Glutenfreies Streusel-Rezept: Kirschtarte mit knusprigen Streuseln

Puh, was ein trister Jahresstart, seit Tagen ist es grau und von Sonne und blauen Himmel leider keine Spur. Als kleiner Motivationstreiber für den Januar möchte ich heute dieses wunderbare Rezept mit euch teilen - eine glutenfreie Kirschtarte. Definitiv einer meiner Lieblingskuchen aktuell: eine hauchdünne Tarte mit Kirschen und Streusel.

Warum dieses Rezept

Ich finde der Kuchen ist perfekt geeignet für einen gemütlichen Nachmittag mit der Familie oder Freunden. So könnt ihr euch die tristen Wintertage auf jeden Fall etwas versüßen. Durch den Zimt erhält die Tarte eine schöne winterliche Note (wer keinen Zimt mag, kann diesen natürlich auch weglassen). Mein Tipp: die Tarte noch leicht warm genießen, dann erinnert sie geschmacklich sehr an einen Crumble. Für den besonderen Genuss, empfehle ich euch zu der warmen Tarte noch eine Kugel Vanilleeis.

Glutenfreie Kirschtarte auf einem Holztisch

Übersicht der benötigten Zutaten

Tarteform (ca.)

Teig (Mürbeteig) Menge
glutenfreies Mehl (Mehlmix für Kuchen & Kekse) 250 g
Butter (kalt, ggf. laktosefrei) 100 g
Zucker 60 g
Eier (M) 2
Flohsamenschalenpulver 1 TL
Xanthan ½ TL
Salz 1 Prise
Füllung
Sauerkirschen (Abtropfgewicht) 1 Glas, 350 g
Kirschsaft & Wasser 400 ml
Zucker 40 g
Vanillepuddingpulver 1 Pck.
Zimt 1 TL
Topping (Streusel)
glutenfreies Mehl (Mehlmix für Kuchen & Kekse) 150 g
Butter (kalt, ggf. laktosefrei) 100 g
Zucker 80 g

Vorbereitung: wichtige Tipps vor dem Start

Für den Mürbeteig solltet ihr unbedingt kalte Butter verwenden, sonst wird der Teig zu klebrig. Darüber hinaus solltet ihr ihn nach dem Ausrollen, mit einer Gabel einstechen und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Damit ihr den Mürbeteig auch schön gleichmäßig in die Form bekommt, empfehle ich euch Frischhaltefolie (ca. 50 x 50 cm) auf eurer Arbeitsfläche auszulegen und diese mit etwas Mehl zu bestreuen. Dann den Mürbeteig auf der Frischhaltefolie rund ausrollen. Die Springform auf den Teig legen und zusammen mit der Folie umdrehen. Eurer Teig ist dann direkt in der Springform und ihr müsst nur noch kleine Schönheitskorrekturen vornehmen (Randhöhe gleichmäßig anpassen).

NORMALerweise bin ich kein großer Fan von Früchten aus dem Glas, aber da ihr für dieses Rezept auch den Kirschsaft benötigt, empfehle ich euch hierfür nicht auf frische Kirschen zurückzugreifen. Nachdem der Genuss eines Stück Kirschkuchens bei meiner Mama mal spontan beim Zahnarzt endete, bin ich bei entsteinten Kirschen aus dem Glas recht vorsichtig geworden. Nach dem Abtropfen gucke ich mir die Kirschen immer noch einmal an und überprüfe sie auf Steine. Und siehe da, auch dieses Mal waren in dem einen Glas noch drei Kirschen mit Steinen. Alternativ könnt ihr tiefgekühlte Kirschen verwenden, wichtig ist dann, dass ihr den Saft beim Auftauen auffangt.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Mürbeteig zubereiten:

    Als Erstes den Mürbeteig zubereiten: dafür Mehl, Zucker, Salz, Flohsamenschalen & Xanthan in eine Rührschüssel geben und gut vermengen. Dann die kalte Butter in kleine Stückchen schneiden und zusammen mit den Eiern zum Mehlmix geben. Die Zutaten in einer Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

    Den Teig auf eine Backmatte oder Frischhaltefolie geben und mit einem Nudelholz kreisrund ausrollen (Ø 30 cm). Anschließend den Teig in die Tarteform stürzen und die Ränder festdrücken. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Dann den Mürbeteig mit Frischhaltefolie bedecken und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

  2. Kirschen und Kirschpudding vorbereiten:

    Währenddessen die Kirschen über einem Sieb abtropfen lassen und den Kirschsaft auffangen. Den Kirschsaft mit Wasser auf ca. 400 ml Flüssigkeit auffüllen. Dann ca. 100 ml des Kirschsaftes zusammen mit dem Puddingpulver und Zucker in ein Gefäß geben und glattrühren. Den restlichen Kirschsaft in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald der Kirschsaft kocht, diesen von der Herdplatte nehmen und das Puddingpulver unterrühren. Dann den Kirschpudding noch einmal aufkochen lassen, dabei ständig rühren. Nach dem Aufkochen den Kirschpudding vom Herd nehmen, in ein kaltes Gefäß geben und etwas abkühlen lassen.

