Rezept: Vanille Nuss Torte
Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr mögt Walnüsse ;) Nach meiner Walnuss-Zimt-Torte stand die angebrochene Walnuss-Packung so schön in meiner Küche herum und hat mich gleich für ein neues Rezept inspiriert. Ich finde Walnusskuchen einfach richtig lecker, die haben ein tolles Aroma und sind immer so schön saftig.
Übersicht und Besonderheiten
Drei zarte Böden aus Haselnuss-Biskuit, dazwischen eine seidige Vanillecreme aus selbst gekochtem Pudding und geschlagener Sahne, außen rum ein Mantel aus temperierter Kuvertüre mit Transferfolien-Muster. Diese Vanille Nuss Torte ist der Klassiker, den ich aus der Konditorei kenne, nur in der Hausbacker-Version mit ganz normaler Springform und ohne Schnickschnack drum herum.
Was diese Torte von anderen Nusstorten unterscheidet, ist die Kombination aus fein gemahlenen Haselnüssen im Biskuit und einer reinen Vanillecreme als Füllung, also kein zusätzliches Nussmus, keine schwere Buttercreme. So bleibt der Nussgeschmack klar und die Creme bleibt schön leicht.
Welche Nüsse passen am besten?
Ich nehme für den Biskuit fein gemahlene Haselnüsse, weil die zusammen mit Vanille einfach harmonisch schmecken. Ihr könnt aber genauso Walnüsse oder gemischte Nüsse nehmen, dann wird der Geschmack ein bisschen herber.
Zutaten (zusammengefasst)
| Für den Biskuit/Teig | Für die Füllung/Creme |
|---|---|
| 4-8 Eier (teilweise getrennt je Rezeptvariante), Zucker, Vanillezucker, Prise Salz | 500-800 ml Milch, Puddingpulver Vanille, Puderzucker, Mascarpone/Quark oder Butter und Pudding je Variante |
| 100-250 g gemahlene Haselnüsse (oder Walnüsse), 75-150 g Mehl, 1 Pck. Backpulver, Butter | 600 g Sahne, Sahnesteif, Vanillemark oder Vanilleextrakt, Gelatine optional |
| Rum oder Rumaroma, Milch für den Teig | Optional: Aprikosenmarmelade, Vanillesirup oder Birnenmus je Rezeptversion |
Grundlegende Zubereitung des Nussbiskuits
Für den Teig die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Der Walnusskuchen, den ich gestern gebacken habe ist zusätzlich auch noch richtig schön fluffig, luftig und leicht - zum Schluss wird nämlich Eischnee unter den Teig gehoben und das sorgt für ein fantastisches Ergebnis.
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Butter, Zucker und Vanillezucker mit den Schneebesen des Handrührgeräts 5-10 Minuten cremig rühren. Eigelb unterrühren. Walnüsse, Mehl, Backpulver und Vanille mischen und zusammen mit der Milch kurz aber gründlich unterrühren. Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben.
Ofen auf 175° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Springform mit einem Durchmesser von 20 cm mit Backpapier auslegen und den Rand fetten. Teig in die Form füllen und im heißen Ofen ca. 45 Minuten backen. Nach ca. 25 Minuten mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.
Alternative Biskuit-Variante (Haselnuss-Biskuit Konditor-Trick)
Im Biskuit selbst arbeite ich mit einem klassischen Wiener-Boden-Trick: Eier und Zucker richtig hell und schaumig schlagen, dann die Mehl-Nuss-Mischung nur unterheben statt rühren. Der Trick liegt im Aufschlagen der Eier mit Zucker. Ich lasse die Maschine wirklich zehn bis fünfzehn Minuten laufen, bis die Masse fast weiß und richtig dickschaumig ist.
Vanillecreme-Füllung (Pudding + Sahne oder Mascarpone-Quark)
Puddingpulver Vanille mit Milch und Zucker zu einem Pudding kochen und mit Folie bedeckt erkalten lassen. Wichtig ist außerdem nur eines: Pudding und geschlagene Sahne müssen die gleiche Temperatur haben, sonst wird die Füllung klumpig statt cremig.
Für die Füllung Gelatine in kaltem Wasser einweichen und die Sahne steif schlagen. Mascarpone, Quark, Vanillezucker, Zucker, Vanillesirup und die gemahlene Vanille mit den Schneebesen des Handrührgeräts glatt rühren. Gelatine in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze auflösen und einen EL der Creme einrühren. Gelatinemasse zur unter Rühren zur restlichen Creme geben.
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Wenn ihr die Gelatine weglasst, wird die Creme weicher und ihr braucht entweder Sahnesteif in der Schlagsahne oder etwas mehr Speisestärke im Pudding, damit die Füllung trotzdem stabil bleibt.
