romantischen Formen und himmlisch zarten Textur sind sie für viele der Inbegriff von festlichem Genuss. In dieser ausführlichen Anleitung erfährst du alles über die Geschichte, Varianten und das optimale Rezept für vegane Plätzchen mit Marmelade - pflanzlich, glutenfrei und voller Aroma.
Die Klassiker neu interpretiert: Spitzbuben, Linzer & Engelsaugen
Marmeladenplätzchen sind auch als Spitzbuben, Linzer Kekse oder Hildabrötchen bekannt. Personen aus dem ehemaligen Ostteil Deutschlands kennen sie als „Spitzbuben“, im Westen als „Hildabrötchen“, und südlich davon, in Bayern und Österreich, häufig als „Linzer Plätzchen“ oder „Terrassenplätzchen“. Die Basis dieser Kekse bleibt ähnlich: Ein zarter Mürbeteig, gefüllt mit Marmelade, bestäubt mit Puderzucker und häufig in einer dekorativen Form.
All diese Varianten lassen sich wunderbar vegan und glutenfrei zubereiten, ohne auf den traditionellen Geschmack verzichten zu müssen. Einige Plätzchen werden als Doppeldecker gebacken: eine Unterseite, ein Loch in der Mitte der Oberseite, sodass die Marmelade durchscheint. Diese Technik stammt ursprünglich aus Österreich, wo Linzer Kekse ihre Wurzeln haben.
Gesund, pflanzlich und glutenfrei: Die Zutaten im Überblick
- Haferflocken bzw. Haferflockenmehl: Hoher Ballaststoffgehalt, unterstützt die Verdauung, angenehme nussige Note.
- Buchweizenmehl: Liefert wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium und Zink, glutenfrei und bekömmlich.
- Gemahlene Mandeln oder Haselnüsse: Für mehr Aroma und eine mürbe Konsistenz, lassen sich auch selbst mahlen.
- Kokosblütenzucker: Besonders passend für Veganer, gibt der Süße einen leicht karamelligen Geschmack und hat einen niedrigeren glykämischen Index.
- Vegane Butter (oder Margarine): Wichtig für die zarte Textur, sollte möglichst kalt verarbeitet werden.
- Vanille, Zitronenabrieb: Für klassisches Aroma im Mürbeteig, idealerweise aus Bio-Zitronen.
- Fruchtgelee bzw. Marmelade: Himbeere, Erdbeere, Aprikose oder auch variantenreiche Fruchtaufstriche wie Allos Frucht Pur.
Alternative Mehle
Für eine klassische, nicht glutenfreie Plätzchenvariante einfach Haferflocken- und Reismehl durch 350 g Dinkelmehl Type 630 oder Weizenmehl 550 ersetzen und 50 g mehr Margarine verwenden.
Schritt-für-Schritt Rezept: Vegane Marmeladenplätzchen
Zutaten für 20 Doppel-Kekse:
- 150 g Haferflocken (oder Haferflockenmehl)
- 100 g Buchweizenmehl
- 100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
- 75 g Kokosblütenzucker
- 1 TL Vanille (gemahlen/extrakt)
- 40 g Sojajoghurt
- 120 g vegane Butter
- 2 EL kaltes Wasser
- ca. 6 EL veganes Fruchtgelee/Marmelade
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Haferflocken im Mixer zu feinem Mehl verarbeiten und mit allen übrigen Teigzutaten zügig zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
- Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.
- Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Teig in mehrere Stücke unterteilen und zwischen zwei Seiten Backpapier flach ausrollen.
- Herzen, Blüten, Kreise oder andere Formen ausstechen. Die Hälfte der Plätzchen mit einer kleineren Ausstechform in der Mitte ausstechen.
- Plätzchen auf das Backpapier geben (ca. drei Bleche) und 10-12 Minuten backen.
- Plätzchen vollständig auskühlen lassen.
- Oberseiten mit Puderzucker bestäuben.
- Unterseiten dünn mit Marmelade bestreichen und mittig einen großen Tupfer Marmelade auftragen.
- Beide Plätzchenhälften vorsichtig aufeinander drücken. Bei Bedarf nochmals mit Puderzucker bestäuben.
- In einer mit Backpapier ausgekleideten Keksdose aufbewahren.
Tipps für perfekte vegane Mürbeteigplätzchen
- Alle Zutaten, besonders die vegane Butter, sollten kühlschrankkalt sein.
- Mürbteig möglichst rasch verkneten und nicht zu lange bearbeiten, damit die Plätzchen nicht zu fest werden.
- Der Teig sollte auf jeden Fall vor dem Ausrollen und Backen gekühlt werden.