    Die Kirschmasse ist dann noch etwas flüssig (siehe Bilder). Alternativ könnt ihr die Tarte nach dem Backen noch 2 Stunden kaltstellen, dann wird die Kirschfüllung fester und ihr könnt sie optimal schneiden.

  3. Streusel herstellen:

    Für die perfekten glutenfreien Streusel benötigt ihr, wie für den Mürbeteig, kalte Butter. Diese schneide ich auf einem Brett immer in kleine Würfel (0,5 x 0,5 cm). Dann gebe ich sie mit allen anderen Zutaten in eine Rührschüssel. Für die Streusel Mehl, Zucker, Zimt und Butterflöckchen in eine Schüssel geben. Mit den Händen vermengen und zu Streusel verarbeiten (Tipps zur Zubereitung siehe oben).

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    Für die Streusel die Butter mit dem Zucker in einer Rührschüssel mit der Hand verkneten bis sich Streusel bilden. Anschließend Salz, Vanillezucker und Maisterei Kuchen & Keksmehl hinzugeben und noch einmal kurz alles miteinander verkneten. Die Streusel bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

  4. Füllen und Backen:

    Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen und mit den abgetropften Kirschen belegen. Anschließend den Kirschpudding verteilen und mit Streusel bedecken. Die Tarte bei 180° C Ober- und Unterhitze ca. 40 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

    Nach dem Backen die Tarte etwas abkühlen lassen. Damit die Kirschmasse vollständig fest wird, muss der Kuchen für ca. 2 Stunden kaltgestellt werden (siehe Hinweis oben: warm genießen möglich, dann ist die Masse etwas flüssiger und erinnert an Crumble).

Kuchen mit frischen Streuseln und Vanilleeis

Tipps für perfekte Streusel und Kuchen

  • Ganz wichtig: Für die perfekten glutenfreien Streusel und Teige immer kalte Butter verwenden.
  • Der Teig muss homogen sein. Es dürfen keine Butterstückchen oder Mehlnester vorhanden sein.
  • Wer die Streusel ganz knusprig mag, gibt sie ins Gefrierfach und gibt sie erst auf den Teig, wenn er in den Backofen kommt.
  • Wenn der Teig zu klebrig wird, gebe ich gerne einen Esslöffel Maisgrieß oder auch gemahlene Haferflocken mit hinein.
  • Als Erstes kann man dem Teig Haferflocken beifügen, damit werden die Streusel knusprig. Außerdem kann man die fertige Masse bis zur Verwendung ins Gefrierfach geben.
  • Wenn Du magst, kannst Du den Mehlanteil in den Streuseln durch gemahlene Nüsse ersetzen.
  • Nach dem Backen wird der noch heiße Kuchen mit Sahne übergossen, das gibt eine Extraportion Feuchtigkeit - wenn gewünscht: 200 ml Schlagsahne langsam über den Kuchen gießen.
  • Die Frischhaltefolie hält die Feuchtigkeit im Kuchen und verhindert, dass er fremde Gerüche annimmt. So kann der Kuchen 2-3 Tage ohne Probleme im Kühlschrank halten. Der Streuselkuchen lässt sich auch ohne Probleme einfrieren.
  • Wer laktoseintolerant ist, kann auf laktosefreie Butter und Sahne ausweichen.

Varianten und Hinweise

Und keine Sorge: Wer vegan lebt, ersetzt die Butter einfach durch vegane Butter oder Margarine. Funktioniert genauso gut. Streuselreste lassen sich problemlos ein paar Tage im Kühlschrank lagern oder portionsweise einfrieren. Streusel sind wunderbar vielseitig in der süßen Küche - blitzschnell gemacht, herrlich knusprig und einfach immer lecker.

Anleitung: glutenfreie Streusel und Kirschfüllung zubereiten

Praktische Hinweise zur Mehlwahl

Allgemeiner Hinweis zu verwendeten Mehlen: Wir verwenden ausschließlich Mehle der Maisterei und die Rezepte sind darauf abgestimmt und getestet worden. Die Rezepte gelingen also ausschließlich mit den im Rezept angegebenen Mehlen. Damit der Streuselkuchen ohne Hefe gelingt und richtig saftig wird, sollte man auf das Mehl achten. Ich nutze gerne ein glutenfreies Universalmehl. Je nachdem wie die Zusammensetzung des Mehls ist und wie frisch das Mehl ist, kann der Teig zu klebrig werden. Im Allgemeinen benötigt glutenfreies Mehl etwas mehr Feuchtigkeit, weshalb man auch nur eine ungefähre Angabe machen kann.

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Noch ein letzter Serviertipp

Mein Tipp: die Tarte noch leicht warm genießen, dann erinnert sie geschmacklich sehr an einen Crumble. Für den besonderen Genuss, empfehle ich euch zu der warmen Tarte noch eine Kugel Vanilleeis. Alternativ könnt ihr die Tarte nach dem Backen noch 2 Stunden kaltstellen, dann wird die Kirschfüllung fester und ihr könnt sie optimal schneiden.

Kirschtarte angeschnitten, mit Puderzucker bestäubt

tags: #glutenfreies #Streusel #Rezept

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