Ungarische Tortenrezepte leicht gemacht: Ein süßer Einblick in die Welt ungarischer Backkunst

Ungarn ist bekannt für seine deftige Küche, doch die ungarischen Torten und Desserts sind ebenso ein Genuss. Von aufwendigen Kreationen bis zu einfachen Rezepten bietet die ungarische Backkunst für jeden Geschmack etwas. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Einblick in die Welt der ungarischen Torten, von der berühmten Dobostorte bis zur eleganten Esterházy-Torte, und stellt Ihnen einfache Rezepte vor, mit denen Sie diese Köstlichkeiten selbst zubereiten können.

Die Dobostorte: Ein Klassiker der ungarischen Konditorei

Die Dobostorte ist ein ungarischer Klassiker, der aus mehreren Schichten Biskuitteig und Schokoladenbuttercreme besteht. Gekrönt wird sie von einer knusprigen Karamellschicht. Erfunden wurde sie 1885 von József Dobos, der eine Torte schaffen wollte, die lange haltbar und transportfähig war.

Geschichte und Besonderheiten

József Dobos kreierte die Torte im Jahr 1885 mit dem Ziel, eine Torte zu entwickeln, die durch ihre Zutaten und Struktur lange gekühlt werden konnte, ohne auseinanderzufallen. Die Schichtung aus Biskuit und Buttercreme verleiht der Dobostorte Stabilität, während das Karamell eine lange Saftigkeit gewährleistet.

Die Dobostorte ist bis heute ein Klassiker und ein Muss bei einem Besuch in einem ungarischen Café.

Einfaches Rezept für die Dobostorte

Zutaten:

  • 9 Eier (Größe M)
  • 225 g Puderzucker
  • Mark von ½ Vanilleschote
  • 175 g Mehl
  • 1 Pck. Schokopuddingpulver
  • ½ l Milch
  • 200 g Zucker
  • 250 g Butter
  • 1 TL Zitronensaft
  • 125 g Zartbitter-Kuvertüre

Zubereitung:

  1. Biskuit: Eier trennen. Eigelb, 80 g Puderzucker und Vanillemark schaumig schlagen. Eiweiß und restlichen Puderzucker steif schlagen. Erst Mehl, dann Eischnee unter die Eigelbcreme heben. 1/6 des Teiges auf einen gefetteten Springformboden (26 cm Ø) streichen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 225 °C/ Gas: Stufe 4) fünf bis sechs Minuten backen. Sofort vom Boden lösen. Aus dem Teig fünf weitere Böden backen.
  2. Pudding: Puddingpulver, 6 EL Milch und 40 g Zucker verrühren. Restliche Milch aufkochen. Puddingpulver einrühren, aufkochen und erkalten lassen.
  3. Karamelldecke: Restlichen Zucker, 1 EL Butter und Zitronensaft karamellisieren (eventuell etwas abkühlen lassen) und auf einen der Böden streichen und diesen in 16 Tortenstücke schneiden.
  4. Buttercreme: Kuvertüre schmelzen, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Übrige Butter schaumig schlagen. Pudding und Kuvertüre esslöffelweise unterrühren. Fünf Böden mit Creme bestreichen und auf einem Tortenteller zusammensetzen.

Die Esterházy-Torte: Ein eleganter Traum aus Nüssen und Creme

Die Esterházy-Torte ist eine weitere ungarische Spezialität, die für ihren aufwendigen Geschmack und ihre elegante Optik bekannt ist. Sie besteht aus mehreren Schichten Nussbaiserböden, einer feinen Buttercreme und einer charakteristischen Zuckerglasur mit Schokoladenmuster.

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Geschichte und Besonderheiten

Die Esterházy-Torte wurde im 20. Jahrhundert in Budapest erfunden und nach dem damaligen Außenminister der Donaumonarchie, Paul III. Anton Esterházy de Galantha, benannt. Sie ist nicht nur in Ungarn, sondern auch in Österreich und Deutschland beliebt.

