Schokolade mit Stevia: Kaloriengehalt und gesundheitliche Vorteile

Schokolade gilt als Nervennahrung und Seelentröster - viele Menschen lieben Schokolade. Ist sie besonders kakaohaltig, schmeckt sie nicht nur gut, sondern gilt auch als gesund. Nüchtern betrachtet umfasst der Begriff Schokolade verschiedene verarbeitete Produkte, deren Hauptbestandteile aus der Kakaobohne stammen - vor allem Kakaobutter, Kakaomasse und Kakaopulver. Je nachdem, wie hoch der Anteil der Kakaobestandteile ist, lassen sich verschiedene Schokoladensorten unterscheiden.

Schokolade ohne Zuckerzusatz? Geht das überhaupt und wie schmeckt das? Es mag auf den ersten Blick etwas seltsam klingen: Schokolade ohne Zuckerzusatz? Kann das schmecken? Als Sportler setzt Du natürlich auf einen ausgewogenen Ernährungsplan, auf dem traditionelle Süße ein No-Go ist. Wenn Du auf zuckerreduzierte Schokolade setzt, kannst Du damit rechnen, dass geschmacklich kaum ein Unterschied zur herkömmlichen Tafel erkennbar ist. Der Grund dafür liegt im hochwertigen Kakao, der für den Genuss der Schokolade ohne Zuckerzusatz verantwortlich ist.

Warum alternative Süßungsmittel wie Stevia in Schokolade verwendet werden

Dass ein hoher Zuckerkonsum über kurz oder lang zu einer Gewichtszunahme und sogar Fettleibigkeit führen kann, ist längst erwiesen. Damit besteht ein Überangebot an Süßem und die überschüssigen Kalorien begünstigen die Fettleibigkeit. Zucker kann - besonders als Inhaltsstoff in verarbeiteten Lebensmitteln - bei hohem Verzehr das Risiko für bestimmte Krankheiten wie Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Wenn Du nicht auf Süßes verzichten möchtest, bieten sich zahlreiche Alternativen wie zum Beispiel Schokolade ohne Zucker an.

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Produkte wie Schokolade ohne Zuckerzusatz das Ersatzsüßmittel Stevia verwendet. Dabei ist dessen Süßkraft in Argentinien und Brasilien schon lange bekannt und geschätzt. Die Steviolglycoside, die aus den Blättern der Stevia-Pflanzen gewonnen werden, haben eine 200 - bis 300 mal so hohe Süßkraft wie Zucker. Seit Dezember 2011 ist Stevia, oder genauer Extrakte aus Steviakraut, als Süßstoff für diverse Lebensmittel erlaubt.

Kaloriengehalt: Wie viel Energie spart Stevia-Schokolade?

100 Gramm normaler Haushaltszucker enthält etwa 400 Kilokalorien. Steviolglycoside dagegen sind kalorienfrei, denn der menschliche Körper kann sie nicht verdauen und scheidet sie unverwertet wieder aus. Das macht Stevia nicht nur zu einem beliebten Zuckerersatz für Kalorienbewusste. Schokolade ohne Zuckerzusatz, die mit Stevia gesüßt wird, hat im Normalfall deutlich weniger Kalorien (Energie) als herkömmliche Schokolade mit Zuckerzusatz.

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Wenn Zuckerersatzstoffe wie etwa Stevia verwendet werden, ist oftmals auch der Zuckeraustauschstoff Erythrit enthalten. Dieser wird zwar zu den Kohlenhydraten gezählt, hat aber eine andere Wirkung auf den menschlichen Körper. Schokolade ohne Zuckerzusatz, der diesen Stoff enthält, hat trotzdem nur halb so viele Kalorien wie herkömmliche Schokolade. Abgesehen davon wird sie vom Körper über andere Stoffwechselvorgänge, vor allem aber ohne Ausschüttung von Insulin, verarbeitet.

