Tim Mälzer Schoko Cookies Rezept

Diese weltbesten Schoko Cookies stammen aus einer uralten Kochzeitschrift von Tim Mälzer und wir haben sie gefühlt schon tausendmal gebacken. Genau wie bei Brownies gibt es auch bei Cookies zwei klare Fronten - Cakey vs. Chewy. Cakey Cookies sind knusprig und eher trocken, weil sie ganz durchgebacken sind, chewy Cookies hingegen sind mürbe, in der Mitte noch etwas weich.

Was macht perfekte Schoko Cookies aus?

Für mich müssen Chocolate Chip Cookies außen knusprig und innen schön weich - in den USA nennt man das „chewy“ sein. Übersetzt heißt „chewy“ so viel wie „zäh“. Nun ja… das Wort zäh ist bei uns in Verbindung mit Essen ja nicht gerade positiv besetzt… Belassen wir es also lieber bei chewy, das klingt sehr viel besser!

Beim ersten Mal, haben wir den bedeutsamen Fehler gemacht und die Kekse noch weitergebacken, weil sie uns zu weich vorkamen - denn nach 10 Minuten wirken sie wirklich noch ziemlich unfertig, sie sollten aber trotzdem unbedingt die wohlige Wärme des Backrohrs verlassen, wenn man sie chewy haben möchte. Irgendwo zwischen 10 und 12 Minuten spielen sich die entscheidenden Sekunden ab!

Schoko Cookies auf einem Blech frisch gebacken

Zutaten (klassisch für ca. 22 Cookies)

  • 250 g Weizen- oder Dinkelmehl - Type 405 bzw. Type 630
  • 150 g weiche Butter oder Margarine
  • 150 g brauner Zucker
  • 50 g Zucker
  • 1 Ei, Größe M - zimmerwarm
  • 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker (optional)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g Chocolate Chunks Zartbitter, Menge geteilt - alternativ Schokodrops

Die Backzutaten Butter und Ei solltest du mindestens 30 Minuten vor dem Start aus dem Kühlschrank holen. Die 150 g weiche Butter, 150 g brauner Zucker und 50 g weißer Zucker sowie 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker gibst du in eine große Rührschüssel und verrührst alles mit den Quirlen des Handmixers oder der Küchenmaschine bei hoher Geschwindigkeit 2 Minuten, bis die Masse weich und homogen ist. Das 1 zimmerwarme Ei rührst du kurz unter.

Vorbereitung und Teig

In einer zweiten Rührschüssel vermengst du 250 g Mehl, 1/2 TL Backpulver und 1/2 TL Salz. Die Mehlmischung gibst du komplett zur Butter-Zucker-Ei-Masse und rührst sie wirklich nur kurz, maximal 30 Sekunden unter. Die 150 g Chocolate Chunks mischst du unter den Teig. Den Teig formst du mit den Händen zu Aprikosen-großen Bällchen und verteilst die eine Hälfte auf einem mit Backpapier belegten Backblech und die andere Hälfte auf einem Teller, diesen im Kühlschrank beiseite stellen.

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Die Bällchen sollten auf dem Backblech mindestens 5-6 cm Abstand zueinander haben. Du drückst sie leicht platt und verteilst ca. 25 g Chocolate Chunks gleichmäßig darauf, diese leicht andrücken.

Backen: Zeit, Temperatur, Trucs

Den Backofen rechtzeitig auf 170 °C Ober-/Unterhitze (150°C Heißluft) vorheizen. TIPP: Wenn du später beide Bleche gleichzeitig in den Ofen schieben möchtest, solltest du den Ofen auf Heißluft einstellen. Beachte aber bitte, dass die Cookies bei Heißluft etwas trockener werden.

Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene 10 bis 15 Minuten goldbraun, aber nicht zu dunkel backen. Die Cookies sind noch recht weich, wenn sie aus dem Ofen kommen, werden beim Abkühlen aber fester und haben dann die perfekte Konsistenz. Tipp: Die Cookies sind nach 10 Minuten sehr weich, werden aber nach dem Abkühlen wesentlich stabiler.