Rezept für die Esterházy-Torte

Zutaten:

  • Creme:
    • 250 g Schlagsahne
    • 8 Eigelb (Größe M)
    • 80 g Zucker
    • 1 Pck. Dr. Oetker Bourbon Vanille-Zucker
    • 250 g weiche Butter (Zimmertemperatur)
    • Etwa 2 EL Kirschwasser
  • Eiweißmasse (Japonais-Masse):
    • 8 Eiweiß (Größe M)
    • 220 g Zucker
    • 1 Pck. Dr. Oetker Bourbon Vanille-Zucker
    • 1 Pck. Dr. Oetker Finesse Geriebene Zitronenschale
    • 1 Prise Salz
    • 100 g Dr. Oetker gemahlene Mandeln
    • 220 g Dr. Oetker gemahlene, geröstete Haselnüsse
    • 1 Prise gemahlener Zimt
  • Zum Glasieren und Verzieren:
    • Etwa 50 g Dr. Oetker Haselnusskrokant
    • 2 EL samtiger Aprikosen-Fruchtaufstrich
    • 1 EL Wasser
    • 25 g Dr. Oetker Kuvertüre fix Zartbitter
    • 100 g Puderzucker
    • 1 - 2 EL warmes Wasser

Zubereitung:

  1. Creme vorbereiten: Sahne mit Eigelb, Zucker und Vanille-Zucker in einem kleinen Topf verrühren und einmal unter Rühren kurz aufkochen. Die Creme in eine Rührschüssel füllen, Frischhaltefolie direkt auf die Creme legen und erkalten lassen (nicht in den Kühlschrank stellen).
  2. Vorbereiten: Für die Böden das Backblech mit Backpapier belegen und einen Springformrand (Ø 26 cm) daraufsetzen. Backofen vorheizen (Ober- und Unterhitze: etwa 200 °C, Heißluft: etwa 180 °C).
  3. Eiweißmasse zubereiten: Eiweiß mit Zucker, Vanille-Zucker und Finesse in einer Rührschüssel mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Haselnüsse und Mandeln mit Zimt vermischen, hinzufügen und mit einem Teigschaber unterheben. Für etwa 5 Böden jeweils 1/5 der Masse in dem vorbereiteten Ring glatt verstreichen, den Ring abnehmen und den Tortenboden backen.
  4. Buttercreme zubereiten: Butter in eine Rührschüssel geben. Mit dem Mixer (Rührstäbe) kurz auf niedrigster Stufe geschmeidig rühren und dann auf höchster Stufe schaumig rühren. Die erkaltete Creme esslöffelweise daruntergeben und weiterrühren. Dabei darauf achten, dass Butter und Creme Zimmertemperatur haben, da die Buttercreme sonst gerinnt. Zuletzt die Buttercreme mit Kirschwasser abschmecken. Für den Tortenrand etwa 2 EL Creme beiseitestellen.
  5. Torte zusammensetzen: Backpapier von den erkalteten Tortenböden vorsichtig abziehen. Einen Boden auf eine Tortenplatte legen und mit 1/4 der Creme bestreichen. Nächsten Boden auflegen und mit der Creme und den Böden fortfahren. Übrige Creme am Rand verstreichen und den Rand mit Krokant bestreuen.
  6. Torte glasieren und verzieren: Fruchtaufstrich mit Wasser in einem kleinen Topf verrühren und gut aufkochen. Tortenoberfläche dünn mit dem heißen Fruchtaufstrich bestreichen und etwa 20 Min. kalt stellen, bis der Fruchtaufstrich fest geworden ist.
  7. Kuvertüre: Kuvertüre in einen kleinen Gefrierbeutel geben und gut verschließen. Die Kuvertüre im Wasserbad bei schwacher Hitze schmelzen.
  8. Torte glasieren: Puderzucker mit Wasser zu einem dickflüssigen Guss verrühren und auf der Tortenoberfläche verstreichen. Kuvertürebeutel aus dem Wasser nehmen, abtrocknen und dabei durchkneten. Eine sehr kleine Ecke des Beutels abschneiden und die Kuvertüre spiralförmig auf den Zuckerguss spritzen.

Weitere ungarische Konditoreispezialitäten

Neben der Dobos- und Esterházy-Torte gibt es noch viele weitere ungarische Konditoreispezialitäten, die es wert sind, entdeckt zu werden.

Krémes

Krémes ist ein weiteres beliebtes Konditoreiprodukt in Ungarn.

Jancsi Rigó

Jancsi Rigó ist eine weitere bekannte ungarische Torte, die nach dem Zigeunerprimás Jancsi Rigó benannt wurde.

Tipps und Tricks für die Zubereitung ungarischer Torten

  • Qualität der Zutaten: Verwenden Sie hochwertige Zutaten, um den bestmöglichen Geschmack zu erzielen.
  • Geduld: Die Zubereitung einiger ungarischer Torten kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Planen Sie genügend Zeit ein und lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht gleich perfekt klappt.
  • Kühlung: Achten Sie darauf, die Torten ausreichend zu kühlen, damit sie ihre Stabilität und ihren Geschmack entwickeln können.

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