(T)Raumschiff Surprise – Periode 1: Die ultimative Science-Fiction-Parodie mit Schokolade und Kultfaktor
Michael „Bully“ Herbig gelang mit "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" einer der sensationellsten Erfolge im deutschen Nachkriegskino. Nach dem Mega-Hit „Der Schuh des Manitu“ entschied das Publikum selbst, welches Projekt die eingespielte Bullyparade-Crew in Angriff nehmen sollte - und wählte die Geschichte rund um das tuntenhafte Weltraumtrio. Mit einem Budget von neun Millionen Euro und aufwendiger PR wurde der Film zu einem der teuersten und technisch anspruchsvollsten nationalen Produktionen aller Zeiten. Und das Ergebnis begeisterte Millionen Kinozuschauer ab dem 22. Juli 2004.
Die Handlung - Eine Reise von der Miss Waikiki-Wahl bis zur Rettung der Erde
Im Jahr 2304 steht die Erde kurz vor der Invasion durch von Menschen besiedelte Marsianer unter Führung von Regulator Rogul und seinem finsteren Sohn Jens Maul. Die Menschheit befindet sich am Abgrund, und Staatsoberhaupt Königin Metapha sucht mit ihren Ministern verzweifelt nach einem Ausweg. Die Besatzung des Raumschiffes Surprise - Captain Jürgen Thorsten Kork, Mr. Spuck und Chefingenieur Schrotty, bekannt für ihren tuntigen Charme - ist die letzte Hoffnung. Obwohl sie gerade für die Miss-Waikiki-Wahl in Honolulu trainieren und keine Lust auf Helden-Taten haben, bringt die Androhung von Urlaubsentzug sie auf Kurs.
- Beamen zur Erde scheitert: Sie müssen ein Spacetaxi rufen, das von Rock Fertig-Aus gesteuert wird.
- Mit einer Zeitmaschine, die als Sofa dient, reisen sie mit Prinzessin Metapha und Rock quer durch die Jahrhunderte.
- Im Mittelalter landen sie im Kerker des Herzogs William des Letzten und müssen über ein Turnier ihre Freiheit zurückgewinnen.
- Im Wilden Westen - zur selben Zeit wie "Der Schuh des Manitu" - werden sie in einen Zugunfall verwickelt und treffen auf bekannte Charaktere wie Santa Maria und dessen Kumpanen.
- Die Rückreise ins Jahr 2004 führt in die Wüste Nevadas. Dort zerstören sie das UFO, das einst den Mars-Kolonisationsgrund legte.
- Mr. Spuck bleibt zurück, um die Zeitmaschine nicht zu überlasten, wird vom FBI verhört und verwandelt die Erde in eine pink-camouflage Welt.
- Am Ende kehrt das Trio rechtzeitig zur Miss Waikiki-Wahl zurück und feiert mit Gesang und Gags.
Die Figuren und Darsteller
Die Besatzung besteht aus:
- Michael „Bully“ Herbig als Mr. Spuck - eine tuntig-zickige Vulcanette, die mit viel Humor und Überzeichnung glänzt.
- Christian Tramitz als Käpt'n Jürgen T. Kork - der Captain, der in dieser Rolle weniger präsent wirkt.
- Rick Kavanian brilliert als Chefingenieur Schrotty und Bösewicht Jens Maul, dessen urkomischer Ossie-Akzent und Gestik für zahlreiche Lacher sorgen.
- Anja Kling als Königin Metapha - optisch überzeugend, als Komödienne allerdings mit begrenztem Potenzial.
- Til Schweiger als Rock Fertig-Aus - der rebellische Taxifahrer, Typ Han Solo, sorgt für Situationskomik.
- Kleinere, aber markante Auftritte von Christoph Maria Herbst als Berater Alfons Hatler und Sky DuMont als König William.
Charaktere im Science-Fiction- und Parodie-Universum
Die Crew der Surprise ist von "Star Trek" und "Star Wars" inspiriert, mit Namen wie Captain Kork (Kirk), Mr. Spuck (Spock), Schrotty (Scotty), Pulle (Pille) und Bora-Bora (Uhura). Der Kosmos ist gespickt mit liebevollen und respektlosen Zitaten aus Filmgeschichte: „Das fünfte Element“, „2001 - Odyssee im Weltraum“, „Minority Report“, „Ritter aus Leidenschaft“ und mehr. Darin finden sich weitere Anspielungen: Asthma bei Jens Maul als Persiflage auf Darth Vader, ein Zeitreise-Sofa erinnert an „Zurück in die Zukunft“, und viele Dialoge zwischen Metapha und Rock sind Hommagen an Han Solo und Leia Organa.