Backblech mit abgekühlten Schoko Cookies auf Kuchengitter

New York / Brooki / Tim Mälzer Varianten und Tricks

Inspiriert von den berühmten Brooki Cookies habe ich das Rezept für deutsche Zutaten angepasst und dabei meinen eigenen Twist hinzugefügt. Riesige, dicke, weiche Cookies mit schmelzender Schokolade… Genau das erwartet euch hier bei diesen New York Style Chocolate Chip Cookies. Inspiriert von den berühmten Brooki Cookies aus Australien, habe ich das Rezept für deutsche Zutaten angepasst und dabei meinen eigenen Twist hinzugefügt.

Das Besondere an diesen Cookies sind aber ein paar Kleinigkeiten. Zuerst ist das die Größe der einzelnen Cookies. Sie wiegt sage und schreibe 150 g Stücke vom Teig ab, was ungefähr doppelt so groß ist wie die Cookies, die ich sonst so backe… Übrigens versteht es sich von selbst, dass der Teig keinesfalls zu lange gerührt werden darf! Und dann ist das Kühlen des Teigs elementar wichtig. Entweder 30 Minuten im Froster oder 3 Stunden im Kühlschrank. Nur dann bekommt man so richtig dicke Kekse hin.

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Die Verwendung von normalem Backpapier ist also elementar wichtig. Und was dann vielleicht ungewohnt, aber mindestens genauso wichtig ist, ist die Backzeit. Und dass sie bei Heißluft (bzw. Umluft) bäckt. Und auch wenn man denkt, dass sie Kekse nicht fertig sind, weil sie kaum zerlaufen sind - sie sind durch! Die Backzeit beträgt 10-15 Minuten und ist natürlich vom Ofen abhängig.

Brooki New York Style Cookies Back-Guide

Mein Airfryer- / Heißluftfritteusen-Trick

Mein absoluter Gamechanger ist nämlich das Backen direkt aus dem Tiefkühler! Das funktioniert blitzschnell entweder im Ofen oder - noch besser - in der Heißluftfritteuse. So habt ihr jederzeit frisch gebackene Cookies mit der perfekten Mischung aus knusprigem Rand und weichem Kern.

Mein Trick: Cookie-Balls einfrieren und jederzeit backen. Ihr könnt die geformten Cookie-Balls einfrieren und später backen - einfach einzeln und ohne vorheriges Auftauen! Dafür lege ich sie zunächst auf Bleche und friere sie ein, damit sie nicht zusammenkleben. Anschließend packe ich die Bällchen luftdicht verpackt in Plastiktüten oder gefriergeeignete Boxen.

Das Aufbacken und Genießen geht dann ganz easy auf einem Stück Backpapier:

  • In der Heißluftfritteuse: 160 °C, ca. 18 Minuten (kein Vorheizen nötig!)
  • Im Backofen: 160 °C Umluft/Heißluft, ca. 16 Minuten auf einem Blech (hier besser vorheizen)

Lasst die Cookies danach 10 Minuten abkühlen und genießt sie warm mit innen zart schmelzender Schokolade!

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Variationen

Wenn ihr mögt, könnt ihr auch mal ein bisschen ausprobieren, was euch außer der dunklen Schokolade noch so schmeckt im Cookies-Teig. Probiert es doch mal mit einer Mischung aus Vollmilch-, Zartbitter-, und weißer Schokolade. Dann habt ihr Triple-Chocolate Chip Cookies. Oder ihr mischt ein paar grob gehackte Haselnusskerne zusammen mit den Schokoladenstückchen unter den Teig.

Es gibt ja spezielle Schokoladentröpfchen, die beim Backen nicht zerlaufen. Alternativ kann man die Schokolade in nicht all zu kleine Stücke hacken. Für Filmabende darf auf keinen Fall selbstgemachtes Popcorn fehlen und Haferkekse sind bei mir ein Muss für eine süße Kaffeepause!