Tabelle: Vergleich typische Nährwerte (pro 100 g)

Produktart Brennwert (kcal) Zucker (g) Bemerkung
Herkömmliche Schokolade ~500 hoher Anteil hohe Energiedichte, viel Zucker und Fett
Stevia- / Erythrit-Schokolade ~400-460 (variabel) nahezu 0-1 g deutlich weniger Kalorien, oft Erythrit als Füllstoff
Xylit-gesüßte Schokolade reduziert (~40 % weniger Süßungs-Kalorien) nahezu 0 g zahnfreundlich, aber für Hunde gefährlich

Gesundheitliche Vorteile von Schokolade mit Stevia

  • Weniger Kalorien: Schokolade ohne Zuckerzusatz reduziert die Kalorienzufuhr und kann helfen, Übergewicht vorzubeugen.
  • Konstanter Blutzuckerspiegel: Auf eine zuckerreduzierte Ernährung reagiert der Blutzuckerspiegel weniger stark, Heißhungerattacken werden reduziert.
  • Kariesprävention: Steviolglycoside haben kaum Kalorien und verursachen kein Karies. Xylit, ein weiteres Süßungsmittel in zuckerreduzierter Schokolade, ist sogar zahnfreundlich.
  • Säure-Basen-Haushalt: Wenn Du auf Schokolade ohne Zuckerzusatz setzt, stellst Du sicher, dass in Deinem Körper der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen ist und Du Dich insgesamt fitter fühlst.
  • Erhalt positiver Kakaoinhaltsstoffe: Gerade dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil enthält Flavonoide und Polyphenole, die antioxidative Wirkungen haben können.

Daneben punktet dunkle Schokolade mit wertvollen Mineralien und Spurenelementen wie Eisen, Magnesium, Kalium, Phosphor und Zink. Studien deuten darauf hin, dass Flavonoide mit ihrer antioxidativen Wirkung die Haut vor UV-Schäden schützen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenwirken können.

Risiken und Nachteile von Stevia-gesüßter Schokolade

Steviolglycoside haben zwar viele Vorteile, bringen aber auch einige Nachteile mit sich. Vor allem ist es nicht leicht, die täglich erlaubte Höchstmenge von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht einzuhalten. Wer regelmäßig Lebensmittel aus mehreren zugelassenen Gruppen isst, kann die festgelegte Maximaldosis unbemerkt leicht überschreiten. Besonders Kinder erreichen aufgrund ihres geringen Körpergewichts schnell die Obergrenze.

Die Steviapflanze selbst enthält verschiedene Inhaltsstoffe, und Steviakraut gesundheitlich zu beurteilen, ist schwer. Es gibt Hinweise, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Steviapflanze in hohen Dosen Krebs auslösen und das Erbgut schädigen können. Deshalb wurden die verwendeten Steviolgycoside auf Reinheit definiert und als Novel Food zugelassen, wobei die zugelassenen Extrakte klare Reinheitsanforderungen erfüllen müssen. Das gemeinsame Komitee der WHO und FAO hat Steviolglycoside überprüft und einen ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) von 4 mg/kg Körpergewicht empfohlen. Die European Food and Safety Authority (EFSA) hat diese Ergebnisse bestätigt.

Geschmacklich kann Stevia in hohen Dosen einen lakritzartigen oder bitteren Beigeschmack haben. In Verkostungen wurde der Stevia-typische Geschmack oft als unangenehm empfunden. Auch wurden Bedenken geäußert, dass der Nutzen durch die neuen Stevia-Süßstoffe für den Verbraucher fraglich sei. Ein weiterer Nachteil ist der Preis: Tafelsüße mit Steviolglycosiden ist sehr viel teurer als Haushaltszucker.

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Stevia im Alltag: Anwendung und Hinweise

Die süßende Wirkung der Stevia-Pflanze (wissenschaftlich Stevia rebaudiana) ist seit langer Zeit bekannt. Die Pflanzenextrakte sind gut wasserlöslich und hitzestabil. Bei Getränken lässt sich normaler Haushaltszucker daher relativ einfach durch Steviolglycoside ersetzen. Wer mit Stevia bäckt, muss jedoch das Rezept anpassen: Stevia süßt wesentlich stärker, daher solltest Du weniger verwenden, und das fehlende Volumen des Zuckers kannst Du zum Beispiel mit Haferflocken oder gemahlenen Nüssen ersetzen. Die Bräunung und Krustenbildung bei Backwaren fällt ohne Zucker oft geringer aus.