Schichten und Fertigstellung
Den Kuchen einmal waagrecht halbieren, den Boden auf eine Tortenplatte setzen und mit einem Tortenring umschließen. Die Hälfte der Creme darauf streichen, den zweiten Boden auflegen und mit der restlichen Creme bedecken. Tortenring vorsichtig lösen.
Sahne steif schlagen und die Torte rundherum damit einstreichen. Den unteren Boden auf eine Tortenplatte setzen. Ca. 4-5 EL Creme auf dem Boden verteilen und glatt streichen. Zweiten Tortenboden auflegen und mit der restlichen Creme rundherum bestreichen. Gehackte Haselnüsse rundherum an den Rand der Torte drücken.
Mit einem Spritzbeutel 12 Sahnetuffs auf die Torte spritzen. Auf jeden der Sahnetuffs 1 Haselnuss setzen. Versetzt nochmal 12 kleinere Sahnetuffs auf die Torte spritzen, auf diese jeweils ein Schoko-Dekor-Blatt setzen.
Tipp zum Tränken und Durchziehen
Zum Beträufeln der Böden Birnengeist und 4 EL Wasser verrühren und gleichmäßig über die drei Böden verteilen. Welche Flüssigkeit ihr zum Tränken nehmt, bleibt euch überlassen: Vanille-Sirup, Birnengeist oder Rum passen sehr gut.
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Wie lange muss die Torte vor dem Anschneiden im Kühlschrank ziehen? Mindestens zwei bis drei Stunden, besser über Nacht. Die Gelatine braucht Zeit zum Festwerden und die Aromen verbinden sich erst richtig, wenn die Torte einmal komplett durchgekühlt ist.
Dekoration und Varianten
Die Torte kurz vor dem Servieren mit einigen Karamell-Ecken garnieren. Für die Karamell-Ecken den Zucker in einem Topf goldbraun karamellisieren, dabei erst rühren, wenn der Zucker an einer Stelle zu schmelzen beginnt. Karamell kurz abkühlen lassen, bis er zähflüssig wird. Dann eine Gabel in den Karamell tauchen und mit schnellen Bewegungen dünne Karamellfäden auf ein Backpapier spinnen. Fest werden lassen.
Kann ich das Schoko-Dekor mit Transferfolie auch weglassen? Klar. Wenn ihr keine Transferfolie habt oder das zu aufwendig ist, streicht ihr die Torte einfach mit Sahne oder einer dünnen Schokoglasur ein und dekoriert mit gehackten Haselnüssen und Schokoraspeln.
Praktische Tipps und Varianten
- Die Biskuitböden lassen sich übrigens hervorragend einfrieren. Einfach ungeschnitten in Alufolie wickeln und ab damit ins Eisfach.
- Die Biskuitböden und das Birnenmus lassen sich am Vortag zubereiten. Geschichtet wird diese Torte aber erst vier Stunden vor dem Servieren.
- Ungeübte gehen auf Nummer sicher und schichten die Torte in die saubere Springform. So bekommt sie zusätzlichen Halt. Vor dem Servieren mit einer schmalen Palette oder einem Messer vorsichtig vom Springformrand lösen.
- Wenn ihr den Eischnee zuletzt unterhebt, schont das Volumen und der Biskuit bleibt zart und luftig.
- Das Birnenmus und die Böden für die Nuss-Birnen-Torte lassen sich am Vortag zubereiten. Und die Karamell-Ecken macht ihr am besten frisch - dann werden sie nicht klebrig.
Weitere Ideen
Ihr könnt die Torte auch als „gewickelte“ Variante herstellen: Den Nuss-Biskuit in Streifen schneiden, mit Buttercreme schichten und im Kreis in einer Springform anordnen - so entsteht eine schöne Schnecken-Optik.
Häufige Fragen
Warum klumpt meine Vanillecreme beim Unterheben der Sahne? Das passiert fast immer, wenn der Pudding noch zu warm oder schon zu kalt ist. Er sollte etwa Raumtemperatur haben, also ganz leicht lauwarm.
Wie bekomme ich den Haselnuss-Biskuit so zart wie vom Konditor? Der Trick liegt im Aufschlagen der Eier mit Zucker. Ich lasse die Maschine wirklich zehn bis fünfzehn Minuten laufen, bis die Masse fast weiß und richtig dickschaumig ist.
Serviervorschläge
Die Torte hält mehrere Tage wenn sie gut gekühlt ist und wird nicht trocken. Als Deko eignen sich Schokoblättchen, Krokant, ganze Nüsse und Sahnetuffs. Die Torte am besten einige Stunden kaltstellen, dann anschneiden und genießen.
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