Stockbrot mit Honig: Ein Rezept für Lagerfeuer-Romantik und süßen Genuss
Stockbrot ist ein Klassiker, der Lagerfeuer-Feeling in jeden Garten oder Grillabend bringt. Frisch gebacken am Stock ist es nicht nur lecker, sondern auch ein Erlebnis für die ganze Familie. Ob deftig oder süß, Stockbrot lässt sich vielseitig variieren und ist super einfach und schnell gemacht. Besonders beliebt ist Stockbrot als Begleiter zu leckeren Dips wie Zaziki, Kräuterquark, Aioli oder Hummus - einfach abreißen, eintunken, genießen. Und wer es mediterran mag, kombiniert es mit Bifteki, Souvlaki oder Cevapcici - so treffen rustikales Brot und würziges BBQ aufeinander und sorgen für den ultimativen Outdoor-Genuss.
Das beste und schnellste Stockbrot-Rezept
Dieses Rezept ist nicht nur einfach, sondern auch schnell zubereitet, sodass Sie mehr Zeit am Lagerfeuer verbringen können. Meine Mutter hat immer gesagt, ich soll keine Angst vor dem Hefeteig haben - und mit diesem Rezept musst du dich wirklich nicht vor dem Mysterium Hefe fürchten!
Zutaten für ca. 8-10 Stockbrote
- 500 g Weizenmehl (Type 550 oder 405) oder Dinkelmehl
- 1 Päckchen Trockenhefe oder ½ Würfel frische Hefe (30 g)
- 300 ml lauwarmes Wasser oder Milch
- 1 TL Zucker oder Honig/Rübensirup/Ahornsirup (1 EL)
- 1 TL Salz (½ TL)
- 2 EL Öl (z. B. Olivenöl oder Rapsöl) (aber auch Butter/Margarine möglich)
Optional (für die süße Variante):
- 80 g Zucker
- 100 g weiche Butter
- 1 Pck. Vanillezucker
- 2 TL Zimt
- 100 g geraspelte Schokolade
- Früchte wie Ananas, etc.
Optional (für die deftige Variante):
- Parmesan
- getrocknete Tomaten
- Kräuter (z.B. Rosmarin)
- Oliven, etc.
Zubereitung - schnell & einfach
Hefeteig ansetzen: In 90 ml Wasser den Honig oder Agavendicksaft auflösen. Danach die Hefe dazugeben und die Mischung 10 Minuten ruhen lassen. In vielen Rezepten ist die Rede von „lauwarmen“ Wasser. Oft wird aber versehentlich zu warmes Wasser verwendet, was die Hefe zerstört.
Mit frischer Hefe: Mehl in eine Schüssel geben, eine kleine Mulde formen in der die Hefe zerbröselt wird. Das lauwarme Wasser in die Mulde geben und leicht umrühren. Mit einem Tuch abdecken und dann an einem warmen Ort (20 bis 25C) ca. 10 min. gehen lassen.
Oder mit Trockenhefe (schnelle Variante) : Mehl, Zucker und Trockenhefe in eine Schüssel geben. Milch leicht erwärmen (nicht zu heiß), Honig und Trockenhefe hinein geben und unter Rühren sich auflösen lassen.
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Teig kneten: Nun 270 g des Mehls in eine Schüssel geben und die Honig-Hefe-Mischung dazugießen. 230 ml Wasser (an Muttis Tipp denken!) ebenfalls hinzufügen. Das Ganze nun 5 Minuten lang kräftig mischen - Vorteil für alle mit Küchenmaschine, Workout für alle ohne. Nach einer etwas längeren Kaffeepause kommt jetzt Salz, Olivenöl und das restliche Mehl hinzu. Alles kräftig kneten bis ein homogener Teig entsteht.
Das Salz (u. evtl. 1 EL Essig; ist Geschmackssache) dazugeben, alles mit dem Wasser vermischen und zu einem Teig kneten. Danach den Teig in der Schüssel ca. 15min. an einem warmen Ort (19- 25C) gehen lassen und nochmals kurz durchkneten.
Kurz gehen lassen: Der Hefeteig mag es am liebsten langsam. Hast du nicht so viel Zeit, genügen 2 Stunden bei Raumtemperatur. Abgedeckt ca. 30 Min. (45 Minuten) an einem warmen Ort ruhen lassen. Der Teig sollte sich etwa verdoppelt haben.