Gags, Humor und Inszenierung
Mit 163 versprochenen Gags reiht der Film Witz an Witz. Die Geschichte ist nur als lose Klammer für die Gag-Parade gedacht, was typisch für die Bullyparade-Tradition ist. Michael Herbig stellt erneut sein Gespür für Timing, Bildsprache und Parodie unter Beweis. Die Verflechtung von Science-Fiction-Anleihen, Situationskomik und Slapstick macht das Publikum zum Ziel einer Bombardierung aus Running-Gags, Wortspielen und absurden Einfällen.
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Technischer Anspruch und Filmproduktion
Die Special Effects und das Produktionsdesign erreichen internationales Niveau. Gedreht wurde unter anderem in aufwendig gestalteten Sets in Bayern. Die CGI-modellierten Weltraumszenen und liebevoll gestalteten Kostüme sind Höhepunkte. Ein weiteres Element des Erfolgs: die strikte Nachrichtensperre vor Kinostart und die medienstarke Crossmarketing-Kampagne, die mit McDonalds-Kooperation und Single-Veröffentlichung für maximale Aufmerksamkeit sorgte.
| Produktionsjahr | Budget | Besucher (Deutschland) | Auszeichnungen |
|---|---|---|---|
| 2004 | 9 Mio € | 9,154 Mio | Bambi, Goldene Leinwand, Platin Bogey |
Kritik, Resonanz und gesellschaftliche Relevanz
"(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" wurde mit mehr als neun Millionen Zuschauer:innen zum erfolgreichsten Kinofilm des Jahres 2004 und zur zweiterfolgreichsten deutschen Produktion überhaupt. Die Schwulenszene kritisierte zum Teil, dass die überwiegend homosexuellen Protagonisten klischeebehaftet dargestellt werden, und in der Presse wurde die Aneinanderreihung von Gags und trivialen Parodien thematisiert. Die Mix aus satirischer Hommage und respektloser Persiflage ist jedoch ein Teil des Bully-Humors, der hier im Stile von Mel Brooks und Comedy-Klassikern umgesetzt wird.
Parodistische Verbindungen
- Bullyparade-Fans erleben zahlreiche Nebenfiguren und Running Gags.
- Die Handlung ist eng mit „Der Schuh des Manitu“ verwoben, beispielsweise taucht die Banditengang Santa Maria auf.
- Markennamen wie Chio-Chips werden zu „Chic“ umgewandelt, Werbung wie „Der Mars macht mobil“ persifliert.
- Auch Zitate und Elemente aus „Per Anhalter durch die Galaxis“, „Die Säulen der Erde“, „Timeline“, „Findet Nemo“, und „Akte X“ werden eingebaut.
(T)Raumschiff Surprise - Periode 1 Card-Game: Partyspiel zum Film
Zum Film erschien das turbulente Kartenspiel „TRaumschiff Surprise - Periode 1“. Mit einer bierdeckelgroßen Schweberaumkonsole als elektronischem Würfel, blinkenden Lichtern und lauten Geräuschen bietet das Spiel eine lustige Erfahrung. Ziel ist es, drei Bildkarten gleicher Farbkategorie zu ersteigern. Spieler bieten mit Mini-Käse-Sahne-Stücken und lösen Aufgaben, die für Partyspaß sorgen. Figur Jens Maul ist auch im Spiel mit von der Partie. Das Spiel fängt den Humorgeist der Bully-Filme ein und funktioniert besonders in ausgelassener Runde - Popcorn bereitstellen!
Erfolge und Rekorde
Bereits in der ersten Woche sahen 3,43 Millionen Besucher den Film - die zweitbeste Startwoche in Deutschland. In nur 18 Tagen erreichte der Film die Goldene Leinwand mit Stern für 6 Millionen Kinobesucher. Im Free-TV hatte die Erstausstrahlung auf ProSieben 7,05 Millionen Zuschauer und einen herausragenden Marktanteil.
| Woche | Besucher (in Mio.) |
|---|---|
| Startwoche | 3,43 |
| Tag 6 | 3,00 |
| Tag 13 | 5,00 |
| Tag 18 | 6,00 |
Nostalgie, Bully-Humor und Popkultur
Der Film zeigt: Nostalgischer Bully-Humor kommt nie aus der Mode und unterhält auch Jahrzehnte später. Charmante Charaktere, raffinierte Jokes und nostalgische Momente machen "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" zum Must-See. Das Zusammenspiel von Parodie, Witz und Herz verleiht dem Kultstreifen seine besondere Note - egal ob im Kino, auf Joyn oder als Partyspiel.
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Wer Science-Fiction, Comedy und den deutschen Humor liebt, kommt bei Michael Herbig und seinem Team voll auf seine Kosten. Mit einer beeindruckenden Mischung aus parodistischer Hommage, technischer Brillanz und einer Gag-Dichte, die ihresgleichen sucht, bleibt „(T)Raumschiff Surprise - Periode 1“ ein einmaliges Phänomen der deutschen Popkultur.
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