Tipps zu Zutaten und Technik

Self-Raising Flour - was ist das und wie ersetzt man es? Im Original wird Self-Raising Flour verwendet, ein in Australien, Großbritannien und den USA übliches Mehl mit bereits enthaltenem Backpulver (und Salz). Das gibt es in Deutschland so nicht, aber der Ersatz ist einfach mit Mehl, Backpulver und Salz. Ich verwende eine Mischung aus Weizenmehl Type 405 und 550, weil 405er Mehl die Cookies zart und weich macht und 550er Mehl ihnen etwas mehr Struktur gibt. Wer nicht beide Mehlsorten hat, kann auch nur eine Sorte nehmen - funktioniert auch!

Warum ich Weinstein-Backpulver verwende: Ich setze bewusst auf Weinstein-Backpulver - nicht aus fancy Gründen, sondern weil ich den leicht metallischen Nachgeschmack von normalem Backpulver absolut nicht mag! Weinstein-Backpulver ist die natürlichere Alternative, da es kein Phosphat enthält und dadurch milder schmeckt. Es sorgt für eine sanfte, gleichmäßige Triebkraft, ohne dass die Cookies einen unangenehmen Beigeschmack bekommen.

Brauner Zucker ist nicht gleich brauner Zucker. Bei uns in Deutschland gibt es nämlich zwei komplett verschiedene Sorten braunen Zucker: Kandis-Farin oder klassischer brauner Zucker aus Zuckerrüben bringt eine leichte Karamellnote, aber weniger Feuchtigkeit in den Teig. Rohrohrzucker oder Vollrohrzucker aus Zuckerrohr enthält mehr natürliche Melasse, schmeckt malziger und sorgt für dunklere, etwas weichere Cookies. Wer also möglichst nah ans Original kommen will, kann Rohrohrzucker oder Vollrohrzucker nehmen. Kandis-Farin funktioniert aber eben auch.

Warum die Butter bei Raumtemperatur sein sollte: Zu kalte Butter lässt sich schlecht mit Zucker vermischen, zu warme oder geschmolzene Butter verändert die Textur der Cookies komplett. Geschmolzene Butter macht die Cookies nämlich flacher! Die Cookies verlaufen beim Backen und behalten weniger von ihrer typischen dicken, weichen Konsistenz. Also lieber die Butter rechtzeitig rauslegen und kurz warten, anstatt sie zu schmelzen. Übrigens sollte das Ei für den Teig die gleiche Temperatur haben.

Backzeiten-Übersicht

Methode Temperatur Zeit Hinweis
Ofen (frischer Teig) 170 °C Ober-/Unterhitze 10-15 Min Auf mittlerer Schiene, Bleche einzeln backen
Ofen (gefrorene Balls) 160 °C Umluft/Heißluft ca. 16 Min Besser vorheizen
Heißluftfritteuse (gefroren) 160 °C ca. 18 Min Kein Vorheizen nötig, sehr praktisch

Muss es wirklich 150 g Teig pro Cookie sein?

Ja. Wirklich. Für New York Style ist das wirklich wichtig. Durch die Größe bleibt die Mitte weich und leicht unterbacken, während die Ränder perfekt gebräunt und knusprig werden. Wer kleinere oder flachere Cookies möchte, kann die Teigportionen entsprechend verringern.

Großer New York Style Cookie aufgeschnitten: weicher Kern

Serviervorschlag und Aufbewahrung

Die Cookies schmecken lauwarm mit innen noch weicher Schokolade am besten. Ich wünsche dir einen süßen Appetit. Wenn du später beide Bleche gleichzeitig in den Ofen schieben möchtest, solltest du den Ofen auf Heißluft einstellen. Beachte aber bitte, dass die Cookies bei Heißluft etwas trockener werden.

Die geformten Cookie-Balls lassen sich hervorragend einfrieren und jederzeit frisch aufbacken. So habt ihr jederzeit frisch gebackene Cookies mit der perfekten Mischung aus knusprigem Rand und weichem Kern.

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