Thanksgiving Dessert Rezepte: Eine Hommage an amerikanische Klassiker
Thanksgiving, das amerikanische Erntedankfest, ist ein Fest der Familie, Freunde und natürlich des Essens. Während der Truthahn traditionell im Mittelpunkt steht, dürfen die Desserts auf keinen Fall zu kurz kommen. Insbesondere Pies spielen eine zentrale Rolle und bieten eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen für jeden Gaumen.
Die Bedeutung von Pies an Thanksgiving
Für viele Amerikaner ist ein Thanksgiving ohne einen leckeren Pie kein richtiges Thanksgiving. Die Auswahl reicht von klassischen Varianten wie Pumpkin Pie und Apple Pie bis hin zu ausgefalleneren Kreationen wie Pecan Pie.
Der Weltbeste Pecan Pie: Ein Rezept
Pekannüsse sind in der deutschen Küche relativ selten anzutreffen, was vermutlich daran liegt, dass die Bäume hier nicht heimisch sind. In Nordamerika hingegen sind sie weit verbreitet und werden gerne in Rezepten verwendet. Ob für einen Pie, Cookies, Muffins oder Kuchen - Pekannüsse verleihen jedem Gericht einen zusätzlichen Geschmack und eine knackige Textur.
Zutaten:
Für den Teig:
- 260g Mehl (Type 550), plus mehr
- 1 EL brauner Zucker
- 1 TL Salz
- 115g kalte Butter
- 5 EL Eiswasser (plus ggf. mehr)
- 1 EL Apfelessig
Für die Füllung:
- 280g Pekannusskerne
- 4 Eier (L), Zimmertemperatur
- 160g Rübensirup (dunkel oder hell)
- 130g brauner Zucker
- 1 EL Vanille Extrakt
- 1 TL Salz
- 80g Butter, geschmolzen & abgekühlt
Zubereitung:
- Teig zubereiten: Mehl, braunen Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit einem Teigmischer in etwa erbsengroße Stücke zerteilen. Eiswasser und Essig vermischen und nach und nach zur Schüssel dazugeben und einarbeiten. Der Teig sollte nicht feucht werden - wenn er also noch etwas bröselt, dann ist das ok. Den Teig zu einer Kugel formen, flachdrücken und dann in Klarsichtfolie einschlagen. Für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
- Teig ausrollen und formen: Den Teig auf einer bemehlten Fläche etwas größer als eine 23cm (9 inches) Pie-Form ausrollen. Den Teig in die Form legen und festdrücken. Der Teig sollte überall etwas überhängen - diesen Überhang dann am Rand nach unten schlagen und mit den Fingern oder einer Gabel ein Muster in den Rand drücken. Den Teig abdecken und noch einmal etwa 30-45 Minuten in den Kühlschrank stellen.
- Blindbacken: Den Ofen auf 215°C (425°F) vorheizen. Ein großes Stück Backpapier oder Alufolie auf den Teig legen (es sollte die Ränder überlappen) und dann mit Teiggewichten beschweren. Für 25-30 Minuten blindbacken, dann die Gewichte und das Papier/Folie entfernen und weitere 10-15 Minuten bei 175°C (350°F) backen. Der Boden und die Ränder sollten leicht gebräunt aussehen. Aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen.
- Füllung zubereiten und backen: Den Ofen nicht ausschalten und die Temperatur weiterhin bei 175°C (350°F) belassen. Die Pekannusshälften auf ein Blech legen und dann für 8-10 Minuten im Ofen anrösten, bis sie anfangen zu duften. Aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen. Die Ofentemperatur ein weiteres Mal reduzieren - diesmal auf 160°C (325°F). Die Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen. Eier, Sirup, brauner Zucker, Vanille Extrakt und Salz in eine große Schüssel geben und auf niedriger Stufe verrühren. Die geschmolzene Butter nach und nach dazugeben und unterrühren. Die gerösteten Pekannüsse dazugeben und unterheben. Diese Mischung in die vorbereitete Form füllen. Wer sich die Finger etwas schmutzig machen möchte, kann sich aus der Füllung ein paar schöne Pekannüsse rausfischen und dann im Kreis oben auf die Füllung auflegen, damit es ein schönes Muster ergibt. Für 55-70 Minuten backen, bis die Füllung an den Rändern fest, in der Mitte aber noch etwas weich ist (wenn man an der Form rüttelt, sollte es noch ein wenig „wobbeln“). Aus dem Ofen holen und für mindestens 4 Stunden (oder über Nacht) abkühlen lassen. Den Pie bei Zimmertemperatur servieren - z.B. mit etwas Vanilleeis. Reste im Kühlschrank lagern.
