Rezept für weiche Lebkuchen wie vom Bäcker
Wer nach einem Rezept für super weiche Lebkuchen sucht, ist hier bei mir genau richtig. Dieses Rezept ist schon im letzten Jahr entstanden und heute möchte ich es mit euch teilen. Das schöne an meinem Lebkuchen ist, dass er sofort weich ist. Oftmals muss der Lebkuchen erst einige Tage liegen, dies ist hier nicht der Fall. Mit nur wenigen Zutaten die man eigentlich alle im Haus hat, hat man im Nu ein leckeres Gebäck gezaubert.
Warum diese Lebkuchen so weich bleiben
Der Teig enthält viel Feuchtigkeit in Form von Butter, Milch und Honig. Diese Zutaten sorgen dafür, dass die Lebkuchen beim Backen saftig bleiben und nach dem Auskühlen nicht hart werden. Mandeln bringen zusätzlich Struktur und halten das Gebäck länger frisch. Durch den Honig, die Eier und die richtige Teigkonsistenz bleibt der Lebkuchen schon direkt nach dem Backen weich. Im Gegensatz zu festeren Omas klassischen Lebkuchen mit Oblaten, die erst nach ein paar Tagen Lagern weich werden, brauchst du hier keine Wartezeit.
Zutaten (Varianten aus dem Material)
- 4 Eier (4 Eier Größe S oder 3 Eier Größe M)
- 140 g brauner Zucker
- 2 Päckchen Vanillezucker
- 240 g Dinkelmehl (Typ 630) oder alternativ Weizen- bzw. glutenfreies Mehl
- 4 TL (Weinstein) Backpulver (oder normales Backpulver)
- 3 EL Nutella oder Nuss-Nougat-Creme (optional)
- 150 g gemahlene Haselnüsse
- 100 g gemahlene Mandeln
- 1 TL Ceylon Zimt
- 3 TL Lebkuchengewürz
- 1 EL Kakao
- 100 g weiche Butter
- 100 ml Milch
- 100 ml Honig (oder 150 g Honig je nach Variante)
- Optional: 60-100 g fein gehacktes Orangeat/Zitronat oder andere Trockenfrüchte
- Für die Deko: 200 g dunkle Kuchenglasur, 200 g Vollmilch-Kuchenglasur oder Puderzucker für Zuckerguss
Grundrezept: Schritt-für-Schritt-Zubereitung
- Die Eier mit dem Zucker sowie dem Vanillezucker 2-3 Minuten schaumig rühren. Dieser erste Zubereitungsschritt ist wichtig und gelingt besonders einfach mit einer Küchenmaschine.
- Butter, Milch und Honig in einen Topf geben und erhitzen, bis sich alles verbunden hat. Lauwarm auskühlen lassen.
- Die Butter-Milch-Honig Mischung unter die Eiermasse rühren.
- Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Lebkuchengewürz, Weinsteinbackpulver/Backpulver, Nüsse) mischen und kurz hinzufügen, nur so lange mischen, bis alles verbunden ist.
- Den Teig für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, dann ist er nicht so klebrig und lässt sich besser verarbeiten. Extra-Tipp: Wenn du die Lebkuchen besonders gleichmäßig haben möchtest, lass den Teig nach dem Mischen fünf Minuten stehen.
- In der Zwischenzeit ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen (oder 170-180°C je nach Variante).
- Die Oblaten auf dem Backblech bereitlegen und mit angefeuchteten oder behandschuhten Fingern Kugeln aus dem Teig formen und diese auf die Oblaten verteilen. Mit den Fingern den Teig in die typische Lebkuchenform bringen, sodass ein "Hügelchen" entsteht. Gerne 1-2 mm Rand frei lassen, der Teig läuft im Backofen noch ein wenig auseinander.
- Alternativ: In einen Spritzbeutel füllen und die Mulden einer Silikonform bis kurz unter den Rand füllen oder kleine Kleckse direkt aufs Blech setzen.
- Die Gebäckstücke 10-16 Minuten backen (je nach Rezeptvariante: ca. 10 Minuten bei 180°C für Silikonformen oder 14-16 Minuten bei 160-170°C für Oblatenvarianten). Die genaue Zeit hängt wie immer etwas von deinem Backofen ab. Die Lebkuchen sollten noch etwas weich sein, wenn du sie aus dem Ofen nimmst.
- Im Anschluss handwarm abkühlen lassen.
- In der Zwischenzeit aus 200 g Puderzucker und 2-3 EL Wasser einen Guss herstellen und die Lebkuchen damit verzieren. Oder dunkle bzw. Vollmilch-Kuvertüre über dem heißen Wasserbad schmelzen und die ausgekühlten Lebkuchen damit überziehen. Kurz trocknen lassen und mit einer anderen Schokolade feine Linien ziehen.