Teig zurück in die Schüssel geben, diese gut abdecken und für ca. 30 Min. in den vorher auf 50° vorgewärmten, aber wieder ausgeschalteten Backofen stellen.
Stöcke vorbereiten: Als Grillstock eignen sich vor allem die Äste von Haselnuss-Sträuchern. Die findest du wirklich in jedem Wald. Damit du der Pflanze nicht schadest, solltest du den Ast an der nächsten Gabelung abschneiden. Am besten mit einer kleines Säge oder einem Taschenmesser, sodass ein gerader Schnitt entsteht und die Rinde nicht verletzt wird. Frische, saubere Stöcke (Haselnuss, Weide, Apfelbaum, Buche oder Bambus) entrinden und Spitze anformen. Die Stöckchen vorab in dem oberen Bereich mit der Alufolie umwickeln, diese mit Öl bestreichen.
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Achten Sie bei der Auswahl der Stöcke darauf, keine giftigen oder zu trockenen Holzsorten zu verwenden. Am besten eignen sich Haselnuss, Buche und Weide. Aber auch hier sollten Sie die Rinde am unteren Ende entfernen und das Holz etwa 5 Minuten über dem Freuer trocknen, ohne es anbrennen zu lassen. Wählen Sie einen Stock von ca. 150 cm Länge. So vermeiden Sie Verbrennungen und der Stock biegt sich unter dem Gewicht des Stockbrotteigs nicht durch.
Aufwickeln: Mit dem fertigen Hefeteig kannst du nun leckeres Stockbrot grillen. Dafür eine Portion Teig mit den Fingern abklemmen und dann „abdrehen“. Damit eine Schlange formen und um einen Stock wickeln. Etwas Mehl an den Händen hilft gegen Kleben. Teig in Portionen teilen, zu Strängen rollen und spiralförmig um die Stockspitze wickeln. Nach der Ruhezeit wird der Teig in 6 gleich große Teile geschnitten und jeweils zu einem Würmchen gerollt. Dieses Würmchen wird nun, vom unteren Alufolienteil des Stöckchens angefangen, um das Stöckchen herumgewickelt, bis man oben angelangt ist. Tipp: Je dünner das Teigwürmchen gewickelt wird, umso schneller ist das Stockbrot durchgebacken.
Teig zu Kugeln und dann zu dünnen Streifen formen. (Ca.
Backen: Das Stockbrot nun über die Glut halten und immer mal wieder drehen. Das fertige gold-braune Stockbrot kannst du entweder blanko genießen oder nach Belieben noch etwas aufpimpen, zum Beispiel mit Kräuterbutter oder Zimt und Zucker. Langsam über der Glut drehen, bis goldbraun und durch - je nach Hitze 5-10 Minuten (10-15 Min.). Das Stockbrot sollten Sie etwa 20-30 cm über die Glut halten und nicht direkt in die Flammen. Wickeln Sie den Teig dünn und gleichmäßig um den Stock, damit das Stockbrot außen knusprig und innen weich wird.
Das Brot ist gar, wenn es schön braun ist und sich leicht vom Stock ziehen lässt
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Zum Schluss das Cranberries/Honig Stockbrot mit Honig einstreichen und kurz noch einmal über die Feuerstelle halten.
Alternativen für Ungeduldige
- Knack & Back Brötchenteig: Aus der Packung, Strang rollen, aufwickeln, backen - Zero Wartezeit.
- Fertiger Pizzateig (Kühlregal): Sofort einsatzbereit, gut formbar.
- Tiefgekühlte Pizzateiglinge: Auftauen, kurz durchkneten, auf den Stock - fertig.
Profi-Tipps für perfektes Stockbrot
- Glut statt Flamme: Schonend garen, dann wird’s außen knusprig und innen durch.
- Teigmenge: Grundsätzlich gilt für die Teigmenge: weniger ist mehr!
- Alufolie: Um den Stock gewickelte Alufolie leitet die Hitze besser, das Brot wird schneller gar
- Stockspitze: Achten Sie darauf, dass die Stockspitze von Teig oder Folie umgeben ist. So kann das Holz kein Feuer fangen.
Variationen: So wird Stockbrot nie langweilig
- Gefüllt: Käsewürfel oder Schinken in den Teig einarbeiten.