Die bei uns verwendeten Steviolglycoside werden industriell hergestellt und müssen genau definierte Reinheitsanforderungen erfüllen. Das dadurch entstandene Süßungsmittel E 960 enthält so immer die gleichen chemischen Bestandteile. Die Pflanzenteile und Blätter selbst dürfen nicht vermarktet werden, da noch nicht alle Inhaltsstoffe der Pflanze bekannt sind.

Praktische Tipps beim Kauf

  • Schau auf die Nährwertangaben: Oftmals ist der Kohlenhydratanteil nicht so gering, wie Du es bei einem zuckerreduzierten Produkt erwartest.
  • Achte auf Kombinationen: Viele Produkte enthalten Stevia zusammen mit Erythrit oder Xylit. Erythrit hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel; Xylit ist zahnfreundlich, aber für Hunde giftig.
  • Beachte Portionsgrößen: Auch zuckerreduzierte Schokolade hat Kalorien; Mäßigung bleibt wichtig.
  • Bei Backen: Passe Rezepte an, weil Stevia keine Masse liefert und weniger Volumen hat als Zucker.
Illustration: Kakaobohnen, Stevia-Blätter und Vergleich Kalorien herkömmliche vs. Stevia-Schokolade

Weitere Süßungsalternativen und ihr Vergleich zu Stevia

Neben Stevia gibt es viele Alternativen zur herkömmlichen Süße: Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft, Melasse, Kokosblütenzucker, Isomaltose, Galaktose, Thaumatin, Xylit, Erythrit, Sorbit, Saccharin und andere. Jedes Süßungsmittel hat spezifische Vor- und Nachteile:

  • Honig enthält fast genauso viele Kalorien wie Zucker, liefert aber zusätzliche Nährstoffe wie Kalzium, Eisen, Kalium, B-Vitamine und Magnesium.
  • Ahorn- und Zuckerrübensirup sparen im Vergleich Kalorien und eignen sich eher zum Verfeinern als als Tafelsüße in Schokolade.
  • Agavendicksaft ist sehr süß (hoher Fructoseanteil) und hat fast ebenso viele Kalorien wie Haushaltszucker.
  • Xylit hat 40 Prozent weniger Kalorien als Zucker, ist zahnfreundlich, kann aber abführend wirken und ist für Hunde giftig.
  • Erythrit hat glykämischen Index 0, ist zahnfreundlich und nahe am Zuckergeschmack, kann aber in großen Mengen Verdauungsprobleme verursachen.
  • Saccharin ist sehr süß (bis zu 700-fache Süßkraft), beeinflusst den Stoffwechsel kaum, kann aber in hohen Konzentrationen einen metallischen Geschmack haben.

Die Auswahl des passenden Süßungsmittels hängt von persönlichen Vorlieben, gesundheitlichen Zielen (z. B. Gewichtsreduktion, Diabetes) und Verträglichkeiten ab.

Erklärungsvideo: Wie Stevia in Schokolade wirkt und Kalorien spart

Fazit für bewusste Genießer

Weniger Zucker bedeutet weniger Kalorien. Schokolade ohne Zuckerzusatz ist eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Süßigkeiten, wenn Du auf den Genuss nicht verzichten möchtest und gleichzeitig Kalorien sparen willst. Wer sich öfter zuckerreduzierte Schokolade gönnt, profitiert von stabileren Blutzuckerwerten, weniger Heißhungerattacken und potenziell geringerer Kariesgefahr. Dennoch gilt: auch zuckerreduzierte Schokolade hat Kalorien und sollte in Maßen genossen werden.

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Für Sportler, Diabetiker und Figurbewusste kann Stevia-gesüßte Schokolade eine wertvolle Option sein, um den „bösen weißen Zucker“ aus der Ernährung zu verbannen und gleichzeitig den Geschmack einer Schokoladentafel zu genießen.

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