Varianten und Tipps
- Oblaten ja oder nein? Muss ich Oblaten verwenden? Nein, du musst keine Oblaten verwenden.
- Mit Lebkuchenglocke: Ich empfehle eine Lebkuchenglocke, seit diesem Jahr besitze ich selber eine und liebe sie. Man befüllt sie quasi mit dem Teig, legt eine Oblate darauf und dreht dann den Lebkuchen auf das Blech. Wirklich ein Kinderspiel, jedoch bei diesem Rezept wirklich nicht unbedingt nötig.
- Alternative zu Nüssen: Ja du kannst auch mit Mandeln backen statt Nüssen - wenn du beides nicht verträgst, kannst du beides durch Mehl ersetzen. Aber natürlich schmecken die Lebkuchen dann etwas anders und weniger saftig.
- Reduzierter Zucker: Kann ich weniger Zucker verwenden? Ja, vieles ist möglich, Geschmack und Textur ändern sich jedoch.
- Backtriebmittel: Muss es Weinsteinbackpulver sein? Du kannst aber auch normales Backpulver verwenden. Hirschhornsalz ist ein traditionelles Backtriebmittel, typisch in vielen Lebkuchenrezepten.
- Gewürze: Das Rezept nutzt Lebkuchengewürz und Zimt; eine Lebkuchengewürzmischung enthält meist Zimt, Nelken, Piment, Koriander, Ingwer, Kardamom und Muskatnuss.
- Aufbewahrung: Richtig gelagert - kühl, trocken und luftdicht in einer Blechdose - hält sich Lebkuchen mehrere Wochen. Sollten die Lebkuchen dennoch zu hart werden, könnt ihr ein paar Apfelschnitze in die Dose dazu legen.
- Einfrieren: Ja, du kannst den Lebkuchenteig in Frischhaltefolie oder einem Gefrierbeutel einfrieren.
Praktische Hinweise zur Dekoration
Die klassische Methode ist einfach: in dunkle oder Vollmilch-Kuchenglasur tauchen und mit dünnen Linien der jeweils anderen Schokolade verzieren. Wenn du Kuvertüre oder Schokolade nutzt, kannst du zusätzlich etwas Öl untermischen, damit die Glasur noch mehr glänzt und das Überziehen leichter klappt. Wichtig bei den Schoko-Linien ist, die eingetauchten Lebkuchen erst vollständig auskühlen zu lassen. Ansonsten verschwimmen die Linien mit der Schokolade darunter.
Kurze Tabelle: Backzeiten & Temperaturen (Orientierung)
| Form | Temp. (°C) | Backzeit |
|---|---|---|
| Silikonformen | 180 | ca. 10 Minuten |
| Oblaten / Kleckse auf Blech | 160-170 | 14-16 Minuten |
| Blech/Ausrollen & Ausstechen | 175-180 | ca. 10-15 Minuten (je nach Dicke) |
Fünf wichtige Tipps für wirklich weiche Lebkuchen
- Die Flüssigmischung nur lauwarm verwenden, damit die Eier nicht stocken.
- Den Teig nicht überrühren, kurz mischen reicht.
- Silikonformen verwenden, wenn du die typischen Herz- und Sternformen möchtest.
- Nicht länger als nötig backen, sonst werden die Lebkuchen trocken.
- Vollständig auskühlen lassen, bevor sie in Glasur getaucht werden.
Häufige Fragen (FAQ)
Muss der Teig über Nacht ruhen?
Der Teig sollte am besten über Nacht an einem kühlen Ort rasten, das macht ihn oft aromatischer und stabiler. Für viele unserer weichen Lebkuchenrezepte ist das aber nicht zwingend nötig, denn sie sind bereits direkt nach dem Backen weich.
Wie lange halten die Lebkuchen?
Du kannst die weichen Lebkuchen locker 2 Wochen aufbewahren und sie schmecken immer noch perfekt wie am Anfang. Kühl und trocken gelagert, halten sie sich aber problemlos für 2-3 Wochen. Nach 2-3 Wochen wird der Schokoladenguss jedoch leicht gräulich und der Zuckerguss feucht.
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Kann ich Orangeat/Zitronat weglassen?
Dass weder Orangeat noch Zitronat in diese Lebkuchen gehört, wird viele freuen. Ich glaube es ist die häufigste aller Fragen auf dem Blog „ob man diese auch weg lassen kann, weil man es nicht mag“. Ganz ehrlich, ich bin auch kein Riesen Fan von Orangeat etc., aber wenn man es ganz klein hackt, schmeckt man es nicht und es macht einfach ein tolles Aroma im Weihnachtsgebäck.
Probiere das Rezept unbedingt aus, wenn Du himmlisch weiche Lebkuchen liebst. Wer einmal versucht hat Lebkuchen selber zu backen, wird nicht mehr auf den gekauften zurückgreifen wollen - ganz sicher.
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