Tipps für den perfekten Pecan Pie
- Backzeit beachten: Achten Sie darauf, den Pie nicht zu lange im Ofen zu lassen. Der Boden braucht die im Rezept angegebene Zeit, um schön knusprig und braun zu werden. Die Füllung sollte kurz vor dem Herausnehmen noch minimal in der Mitte wackeln, da sie noch nachzieht und sonst zu trocken wird.
- Pekannüsse anrösten: Das Anrösten der Pekannüsse intensiviert ihr Aroma und sorgt für einen noch besseren Geschmack.
- Ahornsirup verwenden: Pekannüsse lassen sich gut mit Ahornsirup kombinieren, da sich diese Aromen prima ergänzen.
Pumpkin Pie: Ein weiterer Klassiker
Neben Pecan Pie ist Pumpkin Pie ein absolutes Muss an Thanksgiving. Der Kürbiskuchen besticht durch seine cremige Füllung und die wärmenden Gewürze.
Zutaten:
Für den Teig:
- Mehl
- Zucker
- Salz
- Kalte Butter
- Eiswasser
Für den Belag:
- Eier
- Zucker
- Kürbispüree
- Kondensmilch
- Speisestärke
- Gewürze (Zimt, Ingwer, Muskat, Nelken oder Spekulatiusgewürz)
Zubereitung:
- Teig zubereiten: Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel geben. Kalte Butter in kleinen Stückchen unterkneten, Eiswasser dazugeben, sodass sich ein glatter Mürbteig ergibt. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt ca. 30 Minuten kühlstellen.
- Belag zubereiten: Eier mit dem Zucker verquirlen. Kürbispüree, Kondensmilch, Speisestärke und Gewürze vorsichtig dazugeben und alles zu einer homogenen Masse verrühren.
- Pie backen: Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig etwas größer als die Quicheform ausrollen; Form am Boden und Rand mit dem Teig auskleiden. Überstehende Teigreste am Rand mit einem scharfen Messer abschneiden. Die flüssige Kürbismasse hineingießen. Pumpkin Pie auf der untersten Schiene 10 Minuten bei 200 Grad backen, dann die Temperatur auf 175 Grad reduzieren und nochmals ca. 30-40 Minuten backen. Der Pie darf nicht zu lange gebacken werden, sondern sollte in der Mitte noch etwas weich sein. Am besten im ausgeschalteten Ofen (Tür nur einen kleinen Spalt öffnen) noch ca. 1 Stunde ruhen lassen.
Tipps für den perfekten Pumpkin Pie
- Kürbispüree verwenden: Das Kürbispüree für die Füllung sollte fest und eher trocken sein, auf keinen Fall zu flüssig bzw. wässrig. Sie können entweder fertiges Kürbispüree aus der Dose verwenden oder es selbst zubereiten.
- Gewürze nicht vergessen: Die Kürbismasse sollte gut gewürzt sein. Verwenden Sie eine Mischung aus Zimt, gemahlenem Ingwer, etwas Muskat und Nelken, oder ein fertiges Spekulatiusgewürz.
- Backzeit beachten: Der Pumpkin Pie darf auf keinen Fall zu lange oder zu heiß gebacken werden, da sich sonst eine Kruste bildet und diese womöglich reißt. Ich backe ihn auf der untersten Backofen-Schiene, bis die Creme stabil, aber in der Mitte noch ein bisschen wackelig ist.
Weitere Dessert-Ideen für Thanksgiving
Neben Pecan Pie und Pumpkin Pie gibt es noch viele weitere köstliche Desserts, die sich für Thanksgiving eignen:
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- Apple Pie: Ein Klassiker, der immer gut ankommt.
- Banoffee Pie: Eine Kombination aus Bananen, Toffee und Sahne.
- Bourbon-Nut-Pie: Eine Variante des Pecan Pie mit Bourbon Whiskey.
Thanksgiving in Deutschland
Obwohl Thanksgiving traditionell ein amerikanisches Fest ist, erfreut es sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Wer also Lust hat, ein Thanksgiving-Essen zu veranstalten, findet hierzulande alle Zutaten, die er dafür benötigt. Kürbisse, Karotten, Süßkartoffeln, Äpfel, Nüsse und Cranberries sind im Spätherbst in jedem Supermarkt erhältlich.
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