- Arbeitsfläche vor dem Ausrollen leicht bemehlen oder Backpapier verwenden.
- Marmelade für die Füllung vorher erwärmen und durch ein feines Sieb drücken, so werden die Kekse besonders fein.
- Plätzchen erst vollständig auskühlen lassen, bevor sie mit Marmelade gefüllt werden.
- Glutenfreie Marmeladenplätzchen sollten innerhalb von 2 Wochen verzehrt werden.
- Nach dem Backen lassen sich die Kekse wunderbar in Keksdosen aufbewahren oder auch einfrieren.
- Puderzucker kannst du einfach selbst herstellen, indem du normalen Zucker im Mixer fein mahlst.
- Die Vielfalt der Formen: Ausstechformen für Sterne, Herzen, Blumen oder Kreise sorgen für eine festliche Optik.
Weitere Varianten: Engelsaugen & Husarenkrapfen
Engelsaugen oder Husarenkrapfen sind ebenfalls klassische Marmeladenplätzchen, die besonders gern von Kindern zubereitet werden, da der Teig zu Kugeln geformt wird und mit dem Kochlöffel eine Mulde hineingedrückt wird. Die Mulde wird anschließend mit Marmelade befüllt - besonders einfach gelingt dies mit einem Spritzbeutel.
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Die Herstellung ist durchaus meditativ; Plätzchenbacken bietet eine wunderbare Möglichkeit zur Entspannung und zum Innehalten in der Hektik der Vorweihnachtszeit. Diese Plätzchen sind so zart, dass sie förmlich im Mund zergehen, und ihre fruchtige Füllung sorgt für einen tollen Kontrast.
| Plätzchen-Name | Teigbasis | Füllung | Typischer Look |
|---|---|---|---|
| Spitzbuben/Linzer | Mehl, Mandeln/Nüsse, vegane Butter, Zucker | Marmelade | Doppeldecker, Loch in der Mitte |
| Engelsaugen/Husarenkrapfen | Mehl, Mandeln, vegane Butter, Zucker | Marmelade/Gelee | Kugel mit Mulde und Marmeladefüllung |
Variationen für den individuellen Geschmack
- Verwende unterschiedliche Sorten Marmelade: Himbeere, Johannisbeere, Aprikose, Erdbeere, Marille.
- Für einen besonderen Look die Teigreste aus den ausgestochenen Löchern oben auf die Plätzchen setzen - so entsteht ein hübscher 3D-Effekt.
- Je nach Vorliebe kannst du Dinkel-, Weizen- oder glutenfreie Mehlmischungen verwenden; auch gekaufte glutenfreie Plätzchenmehl-Mischungen eignen sich hervorragend.
- Für eine besonders aromatische Note Mandeln oder Haselnüsse selbst mahlen und verwenden.
- Mit Zitronenzesten, Vanille oder auch mit einer kleinen Zuckerglasur verfeinern.
Diese Kekse schmecken nicht nur in der Adventszeit, sondern das ganze Jahr über - auch zum Valentinstag oder Kaffeekränzchen sind sie ein Hingucker!
Aufbewahrung, Haltbarkeit & Geschenkideen
Die veganen Marmeladenplätzchen halten sich luftdicht verschlossen in einer Keksdose bei Zimmertemperatur etwa eine Woche - glutenfreie Varianten bis zu zwei Wochen, klassische Dinkel- und Weizenmehl-Plätzchen sogar noch länger. Du kannst auch die gefüllten Plätzchen oder den Teig einfrieren; nach dem Auftauen einfach füllen und genießen.
Selbstgebackene Plätzchen sind außerdem eine wundervolle Geschenkidee: Mit einer hübschen Verpackung überraschen sie Freunde und Familie zur Weihnachtszeit und hinterlassen garantiert ein Lächeln.
Festlicher Genuss & Tradition für jede Gelegenheit
Ob für die Familie, Freunde oder einfach zum eigenen Genuss - vegane Marmeladenplätzchen sind ein süßes Highlight der Adventszeit. Dank der gesunden Zutaten wie Hafer- und Buchweizenmehl, Kokosblütenzucker und hochwertiger Marmelade kannst du sie außerdem mit gutem Gefühl genießen. Die Herstellung ist unkompliziert, das Ergebnis optisch wie geschmacklich überzeugend.
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Beim Backen kannst du dich kreativ austoben, verschiedene Formen und Füllungen ausprobieren und das Plätzchenrezept an deine Bedürfnisse anpassen. Lass dich von den festlichen Plätzchen inspirieren und genieße die süßen Momente - ganz ohne schlechtes Gewissen!
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