- Kräuter-Knobi: Gehackte Kräuter + Knoblauchöl unterkneten.
- Süße Rolle: Nach dem Backen mit Honig oder Nuss-Nougat-Creme bestreichen.
- Kräuter, Käse oder Schinken in den Teig: Mehr Aroma, mehr Spaß.
- Zucker in den Teig: Oder fertig mit Zimt&Zucker, Marmelade oder Schoko bestreichen.
Stockbrot mal anders: Laugenteig und mehr
- Laugenteig: Für Stockbrot aus Laugenteig bereiten Sie den Hefeteig wie oben beschrieben vor. Kochen Sie 1,5l Wasser mit 3 El (ca. 50 g) Kaisernatron auf und geben Sie die portionierten Teigstränge hinein und lassen Sie sie kurz unter dem Siedepunkt für 1 Minute in der Natronlauge ziehen. Mit einer Schaumkelle herausheben, gut abtropfen lassen und wie beschrieben um die Stöcke wickeln.
- Herzhaft: Mischen Sie geriebenen Bergkäse oder Gouda, getrocknete Tomaten oder Oliven, Speckwürfel oder gehackten Knoblauch unter den Teig.
- Süß: Süßschnäbel bestreichen das fertig gebackene Brot mit Schokocreme, Konfitüre oder Zuckerguss, geben ein paar Teelöffel Rosinen oder Schokotropfen in den Teig.
Dazu passt Stockbrot…
Stockbrot ist der perfekte Allrounder für jeden Grillabend und bringt echtes Lagerfeuer-Feeling an den Tisch. Es harmoniert hervorragend mit Bratwürsten, saftigen Steaks und würzigen Fleischspießen, macht sich aber auch super als sättigende Beilage zu Suppen und Eintöpfen.
FAQ zum Stockbrot
- Kann ich den Teig vorbereiten? Ja. Einige Stunden vorher ansetzen und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Vor dem Formen kurz Temperatur annehmen lassen. Der fertige Teig kann abgedeckt im Kühlschrank für maximal 12 Stunden gelagert werden. So lässt er sich gut vorbereiten und bleibt bis zur Verwendung frisch.
- Geht Stockbrot auch ohne Lagerfeuer? Klar. Auf dem Gasgrill (indirekte Hitze), im Backofen (220 °C, 200 Grad Ober-/Unterhitze, 10-12 Min.) oder in der Pfanne bei mittlerer Hitze. Alternativ können Sie den Teig zu Brötchen, Stangen oder Fladen formen und im Backofen zubereiten. Backen Sie es dazu bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 10-15 Minuten goldbraun. Die Brötchen, Stangen oder Fladen können Sie zudem in die Pfanne oder auf den Grill legen und von beiden Seiten für ca.
- Welche Stöcke sind geeignet? Haselnuss, Weide oder Apfelbaum - ungiftig, stabil, gut zu schnitzen.
- Wie lange backt Stockbrot? Je nach Hitze 10-15 Minuten (5-10 Minuten). Gleichmäßig drehen, damit es rundum bräunt und durchgart.
- Kann ich fertigen Teig verwenden? Ja - z. B. Knack & Back oder Pizzateig. Spart Gehzeit und klappt zuverlässig.
- Wie gelingt die perfekte Bräune? Wickeln Sie den Teig dünn und gleichmäßig um den Stock, damit das Stockbrot außen knusprig und innen weich wird. Das Stockbrot sollten Sie etwa 20-30 cm über die Glut halten und nicht direkt in die Flammen.
- Wie kann das Brot ohne Lagerfeuer zubereitet werden? Alternativ können Sie den Teig zu Brötchen, Stangen oder Fladen formen und im Backofen zubereiten. Backen Sie es dazu bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 10-15 Minuten goldbraun. Die Brötchen, Stangen oder Fladen können Sie zudem in die Pfanne oder auf den Grill legen und von beiden Seiten für ca.
- Was passt dazu? Zum Stockbrotteig können Sie nach Belieben Zutaten hinzufügen. Für eine deftigere Variante empfehlen sich Speck, getrocknete Tomaten, Kräuter oder würziger Käse. Stockbrot harmoniert nicht nur mit Kräuterquark, sondern auch mit anderen würzigen Dips.
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